150 Jahre Siegburger Karnevalskomitee 1861 e.V.

Pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr wird Rhein-Sieg-Landrat Frithjof Kühn im Siegburger Kreishaus mit „Siegburger Karneval – 150 Johr wie im Märchen“ eine Ausstellung eröffnen, die die Herzen historisch interessierter Karnevalisten und Brauchtumsfreunde höher schlagen lässt.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Siegburger Karnevalskomitees 1861 e.V. im Jahr 2011 hat das Archiv des Rhein-Sieg-Kreises unter der Leitung von Dr. Claudia Arndt die Geschichte des Vereins aufgearbeitet. Präsentiert werden die Ergebnisse in einer umfangreichen Ausstellung, die bis zum 3. Dezember im Foyer des Kreishauses zu sehen sein wird. Viele bislang unbekannte Schätze werden dann dort ausgestellt: Zahlreiche Fotos, Orden, Kostüme, schriftliche Unterlagen und sonstige Karnevalsutensilien.

Auf 25 professionell gestalteten Ausstellungstafeln werden wesentliche Aspekte zum Siegburger Karneval dargestellt und erläutert. Darüber hinaus gibt es viele Originalexponate zu sehen. Unter den herausragenden Stücken befindet sich beispielsweise die vermutlich aus dem Jahr 1927 stammende „Pritsche“ des Karnevalsprinzen – eine Art buntbemalter, hölzerner Fächer, der beim Aufschlagen einen lauten Knall verursacht.

Die Pritsche wird 1942 erstmals nachweislich erwähnt. Sie galt lange als verschollen, tauchte dann in der Karnevalssession 1956 /1957 wieder auf und zählt seither zu einem der ältesten Karnevalsutensilien des Siegburger Karnevalskomitees. Auch zahlreiche Veranstaltungsplakate aus dem 19. und 20. Jahrhundert können bewundert werden. Fast vollständig werden außerdem die Karnevalsorden des Komitees ausgestellt. Zu sehen sind aber auch Originalkostüme des Prinzen und der Siegburgia, der Prinzengarde oder das Kostüm einer Kinder-Siegburgia. Die einzelnen Exponate stammen zum einen aus dem Archivbestand des Siegburger Karnevalskomitees, der seit Januar 2010 als Depositum im Kreisarchiv verwahrt wird, und zum anderen von öffentlichen und privaten Leihgebern.

Ein ganz besonderes Stück – auch aufgrund seines Alters – ist die liebevoll kolorierte und detailgenaue Lithographie aus dem Stadtmuseum Siegburg mit dem Maskenzug von 1861, auf der jeder einzelne Zugwagen beschriftet ist. Die Biographien aller bekannten Prinzenpaare sowie die Geschichte der Siegburger Karnevalsvereine runden die Ausstellung ab.

Die gut dreiwöchige Ausstellung liefert auch bereits einen kleinen Vorgeschmack auf eine umfangreiche Publikation. Diese wird das Siegburger Karnevalskomitee mit seinem Präsidenten Günter Krengel am 16. Januar 2011 vorstellen.

Kontakt:
Archiv und Wiss. Bibliothek des Rhein-Sieg-Kreises
Kaiser-Wilhelm-Platz 1 (Kreishaus)
53721 Siegburg
Telefon: 02241/13-2928
Fax: 02241/13-3271
archiv@rhein-sieg-kreis.de

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis, Pressemitteilung, 25.10.2010

»Aus den Akten auf die Bühne« – Inszenierungen in der archivischen Bildungsarbeit

Mit der im Oktober 2010 erschienenen Publikation von Sigrid Dauks „Aus den Akten auf die Bühne“ − Inszenierungen in der archivischen Bildungsarbeit wird die im Juni 2010 von Prof. Susanne Freund gestartete Reihe „Historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit“ des Fachbereichs Informationswissenschaften (Studiengang Archiv) der FH Potsdam fortgesetzt.

