75 Jahre Archivarbeit in Greven

Den Namen Joseph Prinz kennen in Greven viele durch seine Stadtgeschichte, die immer noch ein Grundlagenwerk ist. Dass er 1938 der erste war, der mit archivfachlichem Know-how aus alten Verwaltungsakten den Grundstock für das heutige Stadtarchiv Greven schuf, ist weniger bekannt. Eine Ausstellung des Grevener Stadtarchivs über 75 Jahre Archivgeschichte, die von Montag, 3. Juni bis Donnerstag, 11. Juli 2013 im Rathausfoyer gezeigt wird, veranschaulicht auch die Entwicklung von einer verwaltungsinternen, anfangs als Stiefkind behandelten Abteilung zur heutigen Kulturinstitution, die sich an internationalen Maßstäben orientiert.

Passend zur Ausstellung wird am Donnerstag, 6. Juni 2013 um 17 Uhr eine einstündige öffentliche Führung durch das Stadtarchiv angeboten. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung nötig unter 02571/920-358 oder per E-Mail an archiv@stadt-greven.de.

75 Jahre Archivarbeit in Greven

Bislang gab es immer nur Führungen für geschlossene Gruppen. Nun hat jeder Interessierte die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Gleichzeitig bietet die Führung Gelegenheit, im Gespräch viele historische und aktuelle Fragen zum Stadtarchiv zu stellen.

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathaus, Raum B 18 (Untergeschoss)
Rathausstraße 6
48268 Greven

Team:
Dr. Stefan Schröder
Tel. 02571 920-358
stefan.schroeder@stadt-greven.de

Angelika Haves
Tel. 02571 920-458
angelika.haves@stadt-greven.de

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 29.5.2013

Teilnahme des Stadtarchivs Limburg am Hessischen Tag der Literatur 2013

„Ich hätte nicht gedacht, dass alle, die sich angemeldet haben, bei diesem Wetter kommen“, vermutete der Limburger Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker kurz vor Beginn des historisch-literarischen Stadtspaziergangs am Sonntag, 26. Mai 2013, auf dem Kornmarkt in Limburg an der Lahn. Doch er revidierte seine Meinung gerne – gut ausgerüstet mit Regenjacken, Schirmen und festem Schuhwerk kamen sogar mehr Personen als erwartet.

Und sie wurden für ihre Mühen nicht enttäuscht. Anlässlich des Hessischen Tags für die Literatur 2013 hatten Dr. Christoph Waldecker und die Historikerin Martina Hartmann-Menz ein auch für Kenner der Limburger Stadtgeschichte lehrreiches aber auch vergnügliches Programm vorbereitet. An insgesamt sieben Stationen von der ehemaligen Stadtmauer am Huttig, an der Lahn entlang bis zum Hattstein-Brunnen auf der Plötze gab es geschichtliche Hintergründe und Anekdoten sowie jeweils einen passenden Ausschnitt aus der Chronik Tilemanns. So rezitierte Martina Hartmann-Menz beispielsweise an der Hochwasser-Tafel an der Lahn die damaligen Eindrücke Tilemanns, der entgegen der gängigen Meinung das Hochwasser als Gottes Strafe anzusehen, es mit der Schneeschmelze begründete.

Martina Hartmann-Menz und Dr. Christoph Waldecker vor dem Ziel der Führung - dem Hattstein-Brunnen (Foto: Stadt Limburg)

Abb.: Martina Hartmann-Menz und Dr. Christoph Waldecker vor dem Ziel der Führung – dem Hattstein-Brunnen (Foto: Stadt Limburg)

Ein besonderes Anliegen war den beiden Historikern die Mythen, die sich um die Figur des Stadthauptmanns Friedrich von Hattstein ranken, in ein korrektes Licht zu rücken. Die ausführliche Beschreibung des Hattstein-Brunnens, der im Jahr 1985 von dem Künstler Karl Matthäus Winter in Sandstein gemeißelt wurde, wurde aufgrund des Wetters vor der anschließenden Lesung im Kolpinghaus mit Fotos fortgesetzt.

Dort hörten die Teilnehmer nicht nur Texte verschiedener Autoren über Limburg und die Lahn, sondern die beiden Referenten rezitierten auch Leserbriefe und Zeitungsartikel aus der Zeit der Entstehung des Hattstein-Brunnens. Es wurde so in Erinnerung gerufen, dass der Standort an der Plötze höchst umstritten war, zugleich aber die künstlerische Arbeit von Karl Matthäus Winter sehr geschätzt wurde.

