Ausstellung im Knittlinger Faust-Archiv

Nein – diesen Kerl wollten die Nürnberger Ratsherren nun wirklich nicht in den Mauern ihrer Stadt wissen. Zu suspekt war dieser Negromant und Schwarzkünstler, zu schillernd sein Ruf als angeblicher Knabenverführer. Jedenfalls die Menschen emsig beschäftigt hat der ums Jahr 1480 aller Wahrscheinlichkeit nach in Knittlingen geborene historische Johann Georg Faust. Und keineswegs nur seine Zeitgenossen. Denn bald nachdem Faust vom Teufel geholt worden sein soll im breisgauischen Staufen – jedenfalls berichtet das die im allgemeinen zuverlässige Chronik der Herren von Zimmern -, setzte ein bis heute nicht endender Strom an Faust-Literatur ein.

Begonnen hatte dieser mit der "Historia von D. Johann Fausten" im Jahr 1587, das durch den Frankfurter Drucker Johann Spiess verlegte, so genannte Volksbuch. Zwar ist der Verfasser dieser Schrift nicht bekannt, doch wie groß das Interesse an der legenden- und gerüchteumwucherten Person des Faust war, zeigt sich schon daran, dass das Spiessche Volksbuch bereits ein Jahr nach Erscheinen ins Englische und Plattdeutsche übersetzt wurde, 1589 ins Französische und 1592 ins Holländische.

Eine "wichtige Inspirationsquelle" für den munter fabulierenden Autor des bis 1599 in 22 Auflagen (!) erschienenen Volksbuches war ein anderes, weltberühmtes Buch, das zu den Kronjuwelen der Kulturgeschichte zählt: die 1493 in Nürnberg verlegte Schedelsche Weltchronik, ein großformatiges, 596 Seiten starkes Werk mit über 1800 kolorierten Holzschnitten. Sowohl die Weltchronik als auch das Volksbuch sind nun Hauptanziehungspunkte einer Ausstellung im Knittlinger Faust-Archiv. Pikanterweise schmückt Ausstellungsprospekt und -plakat die der Weltchronik entnommene, topografisch genaue Abbildung von Nürnberg, jener Stadt, die den Faust partout nicht hereinlassen wollte. Die Beziehungen zwischen Schedelscher Weltchronik und Volksbuch sind offenkundig. Im 26. Kapitel des Volksbuches erzählt der Verfasser "Dr. Fausts dritte Fahrt, in verschiedene Königreiche und Fürstentümer, auch die vornehmsten Länder und Städte". Vorlage dazu sind die Städtebeschreibungen in der Weltchronik, wobei außer den neun historisch gesicherten Aufenthaltsorten des Faust noch eine ganze Reihe anderer Orte beschrieben werden, die der "lasterhafte Sünder" und "Teufelsbündler" angeblich besucht hat. In Zusammenarbeit mit der Edition Libri Illustri präsentiert die Knittlinger Ausstellung die einzige kolorierte, in vierjähriger Arbeit geschaffene Faksimile-Ausgabe der Weltchronik. Damit die Besucher einen besonders guten Einblick gewinnen können in die Illustrationen der Weltchronik, an denen möglicherweise auch Dürer mitgearbeitet hat, sind zahlreiche Einzelblätter ausgestellt, darunter wunderschöne, authentische Städteansichten und eine drastische Totentanzdarstellung.

Ergänzt wird die kulturhistorisch bedeutsame Exposition mit verschiedenen Faksimiles und Originalen von Faust-Büchern, so unter anderem die "Wahrhafftige Historie" von Georg Rudolff Widmann, 1599, eine Wolfenbütteler Handschrift um 1572, der Tübinger Reimfaust von 1588, Dr. Johann Fausten Gaukeltasche von 1607, und das noch zu Fausts Lebzeiten 1536 entstandene, kostbare Original des Abtes Johannes Trithemius, der an dem "Scharlatan", "Päderasten" und "Gotteslästerer" kein gutes Haar lässt.

Quelle: Sebastian Giebenrath, Pforzheimer Zeitung, 30.03.2005

Einstein-Ausstellung in Berlin

Erstmals sollen die handschriftlichen Aufzeichnungen des Physikers Albert Einstein auch in Deutschland zu sehen sein, berichtet die "Netzeitung". Die Max-Planck-Gesellschaft präsentiert das Archiv unter dem Titel "Albert Einstein – Ingenieur des Universums" vom 16. Mai bis zum 30. September im Kronprinzenpalais in Berlin. Die Ausstellung enthält etwa 90 Exponate. Zu dem Nachlass, den Einstein der Hebräischen Universität vermachte, gehören zwei der drei verbliebenen handschriftlichen Artikel mit der berühmten Formel E=mc².

