Einweihung und Wiedereröffnung des Stadtarchivs Mülheim an der Ruhr

Der Umbau der alten Augenklinik an der Von-Graefe-Straße zum Haus der Stadtgeschichte/Musikschule Mülheim an der Ruhr ist abgeschlossen. Als erstes Kulturinstitut ist im März 2013 die Musikschule dort eingezogen, im August 2013 folgte das Mülheimer Stadtarchiv. In der vierten Sommerferienwoche war die Transportfirma angerückt.

Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr

Nach mehrjährigen umfangreichen Neubau- und Sanierungsarbeiten, die mit Mitteln der Leonhard-Stinnes-Stiftung gefördert wurden, präsentiert sich die alte Augenklinik im neuen Licht. Die Stadt Mülheim möchte das Haus der Stadtgeschichte gemeinsam mit der Leonhard-Stinnes-Stiftung der Bevölkerung präsentieren. Zu einem Tag der offenen Tür lädt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld daher alle Interessierten herzlich ein.

Das Haus steht am Samstag, dem 14. September 2013 ab 12.30 Uhr für alle offen. Es besteht dann die Möglichkeit, das Gebäude mit den Räumen der Musikschule und des Stadtarchivs zu besichtigen. Der Lesesaal des Stadtarchivs ist ab dem 16. September 2013 wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten sind unverändert.

Die neuen Räume bringen für das Team des Mülheimer Stadtarchivs neue Möglichkeiten und mehr Platz auch für Veranstaltungen und Präsentationen. Diese, betont Archivleiter Dr. Kai Rawe gegenüber der WAZ, will man nutzen: „Wir haben schon an der Aktienstraße im Rahmen unserer Möglichkeiten gut gearbeitet, aber ich freue mich, dass wir hier die Chance haben, noch ein bisschen besser zu werden.“

Kontakt:
Stadtarchiv / Haus der Stadtgeschichte Mülheim an der Ruhr
Von-Graefe-Straße 37
45470 Mülheim an der Ruhr
Telefon 0208 / 4554260
Fax 0208 / 4554279
stadtarchiv@muelheim-ruhr.de
www.stadtarchiv-mh.de

Quelle: Julia Blättgen, WAZ, 21.8.2013; Stadt Mülheim an der Ruhr, Pressemitteilungen

Neue Wege zu den Archiven in Brandenburg und Berlin

In Brandenburg und Berlin gibt es eine bemerkenswerte Archivlandschaft. Das vielfältige Wissen, das die Archive beherbergen und für die öffentliche Nutzung aufbereiten, ist für die regionale Entwicklung in mehrfacher Hinsicht von Wert. Archive sind so etwas wie ein gemeinsames Gedächtnis im sozialen Raum: Sie zeigen uns, wie soziale Räume über bestimmte Themenschwerpunkte gedeutet und umgedeutet wurden und welches spezielle Wissen für eine Region oder für einen Ort als wichtig erachtet wurde und wird. Archive spiegeln damit die Struktur und Geschichte von sozialen Räumen und bestimmen die Identität ihrer Bewohner mit.

Im Rahmen des 35. Brandenburger Regionalgesprächs am Mittwoch, den 11. September 2013 im IRS werden eine Reihe von Fragen rund um das Thema Archive erörtert. Den Einstieg bilden wie immer profunde Fachstatements aus der Wissenschaft und Erfahrungsberichte von Praktikern, die wir anschließend mit Ihnen diskutieren wollen.

Leitfragen des Regionalgesprächs sind: Wer hat überhaupt Zugang? Welche neuen Zugänge gibt es? Welche Motivationsstrategien haben sich inzwischen bewährt, um das Image des „verstaubten Archivs” ins rechte Licht zu rücken? Welche neuen technischen Möglichkeiten gibt es in der Online-Gesellschaft? Was beschäftigt die Wissenschaftler, wenn sie an die Zukunft der Archive denken? Was brauchen die Praktiker von heute und morgen in den Dörfern und in den Städten, damit sie sich an die „Wissensressource Archiv” angeschlossen fühlen können?

