Stadtarchiv veröffentlicht neue Ausgabe der Grevener Geschichtsblätter

Das Stadtarchiv Greven hat die 7. Ausgabe der Grevener Geschichtsblätter veröffentlicht. Die reich bebilderte Ausgabe beinhaltet u.a. Texte zum Krieger- und Militärverein 1871-1914, zu Feldpostkarten des Ersten Weltkrieges und zur Verfolgung von Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg.

Inhalt dieser Ausgabe:

Stefan Schröder, Angelika Haves
Vorwort

Annekarin Boldt
Die Kriegervereine als Träger des Nationalismus im Kaiserreich. Das Beispiel des Krieger- und Militärvereins Greven (1871-1914)

Stefan Schröder
„dem Kriegerverein Greven meinen herzlichsten Dank für die gesandten Liebesgaben…“ Greven zur Zeit des Ersten Weltkrieges (Erstveröffentlichung, Text von 2003)

Stefan Schröder
75 Jahre Archivarbeit in Greven. Von der Hilfe durch die Archivberatungsstelle der Provinz Westfalen zur Kulturinstitution „Stadtarchiv Greven“

Christoph Leclaire
Die Hinrichtung von Franciszek Banas und Waclaw Ceglewski in den Bockholter Bergen. Verfolgungsgeschichten von ZwangsarbeiterInnen in Greven

Die "Grevener Geschichtsblätter 7" mit einem Umfang von 56 Seiten sind zum Preis von 8 Euro im Stadtarchiv (Rathauskeller) und in der Stadtbibliothek Greven erhältlich.

Als Service bietet das Stadtarchiv Greven die neue Ausgabe auch wieder kostenfrei im Internet unter
www.greven.net/geschichte (unter Downloads und Links).

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Telefon: 02571/920-358 (-458)
Telefax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de 

Blog zum Fotonachlass des pfälzischen Archivars Dr. Karl Lutz

Das Blog soll in Form eines Online-Tagebuchs über die Bearbeitung des umfangreichen Fotonachlasses des pfälzischen Archivars Dr. Karl Lutz berichten (Stadtarchiv Speyer, Bestand 192-20). Lutz hat im Zweiten Weltkrieg als Offizier akribisch fotografiert, vor allem an der Ostfront sowie in Italien. Es ist der Blick eines Archivars und Historikers, der aus den Bildern erscheint.

Mehrere Tausend Fotos liegen in unterschiedlichen Formaten vor, sie sind oft restaurierungsbedürftig. Im Stadtarchiv Speyer sollen sie ab dem Jahr 2014 von einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe bearbeitet werden. Geplant ist neben der Erschließung und Umverpackung auch die umfassende Digitalisierung (und teilweise Online-Präsentation) des Bestandes. Bestimmte konservatorische Maßnahmen sind insbesondere bei den zahlreichen Farbdias vonnöten.

Drei Bildstreifen: links: Jüdisches Zwangsarbeiterlager bei Kurowice, Mitte: Zwangsarbeiter in Kurowice, rechts: Ukrainerdenkmal in Kurowice (Stadtarchiv Speyer)

Drei Bildstreifen: links: Jüdisches Zwangsarbeiterlager bei Kurowice; Mitte: Zwangsarbeiter in Kurowice; rechts: Ukrainerdenkmal in Kurowice

Im Blog sollen die Bearbeiter selbst zu Wort kommen. Die geplanten archivischen Arbeitsschritte werden zur Diskussion gestellt – das Stadtarchiv Speyer erhofft sich auch Hilfen bei der Bearbeitung dadurch. Die Fotos sollen teilweise im Blog vorgestellt werden, die Person Karl Lutz ebenso.

Es ist ein seltener, geschlossener Fotobestand, bei dem Person und Werk sehr miteinander verbunden sind (anders als in vielen anderen Fällen aus dem 2. Weltkrieg)!