Das Literaturland Hessen mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Tag für die Literatur ist ein Gemeinschaftsprojekt von hr2-kultur, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Literaturrat. Im Jahr 2013 werden hessenweit mehr als 60 regionale Veranstaltungen angeboten, die dazu einladen, die Fülle der literarischen Tradition in Hessen vor Ort kennenzulernen.

Kontakt:
Dr. Christoph Waldecker M.A., Dipl.-Archivar (FH)
-Leiter des Stadtarchivs-
Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn
-Stadtarchiv-
Mühlberg 3 (Schloss)
65549 Limburg a. d. Lahn
Tel. 06431-203 368
Fax 06431-584 39 47
christoph.waldecker@stadt.limburg.de
http://www.limburg.de

Quelle: Stadt Limburg an der Lahn, Medieninformation, 27.5.2013

Vorträge zur Theorie und Praxis der Familienforschung in Lemgo

Das Stadtarchiv Lemgo öffnet am 2. Juni 2013 seine Pforten für alle, die mehr über ihre Vorfahren wissen wollen. Genealogie, also die Familiengeschichtsforschung, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Geschichte der eigenen Familie zu erforschen, ist Anreiz und Herausforderung zugleich. Fotos, Tagebücher und Briefe bilden vielfach den Anlass, sich näher mit der Herkunft der Vorfahren auseinanderzusetzen. Recht schnell stößt man allerdings auf Hindernisse, Lücken und verliert den Überblick. Hier will das Stadtarchiv Abhilfe schaffen, durch Hinweise zur Methodik und Quellenkunde und Tipps für die Recherchearbeit.

Neben dem Lemgoer Stadtarchivar Marcel Oeben werden auch Roland Linde von der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung, sowie Wolfgang Bechtel, Vorsitzender „Genealogischer Arbeitskreis“ des NHV in Detmold, Vorträge zu Theorie und Praxis der Familienforschung halten. Es besteht natürlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Abgerundet wird der Nachmittag mit einer Führung durch das Stadtarchiv. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Beginn ist am 2. Juni um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses der Alten Hansestadt Lemgo (Zugang Mittelstraße). Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an alle genealogisch Interessierten, aber auch alle anderen Personen, die etwas über das Stadtarchiv erfahren möchten, sind herzlich eingeladen.

Kontakt:
Stadtarchiv Lemgo
Süsterhaus
Rampendal 20a
32657 Lemgo
stadtarchiv(at)lemgo.de
www.stadtarchiv-lemgo.de

CDU-Findmittel erstmals online

Das Archiv für Christlich-Demokratische Politik stellt das Findbuch des CDU-Bundesvorstands und der Bundespartei erstmals online zur Verfügung. Von der Gründung der Bundespartei in Goslar, 1950, bis zum Beginn der Regierung Kohl, 1982, stehen Nutzern und Nutzerinnen über 4.000 Akten der Parteivorsitzenden von Konrad Adenauer bis Helmut Kohl, Präsidiums- und Vorstandsbeschlüssen, Wahlkämpfen und zur Programmdebatte der CDU für Online-Recherchen zur Verfügung. Bearbeiter der drei Findbücher, die insgesamt rund 2.000 Seiten Umfang aufweisen, ist Konrad Kühne.

Links:

  • Findbuch Band 1
    01. Kapitel – Gründung und Anfänge
    02. Kapitel – Parteitage
    03. Kapitel – CDU-Bundesausschuss
    04. Kapitel – CDU-Bundesvorstand
    05. Kapitel – CDU-Präsidium
    06. Kapitel – Bundesparteigericht, Bundesfinanzausschuss, Bundesfinanzkommission
    07. Kapitel – Bundesarbeitskreis Christlich Demokratischer Juristen (BACDJ)
     
  • Findbuch Band 2
    08. Kapitel – Bundesfachausschüsse der CDU
    09. Kapitel – Programmkommissionen, Organisationskommissionen
    10. Kapitel – Parteivorsitzende
    11. Kapitel – Generalsekretäre
    12. Kapitel – Bundesgeschäftsführer
    13. Kapitel – Bundesschatzmeister
    14. Kapitel – Justitiar
     
