Jahresbericht 2015 des Staatsarchivs Luzern

Das Staatsarchiv Luzern hat am 28.5.2016 seinen Jahresbericht 2015 publiziert. – Die Anzahl der Aktenablieferungen von staatlicher Seite lag mit 48 im Rahmen des Vorjahres (50), darunter waren sechs rein digitaler Art. Die Menge der abgelieferten Unterlagen in Papierform stieg mit insgesamt 645 Laufmetern wider Erwarten auch 2015 nochmals an, allerdings nur noch in geringem Ausmaß (Vorjahr 590).

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An nichtstaatlichen Archivalien sind 21 sehr kleine bis sehr große Ablieferungen im Umfang von rund 75 Laufmetern eingegangen. Darunter sind vollständige Archive, aber auch Nachlieferungen. Besondere Erwähnung finden im Jahresbericht die Archive des Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner Sektion Zentralschweiz (23 Lfm.) und das Archiv der Zeitung „Luzern heute“ (1.5 Lfm.). Im kirchlichen Bereich erhielten gelangte das Archiv des Dekanats Entlebuch (0.5 Lfm.) sowie eine Nachlieferung des Stifts St. Leodegar im Hof (18 Lfm.) an das Staatsarchiv Luzern und von der Christkatholischen Kirchgemeinde Luzern das Archiv des aufgelösten Kirchenchors Melodia (1.6 Lfm.).

Im Jahr 2015 benutzten 553 externe BenutzerInnen (Vorjahr 551) und 26 (33) Dienststellen Bestände des Luzerner Staatsarchivs, wobei die reinen Lesesaal- oder Bibliotheksbenutzerinnen nicht erfasst sind. Diese Personen waren an 3132 Tagen (2911) im Archiv. 293 Personen (340) konnten an 21 (23) Führungen das Archiv „hinter den Kulissen“ besichtigen. Von den 8389 (Vorjahr 7894) Ausleihen gingen 7031 (6582) an BenutzerInnen im Lesesaal, 740 (640) an archivinterne Mitarbeitende und 618 (675) an Dienststellen der kantonalen Verwaltung.

Das Staatsarchiv bewältigt auch unglaubliche Mengen Papier. So hat es 2015 „in house“ knapp 12,5 Tonnen Papier geschreddert, gleich viel wie im Vorjahr. Dazu wurden 5,9 Tonnen extern zur Aktenvernichtung übergeben.

Der Jahresbericht erinnert auch ausführlich an den am 15. Mai 2015 verstorbenen Alt-Staatsarchivar Fritz Glauser. Glauser, geboren am 29. Februar 1932, hat seit 1960 als „Adjunkt“ und von 1971 bis 1997 als Staatsarchivar das Luzerner Staatsarchiv in mehrfacher Hinsicht entscheidend geprägt und modernisiert. Er hat
u.a. die rasche und konsequente Erschließung aller modernen Neuzugänge eingeführt und damit überhaupt die organische und heute zunehmend geschätzte Funktion des Staatsarchivs als Partner der Verwaltung im Informationsmanagement in die Wege geleitet. Gleichzeitig hat sich Fritz Glauser auch um das Weiterbestehen der alten Schätze gekümmert und mit dem Aufbau einer professionellen Restaurierungsabteilung diesbezüglich neue Maßstäbe gesetzt.

Neue Maßstäbe gesetzt hat Fritz Glauser auch im Archivbau. Der nach zäher Überzeugungsarbeit zustande gekommene, 1993 bezogene Neubau des Staatsarchivs Luzern war lange Zeit das Studienobjekt, um das Architekten nicht herum kamen – und er überzeugt mit seinem ausgefeilten Konzept noch heute. Da Archive nicht ohne gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter funktionieren können, hat Fritz Glauser ab den späten 1980er Jahren auch gezielt eine Equipe von jungen Wissenschaftlern aufgebaut, die das Staatsarchiv Luzern im Wesentlichen heute noch trägt. Fritz Glauser war auch überzeugt, dass ein Staatsarchiv neben dem eigentlichen Archivbetrieb Forschung betreiben müsse, weil nur die persönliche Forschungserfahrung den Blick verschaffe für die Bewertung der Unterlagen.

Link: Jahresbericht 2015 des Staatsarchivs Luzern

Kontakt:
Staatsarchiv Luzern
Schützenstrasse 9
Postfach 7853
6000 Luzern 7
Telefon 041 228 53 65
Fax 041 228 66 63
staatsarchiv@lu.ch
https://staatsarchiv.lu.ch/

Kunstwerke fürs Stadtarchiv Hattingen

Der Wuppertaler Maler und Graphiker Erich Kresse (1902-1989) hat in den 1960er/1970er-Jahren Hattingen und die Henrichshütte zeichnerisch begleitet. Entstanden sind so verschiedene Altstadt- und Hüttenmotive. Anlässlich des DRK-Jubiläums wurden 30 Bilder im DRK-Haus Talstraße ausgestellt, nun wurden die Bilder an das LWL-Industriemuseum Henrichshütte und das Stadtarchiv Hattingen übergeben.