Link:
http://kriegsfoto.hypotheses.org

Kontakt:
Stadtarchiv Speyer
Dr. Joachim Kemper, Leiter Abteilung Kulturelles Erbe
Johannesstraße 22a
67346 Speyer
Tel. 06232/14-2242
joachim.kemper@stadt-speyer.de

Homepage bzw. Online-Findmittel:
http://www.stadtarchiv.speyer.de
http://www.stadtarchiv-speyer.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3723

Stadtarchiv Speyer im Web 2.0:
http://www.facebook.com/Speyer.Stadtarchiv

Logo für das Universitätsarchiv Halle

Das Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg präsentiert sein eigenes Logo, das künftig als Erkennungszeichen für diese zentrale Einrichtung steht. Als einzelnes Bild soll es die vielfältigen Aufgaben des Universitätsarchivs symbolisieren. Der hallesche Grafiker Lutz Grumbach hat das Logo entworfen. Das kursive A steht für die alten Quellen als Grundlage des Archivs, während der binäre Code im Hintergrund – der tatsächlich ARCHIV bedeutet – auf die Zukunft im digitalen Zeitalter verweist.

Das neue Logo des Universitätsarchivs Halle-Wittenberg

"Auch wenn das Archiv etliche Siegel und historische Embleme in seinem Bestand hat, sollte es ein neues, modernes Logo sein", sagt Michael Ruprecht, Leiter des Universitätsarchivs, gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung.

Kontakt:
Universitätsarchiv Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Pfännerhöhe 48
06110 Halle
Telefon: 0345 6813496
Telefax: 0345 1201164
archiv@uni-halle.de
http://www.archiv.uni-halle.de/
 

Wertvoller Neuzugang: Archiv im Rhein-Kreis Neuss erhält Nachlass von Hans Leitterstorf

Das Archiv im Rhein-Kreis Neuss hat wertvollen Zuwachs erfahren: Isolde Hahn und Birgit Leitterstorf, die Töchter des Architekten und passionierten Heimatforschers Hans Leitterstorf, haben die schriftlichen Hinterlassenschaften des 2012 verstorbenen Nievenheimers dem Archiv als Schenkung übergeben. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann gaben ihrer Freude darüber Ausdruck.

Übergabe des Nachlasses des Nievenheimer Heimatforschers Hans Leitterstorf an das Archiv im Rhein-Kreis Neuss

„Hans Leitterstorf hat sich zeitlebens beharrlich für die unterschiedlichsten Belange der Heimatpflege, des Brauchtums und des Denkmalschutzes eingesetzt und in diesem Zusammenhang auch eine rege Sammeltätigkeit entwickelt, von der künftige Generationen nun hoffentlich profitieren werden“, so Petrauschke.

Der umfangreiche Nachlass enthält zahlreiche schriftliche wie auch bildliche Unterlagen verschiedenster Themen. „Fotos von Schulklassen, Sportvereinen oder Schützenfesten, aber auch von Straßenzügen oder Gewerbebetrieben aus dem Dormagener Raum finden sich ebenso wie Materialien zur Orts- und Kirchengeschichte Nievenheims oder zur Historie der Familie Leitterstorf. Da ist wirklich für viele Fragestellungen etwas dabei“, sagt Archivmitarbeiterin Christiane Skirde, die hat den Nachlass in den vergangenen Wochen gemeinsam mit der Auszubildenden Elena Carmona und dem ehrenamtlich tätigen Nievenheimer Eberhard Kleinebudde vorgeordnet hat.

Auch für andere Privatpersonen und Vereine besteht die Möglichkeit, dem Archiv im Rhein-Kreis Neuss Unterlagen, Sammlungen und Nachlässe zur dauerhaften Aufbewahrung zu übergeben und somit für die historisch interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Materialien aus privater Hand ergänzen nicht nur die amtliche Überlieferung, die wir verwahren. Da sie oftmals besonders aussagekräftig sind, machen sie häufig sogar das Salz in der Suppe aus“, erläutert Archivleiter Dr. Stephen Schröder.