  • Findbuch Band 3
    15. Kapitel – Pressestelle
    16. Kapitel – Büro für Auswärtige Beziehungen
    17. Kapitel – Grundsatz- und Planungsabteilung – Strategische Planung
    18. Kapitel – HA I Personal, Finanzen und Verwaltung – Interne Kommunikation
    19. Kapitel – HA II Politik – Politische Programme und Analysen und Abteilungen
    20. Kapitel – HA III Öffentlichkeitsarbeit / Medien – Marketing / Interne Kommunikation
    21. Kapitel – HA IV Parteiorganisation / Veranstaltungen – Eventmanagement / Logistik
    22. Kapitel – Bundestagswahlen
    23. Kapitel – Landtagswahlen
    24. Kapitel – Kommunalwahlen
    25. Kapitel – Europawahlen
    26. Kapitel – Kommissionen und Konferenzen

Kontakt:
Dr. Angela Keller-Kühne
Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste
Archiv für Christlich-Demokratische Politik
Leiterin Abteilung Schriftgutarchiv
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Rathausallee 12
D-53757 Sankt Augustin
Telefon:+49 2241/246-2444
Telefax: +49 2241/246-2669
angela.keller-kuehne@kas.de
www.kas.de/wf/de/42.7

Archivfähige digitale Film- und Videoformate

Der Landschaftsverband Rheinland veranstaltet ein Seminar zum Thema "Archivfähige digitale Film- und Videoformate". Die Frage, welche Formate zukunftssicher sind und eine problemlose Handhabung in der digitalen Welt versprechen, hält in Bezug auf die Archivierung von Film- und Videomaterial eine besondere Herausforderung bereit. Für diejenigen, die in diesem Bereich Verantwortung tragen, erweist sich die Auswahl qualitativ geeigneter, gut nutzbarer und gleichzeitig zukunftssicherer File-Formate manches Mal wie der Blick in eine Glaskugel.

Um hier Sicherheit bei den notwendigen Entscheidungen zu erlangen, ist es unerlässlich, sich mit verschiedenen Formaten zu beschäftigen und sich ein eigenes Bild von der Qualität verschiedener File-Formate zu verschaffen. Erfahrungen großer Archive aus verschiedenen Ländern bieten dazu hilfreiche Orientierungen.

Die Thematik ist nicht nur für die großen Medienarchive von Relevanz, sondern auch für mittlere nichtstaatliche Archive aller Gattungen, die über einschlägiges Material mehrerer technischer Generationen verfügen.

Das Seminar beschäftigt sich mit der Möglichkeit, einen internationalen Standard für die Archivierung von Film- und Videomaterial zu entwickeln. Aus diesem Grund werden die Fragen von Referierenden aus der Schweiz und Deutschland erörtert und gemeinsam mit den Seminarteilnehmern diskutiert.

Fragen:

  • Wie sieht ein effizienter Digitalisierungsworkflow von Film- und Videomaterial aus?
  • Sind die Zielformate in Abhängigkeit von den Quellformaten auszuwählen oder gibt es „das" File-Format?
  • Was kostet eigentlich die Digitalisierung und Speicherung eines Filmes?

Ziele:

  • Überblick über die marktgängigen Formate und ihre Besonderheiten
  • Vermittlung von Kompetenz bei der pragmatischen Entscheidung über Formate und Verfahren
  • Verständigung über eine internationale Vorgehensweise bei der Standardentwicklung

Zielgruppe

  • Archivare und Archivarinnen
  • Beschäftigte in Bibliotheken und Museen
  • Interessierte, die mit Fragen der Archivierung von Film- und Videomaterial befasst sind

Dozenten

  • Michael Jordi, Jordi AG, Dietikon/Schweiz
  • Winfried Roths, Gürtler Multimedia & Videotechnik 16 GmbH, Neuss
  • Reinhard Stöckmann, WDR mediagroup digital GmbH, Köln
  • Prof. Dr. Manfred Thaller, Hitorisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung, Universität zu Köln

Termin: Mittwoch, 3. Juli 2013

Veranstaltungsort:
Landschaftsverband Rheinland
Horion-Haus, Raum Rhein
Hermann-Pünder-Straße 1
50663 Köln
(Nähe ICE-Bahnhof Deutz)

