Archivalltag meistern – Netzwerke nutzen! Kommunalarchivare trafen sich in Nordwalde

Der Arbeitskreis der Kommunalarchive im Kreis Steinfurt traf sich zu seiner Herbstsitzung auf Einladung der Steinfurter Kreisarchivarin Ute Langkamp im Rathaus der Gemeinde Nordwalde. Bürgermeisterin Sonja Schemmann betonte in ihrer Begrüßung, wie lebendig Geschichte sein kann. Dabei liegen ihr vor allem biographische Geschichten, die von der Lokal- und Regionalgeschichtsforschung thematisiert werden, am Herzen. Die Archivarinnen und Archivare diskutierten, wie der Archivalltag besonders in Zeiten knapper Kassen der Kommunen noch zu meistern ist.

Hans-Jürgen Höötmann vom LWL-Archivamt für Westfalen und zuständiger Referent für die Kommunalarchive im Kreis Steinfurt stellte die ganz Bandbreite möglicher Leistungen seiner Behörde vor. Das Spektrum der Beratungs- und Hilfsangebote reiche vom Bau eines Archivs über Aus- und Fortbildungen, Hilfe bei Wasserschäden bis zur Restaurierung von Archivalien. Zudem präsentierte er praktische Arbeitshilfen und Empfehlungen weiterer in der Archivfachwelt anerkannter Institutionen.

Kontakt:
Kreisarchiv Steinfurt
Tecklenburger Str.10
D- 48565 Steinfurt
Telefon: 02551-69-2086
Telefax: 02551-69-1-2086
ute.langkamp@kreis-steinfurt.de

Quelle: Kreis Steinfurt, Pressemitteilung, 25.11.2011

Alte Bauakten von Schlägel & Eisen ans Stadtarchiv Herten übergeben

Der Bergbau ist untrennbar mit der Geschichte Hertens verbunden. Da ist es besonders ärgerlich, wenn dem Stadtarchiv Herten wichtige Akten der Zechen fehlen. Solch "fehlende" Bauakten der Zeche Schlägel und Eisen sind jetzt aufgetaucht und wurden dem Archiv zur Verfügung gestellt.

Der Kooperation des Fördervereins Schacht V mit den Arbeitskreisen „Schlägel & Eisen“ sowie Scherlebecker Geschichte(n) ist es zu verdanken, dass einige „Meter“ alten Aktenbestandes jetzt für die Archivare und die Öffentlichkeit zugänglich sind. „Nun ist sichergestellt, dass Recherchen vollständig an einer Stelle möglich sind“, freuen sich Kirsten Notzel und Maik Leppak vom Stadtarchiv Herten.

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Abb.: Uwe Hauschild (Geschichtskreis Schlägel & Eisen), Frank Laszok (Förderverein Schacht V), Karl-Heinz Forst (beide Förderverein Schacht V), Maik Leppak (Stadtarchiv Herten) und Peter Kitzol-Kohn (Arbeitskreis Scherlebecker Geschichte(n)) freuen sich über den Fund der alten Akten (Foto: Stadt Herten).

Frank Laszok vom Förderverein Schacht V hatte die fehlenden Akten von Schlägel und Eisen im Bestand entdeckt. Um die über hundert Jahre alten Dokumente zu schonen, wurden die Daten vom Arbeitskreis elektronisch erfasst. Denn das Papier ist mit der Zeit sehr brüchig geworden.

Als besonders interessant bewertet Peter Kitzol-Kohn vom Arbeitskreis Scherlebecker Geschichte(n) die kleinen Bearbeitungsvermerke über den Umgang zwischen Zechenverwaltung, Amtsvertretung und königlichem Bergamt. Auch der Schriftverkehr und detaillierte Zeichnungen aus der Gründerzeit seien „eine wahre Fundgrube für alle Heimatforscher“. Foto gebe es aus diesem Zeitraum nämlich leider nur sehr wenige.