Zunächst hatte die Hebräische Universität von Jerusalem anlässlich des Albert-Einstein-Jahres das Einstein-Archiv der Öffentlichkeit präsentiert. Am Montag, dem 14. März, dem Geburtstag des Physikers, wurde die Ausstellung in der Knesset eröffnet. Normalerweise liegt das Einstein-Archiv für die Öffentlichkeit verborgen in der israelischen Nationalbibliothek. Lediglich über die Internet-Seite www.albert-einstein.org kann der Nutzer Fotos der Briefe, Tagebücher und Manuskripte des berühmten Physikers betrachten. Darunter ist etwa der Brief an den damaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, in dem Einstein ihn vor den Gefahren der Nuklearwaffen warnt.

Zum internationalen "Jahr der Physik" organisiert die Hebräische Universität gemeinsam mit dem staatlichen Wissenschaftsmuseum, der Jugend- und Erziehungsbehörde und anderen Institutionen mehrere Lesungen und Ausstellungen in Gedenken an den Physiker. Wie der Präsident der Universität, der Mathematiker Menachem Magidor, vergangene Woche mitteilte, werde es neben wissenschaftlichen Konferenzen Briefmarken, Münzen und Theaterstücke über Einstein geben.

Wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" berichtet, hat der Walt Disney-Konzern der Hebräischen Universität 2,66 Millionen Dollar für die Rechte an einem Bild Einsteins geboten. Die Firma will Kinder-Spielzeug unter dem Namen "Baby Einstein" weltweit vermarkten und dafür ein Bild des Physikers und den Namen der Hebräischen Universität benutzen, die Einstein gegründet hat.

Die Universität hatte es früher bereits abgelehnt, dass Einstein für ein Konzert der Sängerin Madonna oder für Wodka benutzt wurde. "Bei Kinderspielzeug hätte Einstein wohl nichts dagegen gehabt", sagte indes Magidor vergangene Woche. Daraufhin gab die amerikanische Firma, welche die Rechte an Einstein verwaltet, die Erlaubnis. Disney darf den Namen der Universität und das Einstein-Bild für die nächsten 50 Jahre in der Werbung und für die Verpackung eines Kunststoff-Buches für die Badewanne und ein Musik-Spielzeug benutzen.

Einstein, der am 14. März 1879 geboren wurde, wanderte 1933 aus Deutschland in die USA aus, weil er Jude war. Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass er mit Deutschen nach dem Mord der Nazis "nichts mehr zu tun haben wollte". Das "Time"-Magazine wählte ihn vor einigen Jahren zum "Mann des Jahrhunderts". Einstein starb am 18. April 1955 in Princeton, USA.

Quelle: jesus-online.de, 30.03.2005

Google digitalisiert im gigantischen Maßstab Bücher

Googles Buchprojekt kommt voran: der Suchmaschinenbetreiber hat im Dezember begonnen, die ersten von rund 15 Millionen Büchern aus fünf Bibliotheken in den USA und Großbritannien zu scannen und ins Netz zu stellen. Nun sind bereits mehrere tausend Bücher eingescannt und verfügbar – wenn auch eingeschränkt: "Wir wollen das Urheberrecht nicht verletzen", sagt Pressesprecherin Debbie Frost von "Google USA".

Google hat für das Digitalisierungsprojekt Vereinbarungen mit namhaften Universitäten getroffen, unter anderem mit Oxford, Harvard und Stanford. In welchem Umfang jeweils Bücher digitalisiert werden, wurde dabei individuell vereinbart. So werden von der Universität Michigan beispielsweise alle 7,4 Millionen Bücher eingescannt. "Wir haben Google 40 000 Bücher aus unserem Bestand zur Verfügung gestellt. Die Auswahl ist willkürlich", sagt dagegen Harvard- Pressesprecher Peter Kosewsky. Die Universitätsbibliothek Oxford gibt Google Bücher aus der Zeit vor 1920. Es handle sich dabei um etwa eine Million Bücher, auf die es kein Urheberrecht gebe, teilte Ronald Milne, Direktor der Oxford-Universität, mit.

Allerdings ist die Nutzung der virtuellen Bibliothek nicht unbegrenzt möglich. Das Urheberrecht verhindert dies. "Google arbeitet eng mit Verlagen zusammen, die durch die ins Internet gestellten Informationen Geld verdienen", sagt Frost. Zwar erteilen die einzelnen Verlage Genehmigungen für die Bereitstellung der Bücher, aber ein Buch kann niemals vollständig gelesen werden. Mehr als zwei Seiten weiter nach vorn oder nach hinten könne man nicht blättern, sagt der Pressesprecher von "Google Deutschland", Stefan Keuchel.