Die Autorin behandelt ein interessantes Thema des Methoden- und Wissenstransfers. Szenische Darstellungen galten in der Fachwelt lange Zeit als Exotikum. In der vorliegenden Analyse ausgewählter Fallbeispiele wird der Gewinn dieser Vermittlungsform nun in ein neues Licht gerückt. Denn für ein erfolgreiches Marketing- und Bildungskonzept benötigen Archive ein öffentliches Forum und innovative Mitstreiter. Der historische Wert von Originalquellen lässt sich in der Kooperation mit Theatern überzeugend darstellen, wenn beide Partner aktiv in den Produktionsprozess eingebunden werden. Schauspieler/innen geben stummen Archivalien eine Stimme, um u. a. Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die nicht zu den typischen Theater- oder Archivbesucher/innen zählen.

Auch wenn Archive zu den Non-Profit-Organisationen gehören, wird das Thema Archivmarketing immer wichtiger. Archivar/innen sollten aus diesem Grunde Freiräume nutzen und die aktuelle Debatte über Bildungschancen forcieren, die auch vor dem Hintergrund eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem kulturellen Erbe geführt werden muss. Die Arbeit von Sigrid Dauks trägt deshalb dazu bei, das Image von Archiven aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Info:
„Aus den Akten auf die Bühne“ − Inszenierungen in der archivischen Bildungsarbeit
von Sigrid Dauks (Historische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, hrsg. von S. Freund, Band 2) ISBN 978-3-936960-52-5 (145 Seiten). 2010. BibSpider, Berlin. EUR 25,90

Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Freund
freund@fh-potsdam.de

Archivzentrum der UB Frankfurt erwirbt zwei weitere Bücher aus der ehemaligen Bibliothek Arthur Schopenhauers

Passend zum Schopenhauer-Jahr hat das Archivzentrum der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt/Main zwei wertvolle Original-Bände aus der einstigen Privatbibliothek des berühmten Philosophen erworben. Sie ergänzen die bedeutende Schopenhauer-Sammlung des Zentrums, die unter anderem etwa 700 Titel aus der einst rund 3.000-bändigen Privatbibliothek des Philosophen umfasst. Dabei handelt es sich um den größten in sich geschlossenen Teilbestand des Schopenhauer-Nachlasses.

Bei den neu erworbenen Bänden handelt es sich um die Titel „L\’esprit, ou Recueil de pensées tirées de ses ouvrages“ (1753) des französischen Schriftstellers und Frühaufklärers Bernard Le Bovier de Fontenelle sowie „La palingénésie philosophique, ou Idées sur l\’état passé et sur l\’état futur des Être vivans“ (1770) aus der Feder des Schweizer Naturwissenschaftlers und Philosophen Charles Bonnet. Beide waren dem Archivzentrum von dem in Ansbach lebenden Buchbindermeister, Fotografen und Sammler Olaf Meußling angeboten worden. Sie befanden sich bis zu Schopenhauers Tod 1860 in dessen Besitz und wechselten in Folge mehrfach den Eigentümer. Dass die Bücher aus der Bibliothek Schopenhauers stammen, belegen die Exlibris im Innendeckel, die zahlreichen An- und Unterstreichungen sowie die eigenhändigen Verbesserungen Schopenhauers.

Nach der ersten Erfassung werden die Bände im Rahmen eines internationalen Projektes digitalisiert und anschließend auf der Plattform Schopenhauer-Source (www.schopenhauersource.org) bereitgestellt. Im Original können sie im Archivzentrum montags bis freitags von 9:30 bis 16:30 Uhr (nach Voranmeldung und im Rahmen der Benutzungsordnung) studiert werden. Ein großer Teil der Schopenhauer-Sammlung der Universitätsbibliothek ist derzeit übrigens in der Ausstellung „Was die Welt bewegt – Arthur Schopenhauer in Frankfurt“ im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte zu sehen. Diese läuft bis zum 30. Januar 2011 und ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt:
Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
Archivzentrum
Bockenheimer Landstrasse 134-138
60325 Frankfurt am Main
Dr. Mathias Jehn
Leiter Archivzentrum und Frankfurt-Abteilung
Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Campus Bockenheim
Tel: (069) 798-39007
m.jehn@ub.uni-frankfurt.de