Entgelt:
80,- € (einschließlich Tagungsdokumentation, Pausengetränken und Mittagsimbiss)

Programm (Stand: 22.05.2013) (vorbehaltlich möglicher Änderungen)

ab 9:00 Uhr Anmeldung und Begrüßungskaffee

09:30 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema
Dr. Hanns Peter Neuheuser M. A., LVR-AFZ, Pulheim

09:45 Uhr Filmarchivierung und Filmdatenbank
Dr. Ralf Springer, Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen, Münster

10:15 Uhr Diskussion

10:45 Uhr Quellformate und Speicherformate bei Film und Video
Winfried Roths, Gürtler Multimedia & Videotechnik 16 GmbH, Neuss

11:15 Uhr Diskussion

11:45 Uhr Kriterien und Qualitätsmanagement in rationellen Digitalisierungsverfahren für Video-Quellformate
Michael Jordi, Jordi AG, Dietikon/Schweiz

12:15 Uhr Diskussion

12:45 Uhr Mittagspause

13:45 Uhr Besuch der Präsentationsstationen

15:00 Uhr Digitale Film- und Videodaten in der Langzeitarchivierung
Prof. Dr. Manfred Thaller, Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung, Universität zu Köln

15:45 Uhr Zusammenfassung der Tagungsergebnisse
Reinhard Stöckmann, WDR mediagroup digital GmbH, Köln

16:00 Uhr Abschlussdiskussion

ca. 16:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Moderation: Dr. Jens Murken, Evangelische Kirche von Westfalen, Landeskirchliches Archiv, Bielefeld

Link: http://www.afz.lvr.de/fortbildungszentrum/jahresprogramm_2013.asp#3%20Juli

Mehrbändige Chronik »Mannichswalde im Wandel der Zeiten« ins Kreisarchiv Zwickau übergeben

Eine CD mit der darauf gespeicherten 8-bändigen Ortschronik der Gemeinde Mannichswalde, einem heutigen Ortsteil der Großen Kreisstadt Crimmitschau, erhielt das Kreisarchiv Zwickau vor kurzem per Post. Gemäß dem Wunsch des verstorbenen Ortschronisten Kurt Zergiebel, einem pensionierten Lehrer und Schuldirektor, übergab sein Sohn Ekkehard Zergiebel das Werk neben dem Kreisarchiv Zwickau auch dem Stadtarchiv Crimmitschau und der SLUB Dresden zur Aufbewahrung und Nutzung durch die Archive und Bibliotheken.

CD: Mannichswalde im Wandel der Zeiten

Abb.: CD Mannichswalde im Wandel der Zeiten

Kurt Zergiebel hat in einer ca. anderthalb Jahrzehnte währenden und sehr aufwendigen akribischen Kleinarbeit vor allem in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine Vielzahl historischer Fakten und Zusammenhänge zur Geschichte seines Geburts- und Heimatortes Mannichswalde aus vielfältigen Quellen (Archive, historische Sammlungen u.v.a. bis hin zur persönlichen Befragung noch lebender Zeitzeugen) ermittelt.

Damit entstand für den kleinen Ort Mannichswalde eine vielfältige, sehr ausführliche und differenzierte Darstellung seiner langen wechselvollen Geschichte von den nachweisbaren Anfängen um 1396 bis in die jüngere Gegenwart in einer angenehm zu lesenden und betrachtenden buchähnlichen Form.

Die Chronik ist weitaus mehr als nur eine reine Faktensammlung. Die kurzen, manchmal auch längeren z. T. emotional gefärbten Texte, aber besonders zahlreiche Fotos und grafische Darstellungen stellen im Kreisarchiv Zwickau eine bedeutende historische Quelle zur Orts-, Regional-, Landes bis zur deutschen Geschichte dar. Neben den begrenzten örtlichen Ereignissen wird ein enger Bezug zum Lebensalltag und historischem Umfeld dokumentiert.

Nach Durchführung noch ausstehender archivischer Bearbeitungen wird das Kreisarchiv in Zwickau, wo vom 23.-24. Mai 2013 der 20. Sächsische Archivtag stattfindet, voraussichtlich ab zweiten Halbjahr 2013 den Benutzern diese Quelle elektronisch bzw. in gedruckter Form zur Verfügung stellen können.