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Abb.: Willi Hahn, Andreas Hahn, Geschäftsführer des DRK-Hattingen, Thomas Weiß, Stadtarchivar Hattingen und Robert Laube, Leiter des LWL-Industriemuseums Henrichshütte freuten sich bei der Übergabe der Bilder (Foto: Stadt Hattingen).

Willi Hahn, der dafür verantwortlich ist, das die Werke nun übergeben wurden, wurde von der Witwe des verstorbenen Künstlers gefragt, ob er die Bilder haben wolle. „Da sind mir das Stadtarchiv und das LWL-Industriemuseum Henrichshütte eingefallen, denn dort sind die Kunstwerke sicherlich besser aufgehoben als in einer privaten Wohnung“, erzählt er.

Stadtarchivar Thomas Weiß und Robert Laube, Leiter des LWL-Industriemuseums Henrichshütte haben beschlossen, den gesamten Bestand zusammen zu lassen und im Stadtarchiv unterzubringen. „So können die Werke der Forschung und für Ausstellungen problemlos zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Thomas Weiß. „Die Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv ist so freundschaftlich und dadurch, dass sie hier bleiben, sind die Werke täglich nutzbar“, sagt Robert Laube.

Kontakt:
Stadtarchiv Hattingen
Rauendahlstraße 40/42
45504 Hattingen
Telefon: (0 23 24) 391 96 0
Telefax: (0 23 24) 391 96 19
stadtarchiv@hattingen.de

Quelle: Hattingen, Pressemitteilung, 24.5.2016

LWL-Film zur evangelischen Jugendarbeit von 1883 bis in die 1930er Jahre

1933 wurden alle evangelischen Jugendgruppen in die Hitler-Jugend eingegliedert. Damit waren auch die Schülerbibelkreise gezwungen, ihre Arbeit einzustellen. Wie es dazu kam, erzählt der Film „Bibelkreise zwischen Aufbruch und Auflösung. Evangelische Jugendarbeit von 1883 bis in die 1930er Jahre“, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit dem Verein Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V. am 24.5.2016 in Hagen-Berchum der Öffentlichkeit präsentieren.

Im Sommer 1933 hatten der „Bund Deutscher Bibelkreise“ noch sein 50-jähriges Bestehen mit einem großen Zeltlager gefeiert. Tausende Jungen waren der Einladung des evangelischen Jugendverbandes gefolgt und kamen in die bei Bielefeld gelegene Senne. Der vom LWL-Medienzentrum für Westfalen produzierte Film beleuchtet nicht nur diese Zeit entscheidender Umbrüche, sondern vermittelt einen Eindruck von der gesamten wechselvollen Geschichte der 1883 als „Bibelkränzchen“ gegründeten Jugendorganisation – von ihren Anfängen bis hin zur Auflösung 1934 sowie der Weiterarbeit im Geheimen und den Neuanfängen nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Abb.: Bei Aufmärschen der BKler sind 1933 Bibelkreisfahnen mit dem Schwertkreuz und Hakenkreuzflaggen nebeneinander zu sehen. Schon kurze Zeit später wird jede bündische Jugendarbeit außerhalb der HJ verboten (Foto: LWL)

Zwei Kapitel sind den beiden eng mit der Geschichte der Bibelkreise verbundenen Persönlichkeiten Theodor Noa und Kurt Gerstein gewidmet. Der evangelische Pfarrer Noa gründete 1923 den „Geschäftsführenden Verein der Bibelkreise unter Schülern höherer Lehranstalten Westfalens“ mit Sitz in Hagen und baute unter anderem die Schullandheime Berchum bei Hagen und Beienbach bei Siegen mit auf. Gerstein übernahm 1928 die Leitung und Verwaltung des BK-Heimes in Berchum und wurde zu einer führenden Persönlichkeit im Bund Deutscher Bibelkreise – und später ein wichtiger Augenzeuge des Holocaust.