Link: Programm

Info:
35. Brandenburger Regionalgespräch am 11.September 2013, 14-17 Uhr
Neue Wege zu den Archiven in Brandenburg und Berlin
Ort: IRS, Flakenstraße 28-31, 15537 Erkner

Kontakt:
mahnkeng@irs-net.de
03362/793113

Anmeldung bis 4.9.2013

Findmittel und 900.000 digitalisierte Seiten des Kirchlichen Archivzentrums Berlin neu im Internet

Das Evangelisches Zentralarchiv Berlin und das Landeskirchliche Archiv Berlin machen ihre Bestände über ein gemeinsames Portal recherchierbar und stellen ab sofort ihren Benutzern bedeutend verbesserte interaktive, archivübergreifende Suchmöglichkeiten zur Verfügung. Bei der browsergestützten Onlinerecherche sind Volltextsuche, Feldsuche und das Navigieren im Archivplan intuitiv bedienbar. Über 22.000 PDF im Umfang von ca. 1TB wurden über eine Routine implementiert und sind über die Datensätze problemlos und schnell aufzurufen. Die Nutzer können sich nun detailliert auf den Archivbesuch vorbereiten oder online bereitstehende Akten auswerten. Die Fundstellen aus den beteiligten Archiven werden gemeinsam angezeigt.

Nach mehrjähriger intensiver Vorbereitung konnte dieser Schritt zu einer Archivvernetzung und übergreifenden Suchmöglichkeit vollzogen werden und den Nutzern steht nun ein verbesserter und selbständiger Zugang zu den Verzeichnungsdaten bereit. Die verfügbaren Daten werden im Halbjahresrhythmus aktualisiert und erweitert.

Die vom Landeskirchlichen Archiv fachlich und personell betreuten Missionsarchive im Kirchlichen Archivzentrum bieten aber noch wesentlich mehr. Nach jahrelangen Erschließungs- und Sicherungsarbeiten gehen nun 900.000 Images aus der Beständedigitalisierung als PDF online. Die Digitalisate sind mit der Onlinedatenbank verknüpft und direkt aufrufbar. Es handelt sich um das Archiv der Gossner Mission, der Gossner Evangelical Church in India und eines Teilbestands aus dem Archiv des Berliner Missionswerks. Die Sicherung und die Digitalisierung der Bestände werden fortgeführt, so dass sich das Angebot in den nächsten Jahren ständig erweitern wird. Vor allem internationale Aspekte führten zur Entscheidung, bevorzugt Missionsbestände online zu stellen.

Finanzielle Unterstützung erhielt die Sicherung, Erschließung und Onlinestellung der Missionsarchive aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Merensky-Foundation und der Commerzbank Stiftung. Die Verfilmung der Bestände des Berliner Missionswerks wurde in das Programm der Sicherungsverfilmung des Bundes aufgenommen und mit den Mitteln des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durchgeführt.

Der kirchen- und kulturgeschichtlichen Forschung steht nunmehr ein neues und komfortables Instrument zur Verfügung. Aus interner Sicht der Archive sollte aber nicht der Hinweis an die Nutzer fehlen, dass nur ein kleiner Teil online zu sehen ist, was in den Archiven liegt. Ein Besuch im Lesesaal erübrigt sich auch in Zukunft meistens nicht, kann aber besser vorbereitet und der Erfolg abgesichert werden. Die Nutzer können sich nun selbst vor ihrem Besuch umfassend informieren und werden mit klaren Vorstellungen von dem Archivgut und den Forschungsmöglichkeiten den Lesesaal besuchen.