Kontakt:
Stadtarchiv Herten
Gartenstr. 40 (im Städt. Gymnasium)
D- 45699 Herten
Telefon: 02366-303-233
Telefax: 02366-303-630
stadtarchiv@herten.de

Quelle: Stadt Herten, Pressemitteilung, 29.11.2011

Findbücher des Stadtarchivs Ibbenbüren online

Ab jetzt besteht die Möglichkeit, die Findbücher des Stadtarchivs Ibbenbüren auch online unter der Adresse des Portals Archive NRW (www.archive.nrw.de) einzusehen. Es handelt sich um folgende Findbücher und Bestände:

>> Bestand A 1684-1815
>> Bestand B 1816-1884
>> Bestand C 1885-1928
>> Bestand D 1929-1970
>> Bestand G
>> Bestand Y
>> Bestände Fr. fremder Herkunft

Kontakt:
Stadtarchiv Ibbenbüren
Alte Münsterstr. 16
D- 49477 Ibbenbüren
Telefon: 05451-931-251
Telefax: 05451-931-198
Irina.Weinberger@ibbenbueren.de

Österreichisches Klosterportal online

Die neue Website des Referats für die Kulturgüter der Orden mit dem ersten Österreichischen Klosterportal ist unter der Adresse www.kath-orden.at/kulturgueter online. Sie tritt die Nachfolge der Seite www.ordensarchive.at an, die nunmehr auf diese Seite verweist.

Das Klosterportal enthält Informationen zur Geschichte und zu den Archiven, Bibliotheken, Musikarchiven, Sammlungen und geistlichen Schatzkammern der insgesamt rund 200 österreichischen Ordensgemeinschaften. Dabei soll die archivische Überlieferung in den Kontext historischer Entwicklungen, bestehender Strukturen und der Kulturgüterpflege der Klöster und Ordensprovinzen gestellt werden.

Die Texte im Klosterportal wurden von einem Redaktionsteam zusammengestellt und von den einzelnen Gemeinschaften redigiert. Ergänzungen und Aktualisierungen werden laufend vorgenommen. Das Referat für die Kulturgüter ist eine Einrichtung der Österreichischen Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften und der Vereinigung der Frauenorden.

In einer nächsten Ausbaustufe ist die Aufnahme der nicht mehr bestehenden österreichischen Klöster und Informationen über den Verbleib ihrer Archive und Bibliotheken geplant.

Kontakt:
Helga Penz
Referat für die Kulturgüter der Orden
Österreichische Superiorenkonferenz/Vereinigung der Frauenorden
Freyung 6/1/2/3
1010 Wien
Tel.: +43-1-535 12 87-19
Helga.Penz@kath-orden.at

Quelle: Helga Penz, Information via archivliste, 24.11.2011

Bundesarchiv wird 2013 neuer institutioneller Partner des ITS in Arolsen

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen erweitert sein Aufgabenspektrum und erhält ein neues Management. Der Internationale Ausschuss, dessen elf Mitgliedsstaaten die Richtlinien für die Arbeit des ITS in Bad Arolsen festlegen, hat vergangene Woche in Paris zwei neue Abkommen zu den künftigen Aufgaben und der Trägerschaft des ITS paraphiert. Neben der Suche und Schicksalsklärung werden die Aufgaben des ITS damit auch formell um die Forschung, Bildung, Gedenkarbeit sowie die Erschließung der Dokumente erweitert. Neuer institutioneller Partner wird 1. Januar 2013 das Bundesarchiv. Es soll den Internationalen Ausschuss und den Direktor des ITS in Bereichen wie Konservierung, Aufbewahrung und Erschließung beraten. Der Direktor wird künftig direkt vom Internationalen Ausschuss ernannt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zieht sich Ende 2012 aus der Leitung des ITS zurück.

Anbei ein Statement des Präsidenten vom Internationalen Ausschuss, Frédéric Baleine du Laurens, sowie die Presseinformation des IKRK:

Statement des Präsidenten vom Internationalen Ausschuss, Frédéric Baleine du Laurens, Paris, 18. November 2011

Der Internationale Ausschuss für den Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service) hat sich zu einer Sitzung in Paris am 17. und 18. November 2011 getroffen. Er hat zwei wichtige Vertragsentwürfe paraphiert, welche die Verbundenheit der elf Mitgliedsstaaten mit dem ITS bekräftigen, seine Aufgaben bestätigen und erweitern sowie seinen künftigen Handlungsrahmen genauer angeben.