Quelle: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Pressemitteilung, 20.10.2010

Neue Leiterin des Wiener Stadt- und Landesarchivs

Mag.a Dr. Brigitte Rigele (47) ist die neue Leiterin des Wiener Stadt- und Landesarchivs (Magistratsabteilung 8). Sie tritt die Nachfolge des langjährigen Archivdirektors ao. Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll an, der nach mehr als zwei erfolgreichen Jahrzehnten an der Spitze dieser Institution in den Ruhestand getreten ist. Magistratsdirektor Dr. Erich Hechtner überreichte der neuen Direktorin am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feier im Grünen Salon des Wiener Rathauses ihr Bestellungsdekret.

Brigitte Rigele studierte Geschichte an der Universität Wien und arbeitet seit 1988 im höheren Archivdienst der MA 8. Zuletzt war sie u.a. Leiterin des Referats für Landesarchivalische Bestände. Rigele absolvierte ein Masterstudium am renommierten Institut für Österreichische Geschichtsforschung.

Magistratsdirektor Hechtner bezeichnete Archive als unverzichtbar für die Identität einer Gesellschaft und für das Selbstverständnis einer großen Organisation. Das Wiener Stadt- und Landesarchiv sei kein rückwärtsgewandter Elfenbeinturm, sondern eine lebendige Institution, die sich den Herausforderungen der Zeit, wie der Revolution der Informationstechnologien, stellt und mit seinen Beständen auch einen wichtigen Beitrag zur Rechtssicherheit leistet.

Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny bezeichnete das Archiv als das Gedächtnis der Stadt. Seine entscheidende Funktion sei es, alles Wissen über die Stadt fachkundig zu sammeln, zu bewahren, aufzubereiten und zu kommunizieren. Den Dank und die Glückwünsche der Personalvertretung übermittelte der Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Christian Meidlinger.

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv im Gasometer

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv im Gasometer in Simmering verwahrt und sammelt, erhält und erschließt Urkunden, Akten, Handschriften, Druckschriften, Pläne und Fotos aus und über Wien, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die über 42.000 Regalmeter an Beständen bewahren Kostbarkeiten wie das Testament Ludwig van Beethovens, die Verlassenschaftsabhandlung Wolfgang Amadeus Mozarts oder die Pläne Otto Wagners zur Umgestaltung von Wien.

Die Archivalien dokumentieren aber nicht nur die Erinnerung an herausragende Persönlichkeiten, Leistungen und politische Ereignisse. Sie ermöglichen den Zugang zur Geschichte als kontinuierliche Abfolge unzähliger Einzelschicksale und alltäglicher Geschehnisse. Seit dem Mittelalter werden damit Grundlagen für die Sicherung rechtlicher Angelegenheiten sowie historischen Wissens geboten. Heute fungiert das Wiener Stadt- und Landesarchiv auch als stadtgeschichtliche und kommunalpolitische Dokumentation und Forschungsstelle.

Mit der Führung der Informationsdatenbank des Wiener Landtages und Gemeinderates steht das Stadt- und Landesarchiv auch im Dienst der aktuellen Stadt- und Landespolitik.

Kontakt:
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Magistratsabteilung 8
Guglgasse 14, 5. Stock, Top 508, Eingang: Gasometer D (Zugang von Gasometer A)
1110 Wien
Telefon +43 1 4000 84808
Fax +43 1 4000 84809
post@ma08.wien.gv.at
www.archiv.wien.at
www.wien.gv.at/kultur/archiv/index.html

Quelle: Stadt Wien, Pressemitteilung, 14.10.2010

Arge-Alp-Archivleiter treffen sich in Bozen

Die für 2013/14 geplante Wanderausstellung zur Geschichte der Energiegewinnung in den Alpen und die Öffentlichkeitsarbeit stehen im Mittelpunkt des Treffens der Archivdirektorinnen und Archivdirektoren der Arge Alp in Bozen.

