Stadtarchiv Mönchengladbach soll Mitte 2018 ins Vitus-Center einziehen

Der Umzug des Stadtarchivs Mönchengladbach vom Verwaltungsgebäude Oberstadt ins Vitus-Center ist zwar noch nicht beschlossene Sache. Der Kulturausschuss der Stadt Mönchengladbach brachte das Vorhaben aber dieser Tage auf den Weg. Andere Fachausschüsse und der Rat der Stadt werden vermutlich bis Mitte Oktober 2017 folgen und entscheiden, dass der 1,65 Millionen Euro teure Umbau starten kann.

Voraussichtlich im Frühsommer 2018 soll das Stadtarchiv Mönchengladbach dann in den neuen Standort – in unmittelbarer Nachbarschaft des Mönchengladbacher Hauptbahnhof – einziehen. Stadttochter EWMG, der das Vitus-Center seit April 2015 gehört, berechnet der Stadt eine Jahresmiete von rund 71.000 Euro für die etwa 1.700 Quadratmeter große Fläche im Basement und im ersten Obergeschoss des Centers. Der Mietvertrag wird über 20 Jahre abgeschlossen.

Am neuen Standort wird Stadtarchiv endlich über ausreichend Platz verfügen. Der Nutzungsbereich erhöht sich um fast 800 Quadratmeter: Es wird mehr Depotfläche, einen ausreichenden Lesesaal und mehr Büroraum für die Mitarbeitenden geben.

Derzeit ist die Stadt Mönchengladbach gezwungen, eine neue Leitung für ihr Stadtarchiv suchen. Der bisherige Leiter, Dr. Christian Wolfsberger, ist am 1.8.2017 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 47 Jahren verstorben. Wolfsberger, 1970 in Würzburg geboren, hatte das Mönchengladbacher Archiv seit September 2004 geleitet.

Für Wolfsberger, der an der Julius-Maximilians-Universität in seiner Geburtsstadt Geschichte und Politische Wissenschaft studiert hatte, bevor er die Ausbildung für den höheren Dienst im Archivwesen absolvierte, war das Stadtarchiv nicht weniger als „das Gedächtnis der Stadt, Ort der Forschung, Erinnerungsort und Lernort für junge Generationen zugleich“. Er war aber mit seinem Archivteam nicht nur Sachwalter von mehr als vier Kilometern Akten, die das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt dokumentieren, sowie 80.000 historischen Bildern, Fotos und Postkarten.

Bei Vorträgen, Führungen, in zahlreichen Artikeln und Kolumnen und nicht zuletzt als Autor und Herausgeber von Büchern zur Mönchengladbacher Stadtgeschichte gelang es ihm immer wieder, Menschen für historische Themen zu begeistern. Wer zur Heimat- oder Familiengeschichte forschen wollte, war in seinem Haus an der richtigen Adresse.

Kontakt:
Stadtarchiv Mönchengladbach
Aachener Straße 2
41061 Mönchengladbach
Tel.: 02161 / 25 32 42

Quelle: Dieter Weber, RP Online, 15.9.2017; Stadt Mönchengladbach, 3.8.2017

Neuer Kreisarchivar in Viersen soll auch das Bauprojekt vorantreiben

Viersens Landrat Dr. Andreas Coenen und Kreisdirektor Ingo Schabrich haben den neuen Kreisarchivar Dr. Michael Habersack dieser Tage offiziell im Kreishaus begrüßt. Der Landrat überreichte dem bisherigen wissenschaftlichen Referenten der LVR-Archivberatung die Bestellungsurkunde: „Herr Habersack passt mit seinen beruflichen Erfahrungen als Archivberater perfekt ins Kreisarchiv Viersen. Die Planung des Archivneubaus und die Organisation des Umzugs sind eine anspruchsvolle Aufgabe. Hier ist Führungsqualität gefragt.“

Abb.: Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) und Kreisdirektor Ingo Schabrich (r.) begrüßen den neuen Kreisarchivar Dr. Michael Habersack bei der Übergabe der Bestellungsurkunde. Habersack gilt als Experte für die anstehenden Aufgaben des Archivneubaus und der Digitalisierung. (Foto: Kreis Viersen)

Kreisdirektor und Kulturdezernent Schabrich erläutert: „Der Umzug des Kreisarchivs im Jahr 2020 bedeutet mehr, als Bücherkisten zu packen und Regale abzubauen, wieder aufzubauen und einzuräumen. Wir stellen das Kreisarchiv bei dieser Gelegenheit komplett neu auf.“