Über die Suchmaschine Google sind bereits einige Bücher einsehbar. Wenn man das Schlagwort "book about" mit einem Suchbegriff kombiniert, findet man derzeit bis zu drei Buchvorschläge zu einem Thema.

Über die Kosten der Digitalisierung gibt Google keine Auskunft, nach Schätzungen kostet das Einscannen aber etwa sieben Euro pro Buch. Alle Bücher würden in Mountain View in Kalifornien eingescannt, entweder per Hand oder in einer eigens von Google gebauten Maschine, die die Bücher automatisch umblättert, erläutert Keuchel. Das maschinelle Einscannen komme vor allem bei den ältesten Büchern aus dem 17. Jahrhundert zur Anwendung, sagt Harvard-Pressesprecher Kosewsky. Dabei werden die Bücher halb aufgeschlagen eingelegt, die Wölbung, die beim Kopieren entsteht, wird mit einer ebenfalls von Google entwickelten Software ausgebügelt. Google verdient Geld, sobald der Internetbenutzer eine weiterführende Seite anklickt, die etwas mit dem ausgewählten Buch zu tun hat. Die Hälfte des Gewinns teilt sich Google mit dem Verlag, der die Rechte auf das jeweilige Buch besitzt. Die Bibliotheken gewinnen zwei Mal: "Die ganze Welt hat Zugang zu unserem Bestand, auch zu den Büchern aus unserem Archiv. Außerdem ist es ohnehin ein Projekt der Bibliotheken, zu digitalisieren. Durch die Mithilfe von Google ist es nun umsonst und geht viel schneller", sagt Kosewsky.

Quelle: n-tv.de, 30.3.2005

Potsdamer Ausstellung über Reichsarchivrat Karl-Heinrich Schäfer

Vielleicht war auch die Asche der sterblichen Überreste Karl-Heinrich Schäfers dabei, die am Dienstag auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen beigesetzt wurde. Im vergangenen Jahr entdeckte man bei Bauarbeiten Asche von Häftlingen, die in Sachsenhausen ermordet wurden. Nun befindet sie sich in 150 Urnen. Der Potsdamer Reichsarchivrat hat eine Grabstätte gefunden. Im Jahre 1942 wurde er wegen "planmäßig organisierter Zersetzungsarbeit" verhaftet. Man verurteilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus. 1945 lieferte man ihn ins Konzentrationslager Sachsenhausen ein.

Darauf wies gestern während des Pressegesprächs Michael Kindler anlässlich der Ausstellung "Bekenntnis zu Potsdam" im Alten Rathaus hin. Kindler ist genauso wie Dr. Manfred Gräser, Peter Riedel und Peter Rogge (Kurator der Ausstellung) Mitglied der katholischen Propsteigemeinde St.Peter und Paul. Alle vier waren bei der Konzeption und Gestaltung von "Bekenntnis zu Potsdam" intensiv beteiligt. Bevor man das diesjährige Kulturlandjahr Brandenburg "Der Himmel auf Erden – 1000 Jahre Christentum in Brandenburg" Mitte Mai in der einstigen Bischofsresidenz in Ziesar eröfffnet, wird ab heute um 19 Uhr bereits eine wichtige Ausstellung für Potsdam zu sehen sein. Sie wird danach auf Wanderschaft gehen. Weihbischof Wolfgang Weider und der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Erwin Josef Ender, werden zur Eröffnung im Alten Rathaus erwartet.

"Bekenntnis zu Potsdam". Ob die Dargestellten der Schau, Pater Raymundus Bruns (1706-1780), Peter Joseph Lenné (1789-1866) und Karl-Heinrich Schäfer (1871-1945), selbst solch einen hohen Anspruch für sich formulierten, ist ungewiss, aber aus heutiger Sicht war ihr Leben und Wirken ein Bekenntnis zu Potsdam. Alle drei Persönlichkeiten waren fest im katholischen Glauben verankert. Der Dominikanermönch Bruns war Priester, somit Seelsorger der katholischen Gemeinde Potsdams von 1731 bis 1742.König Friedrich Wilhelm I. benötigte den Ordensmann dringend, denn in der Residenzstadt Potsdam siedelten sich viele ausländische Katholiken an, die als Facharbeiter für die Herstellung von Gewehren und als "Lange Kerls" in der Leibgarde des "Soldatenkönigs" dienten. Ein katholisches Gotteshaus erbaute man auf dem ehemaligen Gelände der Gewehrfabrik. […]

Karl–Heinrich Schäfer, der sich mit wissenschaftlichen und heimathistorischen Publikationen einen Namen machte, studierte zunächst evangelische Theologie, dann Geschichte, war Hauslehrer in der Familie des Bornstedter Pfarrers Dr. Pietschker. 1902 konvertierte er zum katholischen Glauben. 1920 wurde er an das neu eingerichtete Reichsarchiv auf dem Brauhausberg höchstpersönlich vom Reichspräsidenten Ebert berufen. Eine Originaltür aus dem einstigen Archiv führt in eine "Kammer", in der das vielfältige Wirken des Archivrats, der 1934 aus seinem Amt von den Nationalsozialisten entlassen wurde. Er beschäftigte sich insbesonderer mit dem "Märkischen Bildungswesen vor der Reformation". So wurde seine Arbeit 1928 als Buch veröffentlicht. Auch für die "Heimatwissenschaftlichen Blätter" schrieb er immer wieder Beiträge.

