Das Kommunalarchiv im Spannungsfeld seiner Aufgaben. Bericht von der ANKA-Tagung 2006

Vom: 01.04.2006

Gastgeber der 44. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare e.V. (ANKA), die vom 27. bis 28. März 2006 im Alvar Aalto Kulturhaus der Stadt Wolfsburg stattfand, war das Stadtarchiv Wolfsburg. Mit der Wahl des Tagungsortes wurden die besonderen Leistungen des Stadtarchivs, insbesondere in archivpädagogischer Hinsicht, honoriert (siehe Bericht vom 26.6.2005). Auch der Wolfsburger Oberbürgermeister Rolf Schnellecke lobte in seinem Grußwort zurecht seine engagierte Stadtarchivleiterin Dr. Birgit Schneider-Bönninger, die dieses Lob sogleich an ihr Archivteam, das sich auch um die Durchführung der ANKA-Tagung verdient machte, weitergab. Überhaupt drehte sich die Tagung weniger um die typischen innerbehördlichen Reibungsflächen von Profil und Ausstattung der Kommunalarchive im Kontext der Verwaltungsreform und Budgetierung. Es ging vielmehr um die Vielfalt des archivischen Alltagsgeschäfts, von der auch der ANKA-Vorsitzende Dr. Ernst Böhme (Stadtarchiv Göttingen) in seinen einleitenden Worten sprach. Diese Vielfalt herkömmlicher und zukünftiger Aufgaben müsse „Spannungsfelder“ geradezu zwangsläufig zur Folge haben (daher auch die heterogene Themenwahl der ANKA Tagung: „Urkunden, Doppik, digitales Desaster – Das Kommunalarchiv im Spannungsfeld seiner Aufgaben“).

44. ANKA-Tagung in Wolfsburg (Alvar Aalto Kulturhaus)

Ohne direkteren Bezug zum Tagungsthema führte PD Dr. Peter Aufgebauer (Universität Göttingen) in seinem Eröffnungsvortrag schlaglichtartig einige „Neue Tendenzen in der Mittelalterforschung“ der letzten 25 Jahre vor Augen, die u.a. aus der Wirkung der sog. Neuronalen Wende resultieren. Er entwickelte aber auch aus weiteren vorgestellten, praxisnäheren Ansätzen (Residenzenforschung und Umweltgeschichte) keinen Anforderungskatalog der Wissenschaft an die Archivszene und deren Bewertungsdiskurs.

Anregender waren insofern die Impulsreferate der ersten Tagungssektion „Sammlungen in Archiven“: Olaf Piontek (Stadtarchiv Braunschweig) stellte nicht nur das „FrauenArchiv Braunschweig“ und dessen Genese vor, sondern ging auch kurz auf die Geschichte der Frauenarchive seit den 1920er Jahren ein. Die konkreten Vorbilder für das Braunschweiger Frauenarchiv stammen aus Dresden und Hannover. Das Frauenarchiv in Braunschweig, wo man Frauengeschichte als originären Teil der Stadtgeschichte versteht, resultiert dabei aus einer Zusammenarbeit von Verein, Archiv und Stiftung; der jüngst aufgelöste Verein „Frauenarchiv Braunschweig e.V.“ hat konsequenterweise auch seinen Bestand ins Stadtarchiv Braunschweig überführt. Das weitere, vielfältige Sammlungsgut des „FrauenArchivs Braunschweig“, das derzeit rund 11,8 laufende Meter umfasst, resultiert aus direkten und indirekten Kontakten, wobei das Archiv zur Übernahme von Vor- und Nachlässen insbesondere gezielt auf Privatpersonen zugeht.

