Frühjahrstagung 2015 des Netzwerks der Deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive

Am 24.3.2015 hat sich im Eintracht Frankfurt Museum in Frankfurt am Main das Netzwerk der Deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive zur Frühjahrstagung getroffen (siehe Bericht vom 24.11.2013). Im Netzwerk haben sich die Archive und Museen des Deutschen Profifußballs zusammengeschlossen. Auf Einladung der Eintracht Frankfurt Museum GmbH waren die Archiv- und Museumsleiter aus 25 Vereinen angereist.

Der Leiter des Fraport-Archivs, Markus Grossbach, stellte in einem kurzweiligen Vortrag den Aufbau des Archivs des Frankfurter Flughafens vor und erläuterte den Sinn und Zweck, den ein Unternehmensarchiv für die Geschäftsführung, aber auch für Mitarbeiter und die Öffentlichkeit hat. Im Anschluss sprach der Vorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG, Heribert Bruchhagen, ein Grußwort, berichtete aus seiner langjährigen Erfahrung als Aktiver und Funktionär und stand den Tagungsteilnehmern als Gesprächspartner zur Verfügung.

Frühjahrstagung 2015 des Netzwerks der Deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive

Neben der Kontaktpflege ist die fachliche Weiterbildung ein wesentliches Ziel der Netzwerktreffen. Dazu sucht sich das Netzwerk geeignete Partner aus dem Sport und der Wirtschaft. Am Tagungsort Frankfurt bot es sich an, das Archiv des DFB zu besichtigen. Archivleitern Dr. Brigitte Klein und Mitarbeiter Johannes Raddatz zeigten in ihrem Vortrag den Aufbau der Sammlung des DFB und gaben einen Einblick in die Software, mit der die umfangreichen Bestände archiviert werden. Dr. Klein stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Recherchemöglichkeiten vor und bot an, bei Fragen zur Historie der Klubs und bei archivfachlichen Fragestellungen beratend zur Seite zu stehen.

Einer der Höhepunkte des Treffens war die Möglichkeit, ein Foto mit dem Original des WM-Pokals zu machen, den die deutsche Nationalmannschaft im Jahr 2014 in Brasilien errungen hat. Der Pokal wird aus dem Archiv des DFB gemeinsam mit anderen einzigartigen Exponaten an das DFB Museum in Dortmund entliehen, das in diesem Jahr seine Pforten eröffnen wird. Der Tag klang mit einer Führung durch die Commerzbank-Arena aus.

Das nächste Treffen wird voraussichtlich im Herbst diesen Jahres in Dortmund stattfinden. Die Aktivitäten des Netzwerks der Deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive werden von einem gewählten Sprecherkreis koordiniert, dem momentan Fabian Raabe (FC Bayern München), Freddy Fenkes (VFL Osnabrück), Dr. Henry Wahlig (VFL Bochum), Matthias Thoma (Eintracht Frankfurt) und Sebastian Kurbach (Hannover 96) angehören.

Kontakt:
Matthias Thoma
Eintracht Frankfurt Museum
Commerzbank-Arena/Haupttribüne
Mörfelder Landstr. 362
60528 Frankfurt/Main
Tel: 069-95503275
m.thoma@eintrachtfrankfurt.de

Quelle: Mitteilung Uwe Schellinger, Archiv Sport-Club Freiburg e.V., Foto: Eintracht Frankfurt Museum

Über 200 Zeitzeugenberichte zum 13. Februar 1945 fürs Dresdner Stadtarchiv

Am 25. März 2015 erhielt Dresdens Bürgermeister Dr. Ralf Lunau im Beisein des Leiters des Dresdner Stadtarchivs, Thomas Kübler, über 235 Zeitzeugenberichte zur Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945, darunter Fotos und Tagebücher. Ein Zeitzeuge, der heute in Louisiana lebt, hat extra ein Poster zum Thema angefertigt. Die zahlreichen Briefe, manche von Hand geschrieben, andere per Computer oder E-Mail, berichten aus ganz persönlicher Sicht von Erlebnissen und Familienschicksalen am 13. Februar 1945 und den Tagen danach. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen waren einem Aufruf der Stadt Dresden im Dezember 2014 gefolgt und haben ihre Erinnerungen an den 13. Februar 1945 aufgeschrieben. Gemeinsam mit ihren Angehörigen konnten sie daraufhin Gast der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des 13. Februar in der Dresdner Frauenkirche sein. Über 500 dieser Zeitzeugen waren bei der Veranstaltung dabei: Ehepaare, Geschwister, Eltern mit ihren Kindern, Großeltern mit ihren Enkeln, Freunde und Nachbarn. Ihre Anwesenheit gab dieser Gedenkveranstaltung einen würdigen Rahmen.

Die Zeitzeugenberichte werden nun im Stadtarchiv ausgewertet und digitalisiert. Sie stehen anschließend für weitere Projekte zur Verfügung. Aktuell wird im Stadtarchiv Dresden für Mai 2015 eine Ausstellung zur Geschichte der Frauenkirche vorbereitet. Diese Ausstellung verbindet zeitgenössische Kunst, des Malers Iven Zwanzig, mit historischen Dokumenten aus dem Stadtarchiv Dresden. Zu den historischen Dokumenten zählen auch Zeitzeugeninterviews zum 13. Februar 1945, die sich die Besucher anhören können.