Die dritte Tür stammt aus dem Zuchthaus Luckau, in dem Schäfer inhaftiert war. Auf Grund der Denunziation einer Hausangestellten über das Hören von Feindsendern wurden Karl–Heinrich Schäfer und seine Frau Barbara am 14. Oktober 1942 verhaftet. Während seine Frau nach Verbüßung ihrer Haft 1944 entlassen wurde, ist Karl–Heinrich Schäfer am 14. April 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen verstorben.

Die Propsteigemeinde stellt drei Bekenner des katholischen Glaubens vor, die sich mit ihrem Wirken zu Potsdam bekannten.

Quelle: Klaus Büstrin, Potsdamer Neueste Nachrichten, 30.3.2005

Neues zur NS-Mitgliedschaft des ehem. Tiroler Landeshauptmanns Wallnöfer

Die vom Direktor des Tiroler Landesarchivs, Richard Schober, in seinem am Dienstag vorgelegten Bericht zitierten Dokumente belegen, dass der spätere Landeshauptmann Eduard Wallnöfer knapp 25-jährig im Juni 1938 einen Antrag auf Aufnahme in die NSDAP gestellt hat. Weil sich Wallnöfer im Februar 1938 nach einer Notiz der Kreisleitung Imst \“in gemeiner Weise gegen Führer und Nationalsozialismus geäußert\“ habe, blieb der Antrag dort hängen.

Im Jänner 1941 stand Wallnöfer wegen eines Verkehrsunfalls vor Gericht und bezeichnete sich als \“NSDAP- Anwärter\“. Damit brachte er indirekt sein Aufnahmeverfahren wieder in Schwung, weil die Verurteilung zu einer Geldstrafe von 20 Reichsmark dem Gaugericht der NSDAP mitgeteilt wurde.

Im März 1943 gab der Imster NSDAP-Kreisleiter das Auf 2. Spalte nahmeverfahren frei, indem er die ideologischen Zweifel auf dem Personalfragebogen ergänzte: \“Mit Beschluss vom 26.8.41 überholt. Im Februar 1944 wurde Wallnöfer schließlich rückwirkend zum 1.1.1941 unter der Mitgliedsnummer 9 566 289 in die NSDAP aufgenommen.

\“Die Akte Eduard Wallnöfer scheint nun vollständig zu sein\“, kommentierte Landeshauptmann Herwig van Staa (VP) den Bericht. Mitte Februar hatte das Öffentlichwerden von Wallnöfers NSDAP-Mitgliedschaft durch das Nachrichtenmagazin profil für Aufregung gesorgt. Van Staa und Schober formulierten Zweifel an der Echtheit der Dokumente, Schober nahm seine Skepsis einen Monat später mit den Worten: \“Ich hätte meine Einschätzung vorsichtiger formulieren sollen\“ zurück.

Ursprünglich wollte van Staa einen Mitarbeiter des Landesarchivs zur Überprüfung der Akte nach Berlin schicken, dank der Übersendung aller Unterlagen durch das Bundesarchiv ist diese Dienstreise nun unterblieben. \“Ob Wallnöfer dabei war oder nicht, ändert nichts an der Einschätzung seiner Person\“, erklärt van Staa nun und bescheinigt seinem Schwiegervater \“keine Beteiligung im Sinne der NS-Ideologie\“.

Van Staa beharrt auch darauf, in diesem Zusammenhang keinen öffentlichen Forschungsauftrag erteilen zu wollen. Der Grünen-Antrag, die großen Lücken bei der Aufarbeitung der Elitengeschichte Tirols in der NS-Zeit zu schließen, wird von van Staa weiterhin abgelehnt. \“Alle Wissenschaftler der Uni haben alle Unterlagen jeden Tag zur Verfügung\“, meint er.

Quelle: Hannes Schlosser, DER STANDARD, 30.3.2005

Filmarchiv Austria zeigt \“Hitlers Hollywood\“

Erstmals werden dabei alle 50 in Wien produzierten Spielfilme der Kriegsjahre vorgeführt. Eigene Filmreihen zeigen explizite NS-Propagandafilme, aber auch Beispiele antifaschistischer Filmarbeit.