Habersack ist für diese Aufgabe bestens aufgestellt. Er hat als Referent in der Archivberatung beim Landschaftsverband Rheinland die bergischen Kreise, den Rhein-Erft-Kreis, den Kreis Düren, die Städteregion und die Städte Leverkusen, Solingen, Remscheid sowie Mönchengladbach betreut und einen guten Überblick über moderne Archivarbeit. Er freut sich auf seine neue Aufgabe: „Wir werden die Kooperation mit Schulen intensivieren und neue Akzente setzen und die enge Zusammenarbeit mit Heimatvereinen und heimischen Historikern erhalten und pflegen. Ein Instrument wird dabei auch die Digitalisierung von ausgewählten Unterlagengruppen sein.“

Der neue Kreisarchivar hat auch beim LVR die übergreifenden Themenbereiche Digitales Archiv NRW, Archivportal archive.nrw.de, Papierqualität, Förderprogramm Archiv und Schule sowie Archivbau betreut. Für das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum war er für die Organisation der Schriftgutverwaltung und des Internetauftritts zuständig. Im gemeinsamen Anwärterunterricht von Landesarchiv und Landschaftsverbänden unterrichtete er das Fach Französisch, im Bereich der Massenentsäuerung koordinierte er eine AG der beiden Landschaftsverbände und des Landesarchivs.

Dr. Michael Habersack ist Mitglied der nestor-AG Kooperation der Archive des gleichnamigen Netzwerks öffentlicher Einrichtungen im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung und Mitglied des Unterausschusses IT der Bundeskonferenz der Kommunalarchive BKK.

Kontakt:
Kreisarchiv Viersen
Thomasstr. 20
47906 Kempen
Telefon: 02162 39-2022
Telefax: 02152 1499-14
archiv@kreis-viersen.de

Quelle: Kreis Viersen, Pressemitteilung, 8.9.2017; RP Online, 15.9.2017

Kreisarchiv Warendorf 50 Jahre alt

Mit einer kleinen, aber feinen Ausstellung würdigt das Kreisarchiv Warendorf seine Entstehung vor 50 Jahren. Am 1.Juni 1967 bezog das Archiv des damaligen Kreises Beckum in der Abtei Liesborn drei provisorisch hergerichtete Räume. Im Jahr 1982 folgte nach dem Neubau des Kreishauses in Warendorf der Umzug in die jetzigen Räume an der Waldenburger Straße 2.

Abb.: Stellten die Ausstellung vor: Knut Langewand, Victoria Wegener (beide Kreisarchiv) und Simone Kuper (FSJ Kultur). (Foto: Kreis Warendorf)

In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Archiv stetig an, nicht zuletzt durch die Aufnahme von Kommunalarchiven der Städte und Gemeinden im Kreis. „Wir sind deshalb nicht nur das Archiv des Kreises, sondern zugleich Stadt- bzw. Gemeindearchiv von Ahlen, Beelen, Beckum, Drensteinfurt, Ennigerloh, Everswinkel, Oelde, Ostbevern, Sassenberg, Sendenhorst, Wadersloh und Warendorf. Dazu zählen auch die eingemeindeten Ortsteile“, betonte Kreisarchivleiter Dr. Knut Langewand.

Im Rahmen ihres freiwilligen sozialen Jahres im Archiv und fachlich begleitet durch die Archivarin Victoria Wegener erstellte die Abiturientin Simone Kuper die Ausstellung, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist. Sie ist zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Kreishauses im Foyer im Erdgeschoss zu sehen.

Kontakt:
Kreisarchiv Warendorf
Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf
Telefon: 02581/53-1040
Fax: 02581/53-1041
kreisarchiv@kreis-warendorf.de

Quelle: Kreis Warendorf, Pressemitteilung, 12.9.2017

27. Norddeutscher Kirchenarchivtag in Hofgeismar

Am 11. und 12. September 2017 fand in Hofgeismar der 27. Norddeutsche Kirchenarchivtag statt. 39 teilnehmende Archivarinnen und Archivare aus 24 evangelischen und zwei katholischen Archiven diskutierten drängende Fragestellungen der archivischen Praxis. Wie kann ein angemessener Einsatz interaktiver Medien in kleineren Archiven aussehen? Welche Rolle kann und muss ein Archiv im Rahmen der Einführung eines Document Management Systems (DMS) spielen und welche kann es nicht leisten? Welche konkreten Strategien könnten erfolgversprechend sein in Zeiten, in denen einige Archive bereits so zusammengespart sind, dass sie ihren Auftrag, obwohl er in Archivgesetzen niedergelegt ist, nicht mehr komplett erfüllen können? Ein breit angelegter Workshop suchte nach Lösungsansätzen und praktikablen Wegen in eine Zukunft mit Archiven.