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Abb.: Wettkämpfe und Speerspiele, wie hier während einer Wanderfahrt zum Teutoburger Wald 1933, gehörten zur Jugendarbeit und sollten die Gruppenidentität stärken (Foto: LWL)

Die Dokumentation von Christine Finger erscheint in der Reihe „Westfalen in historischen Filmen“ auf DVD. Sie basiert im Wesentlichen auf 16mm-Filmen, die Anfang der 1930er Jahre während Ferienfahrten, Ausflügen und den Reichslagern des Bundes Deutscher Bibelkreise gedreht wurden. In der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hagen-Berchum überdauerte der Filmbestand die Zeiten, bevor sich das LWL-Medienzentrum und der Verein Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V. mit Unterstützung des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen des Bestandes angenommen haben. Die wichtigsten vier Filmquellen aus den Jahren 1931 bis 1935 wurden digitalisiert und befinden sich als Originalfilme mit einer Gesamtspieldauer von ca. zweieinhalb Stunden ebenfalls auf der DVD.

Öffentliche Premiere
Am 24. Mai 2016 wird der Film „Bibelkreise zwischen Aufbruch und Auflösung. Evangelische Jugendarbeit von 1883 bis in die 1930er Jahre“ um 19 Uhr im Verein Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V. in Hagen-Berchum (Ergster Weg 59, 58093 Hagen) erstmals präsentiert. Die DVD ist im Anschluss an die öffentliche Premiere sowie direkt beim LWL-Medienzentrum für Westfalen für 14,90 Euro plus Versandkosten erhältlich.

Inlay_Bibelkreise 28.4.inddInfo:
Bibelkreise zwischen Aufbruch und Auflösung.
Evangelische Jugendarbeit von 1983 bis in die 1930er Jahre
Hauptfilm: ca. 26 Min., s/w und Farbe, deutsch und englisch, zuschaltbare Untertitel für Hörgeschädigte;
vier historische Filme: zus. ca. 2,5 Std., s/w
DVD mit Begleitheft, 2016 (D 180)
Preis 14,90 Euro

Bezug:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 13-15
48147 Münster
medienzentrum@lwl.org
www.westfalen-medien.lwl.org

Versammlung evangelischer Archive und Bibliotheken in Wittenberg

Die 11. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche (AABevK) tagte vom 9. bis 11. Mai 2016 in der Lutherstadt Wittenberg. Die 57 Teilnehmenden diskutierten und verabschiedeten ein Strategiepapier, das die Ziele der Arbeitsgemeinschaft, der rund 60 Archive und 100 Bibliotheken angehören, aktuell definiert. Kirchlicher Auftrag, Medienwandel sowie Kooperationen und Verbundlösungen standen im Mittelpunkt des Papiers, dass in den beiden Verbänden (Verband kirchlicher Archive und Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken) umgesetzt und in den Alltag transformiert werden soll.

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Abb.: Der scheidende stellvertretende Vorsitzende der AABevK, Armin Stephan (Neuendettelsau), überreicht dem scheidenden Vorsitzenden Michael Häusler (Berlin) ein Präsent. Im Hintergrund die neue Vorsitzende der AABevK, Bettina Wischhöfer (Kassel) (Foto: Gabriele Stüber).

Nach der Satzung des Institutionenverbands, einer Einrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), fanden auch Verbands- und Vorstandswahlen statt. Zur neuen Vorsitzenden  wurde Dr. Bettina Wischhöfer (Kassel) gewählt. Sie löst Dr. Michael Häusler (Berlin) ab. Erstmals in der 80-jährigen Geschichte der Arbeitsgemeinschaft steht somit eine Frau an der Spitze der Organisation. Zum zehnköpfigen Vorstand gehören weiterhin für den Verband kirchlicher Archive der neu gewählte Leiter Dr. Udo Wennemuth (Karlsruhe) mit den beiden Stellvertretern Dr. Henning  Pahl (Berlin) und Dr. Johann-Peter Wurm (Schwerin), für den Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken die im Amt bestätigte Leiterin Anja Emmerich (Bielefeld) mit ihren beiden Stellvertreterinnen Dr. Mareike Rake (Hannover) und Bettina Schmidt (Stuttgart) sowie die Gruppe der juristischen Dezernenten und Referenten Dr. Rainer Rausch (Dessau), Dr. Anne-Ruth Wellert (Kassel) und Dr. Gerhard Eibach (EKD Hannover mit beratender Stimme).

Links:

Inventuren und Teilungen – Bürgerlicher Besitz und Alltagsgegenstände vor 1900

Aus der Serie „Geschichtsort Archiv“

ENZKREIS. Wer mehr über das bürgerliche Alltagsleben im 19. Jahrhundert erfahren möchte, wird sich in der vielfältigen Museumslandschaft umsehen. Will man aber die gesamte Komplexität eines bürgerlichen Besitzes mit sämtlichen Alltagsgegenständen begreifen, dann lohnt ein Besuch in den Archiven der Gemeinden und Städte, die traditionell dem württembergischen Landesteil angehören. Denn hier wurden bis zum Jahr 1900 sogenannte „Inventuren und Teilungen“ angelegt.