Unter dem Titel „Hitlers Hollywood“ werden von 31. März bis 1. Mai vom Filmarchiv Austria die Produktionen der „Wien-Film“ aus den Jahren 1939 bis 1945 gezeigt. Die von den Nazis ins Leben gerufene Produktionsfirma war 1938, nach Enteignungen und der Vertreibung jüdischer Teilnehmer und Mitarbeiter, aus der Tobis-Sascha-Filmindustrie hervorgegangen.

Sie produzierte in den Kriegsjahren insgesamt 50 Spiel- und Kulturfilme – neben einigen qualitativ hochstehenden Schulbeispielen eskapistischer Unterhaltungskultur wie „Wiener G’schichten“, „Operette“ oder „Der Postmeister“ auch reichstreue Propagandafilme wie „Wien 1910“ oder „Heimkehr“, wobei acht davon erst nach Kriegsende als so genannte “Überläufer“ aufgeführt wurden.

Von 1. bis 30. April steht im Metro Kino die bisher umfangreichste Präsentation expliziter Nazi-Propagandafilme auf dem Programm. Kurator Frank Stern vom Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien begleitet die Vorführungen der in Kooperation mit dem Bundesarchiv, Abt. Filmarchiv Berlin, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und der Universität Wien veranstalteten Schau mit Einführungen.

Unter dem Titel „Hollywood gegen Hitler“ wird dann von 14. April bis 1. Mai der Anti-Nazi-Film als eigenes Genre innerhalb des deutschsprachigen Filmexils präsentiert. An den Produktionen, die vor allem in Hollywood während des Zweiten Weltkrieges entstanden, beteiligten sich viele in den Jahren 1933 bis 1945 verfolgte und in die Emigration gezwungene Filmschaffende.

Quelle: Vienna online, 29.3.2005

Das Gold der Nazis

Hitler hatte sich Merkers ausgesucht. In einem Salzstock in der Bergbaugemeinde am Rande der Thüringer Rhön sollte sein letzter Schatz sicher sein. Gold- und Platinbarren, Banknoten und jede Menge Kunstgegenstände ließ der Diktator dorthin schaffen. Doch noch vor dem Kriegsende fiel der Schatz der Nazis Anfang April 1945 den Amerikanern in die Hände. US-Präsident Dwight D. Eisenhower persönlich inspizierte wenig später das geheime Goldlager gut 500 Meter unter der Erde. Und das kleine Merkers füllte die Schlagzeilen der Weltpresse.

Deutschland kurz vor Kriegsende 1945: Die 3. US-Panzerarmee unter General George S. Patton rückt in Thüringen Richtung Osten vor. Die außergewöhnliche Zielstrebigkeit, mit der sie das tut, erklärt sich am 4. April: Objekt der Begierde war der Kalischacht Kaiseroda in Merkers. «Man sagt, die Amerikaner hätten einen Tipp bekommen von französischen Zwangsarbeitern, dass da was zu holen ist», erzählt Hartmuth Baumert, heute Produktionsleiter im Kali-Werk.

Im so genannten Goldraum fanden die Amerikaner tatsächlich rund 80 Prozent der Gold- und Devisenreserven des über Tage gerade untergehenden NS-Reiches. Schon von Juli 1944 an waren immer wieder Kulturgüter beispielsweise aus dem Goethe-Nationalmuseum in Weimar in das abgelegene Bergwerk gebracht worden. «Walross» hieß die geheime Kommandosache, mit der Hitler im Februar und März 1945 in zwei Eisenbahntransporten seine letzten Schätze aus der im Bombenhagel liegenden Hauptstadt Berlin nach Thüringen schaffen ließ. Neben Gold und Geld kam auch wesentliches Sammlungsgut Berliner Museen, einschließlich der Nationalgalerie nach Merkers. Darunter Gemälde von Dürer und Originalmanuskripte von Goethe. 700 Gemälde alter und junger Meister sollen teils unverpackt im Stollen gestanden haben.

Ein eigens dafür ernannter General sollte die Schächte des Kali-Bergwerks eigentlich sprengen, um den Schatz dem Zugriff des Feindes zu entziehen. Eine Bergung sollte nicht vor Ablauf von ungefähr zwei Jahren möglich sein. Bis dahin – so die irrwitzige Vorstellung -sollte sich die Lage für das «Deutsche Reich» wieder entspannt haben.

