Alte Archive - Neue Technologien. Tagungsbericht

Vom: 18.11.2005

Vom 19. bis 22. Oktober 2005 fand in Wien und im Stift Göttweig die Konferenz „Alte Archive – Neue Technologien“ statt, deren Themenschwerpunkte mit den Schlagworten Neue Medien, Digitalisierung und Vernetzung grob umrissen werden können. Dem Institut zur Erschließung und Erforschung kirchlicher Quellen (IEEkQ) ging es als Veranstalter der Tagung darum, den gegenwärtigen Stand der praktischen Umsetzung von grenzüberschreitenden Möglichkeiten, welche durch die Datendigitalisierung einer interessierten europäischen Öffentlichkeit im allgemeinen und der historischen Forschung im speziellen geboten werden, aufzuzeigen.

Tagung Alte Archive - Neue Technologien (Foto: K. Heinz)

Über 170 gemeldete Teilnehmer sowie 25 Vortragende aus allen Teilen Europas boten ein umfassendes Bild über den jeweiligen Stand der Dinge in verschiedenen Staaten und Regionen Europas. Neben Vertretern aus den österreichischen Bundesländern (Wien, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark) kamen Archivare, Bibliothekare und Historiker aus Deutschland, der Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Spanien, Italien, Dänemark, Bulgarien und Litauen zusammen. Die Staats- bzw. Nationalarchive von Italien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Österreich und Slowenien waren ebenso vertreten, wie die unterschiedlichsten kirchlichen und weltlichen Institutionen Mitteleuropas (vgl. das detaillierte Tagungsprogramm bzw. die angeschlossene Referentenliste).

Tagung Alte Archive - Neue Technologien (Foto: K. Heinz)

Tagungsorte waren der Prälatensaal des Schottenstiftes in Wien und am 21. Oktober das Benediktinerstift Göttweig. Am Ende des Eröffnungstages (Mittwoch, 19. Oktober) lud das Institut für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) zu einem abendlichen Empfang in die Räumlichkeiten des Instituts im Universitätshauptgebäude. Die Tagung war in ihrem thematischen Ablauf in fünf Sektionen gegliedert, deren Inhalte und Grundaussagen im Folgenden zusammengefasst werden sollen.

Tagung Alte Archive - Neue Technologien (Foto: K. Heinz)

1) Archive und Bibliotheken im Netz

Im Eröffnungsabschnitt der Tagung sollte ein Überblick über das in verschiedenen Teilen Europas bereits im Netz verfügbare Quellenangebot gegeben werden. Vorgestellt wurde das sehr ambitionierte AER- Projekt (Archivos Espanoles en Red; www.aer.es), das sich zum Ziel gesetzt hat, die Bestände der wichtigsten spanischen Archive in Wort und Bild online zur Verfügung zu stellen. Neben den Archiven in Europa sind als Zukunftsvision auch die Erfassung der Bestände in Lateinamerika im Fokus des Projektes.

Tagung Alte Archive - Neue Technologien

Das stetig ansteigende Interesse am kulturellem Erbe einer Region führte zwangsläufig zu der Bestrebung, die Inhalte der unterschiedlichen bewahrenden Institutionen in einer gemeinsamen Datenbank zusammenzufassen. In diesem Zusammenhang bietet das NOKS-Projekt (Nordjyllands kulturhistoriske Sogebase; www.noks.dk) in Dänemark einen beeindruckenden Lösungsvorschlag, indem Bestände von Archiven, Bibliotheken und Museen einer dänischen Region zusammengeführt und erschließbar gemacht werden (ALM-Kooperationen). Die große Herausforderung besteht darin, die sehr unterschiedlichen Formate, in welchen Bücher, Flugblätter, Zeitungen, Tondokumente, Filme, Videos, Fotografien, Museumsgegenstände etc. vorliegen, zu vereinheitlichen. Zur Beschreibung der über 100.000 Einzelobjekte aus 9 verschiedenen Institutionen hat man sich projektintern entschlossen, die Syntax des Metadaten-Schema Dublin Core (http://dublincore.org) zu verwenden. Diese Auszeichnung sowie eine erweitertes Angebot durch die Integrierung der Bestände weiterer Regionen Dänemarks werden im Rahmen einer in Kürze neu aufgesetzten Version der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Wie heterogen die Situation der digitalen Aufarbeitung historischen Materials in den verschiedenen Teilen Europas sein kann, zeigte die Vorstellung der diesbezüglichen Bestrebungen in Bulgarien. Das Fehlen einer einheitlichen nationalen Strategie machen systematische Digitalisierungen unmöglich. So sind Digitalisierungen nur im Rahmen von Einzelprojekte beschränkt. In verschiedenen CD-ROM Ausgaben wurden u.a. zwei Handschriften der Nationalbibliothek digitalisiert sowie eine computeranimiertes 3D Modell der Boyana-Kirche erstellt. Größere Vorhaben können nur im Rahmen kooperativer Programme, wie dem „Knowledge Transfer for the Digitisation of Cultural and Scientific Heritage in Bulgaria“ (KT-DigiCULT-BG), welches von dem Marie Curie Programm des FP6 Programms der EU unterstützt wird, durchgeführt werden.