Abb.: Workshop „Strategie konkret“ in fünf Themengruppen im Synodalsaal Hofgeismar (Foto: Ralf Gerstheimer)

Und in Hofgeismar wurde eine echte Premiere geboten. Archion2, der deutschsprachige Video-Clip der Kirchenbuchportal GmbH, der in Kooperation mit der Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel entstanden ist, wurde erstmalig öffentlich aufgeführt:

Der Video-Clip zeigt in einer 90 Sekunden-Geschichte die Möglichkeiten des Portals www.archion.de auf. Das englischsprachige Pendant wurde bereits vor einigen Wochen, rechtzeitig zur International Germanic Genealogy Conference (IGGC), einer Internationalen Tagung für deutsche Genealogie in Minneapolis vom 28. bis 30. Juli 2017, auf Youtube präsentiert: https://www.youtube.com/watch?v=j5OGmOU58EE&t=7s (bisher 1.300mal aufgerufen).

In diesem Jahr wurde in Hofgeismar zum dritten Mal ein Kirchenarchivtag ausgerichtet. Die Gesamtleitung hatte die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs Kassel, Bettina Wischhöfer. Vor zwanzig Jahren (1997) fand der 6. Süddeutsche Kirchenarchivtag in Hofgeismar statt und 2002 der 12. Norddeutsche Kirchenarchivtag.

Quelle: VkA, Nachrichten, 13.9.2017

AUGIAS-Data auf Facebook

Zur Verbesserung unseres Dienstleistungsangebots ist AUGIAS-Data jetzt auf Facebook vertreten:

https://www.facebook.com/AUGIAS.Data/

Facebook und AUGIAS-Data – bis vor wenigen Jahren war diese Kombination hier im Hause nicht denkbar. 2015 kamen wir nach ausführlicher Analyse zu dem Schluss, dass sich ein Facebook-Auftritt für uns nicht lohne, da damals noch zu wenige unserer Anwender in Facebook vertreten waren. Letztendlich überwog einfach die Skepsis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber Social-Media-Plattformen.

Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Nein, glühende Facebook-Fans sind wir zwar immer noch nicht, aber die Zahl der Facebook-Nutzer, die aus dem Archiv- und Museumswesen stammen, ist nun deutlich umfangreicher geworden. Wir halten es daher für sinnvoll, unseren Anwendern und Interessenten ein Dienstleistungsangebot auf Facebook zu präsentieren. Es wird heutzutage allenthalben eine bidirektionale, ja voll vernetzte Kommunikation erwartet. Das Interesse am Austausch von Besprechungen, Hinweisen, Erfahrungen, Tipps und Tricks, Terminen, Kommentaren usw. ist wesentlich gewachsen.

Deswegen entschieden wir uns, mit Facebook die verbreitetste Plattform für diese Art von Dienstleistungen und Informationsaustausch zu nutzen. Dabei geht es uns ebenso wie den Archiven und Museen, die bereits den Schritt in die Facebook-Welt gewagt haben: Umfang, Resonanz und zukünftige Synergien sind noch nicht absehbar. Es gibt erfreulicherweise viele Hilfsmittel, mit denen wir nach der Startphase prüfen können, ob der Facebook-Auftritt bei Ihnen als Anwender, Leser oder gar Fan zufriedenstellend ankommt.

Zum Glück fanden wir mit Frau Maria Horozoglou, die sich in ihrer »Digitalen Schmiede« in Münster schon lange mit Social Media beschäftigt, eine geduldige und kompetente Beraterin, die uns half, die ersten Schritte zu organisieren und die tückischsten Klippen zu umschiffen.

Was finden Sie auf der AUGIAS-Data-Seite bei Facebook?

– Schulungs- und Workshop-Termine mit ausführlichen Infos über freie Plätze, Themen, Anmeldung,

– Beiträge zur Bedienung und Weiterentwicklung unserer Programme,

– Infos über Projekte unserer Anwender,

– Hinweise zu neuen Releases und Programmversionen,

– Diskussionen über die Implementierung neuer Funktionen in zukünftige Programmversionen.

Zum Lesen unserer Seite müssen Sie übrigens nicht unbedingt bei Facebook registriert sein. Die angezeigte Anmeldeseite kann man überspringen. Um die interaktiven Funktionen zu nutzen, empfiehlt sich allerdings die Anmeldung über ein Facebook-Konto.

Wir freuen uns, wenn die Informationen und Möglichkeiten unserer Facebook-Seite für Sie nützlich sind.

Quelle: AUGIAS-Data, Aktuelles, 13.9.2017

Wedeler Schüler enthüllen die „Geschichte hinter der Fassade“

Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 haben sich Schülerinnen und Schüler der Gebrüder-Humboldt-Schule und das Stadtarchiv Wedel eine besondere Aktion einfallen lassen:

„333 – Issos-Keilerei“ – längst besteht der Geschichtsunterricht an den Schulen nicht mehr aus dem stumpfen Daten-Lernen und Nachbeten historischer Zusammenhänge. Auch eigene Forschung ist gefragt – und da ist die Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule ganz weit vorn. „Identitätsbildung im historischen Kontext“  heißt ihr Projekt, das vom Stadtarchiv Wedel unterstützt wurde und zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 10. September, auch alle geschichtsinteressierten Wedeler und Wedel-Fans begeistern soll.