Das Zeitzeugenarchiv Dresden gibt es seit April 2004. Es bewahrt und erschließt Erfahrungen und Erlebnisse von Menschen, deren Biografie einen Bezug zur Stadt Dresden hat. Es bildet eine zusätzliche Quelle zu den Akten. Neben subjektiven Erinnerungen in Interviews werden Materialien von Zeitzeugen zusammengetragen: schriftliche Berichte, persönliche Dokumente und Fotografien. Je nach Fragestellung können alle Dokumente für Historiker oder für die Forschung von Interesse sein. Der Aufbau des Zeitzeugenarchivs basiert auf einem Beschluss des Stadtrates vom 8. Mai 2003. Es soll insbesondere die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg durch Aussagen noch lebender Zeitzeugen dokumentieren. Da die Auswirkungen der NS-Diktatur, des Zweiten Weltkrieges und der Zerstörung Dresdens im Luftkrieg in allen Lebensbereichen spürbaren Einfluss nahmen, wurde die thematische Fokussierung des Stadtratsbeschlusses auf den Zeitraum 1933 bis 1945 erweitert. Im Jahre 2009 wurde vom Stadtarchiv Dresden ein weiteres Zeitzeugenprojekt zum Thema „Die friedliche Revolution in Dresden 1989/90“ initiiert. Das jetzt vorliegende Zeitzeugenarchiv umfasst Erlebnisberichte, Tagebücher, Briefe, Audio- sowie Foto- und Filmaufnahmen, insgesamt etwa 17,20 laufende Meter Archivmaterial, darunter rund 5000 Fotos sowie mehrere hundert Tonaufnahmen und digitale Medien.

Auszug aus dem Zeitzeugenaufruf im Dezember 2014
„Zeitzeugen sind eingeladen in die Dresdner Frauenkirche am 13. Februar 2015: Melden Sie sich gemeinsam mit Ihren Familienmitgliedern, ob jung oder alt, an, für die Gedenkveranstaltung am 13. Februar und erzählen Sie uns kurz Ihre Geschichte, was Ihre Familie mit dem 13. Februar 1945 verbindet. Kontakt: E-Mail: 13.februar@dresden.de im Internet unter www.dresden.de/gedenkveranstaltung oder per Post: Landeshauptstadt Dresden, Büro der Oberbürgermeisterin, Protokoll, Dr.-Külz-Ring 19. Wir brauchen folgende Informationen: Namen und Vornamen von jeweils zwei Personen. Einer davon sollte ein Zeitzeuge aus der Familie sein. Beide Geburtstage, beide Adressen, eine E-Mail-Adresse und die kurze Information, was Ihre Familie mit dem 13. Februar 1945 in Dresden verbindet. Unter allen, die sich an der Aktion beteiligen, werden einige ausgewählt, die dann bei der Gedenkveranstaltung am 13. Februar 2015 in der Dresdner Frauenkirche dabei sein können. Sie erhalten per Post eine Eintrittskarte. Einsendeschluss ist Freitag, 16. Januar 2015.
Tausende Dresdnerinnen und Dresdner haben den 13. Februar 1945, den Krieg als Kinder oder Jugendliche erlebt. Aber ist das heute eigentlich ein Thema in den Familien? Das sollte es sein. Es ist die Chance, zu erfahren, wie es war, von denen die wirklich dabei waren. Wir laden ein, nachzufragen und zu reden, in den Familien. Was wissen die Generationen eigentlich von diesem Tag voneinander? Fragen Sie nach und erzählen Sie. Wir suchen ihre Geschichte und laden Sie ein, gemeinsam mit Eltern und Großeltern oder Kindern und Enkeln dabei zu sein, in der Dresdner Frauenkirche am 13. Februar 2015. Und vielleicht ist dieses gemeinsame Erinnern über Generationen eine Chance mehr, gerade die Menschen zu verstehen, die aktuell vor Kriegen flüchten. Auch nach Dresden.“

Auszug aus dem Dankeschönbrief an die Zeitzeugen von Oberbürgermeisterin Helma Orosz im Februar 2015
„Ihre Erinnerung ist unsere Verpflichtung. Der 70. Jahrestag der Zerstörung Dresdens als besonders würdevolles Ereignis in unserer Stadt liegt hinter uns. Zur Vorbereitung dieses wichtigen Tages haben Sie sich an unserem Aufruf beteiligt und uns einen Zeitzeugenbericht zum 13. Februar 1945 zur Verfügung gestellt. Dafür danke ich Ihnen persönlich sehr herzlich.
Es ist wichtig, dass wir uns erinnern, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Ihre geschriebenen und erzählten Familien-Erlebnisse und Schicksale machen diese Tage und Nächte um den 13. Februar 1945 sehr persönlich. Diese authentischen Zeitzeugnisse geben den nachfolgenden Generationen die Chance zu verstehen.
Ich danke Ihnen für diesen wichtigen Beitrag Dresdner Geschichte, mit dem Sie uns ein Stück Ihres Lebens in die Hand geben. Ihre Zeilen sind ein Teil unseres Dresdner Gedächtnisses. Ihre Erinnerung ist unsere Verpflichtung. Gemeinsam mit weiteren über 200 eingegangenen Briefen und Zeitzeugnissen wird Ihr Text registriert und im Dresdner Stadtarchiv für die Nutzung, zum Beispiel die wissenschaftliche Forschungsarbeit, aufbereitet und verwahrt.“