Das in Klöstern verwahrte kulturelle Erbe war auch Gegenstand von Digitalisierungsbemühungen in Litauen, wo bis in das Jahr 2000 die Bestände von 75 litauischen Stiften und Klöstern in der Form von CD-ROMs der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Dabei war man bemüht, die Rolle der Klöster im kulturellen Leben des Landes umfassend darzustellen, indem neben Urkundenbeständen auch Themenkreise wie Architektur und monastische Musik Aufnahme gefunden haben.

2) Erfahrungen im Umgang mit dem digitalen Medium

Im Rahmen der Tagung zeigte sich der unterschiedliche Stand der Digitalisierung in den Staaten Mitteleuropas sehr deutlich, was nicht zuletzt auf die unterschiedliche Zugangsweise der Entscheidungsträger innerhalb der verschiedenen Institutionen zurückzuführen ist. Das Slowenische Nationalarchiv in Laibach zog im Zusammenhang mit der Digitalisierung des Franziszeischen Katasters sowohl in konservatorischer Hinsicht als auch bezüglich der Benutzbarkeit eine sehr positive Bilanz der online-Stellung. Ausgehend von diesen positiven Erfahrungen, wurde auch die Digitalisierung des Urkundenbestandes bereits in Angriff genommen, welche bis ins Jahr 2007 abgeschlossen sein sollte.
Vollkommen anders präsentiert sich das Bild zur Zeit im ungarischen Staatsarchiv, wo Digitalisierungen von Quellen und Quelleneditionen zwar vorgenommen worden aber über das Stadium von CD-Editionen nicht hinausgekommen sind.

Für Deutschland vermittelten exemplarische Fälle einen hohen Entwicklungsstand der digitalen Online-Bereitstellung mit einer sehr benutzerfreundlichen Oberfläche, wie es die Beispiele des Landesarchivs Baden-Württemberg für den archivarischen und das Konzept der Bayerischen Staatsbibliothek für den bibliothekarischen Bereich zeigten.

In Österreich gibt es von Seiten der Landesarchive von Salzburg und der Steiermark konkrete Digitalisierungsprojekte. Besonders im Fall Salzburg (virtuelles Urkundenarchiv) zeigte sich, bedingt durch den Umstand, dass die Salzburger Urkundenbestände bereits seit fast 200 Jahren in Wien gelagert werden (Haus- Hof- und Staatsarchiv), ganz deutlich die Notwendigkeit der institutionellen Zusammenarbeit. Die Salzburger Urkunden (ca. 13.000 Stück) werden zur Zeit in einem ersten Schritt in Wien mikroverfilmt und im selben Arbeitsgang im Rahmen des Monasterium-Projekts auch digitalisiert. Das Österreichische Staatsarchiv selbst hat nunmehr die Verzeichnung seiner Bestände abgeschlossen, was den Benutzern ein zeitsparendes Recherchieren innerhalb der sehr umfangreichen Beständen aller fünf Abteilungen des Staatsarchivs ermöglicht.