„Diese Abkommen bekräftigen erneut die einstimmige Unterstützung der elf Mitgliedsstaaten für den Internationalen Suchdienst, der eine bewundernswerte Arbeit im humanitären Bereich, aber auch zur Wahrung der Erinnerung leistet. Die soeben paraphierten Abkommen sind ein logischer Schritt, der der Öffnung des Archivs für die Forschung Ende 2007 folgt. Damit gibt es jetzt eine vertragliche Grundlage für die schrittweise Entwicklung des ITS zu einem internationalen Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung“, sagte Frédéric Baleine du Laurens, Präsident des Internationalen Ausschusses und Direktor der Archive im französischen Außenministerium.

Mit den beiden neuen Verträgen, die noch von den Mitgliedsstaaten unterzeichnet und ratifiziert werden müssen, sei eine Lösung gefunden worden, die die Zukunft des ITS sichert, betonte Baleine du Laurens. „Seit seiner Entstehung war es eine wichtige Aufgabe des ITS, den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und deren Rechtsnachfolgern Auskunft zu erteilen. Diese Arbeit wird in bestmöglicher Weise fortgesetzt. Wir müssen uns aber auch den Anforderungen der Gedenkarbeit bewusst sein und uns den Fragen der Zukunft stellen, in der es keine Zeitzeugen dieser Tragödien mehr geben wird. Die in Bad Arolsen verwahrten Dokumente bieten enorme Möglichkeiten für die Aufklärung und Ausbildung der künftigen Generationen und für die historische Forschung. Dieses Potenzial wollen wir künftig verstärkt nutzen und befürworten deshalb mit Entschiedenheit einen sehr breiten Zugang zu den in Bad Arolsen verwahrten Archiven, auch über die Möglichkeit eines externen Zugriffs auf die Datenbank des ITS.“

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat seinen Rückzug aus der Leitung der Einrichtung für Ende 2012 angekündigt. „Die wichtige humanitäre Arbeit des Roten Kreuzes und insbesondere die vielen Familienzusammenführungen waren für die Betroffenen von enormer Bedeutung“, äußerte Baleine du Laurens. „Der Internationale Ausschuss möchte seine hohe Wertschätzung für die bewundernswerte Arbeit, die das IKRK seit fast 60 Jahren auf diesem Gebiet geleistet hat, zum Ausdruck bringen und sich im Namen der elf Mitgliedsstaaten bei ihm herzlich und einstimmig bedanken.“

Der Internationale Ausschuss hat entschieden, dass ab dem 1. Januar 2013 das Bundesarchiv der „neue institutionelle Partner“ des ITS werden wird. Diese zwei Institutionen werden unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Statuten und Aufgaben eng zusammenarbeiten. „In Anbetracht der sehr hohen Kompetenz des Bundesarchivs freut sich der Internationale Ausschuss ganz besonders über die Zustimmung, der künftige institutionelle Partner des ITS zu sein“, erklärte Baleine du Laurens und fügte hinzu: „Wir wünschen im Interesse aller Beteiligten eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem ITS und dem Bundesarchiv. Als Ausdruck dieser besonderen Verbindung zwischen den beiden Institutionen wird das Bundesarchiv als Ständiger Beobachter beim Internationalen Ausschuss vertreten sein.“

Der Direktor des ITS wird künftig nach einstimmiger Billigung durch den Internationalen Ausschuss ernannt. Der Direktor wird ausschließlich dem Internationalen Ausschuss unterstehen und als dessen Sekretär handeln.

Über den Internationalen Suchdienst

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen dient Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und deren Angehörigen, indem er ihr Schicksal mit Hilfe seines Archivs dokumentiert. Der ITS bewahrt diese historischen Zeugnisse und macht sie der Forschung zugänglich. Der ITS untersteht einem Internationalen Ausschuss aus elf Mitgliedsstaaten (Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Israel, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Großbritannien, USA).

ICRC News Release No. 11/235

International Tracing Service: neues Management, zusätzliche Aufgaben

IKRK (Genf) – Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen wird seine Rolle ausweiten. Während die Suche nach vermissten Personen in Folge des Zweiten Weltkrieges und die Familienzusammenführung fortgesetzt werden, entwickelt sich der ITS allmählich auch zu einem Zentrum für Dokumentation, Forschung und Bildung über die nationalsozialistische Verfolgung von 1933 bis 1945.