Kontakt:
Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Straße 1
01099 Dresden
Tel. 0351-4881515
Fax 0351-4881503
stadtarchiv@dresden.de

Quelle: Stadt Dresden, Pressemitteilung, 25.3.2015

Neuer Leiter des Stadtarchivs Würzburg

Der derzeitige Leiter des Stadtarchivs Bocholt, Dr. Axel Metz, wird neuer Leiter des Stadtarchivs Würzburg. Metz konnte sich gegen 21 Mitbewerberinnen und -bewerber durchsetzen. Der gebürtige Hesse, Jahrgang 1974, war zuvor im Bistumsarchiv Münster und als Kreisarchivar in Wesel tätig, bevor er 2010 nach Bocholt ging. Der Dienstantritt wird voraussichtlich zum 1. Mai 2015 erfolgen. Axel Metz folgt in Würzburg auf Dr. Ulrich Wagner, der 2014 nach über dreißigjähriger Dienstzeit in den Ruhestand getreten ist.

Kontakt:
Stadtarchiv Würzburg
Neubaustraße 12
97070 Würzburg
Tel: 0931 – 37 31 11
Fax: 0931 – 37 31 33
stadtarchiv@stadt.wuerzburg.de

Quelle: Stadt Würzburg / Mein Mitteilungsblatt, 26.3.2015; Bocholter-Borkener Volksblatt, 27.3.2015

Neuer Professor für Archivwissenschaft an der FHP

Zum 1. April 2015 begrüßt die Fachhochschule Potsdam Dr. Michael Scholz als Professor für Archivwissenschaft. Scholz wird sein Fach in den Bachelorstudiengängen des Fachbereiches Informationswissenschaften, insbesondere im Bachelorstudiengang Archiv, im Weiterbildungs-Masterstudiengang Archivwissenschaft und im konsekutiven Masterstudiengang Informationswissenschaften in Forschung und Lehre vertreten. Die Übergabe der Ernennungsurkunde findet am 26. März 2015 im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Potsdam statt.

Dr. Michael Scholz, geboren 1962 in Ebstorf in Niedersachsen, schloss 1989 sein Studium der Geschichte und Lateinischen Philologie an der Universität Göttingen mit der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien ab. 1990 folgte die Dissertation zum Thema „Die Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg in Halle in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts“. Von 1994 bis 1996 absolvierte Michael Scholz die Ausbildung als Archivreferendar am Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam und der Archivschule Marburg, die er mit der archivarischen Staatsprüfung abschloss. Seit 1996 arbeitete er als wissenschaftlicher Archivar im Brandenburgischen Landeshauptarchiv; seit 2005 als Leiter der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken im Brandenburgischen Landeshauptarchiv. Als Referatsleiter war er im Querschnittbereich für Benutzung, archivische Grundsatzfragen und Ausbildung zuständig. Zu seinen Aufgaben gehörten Konzeptentwicklung, die Unterstützung bei der Bearbeitung von Rechtsgrundlagen, Fragen des Archivmanagements und der Personalentwicklung ebenso wie die „klassischen“ archivischen Felder der Übernahme, Bewertung, Bestandserhaltung, Benutzung und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2006 hatte Michael Scholz verschiedene Lehraufträge an der Fachhochschule Potsdam im Fachbereich Informationswissenschaften für das Fach Archiv- und Informationsrecht in der Fernweiterbildung, dem berufsbegleitenden Masterstudiengang Archivwissenschaft sowie im Bachelor-Studiengang Archiv.

„Die Tätigkeit in der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken als einer spartenübergreifenden Einrichtung hat mir gezeigt, dass ein Blick über die engen Spartengrenzen angesichts aktueller Entwicklungen insbesondere im Bereich der Digitalisierung dringend erforderlich ist. Ebenso erforderlich ist aber meiner Auffassung nach auch ein solides fachliches Standbein in der eigenen Sparte, um deren Spezifika in die übergreifende Diskussion einbringen zu können“, erläutert Dr. Micheal Scholz sein Engagement. „Das Konzept des Fachbereichs Informationswissenschaften bietet hierfür eine gute Grundlage. Nach 18 Jahren in der archivarischen Praxis verbinde ich mit meiner Professur die Hoffnung, mich einerseits stärker als bisher inhaltlichen Problemen widmen zu können, andererseits aber auch archivwissenschaftliche Forschung und archivarische Ausbildung sowie archivische Praxis besser zusammenbinden zu können.“

Kontakt:
Fachhochschule Potsdam
Fachbereich Informationswissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam
scholz@fh-potsdam.de
www.fh-potsdam.de/studieren/informationswissenschaften/

Quelle: FH Potsdam, Presseinformation, 25.3.2015

Evangelische Kirche startet Kirchenbuchportal »www.archion.de«

Evangelische Kirchenbücher können ab sofort online eingesehen und von zu Hause aus erforscht werden. Das ermöglicht das neuartige Kirchenbuchportal „Archion“, das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit elf evangelischen Landeskirchen entwickelt hat. Unter www.archion.de wurde das Kirchenbuchportal am 20. März 2015 in Kassel offiziell freigeschaltet.