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Abb.: In Leder gebundene Inventuren und Teilungsakten aus dem Gemeindearchiv Schmie, 18. Jahrhundert (Bildnachweis: Stadtarchiv Maulbronn).

Dabei handelt es sich um Vermögensbeschreibungen eines Einwohners, die man bei dessen Heirat (Inventur) und nach seinem Tod (Teilung) anlegte, um vor allem Erbstreitigkeiten zu vermeiden. Auch waren Gemeinden und Städte darauf bedacht, dass ihre Bürger nicht verarmten und von ihnen ausgehalten werden mussten. Die Inventur wurde durch den „Waisen- und Theilrichter“ vorgenommen. Obgleich im württembergischen Landrecht die „Inventuren und Teilungen“ seit dem 16. Jahrhundert verankert sind, liegen im Stadtarchiv Maulbronn die ältesten Akten erst ab 1690 vor, was auf die Kriege des 17. Jahrhunderts zurückzuführen ist.

Aus den akribisch zusammengestellten Dokumenten lässt sich ablesen, wie es um die Besitzverhältnisse und den sozialen Stand bestellt war: Ein Taglöhner war nicht immer arm, ein Steinbruchbesitzer nicht unbedingt vermögend. Besonders wohlhabend waren hingegen verblüffenderweise Pfarrerswitwen und Metzger mit einer Gastwirtschaft. Zudem wird erkennbar, wie sich lang andauernde Friedenszeiten auf den Wohlstand auswirkten – was vor allem an Küchenutensilien und der Einrichtung von Wohnstuben erkennbar ist.

Kueche

Abb.: Im Museum auf dem Schafhof in Maulbronn wurden zahlreiche historische Alltagsgegenstände zusammengetragen, wie sie auch in den „Inventuren und Teilungen“ beschrieben werden (Stadtarchiv Maulbronn).

In der vorindustrialisierten Gesellschaft wurden alle Gegenstände mühsam von Hand hergestellt. Waren sie noch zu gebrauchen oder konnte das Material wiederverwendet werden, maß man ihnen einen Wert zu: Ein abgetragener Mantel, eine alte Laterne oder ein verkratzter Zinnteller sind deshalb ebenso gelistet wie besondere Wertgegenstände. Aus der Sicht unserer heutigen Wegwerfgesellschaft, in der die meisten Alltagsgegenstände nur noch eine kurze Halbwertszeit haben, wirken die seitenlangen Auflistungen eher befremdlich.

Listen helfen bei Ahnen-, Bau- und Heimatforschung

Ererbte Gebäude stehen nicht in Kaufbüchern und in den Steuerbüchern wurden die Erben oft nur zeitverzögert oder gar nicht eingetragen. Deshalb lässt sich anhand der „Inventuren und Teilungen“ die Nutzung eines Gebäudes rekonstruieren. Besonders wertvoll sind die historischen Dokumente für die Ahnenforschung, da nicht nur biografische Daten und Orte ergänzt werden können, sondern auch die Alltagswelt früherer Menschen konkret vorstellbar wird: Wie sah das Inventar eines Hauses aus, wie waren die Menschen gekleidet, welches Handwerkszeug verwendeten sie?

Soldat

Abb.: Karikatur eines Soldaten in einer Nachlassakte vom Elfinger Hof (Maulbronn) aus dem Jahr 1807 (Bildnachweis: Stadtarchiv Maulbronn).

Als sogenannte „verdeckte Akten“ enthalten die Listen Briefe von einfachen Soldaten und Auswanderern des 18. und 19. Jahrhunderts, die man damals als Beweis für die Existenz eines Erben anfügte. Selbst illegal ausgewanderte Personen können nachgewiesen werden – denn obgleich sie ihre bürgerlichen Rechte verloren hatten, waren sie nach wie vor erbberechtigt. Zudem finden sich in den Beilagen häufig Apothekenrechnungen oder offene Forderungen von Handwerkern, die Auskunft darüber geben, was eine Leistung oder was Gewerke kosteten. Damit lassen sich Arbeit, Bezahlung und Besitz in Relation zueinander setzen.

Ein besonderes Beispiel liefert eine Inventur, die Hinweise auf den bedeutenden Önologen und Weinbaupionier Balthasar Sprenger enthält, der ab 1757 Klosterprofessor in Maulbronn war. Darin wird beschrieben, dass er von seinem Amtsvorgänger nicht nur Werkzeuge, sondern auch einen Garten und einen Weinberg mit Anteil an einem Weinberghäuschen im Eichelberg auf der Nachbargemarkung Lienzingen übernommen hatte. Hier machte Sprenger seine ersten praktischen Erfahrungen im Weinbau.