1955 hat der Internationale Ausschuss, dem heute elf Mitgliedsstaaten angehören, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) das Management des ITS anvertraut. Jetzt ist der Zeitpunkt für das IKRK gekommen, sich aus dieser Funktion zurückzuziehen. Dieser Prozess wird Ende 2012 zum Abschluss kommen.

Bei seinem Treffen in Paris hat der Internationale Ausschuss am 18. November 2011 ein erweitertes Mandat und eine neue Managementstruktur für den ITS vereinbart, bei der das Bundesarchiv die Rolle eines Beraters übernimmt. Diese Veränderungen sollen am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Das IKRK wird als Ständiger Beobachter im Internationalen Ausschuss vertreten bleiben und bei der Suche nach vermissten Familienangehörigen weiterhin mit dem ITS zusammenarbeiten, eingebunden in das weltweite Netz der Internationalen Rot-Kreuz- und Roter Halbmond-Bewegung.

Der neue Status ist ein Resultat der Öffnung des Archivs Ende 2007 und bestätigt die Entwicklung von einer vorwiegend auf die Suche und Familienzusammenführung orientierten Einrichtung zu einem Zentrum für die Dokumentation, Forschung und Bildung.

„Nach mehr als einem halben Jahrhundert im Management des ITS ist für uns die Zeit des Rückzugs gekommen. In dieser Zeit haben wir Millionen Menschen in der ganzen Welt Antworten zum Schicksal ihren Angehörigen geben können. Wir werden dem neuen ITS weiterhin unser Expertenwissen in Fragen der Suche und Schicksalsklärung zur Verfügung stellen“, erklärte Barbara Hintermann, Leiterin der IKRK-Aktivitäten in Europa und Nordamerika.

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen dient Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und deren Angehörigen, indem er ihr Schicksal mit Hilfe seines Archivs dokumentiert. Der ITS bewahrt diese historischen Zeugnisse und macht sie der Forschung zugänglich.

Quelle: ITS, Pressemeldung, 22.11.2011

Archivfest im Stadtarchiv Wiesbaden

Am Freitag, 25. November 2011, findet ab 19 Uhr im Stadtarchiv Wiesbaden das 5. Archivfest statt; es steht unter dem Motto: „Was war los vor 150 Jahren?“. Maria Antonescu, Niuscha Etemadi und Kenny Schumacher, Schüler der Wiesbadener Schule für Schauspiel (WSfS), gehen dieser Frage nach und tragen Texte von Kleinanzeigen aus dem 19. Jahrhundert vor. Skurriles und Alltägliches mischt sich in dieser Darbietung; für Überraschungen ist gesorgt.

Ein Bücherflohmarkt und ein kleiner Imbiss runden das Programm ab. Salonmusik, dargeboten von Dr. Juliane und Dr. Hermann Roloff, sorgt ebenso wie ein kleiner Imbiss für Auflockerung. Das Stadtarchiv Wiesbaden freut sich auf regen Besuch.

Einige Tage später findet dann ein "Werkstattgespräch" im Stadtarchiv Wiesbaden zu Christian Spielmann statt: Am Mittwoch, 30. November 2011, 19 Uhr, wird Dr. Bernd-Michael Neese im Rahmen des Werkstattgesprächs den Vortrag „Dr. Christian Spielmann (1811-1917) – Betrachtungen zu seinem stadthistorischen Werk aus Anlass des 150. Geburtstages von Wiesbadens erstem Stadtarchivar“ halten.

Christian Spielmann hinterließ ein außerordentlich vielschichtiges Werk. Seine Bibliographie in dem vom Vortragenden herausgegebenen Band „Christian Spielmanns Aufsätze zur Geschichte der Stadt Wiesbaden im 17. bis 19.Jahrhundert“ (Wiesbaden 2007) umfasst 119 Monographien und rund 1.030 Aufsätze, Gedichte, Rezensionen und Geleitworte. In seinem Vortrag wird Dr. Neese nach einem knappen Überblick über den Werdegang Spielmanns einige Aspekte seiner stadthistorischen Veröffentlichungen untersuchen – unter besonderer Berücksichtigung des Spielmann-Krake-Atlas.