Zeitzeugenkontakte stellen auch für die junge Stadt Wolfsburg, die 1938 als Stadt des KdF-Wagens gegründet wurde, einen naturgemäß zentralen Arbeitsbereich dar. Zeitzeugendokumentationen finden sich dementsprechend seit langem im Stadtarchiv Wolfsburg, wie Dr. Birgit Schneider-Bönninger erläuterte. Sie selbst wechselte aus der Arbeit der dortigen Geschichtswerkstatt, die sich zur Unterstützung der zeithistorischen archivischen Tätigkeit gebildet hatte, ins Stadtarchiv. Das Archiv wendet sich der „Oral History“ auf verschiedenen Pfaden zu, führt u.a. unter dem Titel „Wolfsburger Wegbereiter“ erfolgreich mehrmonatige Dokumentationsprojekte mit Lehrern und Schülern zur schriftlichen Erweiterung des Sammlungsbestandes durch.

Einen ebenfalls arbeitsintensiven Sammlungsbestand stellte Dr. Ernst Böhme mit der Plakatsammlung des Stadtarchivs Göttingen vor: Der bisher 12.000 Plakate unterschiedlicher Provenienz umfassende und jährlich um rund 500 Exemplare aufgestockte Bestand stammt zumeist aus dem Städtischen Museum und deckt insofern inhaltlich auch vor allem den Bereich Kultur ab. Die als Findmittel existierende Datenbank wird in Kürze auch über das Internet recherchierbar sein. Die bisher bereits zur Hälfte geschehene Verfilmung der Plakate wird mit „Bordmitteln“ finanziert, eine Digitalisierung des Bestandes konnte zum Bedauern Böhmes bislang hingegen nicht erfolgen.

Das Ergebnis einer sukzessiven Digitalisierung städtischer Urkunden konnte der anschließende Referent Rainer Kasties (Stadtarchiv Hannover) vorstellen: Das „Digitale Urkundenbuch“ der Stadt Hannover, das Mitte 2006 online gestellt werden soll, übertrifft mit seinen 518 Datensätzen dabei zahlenmäßig bereits das einzige Urkundenbuch Hannovers, das im Jahr 1860 mit 480 Einträgen erschienen ist. Trotz der für die Impulsreferate dieser Sektion knappen Zeitvorgaben hätten die rund 80 bis 90 anwesenden niedersächsischen Kommunalarchivare gern noch etwas über Vorbilder und Projektentscheidungen zum virtuellen Urkundenbuch Hannover erfahren, zumal ja auch einer der Klassiker der Urkundendigitalisierung für das Internet, das Stadtarchiv Duderstadt, aus der niedersächsischen Vergleichsregion stammt.

In der Nachmittagssektion des ersten Veranstaltungstages („Archivmanagement und die Renaissance des Aktenplans“) informierte Katharina Tiemann vom Westfälischen Archivamt (Münster) über die Einführung der Doppik in den niedersächsischen Kommunen zum 1. Januar 2007 (www.doppik-niedersachsen.de). Vor dem Hintergrund der nordrhein-westfälischen Erfahrungen, wo das NFK bereits 2005 eingeführt worden ist (www.neues-kommunales-finanzmanagement.de), hob Tiemann in ihrem informativen Vortrag, der zum zeitnahen Nachlesen sowie zur besseren Vorbereitung auf die verpflichtende Einführung des Neuen Kommunalen Rechnungs- und Steuerungssystems auch in das ANKA-Internetangebot (www.anka-online.net) eingestellt wurde (PDF-Download), die Bedeutung der Eröffnungsbilanz hervor. Sie führte dabei aus, dass anders als in Hessen, wo die Kultureinrichtungen eine Bewertung vorzunehmen hatten, die rechtlichen Regelungen für Niedersachsen bei unentgeltlich erworbenem Archivgut keine Bewertung im finanziellen Sinne vorsehen. Archivgut besitze hingegen einen immateriellen Wert und sei unveräußerlich; entsprechend gebe es auch keine Abschreibung bei Archivgut. Für die Archive habe bei Einführung der Doppik, so Tiemanns Resümee, vor allem der Bildung archivischer Produkte die Aufmerksamkeit zu gelten. Sie wies dafür auf die KGSt-Musterproduktbeschreibungen und die notwendige Angabe von Kennzahlen (z.B. über Magazinflächen, Raumreserven, technische Ausstattung etc.) hin.