Ein anderes Beispiel geht auf den Bücherbesitz ein, der sich in kleinbürgerlichen Verhältnissen meist auf Bibeln, Gesangbücher und christliche Erbauungsliteratur beschränkte. Bei den örtlichen Honoratioren sind hingegen neben Fachbüchern, Atlanten und Lexika auch klassische Literatur und Belletristik zu finden. So kam Carl Friedrich Brecht – Sohn des Maulbronner Klosterwirts – bereits im Elternhaus mit der legendären Gestalt des Doktor Faust in Berührung, da dort eine Ausgabe von Friedrich Maximilian Klingers 1791 erschienenem Band über „Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt“ vorlag. Brecht beschrieb in romantischer Tradition zwischen 1837 und 1858 das Kloster Maulbronn und seine Legenden, so auch die über den Alchimisten Faust.

Ein weiteres erhellendes Phänomen sind mundartliche Bezeichnungen von Hausrat, Kleidung und Werkzeugen. Vor 200 Jahren ist beispielsweise die Rede von Bettlade (Bettgestell), Haipfelziechen (Überzug des großen Kopfkissens), Sutterkrug (langer, enghalsiger Krug für Most), Gölte (mit Handgriffen versehenes Wassergefäß), zizener Kittel (Jacke aus Druckkattun), Canapee (Sofa; aus dem Französischen), Handkarch (Handkarren), Krautstande (offener Bottich zum Kraut einmachen), Zeuglensschurz (gestreifte oder karierte Schürze aus Baumwollstoff mit Leinwand) und Nuster (Schnur von Perlen oder Glaskugeln).

Detailliertes Hintergrundwissen liefert die Veröffentlichung „Serielle Quellen in südwestdeutschen Archiven“, die vom Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein herausgegeben wurde. Weitere Informationen gibt es außerdem bei Martin Ehlers im Stadtarchiv Maulbronn.

(Martin Ehlers)

Kontakt:
Stadtarchiv Maulbronn
Martin Ehlers
Klosterhof 31
75433 Maulbronn
Tel. 07043 103-16
ehlers@maulbronn.de

Archivhilfe in Windhoek

Seit 1984 leitet Anke Rannegger das Stadtarchiv Wedel bei Hamburg. Jetzt aber unterstützt die deutsche Archivarin die Deutsch-Evangelisch-Lutherische Kirche in Windhoek bei der Archivarbeit. Sie verbringt einen Monat als freiwillige Helferin im Stadtarchiv in der Fidel-Castro-Straße in der Hauptstadt Namibias. Ihre Zeit in Namibia will Rannegger voll und ganz ausschöpfen und für das Archiv ein neues Ordnungssystem erarbeiten, bessere Archivierungsmethoden vermitteln und Weichen für eine deutsch-namibische Zusammenarbeit stellen.

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Abb.: Archivarin Anke Rannegger aus Wedel hilft derzeit einen Monat im Stadtarchiv Windhoek in Namibia (Foto: pirvat)

Laut Bischof Burgert Brand ist dies auch dringend notwendig. Das Archiv erhalte ungeahnte Schätze, die interessierten Lesern und Forschern nicht weiter vorenthalten werden sollen. So seien einmalige Dokumente zur namibischen Kulturgeschichte, Sozialgeschichte, Kirchen- und Familiengeschichte vorhanden, die aber derzeit nicht gefunden werden könnten. „Dabei ist das Interesse an der Geschichte Namibias groß und zum Beispiel im Zusammenhang mit der Diskussion um den Kolonialkrieg auch notwendig“, so Brand. Für verantwortliche Geschichtsschreibung seien zuverlässige Quellen unerlässlich und diese wolle die Kirche auch bereitstellen. Da es der Kirche finanziell nicht möglich sei, eine qualifizierte Archivkraft dauerhaft zu finanzieren, sei die Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern sehr wichtig.

QuelleAllgemeine Zeitung in Namibia, 27.4.2016

Die Sammlung Eberth im Stadtarchiv Kassel

In den Sonderausstellungsräumen des Stadtmuseums Kassel zeigt das Stadtarchiv Kassel vom 17. April 2016 – 18. September 2016 eine Auswahl aus dem ca. 80.000 Motive umfassenden fotografischen Nachlass der Fotoagentur Eberth, den das Stadtarchiv 2006 erwarb.

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Abb.: Aus der Sammlung Eberth, Stadtarchiv Kassel

Die Fotoagentur begleitete vom ausgehenden Kaiserreich bis in die ersten Jahre des wiedervereinigten Deutschland kontinuierlich die Regional- und Zeitgeschichte. Als der junge Carl Eberth 1906 sein Geschäft in Kassel eröffnete, spezialisierte er sich schnell auf ein zu dieser Zeit noch neues Tätigkeitsfeld: er widmete sich bevorzugt der Bildreportage, die für die Presse zunehmend an Bedeutung gewann. Neben die fotografische Arbeit für den bürgerlichen Alltag traten Industrie– und Werbeaufnahmen, Reportagen sowie Bildberichterstattung für Zeitungen und Nachrichtenagenturen.