3) Werkzeuge für die digitale Erschließung

Ein wichtiges Unterscheidungskriterium zwischen einer gedruckten Urkundenedition und virtuellen Datenbanken ist die ständige Erweiterbarkeit des Datenmaterials sowie dessen sukzessive Verbesserung. Der Gedanke, Erweiterungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht von einer (ausgesuchten) Allgemeinheit, unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort vornehmen zu lassen, ist der Ausgangspunkt eines Redaktionssystems, das für das Monasterium-Projekt im Entstehen begriffen ist. Dass kollaboratives Arbeiten durchaus hochwertige Ergebnisse liefern kann, zeigt das Beispiel von online-Enzyklopädien, wie Wikipedia. Der Versuch der speziellen Umsetzung dieser Idee im Bereich der diplomatischen Erschließung ist ebenso zur Sprache gekommen, wie die Fortschritte bei den Standardisierungsbestrebungen durch die Entwicklung eines speziell auf die diplomatische Anforderungen abgestimmten, auf XML basierenden Auszeichnungssystems (CEI).

4) Geistliche Netzwerke in Mitteleuropa

Einen weiteren Schwerpunkt der Tagung stellte die im Raum stehende Wiederherstellung des im Mittelalter funktionierenden Netzwerkes geistlicher Institutionen im Rahmen des Monasterium-Projektes dar, als dessen Träger das IEEkQ fungiert, was durch die digitale Vernetzung möglichst vieler geistlicher Urkundenbestände Mitteleuropas bewerkstelligt werden soll. Die Vorträge dieser Sektion, die im Prälatensaal des Stiftes Göttweig abgehalten wurde, gaben einen guten Überblick über das bevorstehende Ausmaß der Arbeiten, indem die geistlichen Bestände in den Nationalarchiven in Pressburg und Prag sowie die sich noch an Ort und Stelle befindlichen Sammlungen der ungarischen Erzabtei Pannonhalma und des Erzbistums Esztergom (Gran) ausführlich und detailliert vorgestellt wurden. Die verantwortlichen Archivare bekannten sich bei dieser Gelegenheit einhellig zur Digitalisierung und stellten auch den jeweiligen Stand der einschlägigen Arbeiten vor.

Nach Abschluss dieser Sektion erfolgte - gleichsam der Tagung inkorporiert - am Nachmittag des 21. Oktobers die Präsentation des digitalisierten Urkundenbestandes von Stift Göttweig, welche den Abschluss der ersten Arbeitsphase des Monasterium-Projektes bildete. Unter großem Publikumsinteresse und in Anwesenheit politischer und institutioneller Entscheidungsträger und vieler Tagungsteilnehmer wurde gleichzeitig die nächste Projektphase vorgestellt, deren erklärtes Ziel die Schaffung eines allgemein zugänglichen, mitteleuropäischen Urkundennetzwerkes ist.

5) Archive im Zeitalter der Informationstechnologien

Die letzte Sektion befasste sich mit dem im Umbruch befindliche Berufsbild des Archivars und den neuen Aufgabenbereichen, denen sich die Archive angesichts der Herausforderungen des Informationszeitalters gegenüber sehen. Hohe Erwartungen der Benutzer stehen den immer knapper werdenden zeitlichen Ressourcen der Archivmitarbeiter gegenüber. Das Internet scheint hier eine Möglichkeit zu bieten, diesen Widerspruch aufzulösen. Konkret wurde dies im Deutschen Bundesarchiv umgesetzt, das seine Bilddatenbank (200.000 Bilder) in nächster Zukunft via Internet allgemein verfügbar machen wird.

Das Archiv des Bistums Passau zeigte eindrucksvoll, wie durch den Einsatz moderner Technologien vollkommen neue Aufgabenbereiche in den Archiven entwickelt werden können. Seit 1997 entstand eine auf den Einträgen in den diversen Matrikelbüchern (16.-Ende 19. Jahrhundert) basierende, demographische Datenbank des Bistums Passau, welche Informationen zu rund 750.000 Personen enthält. Dieses so aufbereitete Datenmaterial erleichtert nunmehr nicht nur klassische genealogische Recherchen, sondern wurde in jüngster Vergangenheit in ein Kooperationsprojekt mit medizinischen Forschungsstellen eingebracht, das die große Häufigkeit der Alzheimer-Erkrankung innerhalb einer bestimmten Region zu erklären ermöglichte. 

