Aktionstag zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes am 7.9.2008 in Münster

Am 2.9.2004 brannte die Herzogin Anna Amalia-Bibliothek zu Weimar, wertvolles Kulturgut ging verloren. Auch wenn mittlerweile die glanzvolle Wiedereröffnung im Beisein des Bundespräsidenten erfolgen konnte und auch wenn zahlreiche Bände restauriert worden sind, so bleiben doch die schmerzhaften Verluste evident. Deutlich geworden ist durch den Brand auch, wie gefährdet unser schriftliches Kulturerbe ist und dass noch große Anstrengungen unternommen werden müssen, um dieses zu bewahren.

Die deutschen Archive und Bibliotheken veranstalten daher jedes Jahr (zeitnah zum Tag des Ereignisses) einen nationalen Aktionstag zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes. Im Jahre 2008 wird er in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Ausrichter ist die Universitäts- und Landesbibliothek Münster, eine kompetente Adresse im Bereich der Konservierung, Restaurierung und Bestandserhaltung in Deutschland. Sie führt diesen Aktionstag in enger Kooperation mit den Städtischen Bühnen Münster und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster durch. Weitere Partner sind auf Bundesebene die Allianz zur Erhaltung des Schriftlichen Kulturguts (unter dem Vorsitz der Staatsbibliothek zu Berlin), auf regionaler Ebene das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen und das LWL-Archivamt für Westfalen sowie zahlreiche deutsche und ausländische Archive und Bibliotheken.

Dieser jährlich ausgerichtete \“Aktionstag zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes\“ wird im Jahre 2008 seinen Schwerpunkt (pars pro toto) auf die Musik setzen. Hiermit wird einerseits der Herzogin Anna Amalia-Bibliothek und den schweren Verlusten insbesondere der Musiksammlung Rechnung getragen, andererseits eröffnet die Schwerpunktsetzung auch das Herausgehen aus dem rein fachlichen und fachwissenschaftlichen Bereich (Bibliothek und Archiv). Damit soll eine hohe Resonanz erzielt werden und die Akzeptanz für Belange der Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes gestärkt werden.

Am 7.9.2008 stehen also die Räumlichkeiten der Städtischen Bühnen in ihrem denkmalgeschützten Gebäude zur Verfügung: Im Theaterraum wird das Konzert und ein \“Talk\“ über Konservierung und Restaurierung und die Musik stattfinden. Im Foyer werden sich Aussteller präsentieren und der Theater-Treff steht für Vorträge zur Verfügung. Das musikalische Programm wird vom Symphonieorchester der Stadt Münster (Generalmusikdirektor: Fabrizio Ventura) bestritten. Es kommen vorwiegend Werke aus dem Bestand der beiden Adelsbibliotheken Rheda und Steinfurt (Hofkapellen des 18. Jahrhunderts, beide als Deposita in der ULB Münster) zur Aufführung. Unter diesen Werken des Barock werden auch einige Uraufführungen bzw. Neuaufführungen sein.

Link: http://www.ulb.uni-muenster.de/aktionstag-2008 

Info:
Aktionstag zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes
am 7.9.2008 in Münster: Städtische Bühnen 11:00 bis 18:00 Uhr

Kontakt:
Reinhard Feldmann (ULB Münster)
Fon: 0251 – 83-24081
feldmre [at] uni-muenster [dot] de

Vortrag bei der Biederlack-Ausstellungseröffnung in Greven

Die seit dem 23. Mai 2008 im Rathaus der Stadt Greven gezeigte Ausstellung "by der Lake – Biederlack\“ zur Geschichte der bekannten Grevener Familie vom 16. bis zum 20. Jahrhundert wird am kommenden Dienstag, 3. Juni um 19 Uhr offiziell eröffnet. Zu der Veranstaltung lädt das Stadtarchiv Greven alle Interessierten herzlich ins Rathausfoyer ein. Der Eintritt ist frei.

