Bildband zu Arthur Schopenhauer

Im Rahmen der Jubiläumssausstellung: „Was die Welt bewegt – Arthur Schopenhauer in Frankfurt“ im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte hat das Archivzentrum einen speziellen Bildband zu Arthur Schopenhauer erstellt. Er präsentiert nicht nur Aufnahmen der früheren Standorte des Schopenhauer-Archivs, sondern zeigt darüber hinaus eine Auswahl der zahlreich nachgelassenen privaten Gebrauchsgegenständen des Frankfurter Philosophen – ausgehend vom Sofa, auf dem Schopenhauer vor 150 Jahren starb, über Flöten, Brillen, Taschenuhr, Spazierstock und vieles mehr.

Der Bildband ist für 5 € an der Info der Universitätsbibliothek Frankfurt zu erwerben.

Kontakt:
Archivzentrum
Universitätsbibliothek J.C.Senckenberg
Bockenheimer Landstrasse 134-138
60325 Frankfurt am Main
Tel: 069-798-39007
Fax: 069-798-39062
m.jehn@ub.uni-frankfurt.de
www.ub.uni-frankfurt.de

Fortbildungsprogramm 2011 des LVR-AFZ

Ab sofort ist unter der Webadresse http://www.rafo.lvr.de/fortbildungszentrum/jahresprogramm_2011.asp das Veranstaltungsprogramm des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums für 2011 abrufbar. Neben einem Schwerpunkt mit drei Veranstaltungen zum Bildungsauftrag der Archive und weiteren Seminaren, die sich in erster Linie an Archivarinnen und Archivare richten, gibt es im EU-Jahr der Freiwilligkeit 2011 auch Angebote für ehrenamtlich Tätige im Kulturbereich.

Das Team des Fortbildungszentrums freut sich über eine rege Teilnahme der Kolleginnen und Kollegen aus dem Rheinland und den anderen Bundesländern an den Veranstaltungen und steht für Anregungen und Kritik gerne zur Verfügung.

Kontakt:
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Ehrenfriedstraße 19
D-50259 Pulheim
Fon 00 49 (0) 22 34 / 98 54-468
Fax 00 49 (0) 22 34 / 98 54-349
Monika.Marner@lvr.de
www.afz.lvr.de

Byzantinische Münze für das Limburger Stadtarchiv

Eine byzantinische Münze, die etwa zwischen den Jahren 1042 und 1050 geprägt wurde, ist jetzt dem Stadtarchiv Limburg an der Lahn übergeben worden. Der Zufallsfund wurde von Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker und Bürgermeister Martin Richard in Empfang genommen. Es sei ein neues Glanzstück für das Stadtarchiv, sagte Waldecker im Rathaus, denn die älteste Urkunde des Limburger Stadtarchivs datiere aus dem Jahr 1278. Somit hätte die Stadt nun ein Objekt in ihrem Besitz, das noch mehr als 200 Jahre älter sei.

Die Münze verfügt über einen Durchmesser von rund 3,5 Zentimetern. Auf der Vorderseite trägt sie das Bild des Christus Antiphonetes, auf der Rückseite ein griechisches Kreuz mit der Inschrift «IC/XC/NI/KA» («In Christus sieg!»). Die Münze reiht sich ein in eine kleine Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Münzen, die vornehmlich im Limburger Haus Römer 2-4-6 gefunden wurden, sowie Münzen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Link: "Hessenschau"-Bericht (ab 3:10 min.), 6.12.2010

Kontakt:
Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn
-Stadtarchiv-
Mühlberg 3 (Schloss)
65549 Limburg a. d. Lahn
Tel.: 06431-203 368
Fax: 06431-584 39 47
christoph.waldecker@stadt.limburg.de
http://www.limburg.de

Quelle: Nassauische Neueste Presse, 6.12.2010; Hessischer Rundfunk, Hessenschau, 6.12.2010

VdA zur Besetzung der Präsidentenstelle im Bundesarchiv

Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare dokumentiert auf seiner Homepage seine Stellungnahmen zum FAZ-Bericht vom 25.11.2010, demzufolge die Wiederbesetzung der Präsidentenstelle des Bundesarchivs im Frühjahr 2011 fachfremd mit einem ehemaligen Staatssekretär der Regierung Rüttgers (Nordrhein-Westfalen) erfolgen soll.