Zusammenfassung

Inhaltliches Ziel der Tagung war es, in den Vorträgen der einzelnen Sektionen die europäische Forschergemeinschaft über den jeweiligen Stand der Digitalisierungsbestrebungen in den verschiedenen Staaten Europas zu unterrichten und die breite Palette der Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei bildeten die Staaten Ostmitteleuropas einen besonderen Schwerpunkt, deren Repräsentanten auch ihre Zusammenarbeit im Rahmen des Monasterium-Projektes zur Urkundendigitalisierung vorgestellt haben. Eines der Hauptdesiderata stellt im Zusammenhang mit den neuen Technologien die Entwicklung einheitlicher und allgemein anerkannter Erfassungsstandards dar, um die volle und komplikationslose Kompatibilität der digitalen Bestände zu gewährleisten. Daneben kam auch klar zum Ausdruck, dass mit der Anwendung der neuen Technologien den Archiven auch neue Aufgaben erwachsen werden, wodurch das Berufsbild und das Selbstverständnis des Archivars einer nachhaltigen Änderung unterzogen wird. 

Referentenliste

Paolo Buonora, Römisches Stadtarchiv; buonora@asrm.archivi.beniculturali.it
Benjamin Burkard, benburkard@gmx.de
Tamás Dénesi, Erzabtei Pannonhalma; denesi@osb.hu
Milena Dobreva, Institut für Mathematik, Bulgarische Akademie der Wissenschaften; dobreva@ufal.ms.mff.cuni.cz
Géza Érszegi, Ungarisches Staatsarchiv; gerszegi@hotmail.com
Thomas Fricke, Landesarchiv Baden-Württemberg; thomas.fricke@la-bw.de
Ruth Hedegaard, Historisches Museum Vendsyssel; rhe@stofanet.dk
András Hegedüs, Primatialarchiv Esztergom; hegedus@primarch.hu
Nikola Ikonomov, Institut für die bulgarische Sprache, Bulgarische Akademie der Wissenschaften; nikonomov@ibl.bas.bg
Thomas Just, Haus- Hof- und Staatsarchiv, thomas.just@oesta.gv.at 
Stephan Kellner, Bayerische Staatsbibliothek; kellner@bsb-muenchen.de
Nerute Kligiene, Institut für Mathematik und Informatik Vilnius; nerute@ktl.mii.lt
Jitka Køeèková, Nationalarchiv Prag; sua@mver.cz
Alfonso Sánches Mairena, Spanisches Staatsarchiv Madrid; alfonso.sanchez@dglab.mcu.es
Marta Melníková, Slowakisches Nationalarchiv, melnikova.marta@sna.vs.sk
Josef Riegler, Steiermärkisches Landesarchiv; josef.riegler@stmk.gv.at
Oliver Sander, Dt. Bundesarchiv; o.sander@historismus.net
Hubert Schopf, Salzburger Landesarchiv; hubert.schopf@salzburg.gv.at
Juraj Šedivy, Lehrstuhl für Archivwesen und Historische Hilfswissenschaften an der Phil. Fakultät der Comenius-Universität in Bratislava; sedivy@fphil.uniba.sk
Miklós Sölch, Ungarisches Staatsarchiv; solch.miklos@mol.gov.hu
Manfred Thaller, Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung, Universität Köln; manfred.thaller@uni-koeln.de
Zdenĕk Uhlíø, Nationalbibliothek der Tschechischen Republik; Zdenek.Uhlir@nkp.cz
Georg Vogeler, Historisches Seminar – Abt. Geschichtliche Hilfswissenschaften; G.Vogeler@lrz.uni-muenchen.de
Jure Volèjak, Archiv der Republik Slowenien; Jure.Volcjak@gov.si
Herbert Wurster, Archiv des Bistums Passau; dr.herbert.wurster@bistum-passau.de

Karl Heinz (karl.heinz@monasterium.net)

<http://www.augias.net/art_4823.html>



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In der Schweiz finden sich die grundlegenden gesetzlichen Vorschriften über die rechtskonforme Führung und Aufbewahrung von Geschäftsbüchern im Obligationenrecht (OR) und in der Geschäftsbücherverordnung (GeBüV) ...WEITER



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Die Sammler von Bremensien warten stets darauf, dass in den Tagen vor Weihnachten das "Bremische Jahrbuch" erscheint. Jetzt legten das Staatsarchiv Bremen ...WEITER