Am 18. und 19. Oktober 2010 kommen die Direktorinnen und Direktoren der Staats- und Landesarchive der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer zu ihrem jährlichen Gedankenaustausch zusammen. In diesem Jahr ist das Südtiroler Landesarchiv in Bozen Gastgeber. Auf der Tagesordnung stehen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit sowie die für 2013/14 geplante Wanderausstellung zur Geschichte der Energiegewinnung in den Alpen.

Die Konferenz der Archivdirektorinnen und -direktoren wurde 1976 im Rahmen der Kulturkommission der Arge Alp eingerichtet. Ihre Aufgabe ist es, das gegenseitige Geschichtsverständnis in den Mitgliedsländern zu vertiefen.

Archive verwahren die für die Geschichtsschreibung unerlässlichen historischen Quellen, in denen sich auch die engen Beziehungen und Verflechtungen der Alpenländer zu- und untereinander niederschlagen. Die Staats- und Landesarchive der Arge-Alp-Länder pflegen daher einen intensiven Austausch von eigenen Findmitteln und Veröffentlichungen, um ihre Quellenbestände in einem weiteren Rahmen bekannt- und für die wissenschaftliche Forschung und Auswertung nutzbar zu machen.

In der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer sind folgende Archive zusammengeschlossen: Landesarchiv Baden-Württemberg (Stuttgart), Bayerisches Hauptstaatsarchiv (München), Salzburger Landesarchiv (Salzburg), Tiroler Landesarchiv (Innsbruck), Vorarlberger Landesarchiv (Bregenz), Staatsarchiv Graubünden (Chur), Staatsarchiv des Kantons St. Gallen (St. Gallen), Stiftsarchiv St. Gallen (St. Gallen), Staatsarchiv des Kantons Zürich (Zürich), Archivio di Stato del Cantone Ticino (Bellinzona), Archivio di Stato di Milano (Mailand), Archivio di Stato di Trento (Trient), Archivio provinciale di Trento (Trient), Staatsarchiv Bozen und das Südtiroler Landesarchiv.

Quelle: Autonome Provinz Bozen, Pressemitteilung Schule / Kultur, 15.10.2010

Wittens Stadtgedächtnis zieht um

Im Keller des Saalbaus in Witten wurde in dieser Woche kräftig zugepackt: Mehr als 20.000 Akten, großformatige Archivalien und einzelne Sammlungen mussten aus mehreren Magazinräumen in einen neuen Archivraum umgelagert werden – genau genommen in die Rollregalanlage, die 1975 für das damalige Stadtarchiv Witten installierte wurde. „In den nächsten Monaten sollen auf diese Weise die zahlreichen Magazinstandorte des Stadtarchivs auf einige wenige archivgerechtere Räumlichkeiten konzentriert werden“, erklärt Stadtarchiv-Leiterin Dr. Martina Kliner-Fruck. Mit dem Umzug in das Endarchiv ist aktuell die erste Phase geschafft. Im neuen Archivraum lagert nun ein Großteil der archivwürdigen und elektronisch verzeichneten Unterlagen der Stadtverwaltung sowie Nachlässe und Schenkungen, die die stadtgeschichtliche Überlieferung ergänzen.