Nach der Begrüßung und Einführung durch die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Welling-Post wird Anke Hackethal (Historikerin/Archivservice, Emsdetten) einen Vortrag halten mit dem Titel \“Auf der Spur der Zahlen – Vom Kaufhandel zur Fabrik. Die Firma Biederlack, Mülder & Comp. (später J.C. Biederlack & Co.) im 19. Jahrhundert\“.

Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung. Bis zum 31. Juli ist sie danach zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Mo.-Mi. 8.30-17, Do. 8.30-18, Fr. 8.30-12.30 Uhr) zu sehen.

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 30.5.2008

München feiert. Festzüge im 19. und 20. Jahrhundert

Münchens Feierfreudigkeit ist weltweit bekannt. Doch die Freude am öffentlichen Feiern ist keineswegs ein Phänomen unserer Tage. Schon im 19. Jahrhundert galt die bayerische Landeshauptstadt als die wichtigste deutsche „Fest-Stadt“, nirgendwo sonst wurden so viele Festzüge veranstaltet. 

Ausgehend von den historischen Anfängen des Phänomens „Festzug“ befasst sich die Ausstellung "München feiert" im Stadtarchiv München mit bedeutenden Münchner Festzügen des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese werden durch Entwurfsskizzen, Fotos und teilweise auch durch Filme wieder lebendig. 

Thematische Schwerpunkte sind – als historischer Beitrag zum 850. Stadtgeburtstag – den Festzügen zum 700-jährigen Stadtjubiläum 1858 sowie zum 800. Stadtgeburtstag 1958 gewidmet.

Eine Publikation zum Thema ist für Herbst 2008 geplant.

Info:
München feiert. Festzüge im 19. und 20. Jahrhundert
Ausstellung im Stadtarchiv München 
20. Mai – 31. Juli 2008 

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 – 15 Uhr; an Feiertagen geschlossen
Eintritt frei!

Kontakt
Stadtarchiv München
Winzererstr. 68
80797 München
Tel. +49 (0)89 233 0308
Fax +49 (0)89 233 30830
stadtarchiv@muenchen.de 

BStU-Dokumente zur Tätigkeit Gysis als Anwalt von Robert Havemann öffentlich zugänglich

Dr. Gregor Gysi hat am 20. Mai 2008 – einen Tag vor der mündlichen Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin – die Berufung gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Berlin über die Herausgabe von drei Dokumenten aus den Stasi-Unterlagen seines ehemaligen Mandanten Robert Havemann zurückgezogen. Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, erklärte dazu heute in Berlin: \“Die Begründung für den Rückzug in letzter Minute ist zwar wenig überzeugend. Entscheidend aber ist, dass wir endlich weitere Dokumente über die Einflussnahme der Stasi auf Anwälte und das Verhältnis Havemanns zu seinem Anwalt Dr. Gysi für Forschung und Medien zugänglich machen können.\“

In dem Verfahren hatte das Verwaltungsgericht zu klären, ob Stasi-Unterlagen (insgesamt fünf Seiten) zu Robert Havemann, in denen Dr. Gysi als sein Rechtsanwalt genannt wird, im Rahmen eines Medienantrags nach §§ 32 ff. Stasi-Unterlagen-Gesetz herausgegeben werden dürfen. Auch unter Berücksichtigung des besonders geschützten Anwaltsgeheimnisses, so vom Verwaltungsgericht im Juni 2006 entschieden, sei die Herausgabe der Unterlagen zulässig, da sie dem mutmaßlichen Willen des verstorbenen Regimekritikers Robert Havemann entspräche.

In dem Berufungsverfahren hatte die Bundesbeauftragte auch geltend gemacht, dass die streitbefangenen Unterlagen zu Gregor Gysi nach zusätzlichen Erkenntnissen als IM-Unterlagen einzustufen sind. Die Berufungsrücknahme erfolgte, nachdem das Gericht einen Zeugen geladen hatte, der in den 70er Jahren an einem Gespräch Dr. Gysis mit Robert Havemann teilgenommen hatte. – Der Herausgabe der Unterlagen steht nun nichts mehr im Wege.