Link: http://www.landeskirchenarchivberlin.de/ubersicht-uber-archivbestande/

Kontakt:
Evangelisches Zentralarchiv in Berlin
Bethaniendamm 29
10997 Berlin
Telefon 030 / 22 50 45 20
Fax: 030 / 22 50 45 40
archiv@ezab.de

Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin (ELAB)
Bethaniendamm 29
10997 Berlin (Kreuzberg)
Telefon +49 (0)30 2250 4565
Fax +49 (0)30 2250 4510
elab@ekbo.de

Erweitertes Stadtarchiv Karlsruhe seiner Bestimmung übergeben

Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür ist am 27. Juli 2013 der Erweiterungsbau des Stadtarchivs Karlsruhe offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Die "Alte Pfandleihe" in der Markgrafenstraße war zwischen Ende April 2012 und März 2013 um zwei Etagen aufgestockt worden, um dem dort untergebrachten Archiv mehr Raum zu bieten. Den Mitarbeitern des Stadtarchivs stehen nun acht neue Büros sowie ein weiteres Magazin zur Verfügung. Darüber hinaus wurden die Klima- und die Brandschutzanlage erneuert, eine Behindertentoilette eingerichtet und ein neuer Fahrstuhl eingebaut.

Seit 1990 ist das Karlsruher Stadtarchiv in der ehemaligen städtischen Pfandleihe untergebracht. Das Gebäude, bei dessen Bau sich die Planer im Jahr 1906 am Archivbau orientierten, hat sich seitdem als voll funktionsfähiges Stadtarchiv mit einem großzügigen Lesesaal und klimatisierten Magazinen bewährt.

Im Jahr 2006 waren dann, wie vorausberechnet, die Magazine voll ausgelastet. Der Ausbau eines Kellerraums in zwei Magazinräume brachte 2007 noch einmal Platz, so dass bis 2010 weitere Zugänge aufgenommen werden konnten. Als nächste Maßnahme zur Erweiterung wurde in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt nach einem beschränkten Architektenwettbewerb eine zweigeschossige Aufstockung mit einem Tonnendach geplant.

Stadtarchiv Karlsruhe mit neuen Räumen

Abb.: Umgebautes und erweitertes Stadtarchiv Karlsruhe, Juli 2013 (Foto: Stadt Karlsruhe)

Mit der Erweiterung des Stadtarchivs sei dafür gesorgt worden, dass das "Gedächtnis der Stadt" seine Funktion auch in Zukunft weiter erfüllen und das kulturelle Erbe Karlsruhes sicher bewahren könne, sagte Oberbürgermeister Frank Mentrup in seiner Festansprache. "Die Bewahrung und die Weitergabe unserer Stadtgeschichte sind kein Randthema bei uns" betonte er. Dabei verwies Mentrup auf die zentrale Lage des Archivs mitten im Herzen der Fächerstadt. Das Stadtarchiv leiste "einen wichtigen Beitrag zur Identitätsstiftung der Bürger", sagte er. Dies sei gerade in einer Stadt wie Karlsruhe, in der es Zu- und Wegzug gebe, von Bedeutung. "Wer die geschichtlichen Zusammenhänge einer Stadt kennt ist auch eher bereit, sich für sie einzusetzen", sagte Mentrup. Durch die Aufstockung des Stadtarchivs habe die Magazinkapazität nun von 1.400 auf 6.400 Regalmeter zugenommen. In zwölf Jahren stehe dann eine erneute Erweiterung an, so der Oberbürgermeister.

"Insgesamt wird das Stadtarchiv einmal rund acht Kilometer Archivgut beherbergen", erklärte er. In den aktuellen Ausbau seien 2,3 Millionen Euro geflossen – eine, so Mentrup, "mehr als sinnvolle Investition in die Zukunft".

Der Leiter des Stadtarchivs, Ernst Otto Bräunche, zeigte sich hochzufrieden mit dem Ausbau der "Alten Pfandleihe". Mit der Erweiterung habe man "einen wichtigen Schritt nach vorne getan", sagte er. Das Archiv wachse im Jahr durchschnittlich um 100 laufende Regalmeter. "Somit haben wir jetzt bis 2025 vorgesorgt", erklärte Bräunche weiter.

Am Ende des Festakts überreichte Mentrup dem Stadtarchivleiter symbolisch den Schlüssel für den Erweiterungsbau. Realisiert wurde der Umbau vom Hochbauamt der Stadt Karlsruhe und dem Architekturbüro Peter Eisemann. Anlässlich der Aufstockung startet heute im ersten Obergeschoss des Stadtarchivs eine Ausstellung "Von der Pfandleihe zum Stadtarchiv". Die Ausstellung, die von den Auszubildenden Anna Wiegand und Adrian Schneider konzipiert wurde, vermittelt in acht Abschnitten die Geschichte des Archivs von seiner Gründung im Jahr 1885 bis heute. Parallel dazu wird die Entwicklung des heutigen Stadtarchivgebäudes gezeigt.