Kontakt:
Archiv im Rhein-Kreis Neuss / Internationales Mundartarchiv
Dr. Stephen Schroeder
Schlossstr. 1
41541 Dormagen
Tel: +49 2133 530210
Fax: +49 2133 5302291
Stephen.Schroeder@rhein-kreis-neuss.de

24. Landesarchivtag Mecklenburg-Vorpommerns in Güstrow am 17. und 18. Juni 2014

Der jährlich im Wechsel in Mecklenburg und Vorpommern stattfindende Landesarchivtag soll 2014 in Güstrow abgehalten werden. So bietet dieser Archivtag die Möglichkeit die Archivare des Landes wie auch andere historisch Interessierte mit der Geschichte dieser der alten mecklenburgischen Residenzstadt vertraut zu machen. Nach einer einführenden allgemeinen Darstellung zur Stadtgeschichte wird dann ein Vortrag auf das eng mit Güstrow verbundene Wirken von John Brinckman (1814-1870) eingehen. Daran anschließend folgen verschiedene archivfachliche Vorträge zur Schadenserfassung bei Urkunden, zum Kirchenkreisarchiv Greifswald und zur Zusammenarbeit mit Ortschronisten.

Der zweite Tag steht dann unter dem Schwerpunktthema: „Archive und Internet“. Der Aufbau großer deutscher und europäischer Archivportale erfordert nun zwingend eine intensive und ausgedehnte Fachdiskussion auf welche Weise, das in Mecklenburg-Vorpommern bereits bestehende wegweisende regionale Portal „Ariadne“ und die von einigen Archiven im Land in das Portal von „findbuch.net“ (Augias) eingepflegten Daten in die großen Portale integriert werden können. Hierfür konnten die verantwortlichen Projektleiter aus dem Bundesarchiv in Berlin, dem Landesarchiv Baden-Württemberg in Stuttgart und der Universität Greifswald als Referenten gewonnen werden. Außerdem soll auch erörtert werden, ob und auf welche Weise der Auftritt eines Archivs im web 2.0 sinnvoll gestaltet werden kann.

Archive und Internet – Programm des Landesarchivtages am 17. und 18.Juni 2014 in Güstrow
Tagungsort: Wollhalle

17.6.2014
13:00 Arne Schuldt (Bürgermeisters der Stadt Güstrow): Güstrower Stadtgeschichte
13:45 Dr. Gerdt Richard (Rostock) : John Brinckman und Güstrow
14:30 Kaffeepause
15:00 Dr. Nils Jörn (Stadtarchiv Wismar): Schadenserfassung an Urkunden
15:30 Jana Holzberg (Kirchenkreisarchiv Greifswald): Vorstellung des neuen Kirchenkreisarchivs in Greifswald
16:00 Klaus-Jürgen Ramisch (Kreisarchiv Nordwestmecklenburg): Die Zusammenarbeit mit Ortschronisten im Kreis Nordwestmecklenburg
17:30 Stadtführung
19:30 geselliger Abend in den „Barlachstuben“

18.6.2014
9:00 Mitgliederversammlung
10:00 Dr. Dirk Alvermann (Universitätsarchiv Greifswald) und Ulrike Najmi (Universitätsrechenzentrum Greifswald): Entwicklungsperspektiven für Ariadne im Archivportal D
11:00 Kaffeepause
11:30 Tobias Sofka (Kreisarchiv Landkreis Rostock) evtl. zusammen mit Herrn Nehls vom Kreisarchiv Nordwestmecklenburg): Erfahrungen mit Augias und findbuch.net
12:00 Christina Wolf (Landesarchiv Baden-Württemberg): Archivportal-D – dabei sein ist alles! Neue Wege und Chancen für Archive im Internet
12:30-13:30 Mittagspause
13:30 Susanne Waidmann (Bundesarchiv): Auf virtueller Entdeckungsreise – Was „nützt“ das Archivportal Europa Nutzern und Archiven
14:00 Jens-Uwe Rost: Der Facebook-Auftritt des Stadtarchivs Schwerin
14:30 Aktuelle Stunde
15:00 Besichtigung des Stadtarchivs, des Kreisarchivs oder des Barlachmuseums.