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Max Bäcker, der „Herr der Akten“ und langjähriger Mitarbeiter des Stadtarchivs, ist zufrieden, dass zehn Magazinstandorte auf momentan sechs zusammengezogen werden konnten. „Dies erleichtert meine Arbeit etwas bei der Aushebung der Unterlagen für unsere Nutzer.“ Für die Diplomarchivarin Ana Muro war es der erste Archiv(teil)umzug in ihrem Berufsleben: „Die mehrmonatigen Vorbereitungsarbeiten, die neben den laufenden Tagesgeschäften erledigt werden mussten, haben sich gelohnt. Ich konnte eine übersichtliche Bestandsordnung entwickeln und die Rollregalanlage ist – wenn auch 35 Jahre alt – archivgerechter als unsere früheren Standregale.“

Techniker des Saalbaus, Mitarbeiter des Museums und der Bücherei unterstützten die Transportarbeiten tageweise, während mehrere Aushilfskräfte des Kulturforums eine Woche lang täglich Archivkartons gestemmt haben. „Die Arbeit war aufwändig, anstrengend und hat bestimmt viel logistische Planung des Stadtarchivs erfordert. Alles sah am Anfang weniger aus als es dann wirklich war. Aber ich finde es wichtig, die Unterlagen zu erhalten, die noch gebraucht werden – und die Rollregalanlage ist zwar alt, aber echt Kult. So etwas habe ich bisher nur im Fernsehen gesehen“, berichtet der 19-jährige Schüler Florian Winkler. Mit von der Partie war auch Joschka Möller (20): „Das Stadtarchiv finde ich wichtig, weil man dort das Geschehen der Vergangenheit durch Einsicht in die Originale immer wieder aktuell abrufen kann.“ Die 19-jährige Anja Sieling, die derzeit ein Soziales Jahr im Kulturforum absolviert und der Archivleitung bei der Aussonderung von Archivgut zur Seite stand, erzählt: „Für mich war es sehr interessant, solche alten Akten zu sehen. Es ist spannend zu erfahren, was aufbewahrt werden muss und warum. Erstaunlich ist auch zu lesen, welche Kulturvereine es früher in Witten gegeben hat und welche heute noch existieren.“ Die Jahrespraktikantin konnte auch erste Ordnungsarbeiten in den Regalen der Kulturverwaltung begleiten: „Vielleicht kann mein neues Wissen helfen, die laufende Registratur des Kulturforums zugriffsschnell zu ordnen, ansonsten frage ich beim Stadtarchiv nach“, so Anja Sieling.

Dr. Martina Kliner-Fruck blickt bereits in die nächste Arbeitsphase: „Nachdem die Teams im Saalbau ihre Unterlagen umgezogen haben, können wir weitere Magazinräume aufgeben und endlich Vorarchivunterlagen bearbeiten.“ Das bedeutet: aussondern, magazintechnisch bearbeiten, elektronisch verzeichnen. Denn es lagern dort noch Quellen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit des Wiederaufbaus Wittens, die für Forschung und amtliche Nachweise zugänglich gemacht werden müssen. „Mit unseren beiden größeren Standorten (Saalbau/Aktenmagazin und Vorarchiv), mit dem Dienstgebäude Ruhrstraße 69, mit Archivgut, das regelmäßig benötigt und in unseren Leseräumen eingesehen werden kann, und mit zwei Magazinen, die noch überführt werden müssen, werden wir – wenn auch nicht optimal – unsere Aufgabe schaffen“, ist sich Kliner-Fruck sicher. Und die Institutsleiterin sieht noch weitere Vorteile an der neuen Lösung: „Nach 15 Jahren können wir endlich wieder Schulklassen durch ein ‚echtes’ Magazin führen, was Erlebniswert hat. Dann im Theatersaal selbst auf der Bühne zu stehen und in ein Mikrofon über Stadtgeschichte & Co. zu sprechen wäre nicht nur eine spannende Lernerfahrung für Jugendliche, sondern gleichzeitig eine gute Werbung für das Veranstaltungszentrum des Kulturforums. Anmeldungen liegen uns schon vor.“

Kontakt:
Stadtarchiv Witten
Ruhrstraße 69
58452 Witten
Telefon: 02302-581-2415
Telefax: 02302-581-2497
stadtarchiv@stadt-witten.de