Kontakt:
Landratsamt Zwickau
Amt für Service und Zentrale Dienste
Sachgebietsleiterin Archiv
Diplomarchivarin (FH) Anette Hänel
Dienstsitz: 08412 Werdau Königswalder Str. 18
Postanschrift: 08067 Zwickau Postfach 10 01 76
Tel.: +49 0375 4402 21780
Fax: +49 0375 4402 22818
anette.haenel@landkreis-zwickau.de, kreisarchiv@landkreis-zwickau.de
www.kreisarchiv-zwickau@findbuch.net
http://www.landkreis-zwickau.de

Quelle: Landkreis Zwickau, Pressemitteilung, 25.4.2013

Stadtarchiv Greven beteiligt sich an DFG-Pilotprojekt

Die Datenmenge, die das Stadtarchiv Greven derzeit digitalisieren lässt, ist beachtlich. Über 2000 Sitzungsprotokolle aus den Jahren 1809 bis 1954 mit mehr als 6500 Seiten enthalten die 21 Protokollbücher des Amtes Greven, der Gemeinden Greven-Dorf, Greven rechts und links der Ems, Gimbte und der Stadt Greven.

31 westfälische Gemeinde-, Kreis- und Stadtarchive sowie das Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe beteiligen sich an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte und vom LWL-Archivamt für Westfalen in Münster koordinierten Projekt.

Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves vom Stadtarchiv Greven (Foto: Stadt Greven)

Abb.: Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves vom Stadtarchiv Greven (Foto: Stadt Greven)

"Es ist ein Zukunftsprojekt, an dem wir uns gerne beteiligen, schließlich wollen wir unseren Nutzerinnen und Nutzern auch weiterhin bestmöglichen Service bieten", betonen Angelika Haves und Dr. Stefan Schröder vom Grevener Stadtarchiv. Wenn das über einen Zeitraum von zwei Jahren laufende Projekt abgeschlossen ist, werden die Protokollbücher im Internet auf den Seiten des Archivportals NRW weltweit rund um die Uhr abrufbar sein.

Nebeneffekt: Ein weiteres Findbuch zu den Akten der Jahre 1932 bis 1952 mit über 3000 Akten wird gleichzeitig online verfügbar sein. Damit wird die Nutzerfreundlichkeit und der Recherchekomfort des Stadtarchivs deutlich verbessert. "Bislang sind etwa 3000 unserer Archivalien im Internet recherchierbar, bald werden es doppelt so viele sein", freut sich das Team des Stadtarchivs.

Die Nutzungszahlen der Grevener Seiten des Archivportals www.archive.nrw.de weisen seit Jahren einige Tausend Anfragen pro Monat aus und zeigen die Bedeutung des Internetangebots. "Inzwischen gehen die meisten Besucher zuerst auf unsere Internetseiten", ist sich Schröder sicher. Besonders Auswärtige, die nicht direkt den Weg ins Stadtarchiv gehen möchten, dürften das Angebot zu schätzen wissen. Aber auch für alle Interessierten aus Greven ist es komfortabel, viele Informationen schon im Internet zu finden.

Das DFG-Projekt wartet noch mit einem weiteren Bonbon auf: Zusätzlich zu den Protokollbüchern wird auch ein Brandsozietätskataster der Kirchspiele Greven, Gimbte, Hembergen, Nordwalde, Altenberge und Nienberge aus dem Jahr 1790 digitalisiert. Es enthält auf 150 Seiten Angaben zu Gebäuden und Hausbesitzern und ist eine wertvolle Quelle für die Grevener Geschichte und die Umlandgemeinden.

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Telefon: 02571/920-358 (-458)
Telefax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 16.5.2013

Feuerwehrarchiv wird Teil des Limburger Stadtarchivs

Die Freiwillige Feuerwehr Limburg zählt mit fast 150 Jahren zu den ältesten Vereinen der Stadt Limburg an der Lahn. Zeugnis der vielfältigen Aktivitäten im Laufe der Jahrzehnte gibt das Vereinsarchiv, das am 13. Mai 2013 offiziell an Bürgermeister Martin Richard übergeben wurde. „Künftig wird das Feuerwehrarchiv als Bestand im Stadtarchiv der Forschung zur Verfügung zu stehen“, so Bürgermeister Richard. „Wir sind vor allem Ehrenbrandinspekteur Hans Arnold für seine Arbeit und sein Engagement für die Geschichte der Limburger Feuerwehr und das Vereinsarchiv dankbar.“