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vom: 18.12.2005

Eine bemerkenswerte Arbeit über die Geschichte der Konfirmation in Westfalen erforscht die Entstehung eines Brauchs: Es geht um den sog. Konfirmationsschein, dessen Vergabe- und Gestaltungspraxis mit einem Akt zentraldirigistischer Steuerung begann. D ...WEITER



BMBF fördert Langzeitarchivierung für digitale Daten
vom: 17.12.2005

Digital auf elektronischen Datenträgern vorliegende Informationen können derzeit nur schwer über Jahre gespeichert werden. Im Interesse von Wissenschaft und Forschung muss diese komplexe Aufgabe mit innovativer Technik bewältigt werden. Unter Leitung der ...WEITER



Arbeitskreis Archive im Rhein-Neckar-Dreieck
vom: 16.12.2005

Im Schnittpunkt der drei Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz liegt einer der größten deutschen Ballungsräume: die Metropolregion Rhein-Neckar - das selbst ernannte "Chancenreich". 123 Archive aus der gesamten Region ...WEITER



Stadtarchiv Grevesmühlen zieht um
vom: 15.12.2005

Das Stadtarchiv Grevesmühlen, das zwischen 1970 und 1993 unregelmäßig besetzt war, hat seit 1994 eine hauptamtliche Leitung. In Bezug auf die städtische Aktenüberlieferung Grevesmühlens gab es vermutlich in den 1950er Jahren umfangreiche Archivgutvernich ...WEITER



Archivführer Münster
vom: 15.12.2005

Zu den teilweise schon Jahrhunderte alten Einrichtungen in der Stadt Münster gehören die Archive. Diese Archive der Stadt gehören unterschiedlichen Institutionen wie Universität, Landschaftsverband Westfalen-Lippe ...WEITER



Digitale Langzeitarchivierung im Gesundheitswesen
vom: 15.12.2005

In Deutschlands Krankenhäusern, Arztpraxen, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen werden jedes Jahr rund 5 Milliarden neue Dokumente erzeugt, deren langfristige Archivierung geschätzte 2,5 Milliarden Euro jährlich kostet. Gesetzliche Vorgaben regeln, ...WEITER



Umzugssorgen beim St. Petersburger Staatsarchiv
vom: 14.12.2005

Das Historische Staatsarchiv St. Petersburg besitzt vor allem Quellen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und dokumentiert damit im wesentlichen die "Petersburger Epoche" in der russischen Geschichte. Es soll das größte Archiv seiner Art in Russland ...WEITER



Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden
vom: 14.12.2005

Nachdem das Stadtarchiv Bad Oeynhausen bereits im Frühjahr 2005 in einer Veranstaltungsreihe an das Kriegsende vor 60 Jahren erinnerte, erschien nun das Buch "Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden". Der 400 Seiten umfassende Band geht jedoch über das ...WEITER



CONTRASTE 12/05 zu Archive von unten
vom: 14.12.2005

Die Dezember Ausgabe von CONTRASTE, der seit über 20 Jahren erscheinenden Monatszeitung für Selbstorganisation, ist nun erschienen.

Der Schwerpunkt ist "Archive von unten", also die Archive der neuen sozialen Bewegungen.

Hier http://www.nadir.org/nadir/periodika/contraste/dezember_2005.htm ...WEITER



IGPP-Projekt: Jüdische Hellseher und Paragnosten im 19. und 20. Jahrhundert
vom: 13.12.2005

Das im Jahr 1950 von dem deutschen Psychologen und Arzt Prof. Dr. Dr. Hans Bender (1907-1991) in Freiburg/Br. gegründete "Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. ...WEITER



Briefe von Greta Garbo aus schwedischem Staatsarchiv gestohlen
vom: 11.12.2005

Vier Poststücke der legendären schwedischen Filmschauspielerin Greta Garbo (1905-1990) sind aus dem schwedischen Reichsarchiv verschwunden und vermutlich gestohlen worden. Laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT ...WEITER



Dokumente einer jüdischen Textilunternehmerfamilie in Bocholt
vom: 10.12.2005

Wie in keiner anderen Stadt Westfalens stiegen jüdische Unternehmer ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Bocholt in die Textilproduktion ein. In Baumwollspinnereien und -webereien produzierten sie klassische Bocholter Artikel wie Nessel, Biber und Baumwollde ...WEITER