Abb.: Mats Seddig (von links), Fabian Lampe und andere GHS-Schülerinnen und -Schüler sowie Lehrerin Susanne Reimer und Stadtarchivarin Anke Rannegger warten mit interessanten und verblüffenden Geschichten über ältere Wedeler Immobilien auf.

Im Rahmen des Unterrichts wurden von der Klasse 11 b Exkursionen zu Bauten im norddeutschen Raum durchgeführt und Ausstellungen mit Architekturschwerpunkten besucht. Als Krönung wurde vor Ort gearbeitet. Es wurden interessante Wedeler Gebäude ausgewählt, im Stadtarchiv historische Bauakten entziffert, Zeitzeugen befragt und Fachlektüre gelesen.

Die jugendlichen Forscher staunten nicht schlecht, welche verborgenen architektonischen Kleinode in Wedel vorhanden sind. Von diesen besorgten sie Abbildungen und erstellten Aufzeichnungen. Und nun sind die Schüler zu Recht ganz stolz auf sich, denn sie werden anlässlich des Tags des offenen Denkmals „ihre“ Gebäude in der Öffentlichkeit vorstellen.

Ab 11 Uhr startet vom Schulhof der Gebrüder-Humboldt-Schule, Rosengarten 18, eine von Schülern begleitete Radrundfahrt zu allen Gebäuden. Wer nicht mit dem Fahrrad fahren möchte oder sich nicht alle Gebäude anschauen will, kann sich in der Zeit von 11 bis 13 Uhr folgende Gebäude von Schülern vorstellen lassen: Friedrich-Ebert-Straße (Höhe Gebäude Nr. 24), Milichstraße 1, Theodor- Johannsen-Siedlung (Treffpunkt gegenüber dem Gebäude Mozartstraße 1). In der Zeit von 13 bis 15 Uhr stellen Schüler folgende Gebäude vor: Hafenstraße 26, Hafenstraße 10, Marktplatz 3 und Mühlenstraße 44, in dem jetzt das Schocafé untergebracht ist, das auch von innen besichtigt werden kann.

Etwas ganz Besonderes gibt es in der Zeit von 13 bis 15 Uhr zu sehen. Dann wird es möglich sein, im Garten der Villa des Industriellen Theodor Johannsen spazieren zu gehen und vielleicht auch einen Blick in das Treppenhaus zu werfen. Dem heutigen Eigentümer, einem Wedeler Notar und Rechtsanwalt, ist es zu verdanken, dass das imposante Gebäude am Schlosskamp 31 seit einigen Jahren in seiner ursprünglichen Pracht zu sehen ist.

Alle Texte der Schüler sind mittels QR-Code auch über Smartphones abrufbar. „Dann kann man vor Ort die Geschichte des Hauses einfach nachlesen!“, freut sich die Lehrerin Susanne Reimer, die die Idee zu diesem Geschichtsprojekt im lokalem Umfeld hatte. Hilfe holten sich die Schüler bei Anke Rannegger im Stadtarchiv Wedel. Die Faltblätter mit den QR-Codes sind in der Gebrüder-Humboldt-Schule und im Rathaus erhältlich und hier herunterladbar.

Quelle: Anke Rannegger/Stadtarchiv, Stadt Wedel, 22.8.2017

Perspektiven des Bergbauerbes im Museum

montan.dok veranstaltet im November wissenschaftliche Tagung

Vom 16. bis 18. November 2017 lädt das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok) am Deutschen Bergbau-Museum Bochum (DBM) Wissenschaftler und Museummitarbeitende zu einer wissenschaftlichen Tagung nach Bochum: Die Tagung bilanziert das Forschungsprojekt „Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung“ und wirft einen Blick in die Zukunft bergbaulicher Sammlungen und Sammlungskonzepte nach 2018. Veranstaltungsort ist das Studierendenzentrum der Technischen Hochschule Georg Agricola in Bochum, die Anmeldefrist läuft bis zum 23.10.2017.