Zur Sprengung kam es nie – und die Amerikaner müssen sich in jenen Tagen unter der Erde gefühlt haben wie Dagobert Duck in seinem Goldspeicher. Nach Bestandsbüchern der früheren Reichsbankhauptkasse Berlin waren in der Grube Merkers 8645 Goldbarren sowie eine nicht belegte Zahl von Platin- und Silberbarren, Feingold und Silber eingelagert. Hinzu kamen Kunstgegenstände und säckeweise Goldmünzen unterschiedlichster Währungen, zusammengerafft in ganz Europa, sowie Banknoten noch und noch. Die Angaben über den Gesamtwert schwanken. «Der Gesamtwert der Einlagerungen dürfte nach heutiger Währung mit etwa 2,2 Milliarden Euro zu beziffern sein», schätzt Norbert Moczarski, Oberarchivrat beim Thüringischen Staatsarchiv.

Fotos von «Ike» Eisenhower mit Offizieren seines Stabes inmitten von Goldsäcken und bei der Inspektion aufgestapelter Kunstwerke gingen um die Welt. Bereits Mitte April 1945 wurden die Gold- und Devisenbestände sowie die eingelagerten Kunstgüter aus der Grube genommen, nach Frankfurt am Main gebracht und in der dortigen Reichsbankhauptstelle zwischengelagert. «Dort verliert sich die Spur des Goldschatzes», berichtet Moczarski. «Die Verteilung des Reichsbankgoldes durch die Alliierten ist nur in äußerst groben Umrissen bekannt», heißt es in einer Broschüre des Bergwerks Merkers, in dem der Goldraum noch immer zu besichtigen ist.

Ein Großteil des Goldes soll an die jeweiligen Staatsbanken zurückgegeben worden sein. Spätere Vermutungen von Militärhistorikern, Hitlers Schatz sei in wesentlichen Teilen im US-Goldbunker Fort Knox gelandet, bestätigten sich nie. Um den Verbleib des Goldes und der Kunst ranken sich noch immer jede Menge Gerüchte und Vermutungen. Fest steht, dass die weltbekannte Nofretete, die auch in Merkers lag, an ihren ursprünglichen Platz in Berlin zurückkehrte. Teile der Kunstgegenstände blieben aber verschwunden.

Quelle: Roland Böhm, Mitteldeutsche Zeitung, 29.3.2005

Temporäres Umsiedeln des Klosterarchivs Einsiedeln

In mehr als tausend Jahren ist das Archiv des Klosters Einsiedeln nur zweimal wegtransportiert worden. Einmal flüchtete der Abt vor den Schwyzern mit wertvollen Urkunden, und das andere Mal liess die helvetische Regierung das Archiv abführen. Nun wandern die Akten in Kisten verpackt und mit Polizeischutz ins Schwyzer Staatsarchiv, für maximal acht Jahre (AUGIAS-Net berichtete). Nicht länger soll die Sanierung des Archivs dauern.

In der Dreikönigsnacht 1314 überfielen die Schwyzer Einsiedeln, plünderten Kloster und Kirche. Die wenigen hochadeligen Mönche wurden rasch überwältigt und mit verbundenen Händen nach Schwyz geführt. Zweck des Überfalls war die Vernichtung kaiserlicher Schenkungsbriefe, welche Weiderechte des Klosters vor den Schwyzern sicherten. Doch mit den wichtigsten Urkunden war der Abt rechtzeitig ins Schloss Pfäffikon am Zürichsee geflüchtet. 691 Jahre später sind die Mönche froh, dass die wertvollen Akten nach Schwyz ins Staatsarchiv ziehen können. In Kisten verpackt und mit Polizeischutz werden insgesamt über 600 Laufmeter Akten in den nächsten Monaten ins Staatsarchiv transportiert. Im Winter soll die Umzugsaktion abgeschlossen sein. Maximal acht Jahre können die Akten in Schwyz lagern. Bis dann soll die Sanierung des Archivs abgeschlossen sein.

Drei eher kleine Räume im ersten Stock, zuvorderst das sogenannte Rheinauer-Archiv, im zweiten Raum das eigentliche Stiftsarchiv unter vier Gewölben, zuhinterst im letzten Raum das Büro des Archivars. Hier lagert das historische Gedächtnis des Klosters seit dem Neubau im frühen 18. Jahrhundert. Hier wird es gepflegt. Andreas Meyerhans, externer Klosterarchivar, und Andreas Kränzle, Verantwortlicher für die Reorganisation des Archivs, sind damit beschäftigt, aufzuräumen und zu inventarisieren. Spazierstöcke stehen herum, an einer Wand steht ein vierhundertjähriger Feuereimer aus Leder, in einer Schublade finden sich alte Dienstbüchlein der Mönche, an einem andern Ort liegen ungeordnete Soldatenbilder aus dem Ersten Weltkrieg, die als Exvoto in der Kirche aufgehängt wurden, auf einem Schrank türmt sich der Nachlass eines Paters, der in Rumänien wirkte. Archivalisches Strandgut mit Sammlerwert. Es komme noch viel mehr zusammen, sagt Andreas Kränzle und macht eine Handbewegung nach oben. Unter dem Dach des Klosters befinde sich unter anderm eine Sammlung von Wallfahrtsbildern und Münzprägestöcken.