Geht die Einführung des NKRS in Niedersachsens Kommunen auf eine Entscheidung des Bundeslandes zurück, so handelt es sich bei der Entwicklung eines landeseinheitlichen Aktenplans für Niedersachsen, den Ulrich Mahner (Niedersächsischer Städtetag) vorstellte, um ein Projekt der kommunalen Spitzenverbände. Initiator des Projektes ist hingegen mit der Firma Hans Held GmbH ein privates Unternehmen, das bereits für andere Bundesländer Aktenpläne erstellt hat und mittlerweile auch den KGSt-Aktenplan vertreibt. Diesen Aktenplan will die Neuentwicklung, die u.a. eine klare hierarchische Gliederung vorsieht, allerdings ablösen. Wenngleich die deutliche Mehrheit der niedersächsischen Kommunen einer Umfrage zufolge die Entwicklung eines kommunalen Aktenplans für notwendig erachtete, sei die Resonanz auf den für 190 Euro zu erwerbenden Aktenplan in den Verwaltungen bisher „verhalten“.

Eine Besichtigung („Factory Tour“) im Volkswagenwerk Wolfsburg sowie im dortigen Unternehmensarchiv der Volkswagen AG und der am Originalschauplatz entstandenen Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit bei VW war für die Tagungsteilnehmer ein eindrucksvoller inhaltlicher Abschluss des ersten Veranstaltungstages, der mit einem üppigen abendlichen Empfang der Stadt Wolfsburg im Schloss Wolfsburg abgerundet wurde.

Im Anschluss an die öffentliche Mitgliederversammlung der ANKA zu Beginn des zweiten Tages fanden weitere Impulsreferate im eng gestrickten Tagungsprogramm Platz: Dabei zeichnete die ehemalige Braunschweiger Stadtarchivleiterin Dr. Bettina Schmidt-Czaia (Stadtarchiv Köln) die Auseinandersetzungen um den Neubau des Stadtarchivs Braunschweig im umstrittenen ECE-Projekt „Schlossarkaden“ nach. Dessen Eröffnung ist am historischen Standort des kriegszerstörten und 1960 abgebrochenen Braunschweiger Schlosses für das erste Quartal 2007 geplant. Nach einer Klagewelle gegen die Rekonstruktion des Schlosses im Zustand von 1920 werden die Schlossarkaden neben unzähligen Geschäften auch erstmals einen integrierten Kulturstandort für Braunschweig bieten, in dem, so Schmidt-Czaia, auch eine sachgerechte Archivtechnik gewährleistet sei.

Manfred Bätje, der Leiter des Stadtarchivs Norderney, das im Frühjahr 2007 Veranstaltungsort für die nächste Jahrestagung der ANKA sein wird, stellte nicht nur sein Archiv „am Rande der belebten Welt – zwischen Butt und Bikini“ vor, sondern auch das Bademuseum, das auf seine Initiative hin auf der ostfriesischen Insel, die seit 1797 als „Seebadeanstalt“ um Gäste wirbt, eingerichtet werden konnte. – Dass verschiedene, zeitgleich zu bedienende Aufgabenbereiche das typische Alltagsgeschäft für viele Kommunalarchive darstellen, machte Dr. Jens Murken (Landeskirchliches Archiv Bielefeld) zum Ausgangspunkt für sein Referat zu den Erfahrungen und Ergebnissen des „Tages der Archive“. Trotz dieser Zusatzbelastung und etlichen Verbesserungsmöglichkeiten an der Vorbereitung, Bewerbung und Durchführung des vergangenen bundesweit veranstalteten Tages der offenen Tür im September 2004 seien die Erwartungen der überwiegenden Mehrheit der sich am „Tag der Archive“ beteiligenden Archive erfüllt worden. Als verbesserungsfähig erscheine in der Rückschau die Mobilisierung der Zunft und die Einbindung der Archivträger, aber auch die weitere Zuspitzung des Programms auf spezifische Besuchergruppen.