Ausgangspunkt der Tagung

Die wissenschaftliche Tagung „Perspektiven des Bergbauerbes im Museum: Vernetzung, Digitalisierung, Forschung“ ist der offizielle Schlusspunkt des dreijährigen, im montan.dok angesiedelten Forschungsprojektes „Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung“ (GBGV). Im Rahmen von GBGV ging es zum einen um die Erfassung des museal bewahrten Steinkohlenbergbauerbes in Deutschland, zum anderen um die Entwicklung neuer Standards in der Erfassung und Dokumentation von Objekten. Ziel des Projektes war neben verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Veranstaltungen auch die Konzeption einer Website. Diese Website wird im Rahmen der Tagung am 17. November veröffentlicht und bietet zukünftig die Möglichkeit, nicht nur bergbauliche Sammlungen und ihre Bestände zu (durch-)suchen, sondern stellt auch ein breites Spektrum an Informationen zu bergbaulichem musealen Erbe und themenspezifischen Forschungsergebnissen und Veranstaltungsangeboten zur Verfügung.

Zur Tagung

„Wenn Ende 2018 die letzten beiden deutschen Steinkohlenzechen stillgelegt werden, stellt sich nach Jahrhunderten der mitunter auch landschaftlichen Prägung durch den Steinkohlenbergbau verstärkt die Frage nach dem Erhalt der materiellen Hinterlassenschaften des Steinkohlenbergbaus als wichtigen Zeugnissen vergangener Lebens- und Arbeitswelten“, so Dr. Michael Farrenkopf, Leiter des montan.dok und GBGV-Projektverantwortlicher. Zeugnisse dieser Art finden sich über ganz Deutschland hinweg verstreut. Werkzeuge und Maschinen für den Abbau, Arbeitskleidung und Rettungsgeräte werden in Museen, Sammlungen und Vereinen ebenso bewahrt wie Alltagsgegenstände und Andenken. „Das institutionelle Spektrum reicht dabei von Stadt- und Heimatmuseen über technik- und industriegeschichtlich orientierte Häuser bis hin zu regional verankerten Sammlungen im Umfeld ehemaliger Zechenstandorte und Bergbaureviere,“ ergänzt Dr. Stefan Siemer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am montan.dok, der das Projekt geleitet und die bergbaulichen Sammlungen allesamt erfasst und analysiert hat.

Die Tagung beschäftigt sich u. a. mit den Fragen: Wer sind die Sammlungsträger und wie sieht die Zukunft dieser Sammlungen aus? Welche Möglichkeiten bestehen, sich untereinander zu vernetzen? Wie lassen sich einheitliche Standards bei der Erfassung, Dokumentation und Digitalisierung von Sammlungsgut aufstellen? Und nicht zuletzt: Wie lassen sich die Bergbausammlungen für die Forschung (digital) erschließen und zugänglich machen? Um darauf Antworten zu finden, sollen Fallbeispiele sowohl aus Sicht einzelner Museen als auch aus den am Bergbau interessierten historischen und kulturwissenschaftlichen Disziplinen in verschiedenen Vortragspanels diskutiert werden.

Die dreitägige Tagung richtet sich an Historiker, Kulturwissenschaftler, Sammlungsforscher und Wissenschaftler benachbarter Disziplinen sowie Mitarbeitende aus Museen aus Bereichen wie Sammlung, Dokumentation, Konservierung oder Digitalisierung.

Tagungsort
Technische Hochschule Georg Agricola
Studierendenzentrum, Gebäude 3 / Eingang C
Herner Straße 45, 44787 Bochum

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben, Anmeldefrist ist der 23.10.2017.
Informationen zur Anmeldung und das vollständige Tagungsprogramm unter:
www.bergbaumuseum.de/gbgv-tagung

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung“ (GBGV) – Aufbau eines Informationszentrums für das Erbe des deutschen Steinkohlenbergbaus unter: www.bergbaumuseum.de/gbgv

Projekt und Tagung werden unterstützt durch die RAG-Stiftung.

Kontakt:
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
www.bergbaumuseum.de
www.facebook.com/bergbaumuseum

Bremische Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert

Pünktlich zum 500. Jubiläum der Reformation und zum Höhepunkt der Lutherdekade ist jetzt die „Bremische Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert“ erschienen. Das Buch behandelt die für Bremens Geschichte so wichtige Reformation und die Konfessionalisierung im 16. Jahrhundert und widmet sich dann der bremischen Kirchengeschichte in der reichsstädtischen Zeit.

Mit der „Bremischen Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert“ findet zugleich die auf drei Bände angelegte Bremische Kirchengeschichte ihren Abschluss.

Zwischen der „Bremischen Kirchengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert“ (1994) und der „Bremischen Kirchengeschichte im Mittelalter“ (2012) wird nun mit dem vorliegenden Band die wichtige chronologische Lücke zwischen der Reformation und dem Ende des 18. Jahrhunderts geschlossen.

Die äußere Erscheinung und die formale Gestaltung dieses Bandes wurden an den Vorgängerbänden der „Bremischen Kirchengeschichte“ orientiert, es handelt sich aber um ein eigenständiges, abgeschlossenes Werk zur Kirchengeschichte Bremens in der Frühen Neuzeit.