Das Zwettler Stadtarchiv in der Vorreiterrolle
vom: 09.12.2005

Dass sich in den letzten Jahren eine vorbildliche Zusammenarbeit des Instituts für Geschichte der Universität Wien mit dem Archiv der Stadt Zwettl ...WEITER



Neues über die Goldstadt Pforzheim
vom: 09.12.2005

Die Goldstadt Pforzheim verfügt über eine vielfältige Vergangenheit: Von der Blütezeit im Hochmittelalter über den Aufstieg zu einem Zentrum der Schmuck- und Uhrenindustrie im 19. Jahrhundert bis hin zur Zerstörung durch die Bombardierung der Alliierten ...WEITER



Archiv Ökologische Agrarkultur gegründet
vom: 08.12.2005

Unter dem Motto "Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht gestalten" ist Anfang Dezember in Kassel der Verein "Archiv Ökologische Agrarkultur" gegründet worden. Ziel des Vereins ist es, Materialien zur Geschichte der Ökologischen Lebensm ...WEITER



NS-Aktenfund im Stift Klosterneuburg
vom: 08.12.2005

Im Stift Klosterneuburg sind jetzt im Zuge der laufenden Umbauarbeiten mehrere tausend Seiten umfassende Papierbündel auf einem Dachboden unterhalb der Kuppel sowie in einer alten Registratur bei der Kaiserstiege wiederaufgefunden worden. Bei den Akte ...WEITER



>>Da waren so viele alte Leute<< - feierliche und fröhliche Übergabe der Festschrift Botho Brachmann
vom: 07.12.2005

Als „Doyen“ des Archivwesens der DDR wurde Prof. Dr. Botho Brachmann bei der feierlichen - wenn auch verspäteten - Übergabe der Festschrift[1] anläßlich seines 75. Geburtstag bezeichnet. Zu Recht.

Das Fest mit launigen Ansprachen, Musik und durch ...WEITER



Online-Verzeichnis der pfälzischen und rheinhessischen Kirchenbücher
vom: 06.12.2005

Bisher gab es für die Pfalz und für Rheinhessen nur zwei konfessionsübergreifende Standardwerke (vgl. Müller, Anton: Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz. München 1925; Praetorius, Otfried: Kirchenbücher und Standesregister für alle Wohnplätze im Land ...WEITER



Vorzeigeobjekt Stadtarchiv Bad Schwartau
vom: 06.12.2005

Die schleswig-holsteinische Kleinstadt Bad Schwartau, unmittelbar nordwestlich von Lübeck gelegen, war schon vor 1900 ein Luftkurort. 1895 war hier die erste Solequelle mit hohem Jodgehalt entdeckt worden. 1912 erhielt die Gemeinde das Stadtrecht, 191 ...WEITER



Frischzellenkur für Stadtarchiv Hochheim
vom: 05.12.2005

Es ist schon lange her, dass Bestände des Stadtarchivs Hochheim gesichtet und erschlossen wurden. Der Ist-Zustand liefert hingegen ein trauriges Bild: Das Hochheimer Stadtarchiv fristet ein Schattendasein im muffigen Keller des Alten Rathauses. In den h ...WEITER



Praxismappe Archiv
vom: 04.12.2005

Die Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive Österreichs stellt Musterformulare und Unterlagen für den Archivalltag zur Verfügung. Die Praxismappe Archiv wurde anlässlich der Präsentation der "Richtlinien zur Sicherung und Nutzung der Ordensarchive" ...WEITER



Ingolstädter Kulturpreisträger 2006
vom: 03.12.2005

Passend zum Stadtjubiläum 2006 erhalten zwei Historiker Ingolstadts als "Anerkennung für herausragende Leistungen auf kulturellem Gebiet" den mit 6.000 Euro dotierten Kulturpreis der Stadt. Neben Dr. Theodor Straub ...WEITER



Archivpfleger aus Neumarkt bilden sich weiter
vom: 02.12.2005

Zur Weiterbildung tagten die Archivpfleger des Landkreises Neumarkt in der fränkischen Kleinstadt Roth. Im Schloss Ratibor ist das Stadtarchiv Roth ...WEITER



