Rund 67.000 Besucher sahen Briefe-Ausstellung in der Villa Hügel

„Humboldt dankt, Adenauer dementiert“ endet am 8. Oktober 2017

Sie sind ein Schatz aus Worten, Pergament, Papier und Tinte – die 44 Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp. Unter dem Titel „Humboldt dankt, Adenauer dementiert. Briefe aus dem Historischen Archiv Krupp“ sind sie noch gut eine Woche lang in der Villa Hügel, Essen, zu sehen. Die Dokumente aus zwei Jahrhunderten erzählen Geschichten, spiegeln das Zeitgeschehen und dokumentieren den Wandel der Kulturtechnik des Schreibens. Sie beschäftigen sich mit großen Projekten und kleinen Alltagsanliegen: Da gibt der Kaiser der jungen Krupp-Erbin Ratschläge, der Erfinder des Zeppelin hofft auf finanzielle Unterstützung, der Forschungsreisende Humboldt drückte sich äußerst höflich aus, Kanzler Adenauer formuliert knapp und unterkühlt. Man schrieb mit Feder oder Schreibmaschine, auf Deutsch, Englisch oder Chinesisch – die Korrespondenz mit dem Hause Krupp war international. Das Themenspektrum spannte sich von der Industrialisierung und sozialen Fragen über den Kalten Krieg, wissenschaftlichen Fortschritt, Entdeckungen, Erfindungen bis hin zur Funktion von Geld und Kapital.

Abb.: Blick in die Ausstellung „Humboldt dankt, Adenauer dementiert“ (Foto: Frank Vinken)

Die Ausstellung zeigt die Originale in einer Inszenierung, die sowohl das Lesen ermöglicht als auch die Geschichte hinter den Dokumenten erzählt. Zu sehen ist die Präsentation der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung noch bis zum 8. Oktober 2017. Am Montag, 2. Oktober, ist das Haus geschlossen; am Samstag, 7. Oktober, nur bis 16.00 Uhr geöffnet, ansonsten jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Der Begleitband zur Ausstellung mit Aufsätzen und insgesamt 66 Briefen ist in der Villa Hügel und im Buchhandel erhältlich. Verlag Philipp von Zabern, 248 S. geb., 24,95 Euro, ISBN 978-3-8053-5071-6

Im kommenden Jahr zeigt die Villa Hügel mit Josef Albers. Interaction (16.06. bis 8.10.2018) wieder eine umfangreiche Kunstausstellung. Es ist die erste große Werkschau des in Bottrop geborenen Künstlers seit 30 Jahren.

Kontakt:
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Historisches Archiv Krupp
Villa Hügel
Hügel 1
45133 Essen
Telefon: +49 201 188 48 21
Fax: +49 201 188 48 59
archiv@hak-krupp-stiftung.de
www.villahuegel.de

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