Quelle: Stadt Witten, News, 15.10.2010; Claudia Scholz, WAZ, 18.10.2010; Bild: Das Umzugsteam mit den studentischen Hilfskräften, v. vorne nach hinten: Ana Muro (Archivarin); Anja Sieling (19); Max Bäcker (Magaziner); Joschka Möller (20), Martina Kliner-Fruck (Leiterin Stadtarchiv) und Florian Winkler (19) (Fotos: Jörg Fruck)

100 Jahre Fußball im Fürther Ronhof

Im Jahr 1910 wurde in Fürth der Sportpark Ronhof eröffnet. Aus diesem Anlass erscheint in wenigen Tagen das Buch „Das Kleeblatt – 100 Jahre Fußball im Fürther Ronhof“. Der Journalist und Autor Jürgen Schmidt beleuchtet darin die faszinierende Geschichte des fränkischen Traditionsvereins und seines Sportparks. Das Buch erzählt von den frühesten Entwicklungen des Fußballs in Fürth bis zur Renaissance in der Zweiten Bundesliga seit 1997.

Einen Vorgeschmack auf die Neuerscheinung gibt es am Dienstag, 19.10.2010, um 19.10 Uhr. Im Rahmen der kürzlich eröffneten Ausstellung „Der Ronhof – 100 Jahre Fußball in Fürth“ liest Schmidt im Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard, Ottostraße 2, Passagen aus dem Werk.

Die Spielvereinigung Greuther Fürth und das Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard laden zu dieser Lesung ein. Das Stadtmuseum bietet Interessierten an diesem Tag die Möglichkeit, außerhalb der normalen Öffnungszeit die Sonderausstellung zu besuchen. Der Eintritt zur Lesung ist frei.

Links:

Stadtarchiv Worms präsentiert Daten im Internet

Das Stadtarchiv Worms kann seinen Benutzern und Interessierten jetzt einen deutlich verbesserten Service bieten: Die „Findmitteldaten“ der einzelnen bereits in der Archivdatenbank erfassten Bestände und Archivalien des Stadtarchivs sind jetzt über das Internet recherchierbar.

Mit Hilfe der auch für die Datenbank des Archivs verantwortlichen Firma Augias Data, über deren Internetseite der Service läuft, kann auf diesem Weg in mehr als 50.000 Datensätzen recherchiert werden. Neben Informationen über alle Bestände finden sich für etwa 160 der 220 Abteilungen des Archivs die einzelnen Findmitteldaten mit der Möglichkeit der Volltextsuche.

Lediglich die aus Gründen des Datenschutzes gesperrten Archivalien sind nicht zugänglich. Anfang 2011 sollen auch die zahlreichen bereits digitalisierten Fotografien eingestellt werden. Das Archiv kann damit die Ergebnisse seiner laufenden Erschließungsarbeit, bei der rund drei Kilometer an Akten und Unterlagen digital erfasst wurden, im Internet weltweit zur Verfügung stellen. Diese Daten sollen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Die neue Online-Recherchemöglichkeit finden Sie auf der Internetseite des Stadtarchivs über den Menüpunkt "Bestände & Recherche": www.stadtarchiv-worms.findbuch.net.

Kontakt:
Stadtarchiv Worms
Raschi-Haus
Hintere Judengasse 6
D-67547 Worms
Telefon: (0 62 41) 8 53 – 47 00 (bis – 47 07)
Telefax: (0 62 41) 8 53 – 4710
stadtarchiv@worms.de
www.stadtarchiv-worms.de

Quelle: Stadtarchiv Worms, Aktuelles, 13.10.2010

Alben von Hans Heinen jetzt im Stadtarchiv Wesseling

Das Stadtarchiv Wesseling hat zehn Alben aus dem Nachlass des ehemaligen Technischen Beigeordneten der Stadt Wesseling, Hans Heinen, in Verwahrung genommen. Die umfangreichen Alben enthalten Pläne, Karten, Zeichnungen, Fotos, Presseartikel von 1934 bis 1997.