Der Band wird am 15.9.2017, um 10.30 Uhr, im Vortragsraum des Staatsarchivs Bremen vorgestellt. Die Herausgeber, Prof. Dr. Konrad Elmshäuser, Leiter des Staatsarchivs, und Vertreter der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), sowie die Autoren des Bandes werden anwesend sein und für Fragen zu Verfügung stehen.

Das Buch ist ab dem 15.9. 2017 im Buchhandel für 34 Euro erhältlich.

Info:

  • Andreas Röpcke (Hrsg.): Bremische Kirchengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Bremen 1994, ISBN 3-929902-53-2.
  • Dieter Hägermann, Ulrich Weidinger, Konrad Elmshäuser: Bremische Kirchengeschichte im Mittelalter. Bremen 2012, ISBN 3897571706.
  • Bremische Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert, Band 2, hrsg. von der Bremischen Evangelischen Kirche in Zusammenarbeit mit Konrad Elmshäuser, Bremen 2017, ISBN 978-3-95494-114-8

Kontakt:
Prof. Dr. Konrad Elmshäuser
Staatsarchiv Bremen
Am Staatsarchiv 1
28203 Bremen
Tel.: 0421/361 6214
office@staatsarchiv.bremen.de
www.staatsarchiv.bremen.de

Quelle: Freie Hansestadt Bremen, Pressemitteilung, 28.8.2017

Aus der neuen Dürrner Ortschronik (3)

Die neue Ortschronik „Dürrn“ zeichnet die wechselvolle Geschichte eines Dorfes zwischen Kraichgau und Stromberg“ im Enzkreis in Baden-Württemberg nach. Der Verfasser der Ortschronik, Konstantin Huber, ist Leiter des Kreisarchivs des Enzkreises in Pforzheim. Mit drei einzelnen Folgen sollen Einblicke in die neue Dürrner Ortschronik gegeben werden.

Folge 3: Aus „Flüchtlingen“ werden Neubürger: Die Integration der Heimatvertriebenen

Als Folge des von Deutschland begonnen Zweiten Weltkrieges hatte Nachkriegsdeutschland Millionen von Heimatvertriebenen aufzunehmen – eine Last, die in erster Linie die Gemeinden zu tragen hatten. Das Hauptproblem für diese große Zahl von Vertriebenen war zunächst deren Unterbringung, doch auch Mobiliar, Kleidung, Brennholz, Lebensmittel und Medikamente fehlten. Die Menschen brauchten Arbeit, die Kinder benötigten Schulbildung, und weil die allermeisten Vertriebenen Katholiken waren, fehlten auch Kirchen in der Nähe. Die Länder mussten eine bestimmte Anzahl von Heimatvertriebenen aufnehmen, die sie zunächst in Flüchtlingslagern unterbrachten. Von dort wurden die Menschen im Umlageverfahren auf die Landkreise und Gemeinden weiter verteilt. In Dürrn schlug man wie andernorts Feldbetten auf und nutzte die öffentlichen Räumlichkeiten in der Schule sowie im Rathaus, bis man die Menschen in die Privathäuser verteilte, wo Eingesessene und Vertriebene auf engstem Raum zusammenrücken müssten.

Abb.: Neue Heimat für Vertriebene: Bau der Siedlung „bei der Mühle“, später Erlenbachstraße (1949).

Während die im Dorf einquartierten Evakuierten aus den ausgebombten Großstädten allmählich in ihre wieder im Aufbau befindlichen Heimatstädte zurückkehren konnten, steckten die Vertriebenen in ihren beengten Wohnverhältnissen im wahrsten Wortsinn in einer Zwickmühle: Einerseits wollten sie so bald wie möglich ausreichend Wohnraum, andererseits hofften sie – wie auch die sie beherbergenden Dürrner – weiterhin auf eine Rückkehr in die alte Heimat. Ende der 1940er Jahre schwand diese Hoffnung immer mehr. Beide Einwohnergruppen mussten sich damit abfinden, dass Dürrn für viele Vertriebene zur dauerhaften Bleibe werden würde. Die amtlichen Stellen pochten auf baldige Integration und drängten auf Zuteilung von Siedlungsgelände.