Große Freude bei der Freischaltung des Kirchenbuchportals im Kasseler Haus der Kirche (Foto: medio.tv/Socher)

Große Freude bei der Freischaltung des Kirchenbuchportals im Kasseler Haus der Kirche (v.l.n.r.): Harald Müller-Baur (Geschäftsführer der Kirchenbuchportal GmbH, Stuttgart), Dr. Gerhard Eibach (Oberkirchenrat EKD), Dr. Anne-Ruth Wellert (Kirchenrechtsoberrätin Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel), Dr. Bettina Wischhöfer (Vorsitzende des Verband kirchlicher Archive in der EKD, Kassel), Dr. Henning Pahl (Evangelisches Zentralarchiv Berlin), Dr. Gabriele Stüber (Aufsichtsratsvorsitzende der Kirchenbuchportal GmbH, Speyer) (Foto: medio.tv/Socher).

„Kirchenbücher sind weit mehr als Tabellen von Daten und Namen. Sie sind Spuren gelebter Vergangenheit“, erinnerte der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in einem Grußwort zum Portalstart. Zeugnisse der Vergangenheit zu erhalten und zur Auswertung bereitzustellen sei eine der vornehmsten Pflichten der evangelischen Archive. Zugleich bedeute jedes Blättern aber auch eine Gefahr für den Erhalt eines Kirchenbuchs. „Das nun entwickelte Kirchenbuchportal löst diesen Widerspruch zwischen Bestandserhaltung und Nutzerorientierung auf bestmögliche Art und Weise auf: Die Originale können geschützt im Magazin bleiben, und doch erhält jeder, der sich dafür interessiert, die Möglichkeit, die Kirchenbücher anzuschauen und auszuwerten, und zwar ganz bequem vom heimischen PC aus“, so der Ratsvorsitzende, dessen Grußwort von Dr. Henning Pahl vom Evangelischen Zentralarchiv Berlin vorgetragen wurde.

Insgesamt wurden bislang 2,5 Millionen Kirchenbuchseiten digitalisiert. Langfristig sollen etwa 200.000 evangelische Kirchenbücher online eingesehen werden können. Die Nutzung des Dienstes ist gebührenpflichtig, weil der Portalbetrieb sich refinanzieren und nicht dauerhaft von Fördergeldern abhängig sein soll. Zunächst könne nur ein Teil der Kirchenbücher eingesehen werden, aber es kämen regelmäßig neue Kirchenbücher dazu, so Bettina Wischhöfer, die Vorsitzende des Verbands kirchlicher Archive, die in ihrem Grußwort die Eckdaten der mittlerweile fast zehnjährigen Projektgeschichte des Kirchenbuchportals skizzierte.

Bildschirmfoto des Online-Kirchenbuchportals

Bildschirmfoto des Online-Kirchenbuchportals http://www.archion.de

Das Portal bietet über die Recherche hinaus zudem eine Fülle an weiteren Funktionen: So können sich die Nutzer bei Archion in einem Forum austauschen, eigene Auswertungen in das Portal hochladen und Anderen zugänglich machen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, einzelne Einträge oder ganze Kirchenbücher abzuschreiben. Das Ergebnis kann dann über die Recherchefunktion durchsucht und mit dem Original verglichen werden.

In einer vorgeschalteten Erprobungsphase hatten 4.000 Nutzer das Portal ausgiebig getestet. Das Portal wird stetig ausgebaut. Es steht auch für die Quellen von anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Partnern zur Verfügung. Zur Umsetzung des Großprojekts haben sich zunächst elf evangelische Landeskirchen und die EKD zur Kirchenbuchportal GmbH zusammengeschlossen. Derzeit liegen schon weitere Anmeldungen für Beteiligungen an „Archion“ vor. Insbesondere in Richtung der katholischen Archive appellierte die Aufsichtsratsvorsitzende der Kirchenbuchportal GmbH, Gabriele Stüber in ihrem Grußwort, dass es „eine kultur- und archivpolitische Chance [sei], wenn wir uns in unserem Alleinstellungsmerkmal Kirchenbuch ökumenisch positionieren.“

Kontakt:
Kirchenbuchportal GmbH
Balinger Str. 33/1
70567 Stuttgart
info@kirchenbuchportal.de
www.archion.de

Quelle: Verband kirchlicher Archive, 20.3.2015; Pressestelle der EKD, Carsten Splitt, 19.3.2015

Ausstellung zu den Spuren des Zeitalters der Reformation in Hamburg

Im Jahr 2017 jährt sich zum 500. Mal der sogenannte Thesenanschlag durch Martin Luther, mit dem sich der Beginn der Reformation verbindet. In Vorbereitung auf das Jubiläum wird seit dem Jahr 2008 in der Lutherdekade jedes Jahr unter einem bestimmten Motto gestaltet. Hamburg richtet im Jahr 2015 das Themenjahr „Bild und Bibel“ innerhalb der Lutherdekade aus (www.hamburger-reformation.de).