Ausstellung und Vorträge zum Thema Antisemitismus im Staatsarchiv Darmstadt
vom: 02.12.2005

„In antisemitischer Gesellschaft“ lautet der Titel einer Ausstellung, die am 2. Dezember um 18.30 Uhr im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt eröffnet wird. Begleitend dazu g ...WEITER



Verdienstorden für ehrenamtlichen Archivar
vom: 02.12.2005

Aus Anlass des diesjährigen Tages des Ehrenamtes wurden am 20. November neun saarländische Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Überreicht wurden die hohen Auszeichnungen, die auf Vorschlag des Ministerpr ...WEITER



Ausstellung >>Schutzhaft<< in Detmold
vom: 01.12.2005

Unter dem Titel "Schutzhaft" präsentiert das Landesarchiv NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold in seinem Foyer in der Zeit vom 25.1.-7.4. 200 ...WEITER



Die NS-Mörder sind noch unter uns
vom: 01.12.2005

In ganz Westeuropa verübten deutsche Wehrmacht, SS- und Polizeitruppen Massaker an der Zivilbevölkerung. Ortsnamen wie Sant'Anna di Stazzema, Marzabotto, Vallucciole (Italien), Oradour-sur-Glane (Frankreich), Kragujevac (Serbien), Distomo, Kommeno (Griec ...WEITER



Basler Staatsarchiv stellt Bilder ins Internet
vom: 01.12.2005

Das Basler Staatsarchiv hat damit begonnen, Bilder ins Internet zu stellen, um sie besser zugänglich zu machen. Vorerst sind es 7.000 historische Fotos und Bilder, die via Internet auf dem Computerbildschirm betrachtet und als hochaufgelöste TIFF-Format ...WEITER



Umbau des Ulmer Schwörhauses hat begonnen
vom: 30.11.2005

Bis vor anderthalb Jahren spielte im Ulmer Schwörhaus noch die publikumsintensive Stadtbibliothek die erste Geige. Das Archiv war (und ist) nur über einen Seiteneingang zu erreichen gewesen. Nach dem Auszug der Stadtbibliothek ...WEITER



vertikult - Service für den Kulturbereich
vom: 30.11.2005

Für Menschen, die im Kulturbereich arbeiten, ist seit Anfang 2005 das Webportal des Dienstes vertikult zu erreichen. Das Internet-Portal und ein Servicebüro haben die Aufgabe, Arbeitsangebote ...WEITER



Lottofee beschenkt das Archiv für Agrargeschichte
vom: 29.11.2005

Das 2002 gegründete "Archiv für Agrargeschichte" in Zollikofen sichtet historisch wertvolle Quellen zur Agrargeschichte in der Schweiz, erschließt sie und übergibt die Bestände bestehenden Archiven, damit sie dort aufbewahrt und der Öffentlich ...WEITER



Garbsen - Neue Mitte am Rand?
vom: 29.11.2005

Die Stadt Garbsen ist, obwohl erst einige Jahrzehnte jung, eine der 15 größten Städte Niedersachsens und ein wichtiges Nebenzentrum Hannovers. Als "Mitten am Rand" prägen Städte wie Garbsen heut ...WEITER



Das Wolfsburger Modell einer reflexiv-konstruktiven Archivdidaktik
vom: 28.11.2005

Das Stadtarchiv Wolfsburg wurde Ende der 1970er Jahre zu einem funktionsfähigen Kommunalarchiv ausgebaut. Die 1938 zur Produktion des Volkswagens gegründete "Stadt des KdF-Wagens", so ihr Name bis 1945, hatte damals gerade die 100.000er-Einwohner-Grenze ...WEITER



Du bist Deutschland gab's schon
vom: 26.11.2005

Die Ende September 2005 gestartete Kampagne deutscher Medienunternehmen "Du bist Deutschland" plädiert für Weltoffenheit, Engagement und Optimismus. Ausgerechnet der Slogan fand aber schon mal Verwendung: als Agitationsspruch der Nazis. Aus dem Stadtarchiv Ludwigshafen ...WEITER