Die ersten „Ostflüchtlinge“ kamen ab Frühsommer 1945 nach Dürrn, darunter die Familien Milder, Olbrich, Tomkowitz sowie im Juli 1946 die achtköpfige Familie Waschka aus Stangendorf in Mähren. In den Monaten April bis August 1946 betrug die Anzahl der Vertriebenen jeweils zwischen 14 und 37. Doch die große Welle sollte erst noch folgen, denn im Herbst 1946 kamen über 100 Sudetendeutsche in drei großen Transporten nach Dürrn. Zuvor war durch den örtlichen Wohnungsausschuss der Wohnungs- und Personenbestand aufgenommen worden. Der erste große Transport brachte am 11. September gleich 45 Personen aus dem Flüchtlingslager Kislau. Die meisten dieser Vertriebenen stammten aus Hostau und Plöss, darunter die Familien Brix, Penkert und Pöhnl. Am 26. September folgten 30 weitere Neubürger aus dem Lager Hockenheim, die meisten aus Saaz stammend, unter ihnen die Pauker und Storch (letztere aus Welmschloss). Der dritte große Schub am 13. Oktober brachte schließlich 29 Personen, vor allem aus Stangendorf/Mähren, darunter die Familien Friedl, Heinisch und Hofmann. Damit hatte die Bevölkerungszahl in Dürrn fast 1.000 erreicht, und die rund 140 „Ostflüchtlinge“ machten dabei 15 Prozent aus; ebenso groß war der Anteil der Evakuierten. Das bedeutet: Jeder dritte Einwohner war erst in den vergangenen ein bis zwei Jahren nach Dürrn gekommen. Nach 1946 erhöhte sich die Anzahl der „Ostflüchtlinge“ weiter; so bis Ende 1950 auf 169, bis Ende 1952 auf 184 und bis Ende 1953 auf 226 Personen sowie 1958 auf 239 (was dann 23 % entsprach). Nach dem Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 war eine größere Zahl von „Sowjetzonenflüchtlingen“ unterzubringen. Nach Dürrn wurden im Juli und September 8 bzw. 17 Personen zwangsweise zugewiesen. Noch immer aber war das Wohnungsproblem groß; so lehnte der Gemeinderat 1954 die Aufnahme einer weiteren Sowjetzonen-Flüchtlingsfamilie ab, da keine ordnungsgemäße Unterbringung gewährleistet werden konnte.

Das Bild des alten Dorfes verändert sich

Die Aufnahme der Heimatvertriebenen erforderte entschiedenes Handeln. Doch der dringend notwendige Wohnungsbau kam nur schleppend in Gang. 1947 war lediglich eine Zweizimmerwohnung erstellt worden, was Bürgermeister Schäfer mit geringer Baustoffzuteilung und Durchführung des Landwirtschaftsnotprogramms entschuldigte. Erst nach dem Aufbaugesetz von 1948 beschloss der Gemeinderat die Umlegung in den Gewannen „Äußere Wiesen“, „Roter Garten“ und „Wassergärten“. Der bereits 1931 gefasste Beschluss zur „Durchführung der Friedenstraße“ wurde also ab 1949 und teilweise mithilfe von Notstandsarbeiten umgesetzt. Als eine Rückkehr der Heimatvertriebenen zunehmend unwahrscheinlicher geworden war, regte das Landratsamt die Erschließung einer Siedlung nach dem Modell der Gemeinde Stein an, worauf der Gemeinderat im Dezember 1948 das Gebiet „Bei der Mühle“ vorschlug, die heutige Erlenbachstraße. Die Gemeinde sah sich finanziell aber nicht zu Vorleistungen in der Lage und verwies die Bauinteressenten an eine Baugenossenschaft.

Bei vielen Vertriebenen stieß die Idee für die Siedlung auf offene Ohren, konnten sie doch hier separat wohnen. So schrieben die Familien Treffny, Bartl, Pöhnl, Kruschina, Dongus, Storch, Förster, Ott, Pauker und drei weitere 1949 an Landrat Dissinger: „Die tiefe Trauer um die verlorene Heimat kann nur gemildert werden, wenn uns ein Stück Erde nach unseren eigenen Herzenswünschen geboten wird. Viel Sonne, gute Waldluft, trockener Wohnraum soll die durch bisher ungeeignete Unterbringung sowie schlechte Ernährung und vorhergegangene Mißhandlungen untergrabene Gesundheit teilw. wiederherstellen. Genug Platz zu ein. späteren Weiterentwicklung, ausreichendes Gartenland, beim Haus, genügend Gelände für zukünftige Wohnungsbauten der restlichen 25 Familien. Dies Alles bietet uns das ausgewählte Gelände in vollkommenem Maße. Wir appellieren daher an Ihr gutes Herz sowie an Ihre hohe Auffassung der Demokratie, uns auch bei dieser für uns weittragenden Entscheidung mitbestimmen zu lassen, und bitten Sie aus vollstem Herzen, den gewünschten Bauplatz zu genehmigen.“