Die Reformation prägte in vielfacher Weise das konfessionelle, politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben in Hamburg. Schriftliche und bildliche Spuren davon haben sich noch fast 500 Jahre später auch im Staatsarchiv Hamburg erhalten. Wenn man die Quellen erforscht, eröffnen sich Einblicke in das Zeitalter der Reformation in Hamburg und in das Selbstverständnis der Zeitgenossen. Zugleich erkennt man, dass es Lücken in der Überlieferung geben kann und sich manche Fragen anhand der Archivalien nicht mehr selbstverständlich beantworten lassen.

Abb.: STAHH, Bestand 512-3 St. Nikolaikirche, XIII 1; Gotteskastenordnung von St. Nikolai, 1527 (Bild: Staatsarchiv Hamburg, Marike Zenke)

Abb.: STAHH, Bestand 512-3 St. Nikolaikirche, XIII 1; Gotteskastenordnung von St. Nikolai, 1527 (Bild: Staatsarchiv Hamburg, Marike Zenke)

Das Staatsarchiv Hamburg nimmt die Lutherdekade zum Anlass, ausgewählte Quellen aus dem Zeitalter der Reformation in Hamburg in einer kleinen Ausstellung zu präsentieren. Dazu gehören Unterlagen aus der Überlieferung des Hamburger Rates, des Doms oder der St. Nikolaikirche, aber auch einzelne Stücke des alltäglichen Gebrauchs aus privater Herkunft. So wird beispielsweise aus der Zeit vor der Reformation ein Ablassbrief „zum Besten“ des Turmbaus von St. Nikolai aus dem Jahr 1484 gezeigt. Außerdem wird eine der ältesten Abschriften der von Johannes Bugenhagen formulierten Kirchenordnung für Hamburg (1529) zu sehen sein.

Parallel zu der thematischen Ausstellung wird eine kleine Dauerausstellung eröffnet, die sich den Aufgaben und Tätigkeiten eines Archivs widmet. Dabei wird unter anderem deutlich, wie sich Spuren der Vergangenheit im Staatsarchiv erhalten und wie Lücken in der archivischen Überlieferung entstehen.

Die Ausstellung ist vom 3. März bis 10. April 2015 im Staatsarchiv zu sehen. Ein Besuch ist während der Öffnungszeiten des Lesesaals möglich, der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Staatsarchiv Hamburg
Kattunbleiche 19
22041 Hamburg
Tel. 040/ 428 31-3200
Fax: 040/ 427 31-1976
poststelle@staatsarchiv.hamburg.de
www.hamburg.de/staatsarchiv

Quelle: Hansestadt Hamburg, Pressemeldung, 4.3.2015

Als der Krieg in unsere Heimat kam (1945) – Ausstellung in Altenkirchen

Gegen Kriegsende 1945 rissen die März- und Aprilwochen besonders tiefe Wunden auch in die Geschichte des Kreises Altenkirchen – teils noch immer sichtbar an einzelnen Narben in vielen Ortsbildern und Familienschicksalen. Ziemlich genau 70 Jahre später ruft eine Ausstellung im Kreisarchiv Altenkirchen diese verhängnisvollen Tage in Erinnerung. Sie veranschaulicht die Umstände der Kampfhandlungen, die im Kreisgebiet bis dahin beispiellose Zerstörungen hinterließen und Tausende Opfer forderten.

Abb.: Luftaufnahme von Altenkirchen aus den Beständen der US-Luftwaffe (Signatur: Kreisarchiv Altenkirchen, KA AK, F20, FRS01450, Rüdiger Rosen)

Abb.: Luftaufnahme von Altenkirchen aus den Beständen der US-Luftwaffe (Signatur: Kreisarchiv Altenkirchen, KA AK, F20, FRS01450, Rüdiger Rosen)

Eine Ausstellung zum 70. Jahrestag der letzten Phase des 2. Weltkriegs im Kreis Altenkirchen wird am 21. März im Kreisarchiv Altenkirchen gezeigt.

Ralf Anton Schäfer, Verfasser einer der umfassendsten Darstellungen zu den hiesigen Kriegsgeschehnissen, stellt hierzu zahlreiche Ausstellungsstücke zur Verfügung: Karten, Text- und Bilddokumente aus Quellen im In- und Ausland führen vor Augen, wie sich die alliierte Frontlinie mehr und mehr über das Kreisgebiet gen Osten schob. Zusammengetragenes Kriegsgerät veranschaulicht die schonungslose Realität für die Kämpfenden zu Luft und zu Lande auf beiden Seiten. Dokumentierte Einzelschicksale aus dem gesamten Kreisgebiet bringen das Grauen nahe, dem auf deutscher Seite zuletzt auch alte Männer und Jugendliche an der Waffe zu trotzen hatten und unter dem Frauen und Kinder nicht weniger litten.