Die Feuerwehrunterlagen sollen möglichst bald in Spezialkartons umgepackt und mit Hilfe der im Stadtarchiv verwendeten Datenbank erschlossen werden, so dass ein rascher Zugang gewährleistet ist. „Vereinsarchive sind für die Darstellung der Stadtgeschichte sehr wertvoll, weil sie Aspekte vermitteln, die aus amtlichem Schriftgut nicht hervorgehen“, erläuterte Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker. Das nichtamtliche Schriftgut, und dazu zählen auch die Vereinsarchive, gibt ebenso sehr Zeugnis ab von der Entwicklung der Kommune und ist daher für Historiker interessant. Der Feuerwehr komme dabei aufgrund ihres Dienstes an der Allgemeinheit ein besonderes Interesse zu.

Abb.: Ehrenstadtbrandinspektor Hans Arnold (Mitte) übergab das Feuerwehrarchiv in einem sehr gepflegten Zustand an Bürgermeister Martin Richard (re.) und Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker (Foto: Stadt Limburg a.d. Lahn)

Abb.: Ehrenstadtbrandinspektor Hans Arnold (Mitte) übergab das Feuerwehrarchiv in einem sehr gepflegten Zustand an Bürgermeister Martin Richard (re.) und Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker (Foto: Stadt Limburg a.d. Lahn)

Der neue Bestand des Stadtarchivs Limburg enthält eine Vielzahl von Fotos, Zeitungsausschnitten, Berichten und Zeugnissen sowohl der Einsätze wie auch des Vereinslebens. Bürgermeister Richard und Stadtarchivar Dr. Waldecker danken den Limburger Feuerwehrkameraden für diese Bereicherung des Archivs und wünschen sich für die Zukunft, dass andere Vereine aus allen Stadtteilen dem Beispiel folgen.

Wichtigkeit von Vereinsarchiven
„Die Übergabe des Archivs der Limburger Feuerwehr nehme ich zum Anlass, die Vereine in der Stadt Limburg darauf hinzuweisen, wie wichtig die Sorge um das Vereinsarchiv ist. Der sorgsame Umgang mit dem Schriftgut ist ebenso unverzichtbar wie eine geordnete Kassenführung“, ergänzte Stadtarchivar Dr. Waldecker.

In jüngster Zeit häufen sich Meldungen, dass Vereinen die Auflösung droht. In den Satzungen ist für diesen Fall die Verwendung des Vereinsvermögens geregelt, nicht aber des Archivs. Dr. Waldecker wies darauf hin, dass im Fall einer Auflösung das Stadtarchiv gerne das Schriftgut der Limburger Vereine übernimmt. Darüber hinaus empfahl er, einen entsprechenden Passus in die Satzung aufzunehmen. „Es ist bedauerlich, wenn das Leben eines Vereins zum Erliegen kommt. Umso wichtiger ist es, seine Geschichte dauerhaft zu bewahren“, so der Stadtarchivar.

Kontakt:
Dr. Christoph Waldecker M.A., Dipl.-Archivar (FH)
-Leiter des Stadtarchivs-
Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn
-Stadtarchiv-
Mühlberg 3 (Schloss)
65549 Limburg a. d. Lahn
Tel. 06431-203 368
Fax: 06431-584 39 47
christoph.waldecker@stadt.limburg.de
http://www.limburg.de

Quelle: Der Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, Amt für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Touristik,  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressemitteilung, 13.5.2013

Weiterbildungsangebot Archive im Informationszeitalter von FHP und FU

Am 28./29. Oktober 2013 startet ein neuer Durchlauf der Weiterbildung mit Zertifikat Archive im Informationszeitalter. Das Programm wird gemeinsam von der Fachhochschule Potsdam und dem Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Susanne Freund angeboten. Der Kurs wurde speziell für Archivbeschäftigte entwickelt, die sich in den Bereichen Bestandserhaltung, digitale Langzeitarchivierung und Öffentlichkeitsarbeit weiterbilden möchten. Zwei weitere Module sind den Aspekten Archivbauten und dem Urheberrecht sowie anderen Rechtsfragen gewidmet.