Den Schwerpunkt des Vortrages bildet eine eingehende Besprechung von Christian Spielmanns Aufsatz „100 Jahre Kurhaus“. Am Beispiel dieser Veröffentlichung aus dem Jahre 1910 werden die Leistungen und Grenzen von Spielmanns stadthistorischer Arbeit aufgezeigt.

Kontakt:
Stadtarchiv Wiesbaden
Im Rad 42
65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 31-3329
Fax: 0611 31-3977
stadtarchiv@wiesbaden.de

Quelle: Landeshauptstadt Wiesbaden, Pressereferat, Pressemitteilung, 21.11.2011; Pressemitteilung, 21.11.2011.

Tag der offenen Tür im Stadtarchiv Zeitz

Am 19. November 2011 veranstaltete das Stadtarchiv Zeitz den schon zur Tradition gewordenen \“Tag der offenen Tür\“. Weil das Interesse gewachsen sei, \“machen wir es seit drei Jahren jeden Herbst\“, sagt Archivleiterin Sibylle Pentzek. Ab 10.30 Uhr empfingen die fünf Archivmitarbeiter neugierige Besucher, um diesen Einblicke in den Magazinbereich des Stadtarchivs zu gewähren. Hier erfuhren die Interessierten viel Wissenswertes über die Vielfalt der archivierten Unterlagen und konnten gleichzeitig eine spannende neue Ausstellung begutachten.

\"Historische

Historische Aufnahme aus Zeitz (Quelle: K. Wagner / Stadt Zeitz)

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr der zweite Teil der Fotodokumentation \“Streifzug durch das alte Zeitz\“, der sich mit der Rothestraße und der Scharrenstraße als älteste Verbindung zwischen der Zeitzer Unter- und Oberstadt beschäftigt. Ursula und Werner Demmig haben früher in der Scharrenstraße 19 gewohnt. Wegen der besonderen Ausstellung seien sie zum Tag der offenen Tür ins Zeitzer Stadtarchiv auf Schloss Moritzburg gekommen. Die Ausstellung wurde von Petrik Wittwika in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Zeitz erarbeitet.

Darüber hinaus präsentierten die Mitarbeiter des Archivs den stadtgeschichtlich Interessierten die Neuzugänge des Stadtarchivs an nichtkommunalem Archivgut und stellten am Beispiel historisch bedeutsamer Innungsunterlagen und des Tagebuchs des Zeitzer Musiklehrers Nelkenbrecher erste Ergebnisse im Rahmen umfangreicher Erschließungsarbeiten vor. Im Magazinbereich des Archivs stellten die Zeitzer Archivare die vielfältigen Überlieferungen vor, die im Rahmen der Familiengeschichtsforschung eingesehen werden können und gaben Hinweise zu deren Auswertungsmöglichkeiten.

Sibylle Pentzek leitet das Zeitzer Stadtarchiv seit 36 Jahren. Immer mehr Aufgaben werden dem Stadtarchiv übertragen. Seit 2009 gehören auch die zuvor im Standesamt bewahrten Dokumente für die Familienforschung dazu. Aus Sicherheit für die historisch wertvollen Akten werden sie gefilmt, und bei der Forschung das Lesegerät benutzt. Doch es dauere seine Zeit bis das komplette Filmarchiv fertig ist.

Viel Platz auf Schloss Moritzburg hat das Stadtarchiv nicht mehr. Das Magazin sei voll, sagt die Leiterin und erzählt der MZ, dass die Stadt verschiedene Gebäude wegen der Statik prüfe, wo die historisch wertvollen und die neuen Dokumente der Stadt Zeitz für die Zukunft untergebracht werden können. Sie arbeiten auch gern mit Schulklassen zusammen, die im Stadtarchiv ganz anderen Geschichtsunterricht erleben, und sich dann mehr für Akten und ihre Heimatstadt interessieren. Doch es mangelt manchmal schon beim Unterricht am Platz.