Als sich die Hinweise auf eine nichtfachliche Wiederbesetzung der Präsidentenstelle im Bundesarchiv verdichteten, hat sich der VdA schon am 19. November 2010 in einem Schreiben direkt an Kulturstaatsminister Neumann gewandt. Dabei hat der VdA deutlich gemacht, dass er eine fachliche Wiederbesetzung für unabdingbar hält:

"Wie in den letzten Wochen bekannt wurde, wird der Präsident des Bundesarchivs Ende März 2011 in den Ruhestand treten. Die Regelung der Nachfolge in dieser für das deutsche Archivwesen und im Hinblick auf die Mitarbeit in internationalen Fachgremien auch darüber hinaus eminent wichtigen Position bedarf größter Sorgfalt. Daher beobachtet der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare – VdA e.V. die Entwicklung der Wiederbesetzung mit erheblichem Interesse. Bisher (Stand 17.11.) ist uns allerdings noch keine Ausschreibung für die Nachfolge im Amt des Präsidenten bekannt geworden. Mit Blick auf das Archivwesen der Bundesrepublik und die Reputation der Bundesrepublik Deutschland im Ausland halten wir eine fachliche Wiederbesetzung bei dieser herausgehobenen Stelle für unabdingbar. Bitte teilen Sie uns unter Bekanntgabe des Aktenzeichens mit, wann mit dieser Ausschreibung zu rechnen ist, damit wir die Fachkolleginnen und -kollegen entsprechend informieren können. Da die Zeit drängt, würden wir uns über eine zeitnahe Antwort freuen."

Der VdA teilt weiter mit, dass die ihm vorliegende Antwort vom 25. November 2010 unzureichend war, da nicht zugesichert wurde, die Stelle eindeutig fachbezogen auszuschreiben. Daher habe der VdA mit Schreiben vom 1. Dezember 2010 bei der Bundeskanzlerin in dieser Angelegenheit interveniert. Er wurde dabei vom Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands e.V., dem Gesamtverein der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine e.V. und dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. unterstützt.

Kontakt:
VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
Wörthstraße 3
36037 Fulda
Telefon: +49 (0) 661/29109-72
Telefax: +49 (0) 661/29109-74
info(at)vda.archiv.net

Quelle: VdA, Pressemitteilung, 2.12.2010; VdA an Kulturstaatsminister Neumann, 19.11.2010

Internationaler Suchdienst veröffentlicht erste Findbücher

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat die ersten vier Findbücher zu seinen Archivbeständen im Internet veröffentlicht. Sie sollen den Weg zu den Beständen und den Archivalien des ITS ebnen. „Die jetzt fertig gestellten Findbücher beschreiben Teilbereiche des Archivs, die bislang für die Forschung kaum zugänglich waren“, sagte Karsten Kühnel, Archivar und Abteilungsleiter Katalogisierung beim ITS. „Ihre Veröffentlichung ist ein erster, bedeutender Schritt, dem noch viele folgen werden.“

Die vier Findbücher widmen sich thematisch den Beständen im Archiv des Suchdienstes zur Zwangsarbeit, zu den Todesmärschen aus Konzentrationslagern, zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt und zum Verwaltungsamt für innere Restitutionen. Dieses war unter anderem für die Rückerstattung von persönlichem Eigentum der Häftlinge aus ehemaligen Konzentrationslagern zuständig. Die Erschließung erfolgte nach der Herkunft der Dokumente ebenso wie nach ihrem Inhalt. Insgesamt werden damit jetzt knapp 3000 Archiveinheiten aus dem Bestand des ITS beschrieben. Das entspricht nach ihrem Umfang etwa fünf Prozent des Gesamtbestands.

„Die Anzahl der Findbücher wird sukzessive erweitert“, verspricht Kühnel. „Wir haben uns jetzt vor allem Teilbereichen gewidmet, die im bisherigen Inventarverzeichnis kaum erwähnt werden oder für laufende Forschungsprojekte von besonderem Interesse sind.“ So bietet etwa das Findbuch zu den Todesmärschen erstmals einen detaillierten Einblick in die Bemühungen der Alliierten zur Identifikation der tot aufgefundenen Opfer der „Evakuierungen“ von Konzentrationslagern während der letzten Kriegsmonate. Und das Findbuch „Personenbezogene Einzeldokumente zu ehemaligen Zwangsarbeitern auf Mikroformen oder CD“ eröffnet die Möglichkeit, gezielt nach regionalen Gesichtspunkten zu recherchieren.

„Die Bestände des ITS sollen für alle historischen Fragestellungen zugänglich sein. Das ist unser Ziel“, so Kühnel. Bisher ist eine Recherche in der Datenbank des ITS vorwiegend über den Namen eines Opfers der NS-Verfolgung, weniger aber über Orte, bestimmte Ereignisse oder die Herkunft des Dokuments möglich. Die Findbücher werden auch im Internet publiziert, so dass Forscher sich einen konkreten Überblick über die einzelnen Teilbestände des ITS verschaffen können.

Für den Internationalen Suchdienst ist die bessere Erschließung der Dokumente eine vordringliche Aufgabe, nachdem das Archiv vor drei Jahren für die historische Forschung geöffnet wurde. Seitdem erhielt der ITS 4200 Anfragen zu Forschungszwecken. 1200 Besucher haben hierfür selbst vor Ort recherchiert. Die Findbücher liegen vorläufig nur auf Deutsch vor.

Kontakt:
Internationaler Suchdienst (ITS)
Große Allee 5 – 9
34454 Bad Arolsen
Telefon: +49 (0)5691 629-0
Telefax: +49 (0)5691 629-501

Quelle: ITS, Pressemeldung, 30.11.2010

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