Mehr als 30 Millionen Franken sind in den letzten Jahren in die Restaurierung des Klosters geflossen, auch in einen Kulturgüterschutzraum, in dem die wertvollsten Stücke aus dem Archiv lagern, ottonische Urkunden aus dem 10. Jahrhundert. 8 Millionen Franken bewilligte der Kanton Schwyz in einer Volksabstimmung vor vier Jahren für verschiedene Aufgaben, auch für das Archiv, mit dem erst begonnen wird. Das Kloster sei reich an Kulturgütern, ein Reichtum, der viel koste, aber an dem sich Besucher und Pilger erfreuten, sagt Abt Martin Werlen. Der Abt setzt auf Fundraising und hat dafür ein Dutzend Wirtschaftsleute angefragt zur Unterstützung, darunter Rainer E. Gut. Die Gruppe werde bis im Sommer zum ersten Mal zusammentreten. Wo das neue Archiv untergebracht wird, sei offen.

Das alte Archiv platzt aus allen Nähten, zudem haben Feuchtigkeit und damit verbundener Pilzbefall, Wärme und Kälte, Gebrauch und Transport dem Bestand zugesetzt. Bei zahlreichen Stücken kommt jede Rettung zu spät. Andreas Meyerhans greift nach einer Aktenmappe und öffnet sie. Ein Stück Siegel fällt heraus und auf den Boden. Im Karton liegen lose Urkunden aus dem 13. Jahrhundert herum, die Siegel hängen heraus. Er zeigt eine Urkunde von Rudolf von Habsburg, welcher 1274 dem Abt die Reichsfürstenwürde bestätigte. Bei jeder Benutzung besteht die Gefahr, dass Siegel beschädigt werden oder gar abfallen. Auch die Originale leiden, wenn sie nicht als Einzelstücke gelagert werden. Die Archivmappen liegen in 56 Holztruhen, welche selber mehr als zweihundert Jahre alt sind. Auf der Vorderseite der Truhen klebt roter Siegellack. Zu erkennen ist das Zuger Wappen. Die helvetische Regierung liess die Kisten und das ganze Archiv 1798 nach Zug transportieren.

[…]

Seit 40 Jahren betreut Pater Joachim die Bestände des Archivs. Er kennt jeden Winkel, jede Geschichte und kämpfte auf sanfte Weise für die Renovation. Pater Joachim öffnet eine Eisentüre und zeigt auf zwei gut erhaltene und mit feiner Schrift bezeichnete Totenschädel. Es sind frühere Äbte. Der eine, Maurus von Roll, habe den Bau des Klosters initiiert. Pater Joachim greift zwei Fächer höher und zaubert ein Sackmesser mit Amerika-Flagge hervor, ein Geschenk von Präsident Bush senior, als dieser das Kloster besuchte. Mit einigen Stücken hat er sich regelrecht angefreundet. Seit drei Jahren liegt die Beglaubigungsurkunde von Abt Martin auf dem Tisch. Die Urkunde sei sehr schön geschrieben, aber auf der falschen Seite, auf der Haarseite des Pergaments, «und das von der apostolischen Kurie».

Quelle: NZZ Online, 29.3.2005

Neue Runde im Münchener Mozart-Streit

Nachdem er vom Nachfahren des Münchner Malers Johann Georg Edlinger im "Mozart-Streit" (AUGIAS-Net berichtete) scharf angegriffen worden ist, kontert der Leiter des Münchner Stadtarchivs, Richard Bauer, mit einer "notwendigen Klarstellung". Das Schreiben im Wortlaut:

"Mit einigem Erstaunen habe ich von dem als ,Offenen Brief` bezeichneten Leserbrief des Dipl.-Geologen Georg v. Edlinger in der Osterausgabe des Münchner Merkur Kenntnis genommen. Herrn v. Edlingers Kritik unterstellt dem Münchner Stadtarchiv ,fragwürdige Profilierungsversuche` und fordert eine zügige ,Sachklärung`. Obschon ich mir vorgenommen hatte, in dieser Angelegenheit vor dem Erscheinen meiner gerade in Druck gegangenen Dokumentation keine öffentliche Erklärung mehr abzugeben, sehe ich mich durch diesen heftigen öffentlichen Angriff zu einer erneuten Stellungnahme veranlasst.