Kontakt:
Stadtarchiv Zeitz
Schloß Moritzburg
Schloßstraße 6
06712 Zeitz
Telefon: (0 34 41) 21 20 54
Telefax: (0 34 41) 22 56 33
stadtarchiv@stadt-zeitz[.]de

Quelle: Stadt Zeitz, Pressemitteilung; Mitteldeutsche Zeitung, 20.11.2011

Bildungspartnerschaft zwischen der Marienschule Euskirchen und dem Kreisarchiv Euskirchen ratifiziert

Am 14.11.2011 haben Euskirchens Landrat Günter Rosenke und Jürgen Antwerpen, Schulleiter der Marienschule Euskirchen, die Bildungspartnerschaft zwischen dem Kreisarchiv Euskirchen und der Marienschule Euskirchen unterschrieben. "Diese Kooperation ist ein wichtiger Schritt um den Schülern das Rüstzeug zum Erwachsenwerden mitzugeben", betont Landrat Rosenke bei der Unterzeichnung. Für das Kreisarchiv ist diese Kooperation mit der Marienschule eine Premiere.

Die Bildungspartnerschaft ist Teil der seit 2005 laufenden Initiative "Bildungspartner NRW – Archiv und Schule". Im Rahmen dieser Partnerschaft möchte die Marienschule den Schülern und Schülerinnen das Archiv als außerschulischen Lernort eröffnen. "So soll ein Einblick in die Arbeit des Archivs, das wissenschaftliche Arbeiten und die regionale Geschichte thematisiert werden", erläutert Verena Mahn, Lehrerin an der Marienschule und gleichzeitig Ansprechpartnerin der Marienschule. Bereits vor über einem Jahrzehnt hat die Landesregierung deswegen für die Facharbeiten der gymnasialen Oberstufe vor allem in den gesellschaftspolitischen Fächern einen regionalen Bezug vorgeschrieben.

"Gerade in einem ländlichen Flächenkreis ist es wichtig für ein optimales Bildungsangebot alle Strukturen und Institutionen zu vernetzen", so Landrat Günter Rosenke. Der direkte Kontakt zwischen Schulen und außerschulischen Institutionen erbringt neue Impulse und Erfahrungen in der Vermittlung von Wissen und Arbeitstechniken für die Schüler, aber auch für die beteiligten Institutionen. Archive bieten in diesem Rahmen neben dem Erarbeiten von Recherchetechniken die unterschiedlichsten Quellen zur (regionalen) Geschichte sowie Hintergrundinformationen zu Themen wie Politik, Literatur, Industrie, Stadtentwicklung, Umwelt, Bildungswesen, Recht und Verwaltung. "Man kann nicht immer nur mit dem Internet arbeiten", so Landrat Rosenken, "man muss bei der Recherche auch mal die Fakten und Unterlagen in die Hand nehmen".

Grundstein dieser Partnerschaft sind die regelmäßig stattfindenden Methodentrainings der Marienschule Euskirchen. Bei diesen Trainings kamen Klassen der Marienschule Euskirchen in das Kreisarchiv und erhielten Einführungen in die Methodik der Recherchearbeit. "Mit der Vermittlung der richtigen Recherchetechniken wollen wir die Studierfähigkeit der Schüler fördern", erklärt Schulleiter Jürgen Antwerpen. Dazu gehört natürlich auch das selbstständige Arbeiten und Erarbeiten von Projektarbeiten. "Beim nächsten Mal werde ich bei einem Methodentrainings selber anwesend sein, um mir die Möglichkeiten im Archiv anzuschauen", bestätigt Jürgen Antwerpen.

"Die Realisierung der sinnvollen und wünschenswerten Bildungspartnerschaft Archive und Schulen wird von Seiten des Kreisarchivs ausdrücklich begrüßt", erklärt Kreisarchivarin Heike Pütz. Im Rahmen einer solchen Bildungspartnerschaft "Archiv und Schule" werden im Zeitalter der Globalisierung und der Medienwelt eine regionale Identität sowie Medien- und Recherchekompetenzen vermittelt.
Die verbindliche Vereinbarung zwischen Archiv und Schule erleichtert auf Archivseite die Planbarkeit und Durchführung. "Neben reinen Archivführungen könnten auch andere Projekte geplant werden, die neben dem ergänzenden Unterricht für die Schüler auch einen Mehrwert für die Archivarbeit und die regionale Forschung bringen könnten", erläutert Heike Pütz weiter.