Zur Einführung in das Thema der folgenden Tagungssektion („Ausgründungen aus der Verwaltung und ihre Auswirkungen auf die archivische Überlieferung“) wies Karljosef Kreter (Stadtarchiv Hannover) mit den Lücken in der Überlieferungsbildung und der Verarmung der Bestände auf zentrale Folgen von Ausgründungen und Privatisierungen kommunaler Betriebe hin. Dr. Bernd Kappelhoff (Niedersächsisches Landesarchiv) widmete sich in seinem Vortrag zur staatlichen Perspektive auf Ausgründungen vor allem deren rechtlichen Rahmenbedingungen und den bereits im Zusammenhang der Archivgesetzentstehung Ende der 1980er Jahre problematisierten Fragen der Anbietungspflicht bestimmter Gesellschaften, die nicht am unternehmerischen Wettbewerb teilnehmen. Da die Anbietungspflicht, die mittels Archivgesetz zu regeln sei, mit dem Zeitpunkt der Privatisierung ende, sei es zur Vermeidung von Überlieferungsverlusten wichtig, dass der Zugriff der staatlichen (und auch der kommunalen) Archive auf die ihnen zustehenden Altakten zeitnah erfolge.

Dr. Christian Heppner (Gemeindearchiv Isernhagen) stellte dann als erster von drei Referenten mit der Übernahme der Akten der Hannoverschen Verkehrsbetriebe ÜSTRA in das Stadtarchiv Hannover den Ablauf eines exemplarischen Abgabefalles dar. Konkreter Anlass für die Übernahme waren die vollen ÜSTRA-Keller. Da der Straßenbahnbetrieb seit seiner Gründung 1892 ein eigenständiges Unternehmen gewesen ist, stellte die kommunal beeinflusste Abgabeentscheidung der ÜSTRA für das Stadtarchiv Hannover zwar keine Selbstverständlichkeit dar. Doch konnte das Stadtarchiv ein praktikables und attraktives Angebot per Depositalvertrag vorlegen und auch die zeitnahe Erschließung und Verzeichnis des ÜSTRA-Bestandes durch ein Projekt gewährleisten. 1.500 Verzeichnungseinheiten, zudem 500 Titel Bibliotheksgut, 600 Fotos und 500 Streckenkarten umfasst der Bestand, für den sich mittlerweile sogar eine Abgabetradition entwickelt hat, da nachträglich Personalakten abgeliefert worden sind. Dem ÜSTRA-Bestand fehlen hingegen die ausgegliederten und verwaltungsfernen Bereiche der Überlieferung sowie die Handakten der Unternehmensführung. Die Kosten für die Deponierung des ÜSTRA-Bestandes im Stadtarchiv Hannover liegen bei günstigen fünf Euro im Jahr pro Laufmeter.

Ein Depositalvertrag stellt auch die Grundlage für die Schriftgutübernahme der im Jahr 2005 fusionierten Kreissparkasse und Sparkasse Hildesheim durch das Stadtarchiv Hildesheim dar. Allerdings hatte das Archiv einige „Kröten“ zu schlucken, wie Dr. Michael Schütz (Stadtarchiv Hildesheim) eingestand, da man sich im Depositalvertrag u.a. auf strengere resp. längere Sperrfristen eingelassen hat. Auch geschieht die Bewertung (nach dem „Stader Modell“) des Stadtarchivs nach Rücksprache mit dem Aktengeber. Aufgrund der engen Verflechtung des städtischen Sparkassenwesens mit der städtischen Entwicklung Hildesheims seit dem 19. Jahrhundert gab es zur Deponierung der Akten im Stadtarchiv keine Alternative.