Hans Heinen war von 1934 bis 1974 bei der Stadt Wesseling tätig. Der gelernte Bauingenieur und Architekt war zunächst als Technischer Angestellter, später als Amtsbaurat, zuletzt als Technischer Beigeordneter der Stadt Wesseling tätig. 1974 wurde ihm der Ehrenring der Stadt Wesseling verliehen in Würdigung seiner Verdienste um den Aufbau Wesselings zu einer modernen Industrie- und Wohnstadt.

Im Jahr 2000 verstarb Hans Heinen. Nun hat seine Familie dem Archiv der Stadt Wesseling seine Sammlung zur Verwahrung gegeben, um diese damit für Interessenten zugänglich zu machen.

Hans Heinen legte chronologisch und thematisch geordneten Alben an, die sein Schaffen und die Entwicklung Wesselings dokumentieren. Den Schwerpunkt der Dokumentation bildet der Zeitraum von 1947 bis 1974. In dieser Zeit, in der Hans Heinen maßgeblich an der baulichen Gestaltung Wesseling beteiligt war, erlebte Wesseling gravierende Veränderungen.

Die Alben dokumentieren diese Veränderung und die wichtigen Ereignisse in Wesseling: Den Bau von Wohnungen und Schulen, die Planung von Straßen und des Kanalnetzes, der Wasserversorgung, des Hochwasserschutzes und der Sportstätten. Der städtebauliche Wettbewerb zum Mittelpunkt der alten Ortsanlage und der Wettbewerb um das neue Rathaus werden ebenso dokumentiert wie die Stadtwerdung und die Eingemeindung.

Die Alben können im Stadtarchiv zu den Öffnungszeiten des Rathauses eingesehen werden. Interessenten können sich an das Stadtarchiv wenden und unter folgender Mail-Adresse oder Telefonnummer Kontakt aufnehmen:

Kontakt:
Stadtarchiv Wesseling
Alfons-Müller-Platz
Postfach: 1567
50389 Wesseling
Telefon: 02236-701-319
Telefax: 02236-701-339
mzech@wesseling.de

Quelle: Stadt Wesseling / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressemeldung, 12.10.2010

Wien in Bildern von 1945-1965

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv zeigt vom 7. Oktober 2010 bis zum 28. Januar 2011 eine Ausstellung über die Geschichte Wiens von den Trümmerjahren nach 1945 bis zum Wirtschaftsaufschwung um 1965. Die präsentierten Fotos bieten ein sowohl vielfältiges als auch stimmiges Bild der schwierigen zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Thematisiert werden Politik, Kultur, Sport, Kriegsschäden und Elementarereignisse, Wiederaufbau und Infrastrukturmaßnahmen, Soziales und Bildung, Notwirtschaft und Wirtschaftsaufschwung sowie das Rathaus als Drehscheibe. Die Fotos stammen zum einen Teil aus dem Fotobestand des Archivs, der 2007 durch die Übernahme des umfangreichen historischen Fotomaterials der "media wien" – ehemals Landesbildstelle, eine große Bereicherung erfuhr. Zum anderen Teil stammen die Fotos aus den Beständen des Fotoarchivs der Arbeiterzeitung, die vom Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung betreut werden. Sie werden mit Alben, Plänen und Aktenstücken ergänzt.

Mit die Ausstellung "Wien in Bildern von 1945-1965" nimmt das Archiv am Europäischen Monat der Fotografie teil. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag 9.00 bis 15.30 Uhr, Donnerstag: 9.00 bis 19.00 Uhr.

Kontakt:
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Guglgasse 14, 5. Stock, Top 508, Eingang: Gasometer D (Zugang von Gasometer A)
1110 Wien
Telefon +43 1 4000 84808
Fax +43 1 4000 84809
post@ma08.wien.gv.at
www.archiv.wien.at

Quelle: Stadt Wien, Pressemitteilung, 11.10.2010

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