Die Bildungspartnerschaft zwischen dem Kreisarchiv und der Marienschule Euskirchen ist auf zwei Jahre angelegt, kann aber nach Ablauf der Frist verlängert werden. Ansprechpartner für den Kreis Euskirchen ist Kreisarchivarin Heike Pütz, für die Marienschule Euskirchen wird Verena Mahn als Ansprechpartnerin agieren.

Kontakt:
Kreisarchiv Euskirchen
Jülicher Ring 32
D- 53879 Euskirchen
Telefon: 02251/15-507
Telefax: 02251/15-666
heike.puetz@kreis-euskirchen.de
www.kreis-euskirchen.de/kreishaus/kreisarchiv

Quelle: Kreis Euskirchen, Pressemitteilung, 14.11.2011

Wanderausstellung »Landsberg an der Warthe – Gorzów Wielkopolski. Zwei Namen, eine Geschichte« jetzt in Cottbus

Im Jahre 2010 feierte das Staatsarchiv der Woiwodschaft Lebus in Gorzów Wielkopolski sein 60-jähriges Bestehen. Seit 1950 betreut das Archiv wertvolles historisches Quellenmaterial, das nach dem Zweiten Weltkrieg in den seither polnischen Teilen der ehemaligen Provinz Brandenburg gerettet werden konnte.

Die Geschichte Brandenburgs ist ohne die Geschichte dieses ehemaligen östlichen Teils mit den historischen Territorien der Neumark und der östlichen Niederlausitz nicht denkbar, ebenso wenig die Geschichte der heutigen Woiwodschaft Lebus ohne die deutsche Vergangenheit.

Die Jubiläums-Ausstellung zeigt das am Beispiel der Stadt Landsberg, die seit 1945 Gorzów Wielkopolski heißt. Landsberg/Gorzów war über Jahrhunderte die größte Stadt im östlichen Brandenburg und ist bis heute das Zentrum der Region. Das spiegelt sich auch in den Archivalien des Stadtarchivs von Landsberg wider, die zu den größten Schätzen des Staatsarchivs Gorzów gehören. Archivalien des Brandenburgischen Landeshauptarchivs zeigen dagegen die Stadtgeschichte aus der Perspektive der staatlichen Verwaltungen der Provinz Brandenburg.

So wird die Geschichte Landsbergs als Teil der Geschichte Brandenburgs von mehreren Seiten sichtbar. Auf 25 großen Tafeln bietet die Ausstellung eine vielfältige Auswahl von Urkunden, Akten, Karten, Plänen und Fotos aus beiden Archiven. In Potsdam und weiteren Ausstellungsorten in Brandenburg wird sie mit wertvollen Originaldokumenten aus den Beständen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs ergänzt. Abbildungen, Originale und zweisprachige Erläuterungen laden ein zu einer spannenden Entdeckungsreise in die deutsch-polnische Geschichte einer Stadt von grenzüberschreitender Bedeutung.

\"Marienkirche

Abb.: Marienkirche in Landsberg (Abb. BLHA)

Ausstellungsort
Hochschule Lausitz
Lipezker Straße 47, Gebäude 10
03048 Cottbus

Eröffnung:
23. November 2011, 15 Uhr

Ausstellungsdauer
24. November 2011 bis 29. Januar 2012

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr
zwischen 20. Dezember 2011 und 4. Januar 2012 geschlossen

Tel.: 355-5818400, Fax: 355 5818409
sw@hs-lausitz.de
www.hs-lausitz.de

Ausstellungsorte 2011
HBPG in Potsdam (4.2.-13.3.2011)
Oderlandmuseum in Bad Freienwalde (19.3.-25.4.)
Haus Brandenburg in Fürstenwalde (3.5.-26.6.)
Stadtarchiv in Frankfurt (Oder) (10.8.-30.9.)