Historische Matrikelbände und Lehrtafeln der Universität Halle restauriert

Unterschriften von Georg Friedrich Händel oder Kurt Schumacher: Jeder Matrikelband der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist ein Unikat. Zehntausende Studenten schrieben sich seit 1694 in die 76 Bände der halleschen Universität oftmals eigenhändig ein. Einmalig in Deutschland ist auch die Sammlung historischer Lehrtafeln. Die MLU besitzt über 1.600 Stück aus den Naturwissenschaften, darunter zahlreiche handgezeichnete Einzelstücke. Mit Unterstützung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) konnten diese wertvollen Überlieferungen restauriert werden. Damit sind sie auch wieder für Forschung und Lehre zugänglich.

Die 70 Matrikel- und sechs zugehörigen Registerbände sind das Gedächtnis der Universität. Sie gehören zu den am häufigsten genutzten Beständen des Universitätsarchivs Halle-Wittenberg. Jeder Band ist ein Unikat, der hunderte, zum Teil auch tausende Einträge aufweist und wertvolle Aussagen über einzelne Studenten, aber auch über die Entwicklung und Attraktivität der Hochschule oder einzelner Fächer zulässt. Die Einträge wurden von den Studenten meist eigenhändig verfasst. Darunter befinden sich die Handschriften von Persönlichkeiten wie Georg Friedrich Händel, Carl Gotthard Langhans, Anton Wilhelm Amo, Johann Joachim Winckelmann, Clemens Brentano, Friedrich August Conrad Mühlenberg oder Kurt Schumacher. Über die Jahrhunderte hinweg hatten die Matrikelbände Schaden genommen, unter anderem auch durch intensive Nutzung und nicht immer ideale Lagerbedingungen. Zusätzlich waren sie verschmutzt. Mit der Unterstützung durch die KEK konnten alle Bände gereinigt, zum Teil neu gebunden und gefestigt werden. Anschließend wurden sie in speziellen Schutzumschlägen neu verpackt, so dass sie stehend und damit platzsparend gelagert werden können. „Die zentrale Überlieferung zu allen Studierenden Halles, ein äußerst bedeutender Fundus zur Universitätsgeschichte konnte so bewahrt werden“, sagt Dr. Michael Ruprecht, Leiter des Universitätsarchivs.

Auch die deutschlandweit nahezu einmalige Sammlung an Lehrtafeln aus den Naturwissenschaften aus den Jahren 1875 bis 1970 kann nun wieder genutzt werden. Jahrzehntelang beachtete man sie kaum, da sie im Hörsaal zur Ausbildung von Studierenden der Naturwissenschaften – seitdem digitale Medien verwendet werden – nicht mehr gebraucht wurden. „Wir holen die über 1.600 im Projekt berücksichtigten Lehrtafeln nun in die Lehre zurück“, sagt Dr. Frank Steinheimer, Leiter des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen. „Benutzt werden können sie nun etwa durch Kulturwissenschaftler, die die Tafeln museologisch und kulturhistorisch bewerten.“ Rund 60 Prozent der Tafeln sind handgezeichnete Unikate, die für bestimmte Professuren angefertigt wurden – auch das hat in diesem Umfang Seltenheitswert an deutschen Universitäten. Mit der Unterstützung der KEK konnten nicht nur wichtige Tafeln restauriert und erhalten werden. Der gesamte Bestand wurde auch digitalisiert und soll in Zukunft über das neue Web-Portal für Lehrtafeln am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik in Berlin frei zugänglich gemacht werden.

„Vorsorge im Großformat“ – so lautete das diesjährige Motto der Modellprojektförderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK). Finanziert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder konnten Projekte Unterstützung erhalten, die innovativ, modellhaft und öffentlichkeitswirksam zum Erhalt des schriftlichen Kulturerbes beitragen. Die MLU erhielt für die Projekte aus dem Archiv und dem Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen eine Förderung.

Ansprechpartner:
Dr. Frank D. Steinheimer
Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS)
Tel.: 0345 55 21437
frank.steinheimer@zns.uni-halle.de
www.naturkundemuseum.uni-halle.de

Dr. Michael Ruprecht
Leiter des Universitätsarchivs
Telefon: 0345 120 11 66
archiv@uni-halle.de
www.archiv.uni-halle.de 

Quelle: Manuela Bank-Zillmann Pressestelle, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Pressemitteilung, 28.11.2013

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