Nach der systematischen Erschließung aller Fotografien kann nunmehr eine Auswahl des beeindruckenden Schaffens von Foto Eberth im Stadtmuseum präsentiert werden!

Alle bisher erschlossenen Eberth-Fotografien können recherchiert und in hochaufgelöster Qualität kostenpflichtig heruntergeladen werden: www.stadtarchiv-kassel.de.

Buch zur Ausstellung
Eine reich illustrierte Begleitpublikation bietet einen Querschnitt des fotografischen Werkes der „Presse-Illustrationszentrale Carl Eberth“, wie sich die Bildagentur in einem Werbetext nannte. Über die Ausstellung hinausgehend werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder ausführlich präsentiert, auch solche, die in früheren Buchveröffentlichungen mit Eberth-Fotos meist unbeachtet blieben. Das Buch dokumentiert aber nicht nur den Nachlass von „Foto-Eberth“. Mit eindrucksvollen Bild-Impressionen bietet es zudem einen lebendigen Zugang zur Stadt- und Regionalgeschichte im 20.Jahrhundert.

Info:
ZeitBilder
Acht Jahrzehnte Foto Eberth Cassel
Die Sammlung Eberth im Stadtarchiv Kassel
Herausgeber: Verein Freunde des Stadtmuseums Kassel
und Magistrat der Stadt Kassel, Kulturamt
Kassel 2016, 240 Seiten, 300 Fotografien, € 25,-
ISBN Nr. 978-3-9817153-1-6

Kontakt:
Dr. Stephan Schwenke
Stadt Kassel
Kulturamt
– Stadtarchiv –
34112 Kassel
Tel.: 0561 / 787-4015
Fax: 0561 / 787-4060
stadtarchiv@kassel.de

Bedeutende Münzsammlung Bissinger im Stadtarchiv Pforzheim neu erschlossen

Aus der Serie „Geschichtsort Archiv“

Die Numismatik oder Münzkunde zählt zu den sogenannten „historischen Hilfswissenschaften“ und befasst sich hauptsächlich mit dem Geld und seiner Geschichte. Neben Münzen und Papiergeld werden auch verwandte Objekte wie Medaillen, Jetons oder Marken von Numismatikern untersucht. Zahlreiche kommunale und staatliche Archive besitzen entsprechende Sammlungen – auch das Stadtarchiv Pforzheim.

„Münzen besitzen einen hohen Wert für die lokale Wirtschafts- und Kulturgeschichte, vor allem wenn aus einzelnen Epochen wenige schriftliche Quellen überliefert sind“, erklärt Harald Katz, zuständig für die stadtgeschichtlichen Sammlungen. Pforzheim mit seiner römischen Vergangenheit hatte Teil an der Geldwirtschaft des Imperiums. Zwischen 1382 und 1431 war die Stadt Münzprägestätte der Markgrafen von Baden. Eine Vielzahl von Erinnerungsmedaillen, beispielsweise zur Einweihung von öffentlichen oder kirchlichen Bauwerken, geben zudem bleibende Eindrücke von Ereignissen der Stadtgeschichte wieder.

Abb. 1

Abb.: Römische Münze von 78 n. Chr. aus der Münzsammlung Bissinger (StadtA PF Katalog-Nr. 313)

„Eine herausragende Bedeutung unter den im Stadtarchiv Pforzheim verwahrten Münzen und Medaillen nimmt die Münzsammlung Bissinger ein“, sagt Katz. Der Geheime Hofrat Karl Bissinger, geboren 1845 in Karlsruhe, starb 1910 in Pforzheim. In seinem Testament vermachte er der Stadt seine schon zur damaligen Zeit exklusive und äußerst wertvolle Sammlung mit 14.000 Münzen. Vertreten sind darin die Antike mit vor allem griechischen und römischen Münzen, das Mittelalter und die Neuzeit mit deutschen Prägungen vor allem aus Baden. Die Sammlung enthält aber auch zahlreiche Münzen aus Europa und Übersee.