Die Partei Die Linke fühlt sich wegen der Stasi-Vorwürfe gegen Fraktionschef Gysi einer Hetze ausgesetzt. Parteichef Oskar Lafontaine fordert den Rücktritt von Marianne Birthler als Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde. Gregor Gysi hat alle Vorwürfe einer möglichen Verbindung zur DDR-Staatssicherheit zurückgewiesen. Er will juristisch gegen Frau Birthler vorgehen – befürchtet aber einen „Schauprozess“.

Kontakt:
BStU
Zentralstelle Berlin
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: (030) 2324 – 50
Fax: (030) – 2324 – 7799
post@bstu.bund.de

Quelle: BStU, Pressemitteilung, 20.5.2008; Focus, 28.5.2008; Süddeutsche Zeitung, 28.5.2008

Grevesmühlener Gedächtnis ist wieder zu Hause

Das Stadtarchiv Grevesmühlen wird komplettiert. – Nach knapp 20 Jahren kehren Grevesmühlens älteste Akten wieder nach Hause zurück.

Am Montag, dem 26.05.2008 wurde der älteste Teil des „Grevesmühlener Gedächtnisses“ nach „Hause“ geholt. Fast zwanzig Jahre lagerten Akten der Stadtverwaltung im Landeshauptarchiv in Schwerin, weil in Grevesmühlen keine geeigneten Bedingungen für die Aufbewahrung gegeben waren. Insgesamt werden 30 laufende Meter historisches Archivmaterial in das Stadtarchiv in der Rosa-Luxemburg-Straße eingelagert. Darunter sind zum Beispiel ein Ackerregister von 1657, Ratsprotokolle aus dem 18. und 19. Jahrhundert oder städtische Akten aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Der größte Teil des ältesten Bestandes ist bereits aufgearbeitet und kann ab Ende Juni in den Räumen des Stadtarchivs für Nachforschungen durch Wissenschaftler oder interessierte Bürger genutzt werden. Durch die elektronische Erfassung der wichtigsten Daten ist eine Recherche am Computer möglich.

Ein Teil der Akten ist in einem sehr schlechten Zustand und bedarf unbedingt der Restaurierung. Hiermit hat die Stadt im vergangenen Jahr begonnen. 

Kontakt:
Stadtarchiv Grevesmühlen
Rosa-Luxemburg-Straße
23936 Grevesmühlen 
Tel. 03881/723109 
Fax: 03881/723111

Quelle: Stadt Grevesmühlen, Pressemitteilung, 26.5.2008

Roter Adlerorden für Wolfgang Hempel

Am 13. Juni 2008 verleiht der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Mathias Platzek den Verdienstorden des Landes Brandenburg an Wolfgang Hempel.

Der Verdienstorden des Landes Brandenburg (umgangssprachlich Roter Adlerorden genannt) wurde vom Landtag des Landes Brandenburg durch das Brandenburgische Ordengesetz vom 10. Juli 2003 gestiftet. Die Verleihung erfolgt durch den brandenburgischen Ministerpräsidenten „als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für außerordentliche Verdienste um das Land Brandenburg und seiner Bevölkerung“. In einem Jahr dürfen nicht mehr als 20 Personen ausgezeichnet werden. Die Zahl der Ordensinhaber soll auf 300 beschränkt sein.

Wolfgang Hempel, bis 1996 Hauptabteilungsleiter Dokumentation und Archive des Südwestfunks Baden-Baden, war von 1990 bis 1994 ehrenamtlicher Berater des Brandenburgischen Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Dr.h.c. Hinrich Enderlein. Er war zusammen mit Prof. Dr. Thomas Seeger maßgeblich an der Gründung des Instituts für Information und Dokumentation (IID) an der Fachhochschule Potsdam beteiligt, das 1992 als Nachfolgeinstitut des Lehrinstituts für Dokumentation (LID) Frankfurt am Main die berufsbegleitende Fortbildung zu Wissenschaftlichen Dokumentaren aufnahm. Als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Informations- und Dokumentationswesen und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Archivwesen beim Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur von 1991 bis 1994 war er ebenfalls am Aufbau der Studiengänge für Diplomdokumentare und Diplomarchivare an der Fachhochschule Potsdam (heute zusammen mit dem Studium zu Diplombibliothekaren Fachbereich Medienwissenschaft) beteiligt.