Zu sehen ist die Ausstellung bis 29. August 2013 jeweils montags bis mittwochs von 8.30 bis 15.30 Uhr sowie donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ergänzende Informationen gibt es in der neu erschienenen Publikation "Von der Pfandleihe zum Stadtarchiv" (= Häuser- und Baugeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe, Bd. 12) mit Beiträgen von Ernst Otto Bräunche, Peter Eisemann, Gerhard Kabierske und Bernhard Schmitt. Die Veröffentlichung beleuchtet die Baugeschichte des Hauses bis zur dessen Aufstockung mit dem prägnanten neuen Tonnendach. Sie weist nach, dass es sich um einen für die Zwecke des Archivs sehr geeigneten Bau handelt, dessen Umbau ausführlich dokumentiert und mit zahlreichen Abbildungen veranschaulicht wird.

Links:

Kontakt:
Stadtarchiv Karlsruhe
Leitung: Dr. Ernst Otto Bräunche
Markgrafenstraße 29
76133 Karlsruhe
Tel.: 0721-133 4225, 4223, 4224
Fax: 0721-133 4299
archiv@kultur.karlsruhe.de

Quelle: Badische Neueste Nachrichten, 29.7.2013; Stadt Karlsruhe, Pressemitteilung, Juli 2013

Neue Stadtarchivarin in Troisdorf

Seit August 2013 ist die 36-jährige gebürtige Thüringerin Antje Winter Stadtarchivarin von Troisdorf. Vor ihrem Wechsel arbeitete die Diplom-Museologin und Diplom-Archivarin (FH) fast vierzehn Jahre lang im Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Bad Honnef-Rhöndorf. Ihr oblag die Betreuung des Nachlasses des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer. Auch die Konzeption und Realisierung von Sonderausstellungen fielen in den Aufgabenbereich von Frau Winter.

Im Stadtarchiv Troisdorf erwartet die Archivarin, die dort auf Hans Luhmer folgt, einen größeren Aufgaben- und Verantwortungsbereich. Die Bestände, die ins 16. Jahrhundert zurückreichen, gliedern sich in Alt-Troisdorf (A), Alt-Sieglar (B), Altenrath (C), Friedrich-Wilhelms-Hütte (D) und Stadt Troisdorf (E).

Das Stadtarchiv verwahrt neben der Überlieferung der Stadt Troisdorf verschiedene Nachlässe, eine große zeitgeschichtliche Sammlung, Fotografien, Plakate und eine umfangreiche Pressesammlung. Auch werden Unterlagen von Vereinen und anderen Gruppen gesammelt und archiviert. Eine Archivbibliothek mit ca. 4000 Titeln ist im Leseraum verfügbar.

Als "Gedächtnis der Stadt" ist das kommunale Archiv eine öffentliche Einrichtung. Das Troisdorfer Stadtarchiv befindet sich im Untergeschoss des Rathauses der Stadt Troisdorf. Hier wird das ältere Verwaltungsschriftgut im Historischen Archiv gelagert, während das aktuelle Material ins Zwischenarchiv gelangt. Frau Winter möchte neben den archivischen Kernaufgaben auch die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausbauen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern entwickelt sie derzeit ein Konzept für eine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in Troisdorf.

Das Archiv veröffentlicht in einer eigenen Schriftenreihe Familienbücher und Monographien und arbeitet zudem eng mit dem Heimat- und Geschichtsverein Troisdorf zusammen. Dieser gibt unter anderem regelmäßig die Troisdorfer Jahreshefte heraus.

Kontakt:
Stadtarchiv Troisdorf
Antje Winter
Hauptamt
Kölner Straße 176
53840 Troisdorf
Durchwahl (02241) 900 – 135
Telefax (02241) 900 – 8135
WinterA@Troisdorf.de

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