Die Ausstellung kann Samstag, 21. März, zwischen 10 und 18 Uhr, in den Räumen des Kreisarchivs Altenkirchen (Gebäude Westerwald-Gymnasium) besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Kreisarchiv Altenkirchen
(im Westerwald-Gymnasium, Gebäude A)
Hochstraße 13
57610 Altenkirchen
Telefon: 02681/ 81-2253/54
Fax: 02681/ 81-2250
kreisarchiv@kreis-ak.de

Quelle: Landkreis Altenkirchen, Aktuelles, 13.3.2015

Ausstellung »Speyerer Stadtansichten – einst und jetzt«

Die Abteilung Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer hat gemeinsam mit dem Historischen Museum der Pfalz eine stadthistorische Ausstellung erarbeitet: „Speyerer Stadtansichten – einst und jetzt“. – Historische Stadtansichten von Speyer werden zeitgenössischen Fotografien aus gleicher Perspektive gegenüber gestellt. Die vergleichenden Bilder zeigen, wo sich Spuren der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt erhalten haben und welche Bauten und naturräumliche Eigenheiten unwiederbringlich verloren sind.

Ausstellung Speyerer Stadtansichten - einst und jetzt

Insbesondere die ab dem 19. Jahrhundert rasant wachsende Mobilität hat das Bild der Stadt Speyer stark verändert, aber auch Wirtschaft, Stadtplanung und individuelle Vorstellungen von Wohn- und Alltagskomfort haben zum Wandel des Stadtbildes über die Jahrhunderte hinweg beigetragen. Gesamtansichten und Einzelheiten des sich stetig ändernden Stadtbildes sind in der Ausstellung in vielen Facetten neu zu entdecken.

Mit zahlreichen erstmals publizierten historischen Fotos u.a. von Johann Carl Koch, Jacob Schröck, Arthur Barth und Franz Klimm sowie mit aktuellen fotografischen Stadtansichten von Peter Haag-Kirchner und Texten von Katrin Hopstock, Joachim Kemper und Ludger Tekampe.

Info:
Speyerer Stadtansichten – einst und jetzt
13. März bis 26. Juli 2015
Historisches Museum der Pfalz
Domplatz 4
67346 Speyer

ZurZur Ausstellung erscheint ein Katalog (Knecht-Verlag, Landau).

Neue Gefahr für den Frieden in Europa (1815)

In loser Folge präsentieren die niedersächsischen Staatsarchive seit 2011 online ausgewählte Archivalien vom Hochmittelalter bis in die Gegenwart. Im März 2015 wird in der Serie „Aus den Magazinen des Landesarchivs“ ein Schreiben vom 29. März 1815 an den Bevollmächtigten des Königs von Großbritannien und Hannover zum Beitritt zu Allianz gegen Napoléon dokumentiert.

Neue Gefahr für den Frieden in Europa (1815) (NLA - Hannover - Dep. 110 A Nr. 53)

(NLA – Hannover – Dep. 110 A Nr. 53: Seite 1 des Schreibens; Seite 2 des Schreibens vom 29. März 1815)

Die militärische Katastrophe in Russland 1812, die verlorene Schlacht bei Leipzig im Oktober 1813, die anschließende Auflösung des Rheinbundes, innenpolitischer Druck und schließlich die Einnahme von Paris durch alliierte Truppen hatten im April 1814 zur Abdankung Napoléons und seinem Rückzug nach Elba geführt. Aber nur elf Monate später sollte er für eine „Herrschaft der Hundert Tage“ auf das Festland zurückkehren, bevor er nach der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 endgültig von der politischen Bühne Europas abtreten musste.

Voraussetzungen für seine Rückkehr waren einerseits innenpolitische Differenzen in Frankreich, andererseits Unstimmigkeiten zwischen den europäischen Staaten. In Paris hatte im Juni 1814 der Bourbone Louis XVIII. auf neuer verfassungsrechtlicher Grundlage den französischen Thron bestiegen. Da zwar die von ihm erlassene Verfassung (Chartre constitutionelle) ein konstitutionelles System installierte, dem Zweikammernparlament aber nur wenige, dem Monarchen jedoch sehr umfassende politische Befugnisse zugestand, wuchsen Unzufriedenheit und Kritik. Zugleich stritten in Wien seit September 1814 die Vertreter der europäischen Staaten über die politische Neuordnung und die Zukunft des Kontinents.

In dieser Situation landete Napoléon am 1. März 1815 mit einer Truppe von 1000 Mann im südfranzösischen Antibes. Auf seinem schnellen Marsch nach Paris schlossen sich ihm königliche Einheiten und nicht zuletzt Marschall Ney, der zwar unter Napoléon Karriere gemacht, sich dann aber auf die Seite des Bourbonen geschlagen hatte, an. In Wien verkündeten angesichts dieser Entwicklung die Alliierten die Ächtung Napoléons und schlossen ein weiteres Bündnis gegen die neue Gefahr für den Frieden in Europa. Mit einem Schreiben vom 29. März 1815 wandten sich die Kongressvertreter Großbritanniens (Clancarty), Preußens (Humbold), Österreichs (Metternich und Wessenberg) und Russlands (Nesselrode) an den Bevollmächtigten des Königs von Großbritannien und Hannover, Graf Ernst Friedrich Herbert zu Münster (1766-1839), mit der Bitte um Beitritt zur dieser neuen Allianz gegen Napoléon.

Quelle: Niedersächsisches Landesarchiv, Aus den Magazinen des Landesarchivs, März 2015.