1991 organisierte Wolfgang Hempel in der Nähe von Potsdam vom 14. bis 16. November ein Kolloquium zum Thema „Archivische Berufsbilder und Ausbildungsanforderungen“, dessen Protokoll 1995 im Verlag für Berlin-Brandenburg Potsdam als Band 3 der POTSDAMER STUDIEN veröffentlich wurde. Die POTSDAMER STUDIEN, begründet und herausgegeben 1995 von Friedrich Beck, Botho Brachmann und Wolfgang Hempel, hatten sich mit Band 2 von Torsten Musial schon mit dem Thema „Staatsarchive im Dritten Reiche“ beschäftigt.

Das Protokoll einer Tagung der Fachhochschule Potsdam „Dagmar Jank (Hg.) – Die Nachlaßerschließung in Berlin und Brandenburg: Probleme und Perspektiven“ erschien 1998 als Band 8 und 1999 folgte als Band 9 eine Sammlung „Friedrich Beck/Wolfgang Hempel/Eckart Hennig (Hg.) Archivistica docet – Beiträge zur Archivwissenschaft und ihres interdisziplinären Umfelds“. Das Protokoll „Helmut Baier/Peter-Johannes Schuler (Hg.) – Erschließung und Benutzung deutschsprachiger Archivbestände in den postkommunistischen Staaten Ost- und Mittel-Europas“ erschien 1998 als Band 16 der Reihe. 2005 wurde der Kreis der Herausgeber um die Professoren Dr. Norbert Reimann, Dr. Volker Schockenhoff und Dr. Hartwig Walberg erweitert. Als Band 18 erschien 2005 eine Paperback-Ausgabe der Festschrift für Botho Brachmann „Friedrich Beck/Eckart Henning/Joachim-Felix Leonhard/Susanne Paulukat/Olaf B. Rader (Hg.) – Archive und Gedächtnis“ und 2007 als Band 19 ein Aufsatzband von Dagmar Reese (Hg.): Die BDM-Generation. Weibliche Jugendliche in Deutschland und Österreich im Nationalsozialismus“.

Seit Ende der achtziger Jahre plante und führte Wolfgang Hempel zweijährige berufliche Bildungsmaßnahmen der Arbeitsverwaltung für arbeitslose Hochschulabsolventen durch, in denen in Kooperation des Südwestfunks Baden-Baden u.a. zuerst mit dem LID und später mit dem IID zu Wissenschaftlichen Dokumentaren ausgebildet wurde. Die 1992 in Potsdam und Baden-Baden gegründete gemeinnützige Gesellschaft für Fortbildung, Forschung und Dokumentation mbH setzte unter der Geschäftsführung von Wolfgang Hempel in Zusammenarbeit mit dem IID Potsdam diese berufliche Bildung bis 2006 fort.

Er übernahm 1994 das Erbe des 1964 in Potsdam verstorbenen Kunsthistorikers und Volkskundlers Wilhelm Fraenger von dessen 1994 verstorbenen Erbin Ingeborg Baier-Fraenger und überführte es zusammen mit Prof. Dr. Julius H. Schoeps in die gemeinnützige Wilhelm-Fraenger-Institut GmbH Potsdam, deren Geschäftsführer er ist.

Von 1996 bis 2005 war Wolfgang Hempel ehrenamtlicher stellvertretender Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam und wurde danach in das Kuratoriums des Moses Mendelssohn Zentrums berufen. Er gehört auch dem Kuratorium der Stiftung Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt an.

Von 2001 bis 2004 war Wolfgang Hempel als Archivreferent Mitglied des vierköpfigen Vorstands der Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung Witzenhausen. Während seiner Amtszeit wurde das aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst finanzierte Archiv der deutschen Jugendbewegung unter Beibehaltung des Standortes auf Burg Ludwigstein ein Außenstelle des Staatsarchivs Marburg.

1995 wurde Wolfgang Hempel Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. Die Fachhochschule Potsdam wählte ihn 1996 zum Ehrensenator und das Land Brandenburg verlieh ihm 2001 den Titel „Professor ehrenhalber“. Er ist Mitglied der Brandenburgischen Historischen Kommission.