Gebaut wurde überwiegend über die Baugenossenschaft „Neue Heimat“, Ausfallbürgschaften trug die Gemeinde. Den Plan der Baugenossenschaft, zwei Familien in einem Haus unterzubringen, lehnten die Siedler jedoch ab. Im April verfasste Gustav Treffny ein weiteres Schreiben an das Landratsamt. Er wünschte „Einfamilienhäuser nach dem Steiner Muster oder ähnlich“. Als Begründung führte er weiter aus: „Zur Verwurzelung in der uns zugew[iesenen] Heimat, aber auch zur Abwehr aller linksradikalen Einflüße ist es am besten, wenn ein ruhiges Daheim, ein kleines Stück Eigentum, ungeteilt nach eigenem Willen gestaltet und ausgebaut werden kann.“ Das Richtfest für die Siedlung „bei der Mühle“ wurde im September 1949 gefeiert, und 1950 lebten dort 35 Personen. Schließlich baute die Gemeinde doch noch selbst dort. Mit dem Lastenausgleichsgesetz 1952 besserten sich langsam auch die Vermögensverhältnisse der bei der Währungsreform 1948 noch benachteiligten Neubürger, wenngleich die eigentlichen Entschädigungen erst ab 1957 flossen.

In der Wirtschaftswunderzeit gelang die Eingliederung der Neubürger. Der frühere Mythos von der „schnellen Integration“ ist mit darauf zurückzuführen, dass man diese von politischer Seite bereits dann als gelungen betrachtete, wenn die Heimatvertriebenen ein Dach über dem Kopf, Arbeit und eine Kirche zum Beten hatten. Doch in den Herzen der Menschen sah es oft anders aus. Denn die Integration war nur gegen Widerstände der Stammbevölkerung, die in vielen Bereichen vor dem Nichts stand, und unter starkem Druck der Militärregierung möglich geworden. Doch die Ressentiments schwanden, und schon 1949 gab es die ersten Verlobungen zwischen evangelischen Alt- und katholischen Neubürgern.

Konstantin Huber

Siehe auch:
Folge 1: Die Dürrner Schnapstrinker – oder: „Der Branntwein hat in Dürrn eine hochtraurige Bedeutung“
Folge 2: Der Dürrner Charakter

Info:
Konstantin Huber:
Dürrn. Die wechselvolle Geschichte eines Dorfes zwischen Kraichgau und Stromberg.
Mit Beiträgen von Christoph Florian und Martin Schickle
Ostfildern und Pforzheim 2017
520 Seiten, 300 Abbildungen
ISBN 978-3-7995-0692-2

Verschluss-Sachen. Dokumente, Fotos und Objekte aus dem Archiv der Staatssicherheit

Neue BStU-Publikation erschienen

Eine Streichholzschachtel mit vermeintlichem Urangestein, ein Briefumschlag mit „Hetzbuchstaben“, ein fehlerhaft produzierter Kronkorken – in vierzig Jahren hat das DDR-Ministerium für Staatssicherheit einige kuriose Beweisstücke beschlagnahmt. Sie lagern heute an einem der Standorte des Stasi-Unterlagen-Archivs. Die Publikation „Verschluss-Sachen“ des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) stellt jeweils eine besonders spannende Archivalie aus jedem Jahr vor. Jedes Fundstück erzählt eine eigene kleine Geschichte. In 40 Episoden bringen die drei Autoren den Leserinnen und Lesern die DDR-Geheimpolizei auf eine andere Weise näher.

Abb.: Streichholzschachtel mit angeblichem Urangestein (Quelle: BStU/Appl)

Die BStU-Autoren sind promovierte Historiker und Autoren weiterer Werke zur Geschichte der Staatssicherheit. Karsten Jedlitschka ist Referatsleiter in der Aktenauskunft des BStU, Jens Niederhut ist als Referatsleiter für das audiovisuelle Archivgut verantwortlich. Philipp Springer arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung des BStU. Die Fotoaufnahmen stammen von Christian Appl, dem Leiter der Fotowerkstatt.

In der Veranstaltungsreihe „Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv“ stellt Philipp Springer ausgewählte Kapitel vor: 29. August 2017, 18.00 Uhr, Veranstaltungsort: Ehemalige Stasi-Zentrale, „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin, Eintritt frei

Veranstalter:
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
10106 Berlin
Telefon: (030) 23 24-61 05
Fax: (030) 23 24-71 79
veranstaltungen@bstu.bund.de

Literaturhinweis:
Karsten Jedlitschka, Jens Niederhut, Philipp Springer:
Verschluss-Sachen. Dokumente, Fotos und Objekte aus dem Archiv der Staatssicherheit
Gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro über bstu.de zu beziehen oder als kostenloser Download.
192 Seiten mit diversen Abbildungen
ISBN 978-3-946572-40-4

Unter dem Titel „40 Dinge – Fundstücke aus 40 Jahren Stasi“ wird die Publikation durch eine Video-Serie auf dem neuen YouTube-Kanal des BStU begleitet. Die erste Folge zu „Hetzbuchstaben“ ist online.

 

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