150 Jahre Stadtarchiv Nürnberg

Seit 1865 ist das Stadtarchiv Nürnberg der Gedächtnisspeicher der Stadt und damit die zentrale Institution rund um alle Fragen zur Geschichte Nürnbergs und seines Umlands. Anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums erzählt das Stadtarchiv einmal von sich selbst und präsentiert sich noch bis zum 3. Mai 2015 in der Norishalle, dem Standort des Stadtarchivs (und des Naturhistorischen Museums), mit einer Ausstellung, die unter dem Motto „Wer sind wir? Was machen wir? Was bieten wir?“ steht.

Plakat 150 Jahre Stadtarchiv Nürnberg

Neben der Entstehung und Geschichte der Einrichtung wird die Herkunft der im Archiv verwahrten Bestände dargestellt. Diese kommen nicht nur aus den Dienststellen der Stadtverwaltung und den Ämtern der ehemaligen Reichsstadt, sondern auch von Stiftungen und Korporationen, von Vereinen, Firmen, Familien und Privatpersonen.

Dabei wird ein Einblick in die vielfältigen Quellen gewährt, mit denen Stadtgeschichte geschrieben wird: Urkunden und Akten, Amtsbücher, Chroniken, Einwohnerregister und -meldekarteien, Stadtratsprotokolle, Karten und Pläne, Stiche und Drucke, Plakate, Zeitungen und Zeitungsausschnittsammlungen, Adressbücher, Fotos, Postkarten, Filme, Tonbänder, elektronische Unterlagen und Bücher. Diese Bestände haben derzeit einen Gesamtumfang von geschätzt 8 Millionen Einheiten und umfassen etwa 17.000 laufende Regalmeter.

Ein weiterer Ausstellungsteil stellt die verschiedenen Arbeitsbereiche im Archiv vor, die von den zentralen Aufgaben wie der Übernahme von Dokumenten, ihrer Erschließung und der Bestandserhaltung über die wissenschaftliche Arbeit, Familienforschung und Archivpädagogik bis hin zur Stadtbildfotografie und zu Veranstaltungen reichen. Zuletzt wird noch ein Blick auf die wechselvolle Geschichte des Marientorgrabens geworfen, den Standort des Archivs seit dem Jahr 2000.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung umfasst Ausstellungsführungen und einen Tag der offenen Tür am 7. März.

Am 22.3.2015 findet eine Führung durch die Ausstellung statt, die sich folgenden Fragen widmet: Was ist eigentlich das Stadtarchiv? Wie wird das Archiv genutzt? Bei dieser Führung wird das Stadtarchiv als „Gedächtnis“ der Stadt kennengelernt und erfahren, welche Aufgaben diese Einrichtung hat und wie sie genutzt werden kann. Weitere Führungen finden am 19. April und 3. Mai, jeweils um 15:00 Uhr statt.

Sonntag, 22. März 2015, 15:00 Uhr
Norishalle, Marientorgraben 8
Führungsgebühr: 2,00 EUR pro Person
Ohne Anmeldung
Dauer ca. 45 Min

Ausstellung
16. Januar bis 3. Mai 2015
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 17 Uhr
Freitag 8.30 bis 21 Uhr
Sonntag 10 bis 17 Uhr
Samstags und an Feiertagen geschlossen.
Eintritt: frei

Der reich bebilderte Katalog umfasst 44 unterschiedlich lange Beiträge, geschrieben von 15 Autorinnen und Autoren, die alle am Stadtarchiv tätig sind. Das erste Kapitel ist der Geschichte des Archivs und seinen Beständen gewidmet – Quellen zu elf Jahrhunderten Stadtgeschichte im Umfang von mittlerweile fast 17 Kilometern. Das zweite Kapitel beschreibt den Weg des Archivguts von der Registratur in den Lesesaal. Auch die weiteren Kapitel über die aktive Stadtgeschichtsdokumentation, die Geschichtsvermittlung und die Arbeit im Hintergrund informieren über die vielfältigen Aufgaben und unterschiedlichen Arbeitsbereiche im Archiv und eröffnen so immer wieder den Blick „hinter die Kulissen“.

Kürzere, hellblau hinterlegte Katalogbeiträge enthalten Exkurse über Hintergrundwissen oder Einzelheiten, deren Darlegung den laufenden Text sprengen würde. Ähnlich sollen die grau hinterlegten Bildtafeln nicht den gerade vorliegenden Text illustrieren, sondern unabhängig von diesem einen ersten Eindruck von der ganzen Fülle des im Stadtarchiv vorhandenen Materials geben. Auf Einzelnachweise wurde im Interesse einer besseren Lesbarkeit verzichtet. Wer tiefer in die Materie eindringen möchte, sei auf das Quellen- und Literaturverzeichnis im Anhang verwiesen (Leseprobe: Was ist ein Archiv?))

Begleitband zur Ausstellung:

1865-2015: 150 Jahre Stadtarchiv Nürnberg/a>
(
Ausstellungskatalog des Stadtarchivs Nürnberg Nr. 23)
Herausgegeben von Michael Diefenbacher, Horst-Dieter Beyerstedt, Ulrike Swoboda und Steven M. Zahlaus
Nürnberg 2015, 348 S., 144 Tafeln und zahlr. Abb.