Quelle: Moses Mendelssohn Zentrum e.V., Pressemeldung, 21.5.2008

Ausstellung zur Geschichte der Familie Biederlack in Greven

Über Jahrhunderte war die Familie Biederlack am Fuß des Kirchbergs beheimatet. Sogar ihr Familienname leitet sich von der Lage ihres Grundstücks ab. Doch wo kam die Familie im 16. Jahrhundert her? Womit verdiente sie ihr Geld? Und wie wurde sie eine der bedeutendsten Familien in Greven? 

Schlaglichter auf die Geschichte dieser Händler- und Fabrikantenfamilie wirft nun eine Ausstellung des Stadtarchivs Greven. Unter dem Titel \“by der Lake – Biederlack. Spuren einer Grevener Familie vom 16. bis 20. Jahrhundert\“ ist sie vom 23. Mai bis zum 31. Juli 2008 im Grevener Rathausfoyer zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Telefon: 02571/920-358 (-458)
Telefax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 23.5.2008

Bestandssicherung in Rostocks Stadtarchiv

In den NNN wird das Archiv der Hansestadt Rostock vorgestellt, das seit 1884 auf wissenschaftlicher Basis geführt wird. Der derzeitige Leiter des Rostocker Stadtarchivs, Dr. Karsten Schröder, erläutert das Aufgabenspektrum. Der Alltag sieht vor allem das Sichten und Archivieren der Unterlagen der Stadtverwaltung vor. 

Die Bedeutung der Überlieferungsbildung für die nachfolgenden Generationen lässt sich anhand eindrucksvoller Beispiele aus der Vergangenheit untermauern. So war die Urkunde über den Kauf der Rostocker Heide aus dem Jahre 1252 wichtig, um nach der Wende Rückübertragungsrechte der Stadt beim Bund geltend zu machen. In der Heide gab es eine Reihe militärischer Liegenschaften, die nach 1990 zunächst dem Bund zugesprochen wurden. Das historische Dokument konnte dann aber doch Rostocks Ansprüche sichern.

Bevor der erste wissenschaftliche Archivar der Stadt seit 1884 nach und nach ein Ordnungssystem einrichtete, gab es kaum noch Kenntnisse über die Akten und Amtsbücher. Im Frühjahr 1884 suchten die Rostocker Ratsherren und Bürgermeister verzweifelt nach den Urkunden alter Privilegien. Erst eine Reinemachefrau fand das Kopialbuch – jahrelang als Sitzerhöhung missbraucht – unter einem Kissen auf dem Stuhl des wortführenden Bürgermeisters. Heute sind die Archivbestände im Umfang von rund 3.000 Laufmetern in zwei Hauptbereiche unterteilt. Der eine reicht von 1251 bis 1945, der andere von 1945 bis in die heutige Zeit. Das älteste Stück ist ein Handelsprivileg des dänischen Königs für Rostocker Kaufleute aus dem Jahre 1250.

Kontakt:
Archiv der Hansestadt Rostock
Hinter dem Rathaus 5 
18055 Rostock 
Tel. (03 81) 3 81 13 61
Fax (03 81) 3 81 19 47
stadtarchiv@rostock.de

Quelle: Karsten Herzog, Norddeutsche Neueste Nachrichten, 24.4.2008

Die Geschichte des Ratsgymnasiums in Bielefeld

Dem 450-jährigen Bestehen des Ratsgymnasiums in Bielefeld ist eine Ausstellung gewidmet, die von aktiven und ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern in Kooperation mit dem Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld realisiert wurde.