Neue Quellen zur Frauengeschichte im Stadtarchiv Karlsruhe
vom: 26.11.2005

Das Stadtarchiv Karlsruhe kann eine wertvolle Ergänzung seiner Bestände durch den Nachlass der Schriftstellerin, Politikerin und Frauenrechtlerin Marie Schloß verbuchen. Deren in der Schweiz lebende Enkelin schenkte dem Stadtarchiv ...WEITER



Bürgerschule soll Stadtarchiv Frankfurt/Oder aufnehmen
vom: 25.11.2005

Das Archiv des 1253 zur Stadt erhobenen Marktfleckens Frankfurt/Oder wurde 1890 eine selbstständige Einrichtung der Stadt. Standort war die Sakristei der Franziskanerklosterkirche, die heute als Konzerthalle dient. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhund ...WEITER



Archivberatung für Hessen gefordert
vom: 24.11.2005

Die Verleihung des erstmals vergebenen Hessischen Archivpreises an Stephanie Goethals vom Pfungstädter Stadtarchiv sowie an die drei ehrenamtlichen Archivare Reinhard Michel aus Obe ...WEITER



Norddeutsche Mission übergibt Archiv
vom: 23.11.2005

Das nach Auffassung von Experten in seinem Bestand einmalige Archiv der Norddeutschen Mission (NM) geht endgültig in den Besitz der öffentlichen Hand über. Das Missionswerk übergab m ...WEITER



Münster nach 1945: Hunger nach Kultur
vom: 23.11.2005

Mit dem kulturellen Neubeginn nach 1945 beschäftigt sich der letzte Themenabend des Jahres im Stadtarchiv Münster am 28. November um 18 Uhr. Zahlreiche Dokumente, die in den klimat ...WEITER



Neues Ratinger Forum erschienen
vom: 22.11.2005

Das Stadtarchiv Ratingen hat das neunte Heft des "Ratinger Forums - Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte" veröffentlicht. Es ist ab sofort zum Preis von 10,00 € über das Stadtarchiv ...WEITER



Bogengemeinschaft hinterlegt Dokumente im Kreisarchiv Warendorf
vom: 22.11.2005

Vier bunte Kisten voller Geschichte übergab der Vorsitzende der Bogengemeinschaft Obere Brünebrede e.V. aus Warendorf, Ralf Sawukaytis, kürzlich dem Kreisarchiv Warendorf. Unt ...WEITER



Dokumentation zu Zwangsarbeit in evangelischer Kirche und Diakonie 1939-1945
vom: 21.11.2005

Die beiden großen Kirchen haben in der NS-Zeit nach Schätzungen von Historikern bis zu 15.000 Zwangsarbeiter beschäftigt. Dabei war der Anteil der evangelischen und der katholischen Kirche etwa gleich groß, so der Kirchenhistoriker Jochen-Christoph Kais ...WEITER



Archivmitteilungen 15/2005 der Ev. Kirche von Westfalen
vom: 20.11.2005

In der neuen Ausgabe der vom Landeskirchlichen Archiv Bielefeld herausgegebenen "Archivmitteilungen" führen zwei Beiträge auch über die Grenzen Westfalens hinaus, und zwar nach Lippe. Matthias Rickling stellt die Ausstellung "reformieren - streiten - bekennen. 400 Jahre reformiertes Bekenntnis ...WEITER



FAMI-Verstärkung im Hertener Stadtarchiv
vom: 19.11.2005

Friedhelm Hahn heißt die neue Kraft, die ab 1. Dezember 2005 im Stadtarchiv Herten ihre Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste anfängt. Der Langzeitarbeitslose arbeitet schon seit über einem Jahr ehrenamtlich beim Stadtarchiv ...WEITER



EDV gegen Feuchtigkeit im Archiv
vom: 17.11.2005

Ein Raumüberwachungssystem für das Salzburger Landesarchiv entwickelten im Rahmen eines Projektes drei Absolventen der Sparte Informationstechnik & Systemmanagement ...WEITER



Neue Ratinger Kulturamtsleiterin
vom: 16.11.2005

Dr. Inge Röhnelt hat am 14. November 2005 ihre neue Stelle als Leiterin des Kultur- und Verkehrsamtes der Stadt Ratingen angetreten. Bürgermeister Harald Birkenkamp hieß die 48-Jährige an ihrem ersten Tag herzlich willkommen: „Ich freue mich, dass das Ku ...WEITER

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