Zunächst eine Bemerkung zur Person des Kritikers: Herr v. Edlinger als ,direkter Nachfahre des Künstlers in fünfter Generation` verschweigt in seinen Ausführungen tunlichst seine verwandtschaftliche Beziehung zu dem eigentlichen Urheber des ,Mozart`-Streites, dem Informatiker Wolfgang Seiller, der sich ebenfalls gerne als ,Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel` des Malers Edlinger ausweist. Die genetische Ableitung vom Künstler und die familiäre Verbundenheit sind keine wissenschaftlichen Argumente und tragen zur Aufklärung des Sachverhalts nichts bei. Sie erklären bestenfalls den momentanen Gleichklang in der Problembewertung. Auch ist die Auseinandersetzung um das angebliche Berliner ,Mozart`-Porträt keine Angelegenheit der Geologie oder der Informatik, sondern ein Problem der Kunstgeschichte, die trotz aller Verselbständigungsansätze eine historische Disziplin bleibt. Identifikationen benötigen deshalb nicht allein Stilkritik und ikonographische Analyse, sondern auch eine gründliche Auseinandersetzung mit der Provenienz (Herkunft) des untersuchten Gegenstandes.

Gerade dieser Punkt ist bislang völlig außer Acht gelassen worden. Hätte sich Herr Seiller jemals mit der Überlieferungsgeschichte des Gemäldes beschäftigt, wäre die absurde ,Mozart`-Theorie überhaupt nicht entstanden. Es zeugt von einer merkwürdigen Einstellung zum Wert (kunst)historischer Quellenarbeit, wenn man die sehr konkrete Aussage der letzten Privatbesitzerin des Bildes über die Person des Dargestellten einfach zur Seite schiebt. Nur weil deren Äußerung bereits 75 Jahre zurückliegt, ist sie nicht weniger wahr. Der Zweifel am Urteils- oder Erinnerungsvermögen eines unbequemen Zeugen ist die einfachste Form, einer Kontroverse auszuweichen.

Man kann die momentane Gegensätzlichkeit der Standpunkte auch so umschreiben: Archivische Spurensicherung steht gegen einen (übrigens von nur wenigen Betrachtern nachvollziehbaren) Bildvergleich, der bestenfalls Ähnlichkeiten, aber keinesfalls eine Identität nachweist. Ein Abgleich der unterschiedlichen Ausgangslage hat bislang deshalb nicht stattgefunden, weil sich die Berliner Gemäldegalerie trotz eines schon drei Wochen zurückliegenden Angebots des Stadtarchivs München dem wissenschaftlichen Gespräch verweigert. So weit zum Thema ,Sachklärung`.

Die Familie Edlinger kann versichert sein, dass die Münchner Widerrede gegen die Berliner ,Mozart`-Euphorie keine ,populistische Aktion` darstellt. Alle Untersuchungen wurden mit der gebotenen und für das Haus selbstverständlichen Gründlichkeit durchgeführt. Bedauerlicherweise werden sich die hochgespannten Hoffnungen der Edlinger-Nachkommen, den Namen ihres Vorfahren künftig in enger Verbindung mit Mozart zu sehen, der Sachlage nach wohl nicht erfüllen lassen." Dr. Richard Bauer, Stadtarchiv

Quelle: Marktplatz Oberbayern, 29.3.2005

Ausstellung zum Kriegsende in Idar-Oberstein

Am 19. März 1945 wurde Idar-Oberstein nach dem Abzug der Deutschen Truppen kampflos von amerikanischen Einheiten besetzt, und der Zweite Weltkrieg war knapp zwei Monate vor der endgültigen Kapitulation in unserer Region beendet. Die von Stadtarchivar Manfred Rauscher zusammengestellte und im Foyer der Stadtverwaltung laufende Ausstellung dokumentiert die Besatzungszeit zuerst der Amerikaner und später der Franzosen.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Machwirth betonte, dass die im Stadtarchiv Idar-Oberstein so umfassend dokumentierte Stadtgeschichte künftig noch stärker den Bürgerinnen und Bürger näher gebracht werden soll. Er verwies auf den bemerkenswerten Überlebenswillen und Zusammenhalt in der Bevölkerung und regte an, sich dieser Stärken auch für die Herausforderungen der heutigen Zeit wieder ins Bewusstsein zu rufen. Rauscher unterstrich, dass sich die Not der Bevölkerung durch die Besatzung und vor allem durch die umfangreichen Beschlagnahmungen der Franzosen noch weiter verstärkte. Erst Ende 1948 wurde die Lebensmittelsituation in Idar-Oberstein besser.

Öffnungszeiten der bis zum 22. April laufenden Ausstellung: Mo. – Mi. 7 Uhr bis 17 Uhr; Do. 7 Uhr bis 18.30 Uhr; Fr. 7 Uhr bis 12 Uhr.

Quelle: Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach, 29.3.2005

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