Das Ratsgymnasium Bielefeld gehört zu den ältesten Gymnasien in Westfalen. Die erstmalige gemeinsame Bestellung des Rektors der Stiftsschule vom Stiftskapitel und der Stadt 1558 gilt traditionell als Gründungsdatum des Gymnasiums als städtische Schule. Schlaglichtartig ziehen Ereignisse, Strukturen und Menschen des ältesten Gymnasiums der Stadt auf. Texte und Objekte illustrieren Lehrerpersönlichkeiten, Schülervereine, Schülermützen, Schulfahnen, den Singechor, die Bibliothek, die Entwicklung der Ausrichtung des Gymnasiums und seiner Unterrichtsinhalte, der Schulgebäude und der Aula. Ebenso werden Themen wie die Geschichte des Gymnasiums im Nationalsozialismus, das Schicksal jüdischer Schüler, moderne Schulpartnerschaften oder das Landschulheim Langeoog beleuchtet.

Am 28. Mai 2008 wird die Ausstellung „Schule mit Geschichte – Schule mit der Zeit. Geschichte des Ratsgymnasiums in Bielefeld“ im Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek eröffnet. Die Ausstellung kann dann zwischen dem 29. Mai und dem 6. September 2008 jeweils mittwochs bis freitags in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.

Die Exponate stellten das Ratsgymnasium, die Kunsthalle Bielefeld, das Historische Museum, das Stadtarchiv und private Leihgeber zur Verfügung.

Zum 450. Jubiläum ist auch eine Festschrift erschienen, die auf 384 Seiten sowohl die Geschichte der Schule thematisiert und Erinnerungen an die Schulzeit enthält als auch einen Einblick in die pädagogischen Herausforderungen der Gegenwart und in die Arbeit der Schulvereine des Ratsgymnasiums gewährt. 

Die beiliegende DVD verdient besondere Aufmerksamkeit. Sie enthält eine digitalisierte Fassung eines 16mm-Films zu den Feierlichkeiten anlässlich des 400-jährigen Jubiläums 1958 sowie Filmausschnitte über Studienfahrten, das Lernen im Schullandheim und Projekte am Ratsgymnasium. Das Buch ist im Westfalen Verlag erschienen.

Info:
DEO ET LITERIS. Schule mit Geschichte – Schule mit der Zeit.
Festschrift zum 450-jährigen Jubiläum des Ratsgymnasiums Bielefeld.
Hrsg. im Auftrag der Schule von Johannes Altenberend und Wolfgang Schröder.
Bielefeld 2008

Kontakt:
Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek
Rohrteichstraße 19
33602 Bielefeld
Tel. 0521/51 24 71
Fax 0521/51 68 44
stadtarchiv@bielefeld.de

Quelle: Stadt Bielefeld, Pressemitteilung, 23.5.2008

Stilleben und Tierdarstellungen von Otto Zitta

Vom 22. Mai bis Ende August 2008 sind im Stadtarchiv Leipzig Stillleben und Tierdarstellungen des Leipziger Künstlers Otto Zitta (1906-1990) zu sehen. Die Ausstellung kann montags und mittwochs zwischen 9 und 15 Uhr, dienstags zwischen 10 und 18 Uhr sowie donnerstags zwischen 10 und 19 Uhr besichtigt werden (Eintritt frei).

Otto Zittas Schaffen umfasst vor allem Aquarelle und Ölgemälde, daneben Radierungen und Linolschnitte. Neben den Landschafts- und Tiermotiven, denen die Ausstellung gewidmet ist, schuf er auch zahlreiche Stillleben und Porträts. Als Künstler war der gelernte Schlosser und spätere Werkzeugmacher Autodidakt. Über viele Jahre gehörte er dem Mal- und Zeichenzirkel des VEB Blechverformung an, in dem er kreativ angeregt wurde.

Die Arbeiten Otto Zittas, der auch Mitglied im Verband der Bildenden Künstler der DDR war, wurden u. a. im Alten Rathaus und im Rahmen von Kunstausstellungen des damaligen Bezirkes Leipzig gezeigt. Heue befinden sich sein Werke als Dauerleihgaben beim Kunstverein am Marienplatz. Der Verein organisiert Ausstellungen, um Otto Zittas Schaffen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Kontakt:
Stadtarchiv Leipzig 
Torgauer Str. 74
04318 Leipzig
Telefon: 0341 / 24 29 0
Fax: 0341 / 24 29 121

Quelle: Stadt Leipzig; Leipzig Seiten, 20.5.2008

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