Ausstellungsorte 2012
Prenzlau (März/April)
Schwedt (Oktober/November)

Info:
Katalog zur Ausstellung:
Falko Neininger, Juliusz Sikorski:
Landsberg an der Warthe – Gorzów Wielkopolski
Zwei Namen – Eine Geschichte
Herausgeber: Staatsarchiv in Gorzów Wielkopolski und Brandenburgisches Landeshauptarchiv Gorzów Wielkopolski 2010. 263 Seiten. ISBN 978-83-928735-5-6. 12,00 Euro.
Bestellung über: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Postfach 60 04 49, 14404 Potsdam, Tel. 0331 56740, Fax: 0331 5674-212, E-Mail: poststelle@blha.brandenburg.de

Kontakt:
Brandenburgisches Landeshauptarchiv
Zum Windmühlenberg
14469 Potsdam, OT Bornim
Tel.: 0331 5674-0
Fax: 0331 5674-212
poststelle@blha.brandenburg.de
www.blha.de

Staatsarchiv Gorzów Wielkopolski
Ul. Grottgera 24/25
PL 66-400 Gorzów Wielkopolski
sekretariat@gorzow.ap.gov.pl
www.gorzow.ap.gov.pl

Neuer Kreisarchivar seit Oktober in Gütersloh

Der in Minden geborene Ralf Othengrafen ist seit Oktober 2011 neuer Kreisarchivar in Gütersloh. Er trat die Nachfolge von Dr. Günter Brüning an, der im Sommer in den Ruhestand getreten ist. Othengrafen wechselt vom Stadtarchiv Erftstadt zum Kreisarchiv Gütersloh (siehe Bericht vom 20.9.2011).

In Erftstadt hatte Othengrafen 2007 nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften an der Universität Bonn und der Ausbildung zum Diplomarchivar am Landesarchiv Baden-Württemberg seine erste berufliche Stelle angetreten.

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Abb.: Ralf Othengrafen, neuer Kreisarchivar, im Magazin des Archivs, das seinen Sitz im Haus des Bauern in Rheda-Wiedenbrück hat (Foto: Kreis Gütersloh).

Als Leiter des Kreisarchivs Gütersloh betreut Othengrafen zusammen mit dem langjährigen Archivmitarbeiter Thomas Sinnreich die Archivalien und eine große Archivbibliothek, die über die Geschichte der Kreise Halle, Wiedenbrück und Gütersloh Aufschluss gibt. Seit 2007 hat das Kreisarchiv seinen Sitz im "Haus des Bauern" an der Bielefelder Straße 47 in Rheda-Wiedenbrück. Für Othengrafen kurz "das Gedächnis des Kreises". Archivarbeit ist für ihn Zukunftsarbeit. "Was heute noch keine große Beachtung findet, kann in 30 Jahren eine wertvolle Quelle sein", meint der Historiker und Archivar.

In Erftstadt hat Ralf Othengrafens Weggang eine Lücke hinterlassen. "Wir verlieren einen hervorragenden Fachmann", ließ sich der Bürgermeister dort zitieren. Des einen Leid, des anderen Freud. Landrat Sven-Georg Adenauer: "Das zeigt mir, dass wir alles richtig gemacht haben bei unserem Auswahlverfahren." Othengrafen hatte sich im Bewerbungsverfahren gegen zahlreiche Konkurrenten durchgesetzt.

Othengrafen hatte in Erftstadt einen umfangreichen Internetauftritt aufgebaut, einen Informationsflyer über das Stadtarchiv aufgelegt und bot Archivführungen an. Beiträge für das Erftstadt-Jahrbuch, die Zusammenarbeit mit Schulen, Ausstellungen sowie Vorträge gehörten für ihn mit zu seiner Arbeit. Othengrafen, der in Gütersloh wohnt, möchte unter anderem die Präsenz des Kreisarchivs im Internet deutlich ausbauen.

Kontakt:
Kreisarchiv im Haus des Bauern
Bielefelder Straße 47
33378 Rheda-Wiedenbrück

postalische Anschrift:
Kreis Gütersloh
33324 Gütersloh

Archivleitung
Ralf Othengrafen
Telefon: 05241/85-2003
Fax: 05241/85-2000
ralf.othengrafen@gt-net.de

Quelle: Kreis Gütersloh, Pressemitteilung, 20.10.2011

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