Abb. 2

Abb.: Chinesische Münze, 1017–1022, aus der Münzsammlung Bissinger (StadtA PF Katalog-Nr. 1910)

Nach dem Studium begann Karl Bissinger seine Laufbahn am Karlsruher Gymnasium. Über Donaueschingen führte ihn sein Weg nach Pforzheim, wo er 1895 das Direktorat am Reuchlin-Gymnasium übernahm. Die Archivkommission der Stadt erfreute sich 15 Jahre lang seiner tatkräftigen Mitarbeit. Zahlreiche Veröffentlichungen von ihm und über ihn zeugen von seiner ausgewiesenen Kennerschaft und fachlichen Kompetenz vor allem in der Münzkunde. Die Wertschätzung der Stadt zeigte die teilweise Umwidmung der Simmlerstraße: Bereits seit 1913 ist die Bissingerstraße in der Innenstadt zwischen Goethe- und Roßbrücke erwähnt.

Abb. 3

Abb.: Badische Münze, 1867, aus der Münzsammlung Bissinger. (StadtA PF Katalog-Nr. 753)

Aufgrund der großzügigen Stiftung wurde der Raum 11 im Reuchlinmuseum am Schloßberg das „Bissingerzimmer“ genannt. Um 1936 führt Alfons Kern in seinem Büchlein „Das Pforzheimer Reuchlin Museum“ aus, dass die „wertvolle Sammlung ältester Münzen bis zur Neuzeit den Raum völlig beherrscht“. Der Wert der „wohlgeordneten“ Sammlung wurde in einer damaligen Fachzeitschrift mit 20.000 Mark angegeben, was heutzutage rund 100.000 Euro entspräche.

Abb. 4

Abb.: Schulpädagoge, Heimatforscher und Münzsammler: Die wertvolle Sammlung des Geheimen Hofrats Karl Bissinger, dem Pforzheim zur zweiten Heimat wurde, soll in Kürze vollständig erfasst und katalogisiert sein (StadtA PF S1-29-Bissinger-Karl)

Während des 2. Weltkriegs entschloss man sich, die Münzsammlung zusammen mit anderen Unterlagen im Keller des Hilda-Gymnasiums zu deponieren. Der verheerende Luftangriff des 23. Februar 1945 beschädigte den Münzschatz jedoch ganz erheblich: Teilweise waren die Münzen geschmolzen, viele schwer in Mitleidenschaft gezogen. „Dennoch konnten überraschenderweise nach und nach rund 13.500 Münzen in mühseligster Arbeit geborgen werden“, wie Harald Katz erklärt.

Da auch sämtliche Unterlagen verlorengegangen waren, wurden die losen Münzen nach einer ersten fachlichen Säuberung dem Leiter des Münzkabinetts des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe, Prof. Dr. Friedrich Wielandt, für eine Neubestimmung übergeben. Ein fertiggestellter Teilbestand von etwa 2.000 Stücken wurde 1984 dem Heimatmuseum in Brötzingen übergeben und dort ausgestellt. Im Jahr 2005 erfolgte dann anhand der vorhandenen Beschriftung eine Katalogisierung durch den Numismatiker Dr. Holger Komnick von der Universität in Frankfurt am Main; seit 2009 werden die Münzen im Stadtarchiv verwahrt. Als der noch in Karlsruhe verbliebene Teil zwei Jahre später nach Pforzheim zurückkehrte, war die Sammlung wieder vereinigt.

„Die endgültige Wiederherstellung der leider inzwischen unvollständigen Münzsammlung liegt uns sehr am Herzen“, erläutert Sammlungs-Archivar Katz. Sie diene nicht nur der geschichtlichen und numismatischen Forschung, sondern auch der Dokumentation und Würdigung des Lebens und Wirkens von Karl Bissinger. Deshalb wurde Komnick 2013 beauftragt, den zweiten Teil der Münzsammlung, der noch rund 2.800 Münzen umfasst, neu zu bestimmen und zu systematisieren, so dass in Kürze im Stadtarchiv auf den gesamten Bestand zugegriffen werden kann.

Wer mehr über die Münzsammlung und den „Geheimen Hofrat Karl Bissinger“ erfahren möchte, hat am 25. April 2016 um 19 Uhr in der Kronprinzenstr. 24a dazu Gelegenheit: In der Reihe „Montagabend im Archiv“ wird sie Holger Komnick auf Einladung von Stadtarchiv und Löblicher Singergesellschaft vorstellen; der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Stadtarchiv Pforzheim –
Institut für Stadtgeschichte
Kronprinzenstr. 28
75177 Pforzheim
07231/39-2899
archiv@stadt-pforzheim.de

Quelle: Enzkreis, Pressemitteilung, 5.4.2016

Staatsarchiv Nürnberg zeigt „Goldene Bulle“ Kaiser Karls IV.

Im Staatsarchiv Nürnberg ist vom 4. bis zum 10. April eine Sonderausstellung mit einem ganz besonderen Ausstellungsstück geöffnet: dem Nürnberger Exemplar der „Goldenen Bulle“ von Kaiser Karl IV. (1316-1378).