Das Programm richtet sich an interessierte Mitarbeiter/innen aller Archivsparten und verwandten Einrichtungen. Es umfasst insgesamt 10 überwiegend zweitägige Module, die am Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin durchgeführt werden:

  • Ö1 Historische Bildungsarbeit, Archivpädagogik und Bewahrung erinnerter Geschichte,
    Mo/Di, 28./29.10.2013
  • Ö2 Ausstellungskonzeption und -management,
    Mo/Di, 2./3.12.2013
  • Ö3 Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit im modernen Archiv,
    Mo/Di, 13./14.1.2014
  • D1 Das digitale Archiv – vermittelnde Konzepte und Modelle,
    Do/Fr, 13./14.2.2014
  • D2 Informationstechnologie für Archive,
    Mo/Di, 17./18.3.2014
  • D3 Anwendungen und Praxis der digitalen Langzeitarchivierung,
    Mi/Do/Fr, 9./10./11.4.2014
  • B1 Restauratorische und konservatorische Maßnahmen,
    Mo/Di, 5./6.5.2014
  • B2 Bestandserhaltung von Sammlungsgut,
    Do/Fr, 5./6.6.2014
  • PBA Archive planen, bauen und ausstatten,
    Mo/Di, 30.6./1.7.2014
  • R Urheberrecht und andere Rechtsfragen für Archive,
    Mo/Di, 1./2.9.2014

Die Programmbroschüre kann angefordert werden bei Angela von der Heyde angela.vonderheyde@weiterbildung.fu-berlin.de ,
Tel.: ++49/(0)30-838 51458, oder heruntergeladen werden unter:
http://www.fu-berlin.de/sites/weiterbildung/weiterbildungsprogramm/bib/arch/index.html

Ausführliche Informationen sind erhältlich bei:
Christiane Preißler
Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin
Tel. 030 – 838 51458/51475
E-Mail: christiane.preissler@weiterbildung.fu-berlin.de 

Christina Thomas
Leiterin der Zentralen Einrichtung Weiterbildung
der Fachhochschule Potsdam
Pappelallee 8-9
14469 Potsdam
Tel.: 0331 5802440
Fax.: 0331 5802439
E-Mail: c.thomas@fh-potsdam.de
http://www.fh-potsdam.de/weiterbildung.html 

Gründung des Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive

In der vergangenen Woche haben Vertreter von 22 Fußball-Erst-, Zweit- und Drittligisten bei einem Arbeitstreffen in Osnabrück die Gründung eines Netzwerks Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive beschlossen. Ziel des Netzwerkes ist es, das historische Bewusstsein in den Vereinen weiter zu fördern und so das kulturelle Erbe des Fußballs zu erhalten und zu vermehren.

Das Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive will zukünftig zweimal jährlich zu gemeinsamen Treffen einladen. Es soll den Verantwortlichen der Vereine als Beratungsstelle und Ideenportal dienen.

Abb.: Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive: Die Gründergruppe (Foto: Eintracht Frankfurt)

Abb.: Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive: Die Gründergruppe (Foto: Eintracht Frankfurt)

Zahlreiche Erst- und Zweitligisten verfügen mittlerweile über ein eigenes Museum. So gibt es Vereinsmuseen in Bielefeld, Bremen, Frankfurt Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, München, Nürnberg, Offenbach und Osnabrück. Im kommenden Jahr sollen Museen in Braunschweig und Wolfsburg folgen, ebenso ist die Eröffnung des DFB-Fußballmuseums in Dortmund geplant.

Die Aufgaben des Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive werden von einer Arbeitsgruppe koordiniert, die sich aus folgenden Vereinsvertretern zusammensetzt: Freddy Fenkes (VfL-Museum Osnabrück), Sebastian Kurbach (Hannover 96), Dirk Mansen (HSV-Museum), Fabian Raabe (FC Bayern Erlebniswelt) und Matthias Thoma (Eintracht Frankfurt Museum). Das nächste Treffen des Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive ist für Oktober 2013 geplant.

Kontakt:
Matthias Thoma
Eintracht Frankfurt Museum
Commerzbank-Arena/Haupttribüne
Mörfelder Landstr. 362
60528 Frankfurt/Main
Tel: 069-95503275
m.thoma@eintrachtfrankfurt.de

Quelle: Eintracht Frankfurt, Pressemitteilung.

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