Erhältlich im Stadtarchiv Nürnberg und im Buchhandel
Verkaufspreis: 29 Euro

Katalogbeiträge

Geschichte und Bestände des Stadtarchivs

Horst-Dieter Beyerstedt: Einleitung
Horst-Dieter Beyerstedt: Geschichte des Stadtarchivs Nürnberg
Horst-Dieter Beyerstedt: Was ist ein Archiv?
Horst-Dieter Beyerstedt: Die Nürnberger Archivlandschaft
Michael Diefenbacher: Was findet man im Stadtarchiv Nürnberg? Zu Tektonik und Beständeübersichten
Horst-Dieter Beyerstedt: Archivische Ordnungsprinzipien

Von der Registratur in den Lesesaal

Horst-Dieter Beyerstedt: Einleitung
Marius Pfaller: Eine Zukunft für die kommende Vergangenheit – Die vorarchivischen Aufgaben des Stadtarchivs Nürnberg in der Nürnberger Schriftgutverwaltung (Records Management)
Marius Pfaller: Erfassung, Bewertung und Übernahme amtlichen Schriftguts
Marius Pfaller: Übernahme und Archivierung digitaler Unterlagen
Horst-Dieter Beyerstedt: Besonderheiten des Archivalienerwerbs bei Archivgut nichtamtlicher Provenienz
Walter Bauernfeind: Erschließung des Archivguts und Datenbankrecherche
Wiltrud Fischer-Pache: Umbettung, Verpackung und Lagerung – Voraussetzungen und Maßnahmen für die dauerhafte Verwahrung, Sicherung und Erhaltung des Archivguts
Christof Neidiger: Vom Benutzerzimmer zum Lesesaal – die persönliche Archivbenutzung
Wiltrud Fischer-Pache: Nutzungseinschränkungen aus konservatorischen Gründen
Wiltrud Fischer-Pache: Archivrecht und Datenschutzfragen: Schutzfristen und Schutzfristverkürzung

Aktive Dokumentation der Stadtgeschichte

Ruth Bach-Damaskinos: Einleitung
Ruth Bach-Damaskinos: Die Fotosammlungen im Stadtarchiv Nürnberg
Daniela Stadler: Nürnbergs Geschichte oder Nürnberger Chronik Nachrichten – Genese und Benutzung der Stadtchronik sowie der Zeitgeschichtlichen Sammlung
Daniela Stadler: Die Beilagensammlung der Stadtchronik
Gerhard Jochem: Die Dokumentation, Erforschung und Vermittlung der Nürnberger jüdischen Geschichte bis 1945 durch das Stadtarchiv
Steven M. Zahlaus: Gut zu wissen: Oral History im Stadtarchiv Nürnberg – Das Forschungsprojekt „Zuwanderung nach Nürnberg seit 1945 bis heute“
Steven M. Zahlaus: Junge Tradition mit Gewicht: Die Zeitzeugenprojekte des Stadtarchivs Nürnberg
Walter Gebhardt: Von Adligen, Arbeitern und Aktivistinnen – Die Bibliotheken im Archiv

Geschichtsvermittlung

Ulrike Swoboda: Einleitung
Ruth Bach-Damaskinos: Ausstellungen des Stadtarchivs Nürnberg – Eine Zusammenstellung 1893–2015
Michael Diefenbacher: Veröffentlichungen
Thomas Dütsch: Jeden Monat Nürnberg im Blick – der Fotokalender des Stadtarchivs
Walter Bauernfeind: Grundlagenforschung „Nürnberger Häuserbuch“
Michael Diefenbacher: Das Stadtlexikon Nürnberg
Ulrike Swoboda: Öffentliche Präsentationen: Von Führungen bis zu Foyer-Gesprächen
Eva Fries: Archiv und Theater
Ulrike Swoboda und Wiltrud Fischer-Pache: Archivpädagogik
Ulrike Swoboda und Wiltrud Fischer-Pache: Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Ulrike Swoboda: Vorträge und Symposien
Wiltrud Fischer-Pache: Das Stadtarchiv im Internet
Michael Diefenbacher: Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg

Die Arbeit im Hintergrund

Horst-Dieter Beyerstedt: Einleitung
Horst-Dieter Beyerstedt: Aufgaben im Bereich der Rechtssicherung
Dominik Radlmaier: „Lost Art“ – Forschungen zur Ermittlung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter in den städtischen Sammlungen
Wiltrud Fischer-Pache: Aufgabe Bestandserhaltung: weit mehr als (nur) Restaurierung
Walter Bauernfeind: Mitgestaltung der „Digitalen Revolution“ in der Verwaltung – Das Stadtarchiv als Pilotdienststelle und Fachbehörde bei der Einführung der „Elektronischen Akte Nürnberg“ (ELAN)
Walter Bauernfeind: Aus- und Fortbildung am Stadtarchiv sowie Praktika
Michael Diefenbacher: Gremienarbeit

Anhang

Zeittafel
Quellen und Literatur
AAutorinnen und Autoren

Kontakt:
Stadtarchiv Nürnberg
Marientorgraben 8
90402 Nürnberg
www.stadtarchiv.nuernberg.de

 Quelle: Stadt Nürnberg, Pressemitteilung.

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