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Abb.: Ein Exemplar der Goldenen Bulle von 1356 zeigt die Kabinetts-Ausstellung im Staatsarchiv Nürnberg (Foto: STA Nürnberg)

Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle eröffnete zusammen mit Prof. Dr. Peter Fleischmann, dem Direktor des Staatsarchivs Nürnberg, im Staatsarchiv Nürnberg die „Kabinetts-Ausstellung“ zu herausragenden Quellen der Herrschaft Kaiser Karl IV. „Für mich ist Karl IV. eine Leitfigur einer historisch gewachsenen Verbindung zwischen Bayern und Tschechien, ein Brückenbauer. Nürnberg stellte einen tragenden Pfeiler für den Brückenbau dar“, so Minister Spaenle bei der Ausstellung.

Der böhmische Thronfolger Karl hatte in einer Auseinandersetzung mit Kaiser Ludwig dem Bayern die deutsche Königskrone zunächst als Gegenkönig im Jahr 1346, schließlich 1349 unangefochten erlangt. Er war 1355 in Rom zum Kaiser des Hl. Römischen Reichs gekrönt worden. Bekannt ist Karl IV., der 1365 auch die Krone von Burgund erwarb, aufgrund der Goldene Bulle von 1356, die gern als ein „Grundgesetz“ des Reichs beschrieben wird. In dieser wurde die Wahl des deutschen Königs durch die Kurfürsten geregelt und die Notwendigkeit des Papstes für die Erlangung der Kaiserwürde negiert.

Eine Ausfertigung dieser Urkunde gehört ebenso zu den Exponaten der „Kabinetts-Ausstellung“ wie verschiedene andere Urkunden, mit denen Kaiser Karl IV. auch Privilegien für die Stadt Nürnberg bestätigt hat und die mit Goldsiegel versehen wurden.

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Im Jahr 2013 erklärte die UNESCO die weltweit sieben Exemplare der „Goldenen Bulle“ Kaiser Karls IV. zum Weltdokumentenerbe. Karl IV. wurde 1355 zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Er gilt als einer der beeindruckendsten Herrscher des ausgehenden Mittelalters.

Minister Spaenle bezeichnete das Staatsarchiv Nürnberg als „Schatzhaus fränkischer und deutscher Geschichte“. Er erinnerte, dass 1880 das Staatsarchiv Nürnberg als erster reiner Archiv-Zweckbau errichtet worden war. Hier lagert nicht nur historisches Kulturgut aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit, sondern hier werden auch der Nürnberger Kriegsverbrecherprozess und die Nachfolgeprozesse dokumentiert. Derzeit werde das Genehmigungsverfahren zur Generalsanierung des Staatsarchivs in Nürnberg auf den Weg gebracht.

Kontakt:
Staatsarchiv Nürnberg
Archivstr. 17
90408 Nürnberg
Tel. 0911/935190
Fax 0911/9351999
poststelle@stanu.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Pressemitteilung 095, 3.4.2016; Bayerischer Rundfunk / BR24 Mittelfranken, 5.4.2016

Archiv und Wirtschaft 1/2016

In Kürze erscheint die neueste Ausgabe (1/2016) von „Archiv und Wirtschaft„.

Inhaltsverzeichnis „Archiv und Wirtschaft“ 1/2016

52. VdW-Jahrestagung vom 24. bis 26. April 2016 in Zürich (Programm) (4)

AUFSÄTZE

Christina Loose: Die Balanced Scorecard als zukunftssicherndes Archivmanagement-Instrument (6-13)

Elke Pfnür: RENAFO – das Historische Archiv der HypoVereinsbank übernimmt eine Kernaufgabe (14-18)

Helen Müller: „Unternehmen Oper“ – Das Archivio Storico Ricordi in Mailand (19-24)

BERICHTE

Susanne Witschaß-Beyer und Thorsten Wehber: Das Verbandsarchiv – ein unbekanntes Wesen? Erster Erfahrungsaustausch der Verbandsarchivare am 12. November 2015 in Berlin (25-27)

Natalie Lorenz und Kathrin Wurzer: Einführung in das Wirtschaftsarchivwesen. 82. VdW-Lehrgang vom 11. bis 16. Oktober 2015 in Heidelberg (27-29)

REZENSIONEN

Jan-Otmar Hesse u.a. (Hrsg.): Perspectives on European Economic and Social History – Perspektiven der Europäischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Svenja Kunze) (29-31)

Martin Kukowski und Rudolf Boch: Kriegswirtschaft und Arbeitseinsatz bei der Auto Union AG Chemnitz im Zweiten Weltkrieg (Benjamin Obermüller) (31-32)

Takahito Mori: Elektrifizierung als Urbanisierungsprozess. Frankfurt am Main 1886–1933 (Manfred Grieger) (32-34)

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