Kieler Runenalphabet-Datenbank erhält neue Gelder

(idw) Aus dem Zeitraum zwischen dem ersten und achten Jahrhundert n.Chr. fehlen in Nordeuropa Aufzeichnungen der einheimischen Sprachen in lateinischer Schrift. Doch schriftkundige Runenmeister ritzten mit dem älteren Runenalphabet („Futhark“) ihre Inschriften auf Steine, Waffen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck.
Um sich einen Überblick über die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten und die weiterführende Literatur zu verschaffen, musste man bisher weit verstreute Informationen aus Büchern und Fachzeitschriften zusammentragen. Das Kieler Runenprojekt schließt hier eine Lücke: die online-Datenbank stellt zu jedem Fund Deutungen, Wortanalysen und Fachliteratur zusammen.
Das Kieler Runenprojekt konzipierte die Datenbank und aktualisiert sie kontinuierlich mit neuen Forschungsergebnissen. Neben der Auswertung der Fachliteratur leisten die Mitarbeiterinnen eigene Forschungsarbeit in der sprachwissenschaftlichen Analyse der Wortfunde. Nach Fertigstellung der Datenbank ist auch eine Buchpublikation geplant. Jetzt gab es die Option für weitere sechs Jahre. Nachdem im Dezember eine DFG-Kommission die Arbeit der Kielerinnen begutachtet hatte, fiel eine positive Entscheidung zur Fortsetzung des Projekts. Pro Jahr stehen damit gut 100.000 Euro für zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und eine studentische Hilfskraft zur Verfügung.
Unter www.runenprojekt.uni-kiel.de ist die Datenbank im Internet benutzbar.
vollständiger Artikel: http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=60449

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