Von einer beiderseitigen „Win-win-Situation“ im Zuge einer externen Altaktenübernahme konnte Dr. Cornelia Regin für das Stadtarchiv Hannover berichten: Dabei werden die Archivalien der hannoverschen Häfen – es handelt sich um vier städtische Häfen, die Ende des Ersten Weltkriegs am Mittellandkanal entstanden sind – nur virtuell mittels einer Erschließungsdatenbank zusammenhängen. Der Bestand selbst wird zu einem Teil im Stadtarchiv deponiert, ein anderer Teil bleibt bei den Häfen, die im Zuge eines Neubaus und eines Umzugs ihr Archiv neu organisieren wollten und so den Kontakt zum Stadtarchiv Hannover herstellten. Diese Zusammenarbeit zwischen Häfen und Stadtarchiv entwickele sich erfreulich, wie Frau Regin darlegte. Weitere Erschließungsprojekte seien bereits angedacht, derzeit präsentiert das Stadtarchiv Hannover eine Ausstellung über den Mittellandkanal (www.stadtarchiv-hannover.de).

Weit weniger ermunternd wirkte der Start in die Abschlusssektion der ANKA-Tagung („Digitale Archive – Probleme und Perspektiven“). Sie begann mit der Vorführung der fünfundvierzigminütigen NDR-Filmdokumentation „Das digitale Desaster“, die die Folgen der gedankenlosen Digitalisierung der bildlichen und schriftlichen Überlieferung insbesondere in Privathaushalten vor Augen führt und unsere Epoche aus zukünftiger Betrachtung als ein dunkles Zeitalter des Vergessens charakterisiert. – In den beiden abschließenden Vorträgen der Tagung wurde mit Blick auf die elektronische Aktenführung kein vergleichbar düsteres Szenario entwickelt, was wohl vor allem daran lag, dass die heutigen Probleme und Unsicherheiten mit der Langzeitarchivierung digitaler Daten von beiden Referenten nicht explizit angesprochen wurden.

Dr. Martin Hube (Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, Referat CIO) riss in seinem Vortrag über die Einführung des eGovernment in Niedersachsen zwar auch die dreistufige Aufbewahrungsform in der Verwaltung an, die aus Kurzzeit-, Langzeit- und Archivspeicher bestehen soll, konzentrierte sich in seinen Ausführungen aber ansonsten auf die Darlegung der im Jahr 2001 begonnenen ganzheitlichen elektronischen Verwaltung. Das Online-Verfahren, das große Einsparpotenziale, insbesondere im Personalbereich (!), verspreche, soll bis 2014 systematisch eingeführt werden. Als größtes Projekt innerhalb des eGovernment-Masterplans (Download) stehe dabei die elektronische Aktenführung an.

Auf die IT-gestützte Vorgangsbearbeitung zielt auch das 1996 entstandene DOMEA-Konzept ab, wie Rainer Ullrich (Fa. Infora, Berlin) in seinem abschließenden Vortrag über „Aussonderung und Archivierung elektronischer Akten nach dem DOMEA-Konzept“ darlegte. Ullrich betonte, dass bei dem mittlerweile erneuerten Konzept DOMEA 2.0 dem Aspekt der Archivierung von Akten ein besonderer Stellenwert beigemessen werde (www.kbst.bund.de). In seinem Fazit plädierte der Referent für eine frühzeitige Einbeziehung der zuständigen Archivbehörden bei der stufenweise Einführung von DOMEA. – Exemplarisch für die gesamte Tagung wurde den Teilnehmern damit noch einmal vor Augen geführt, vor welchen Herausforderungen das kommunale Archivwesen in den nächsten Jahren steht. Damit die vielen „Einzelkämpfer“ in den Archiven der Kommunen und Kreise sich nicht im Spannungsfeld ihrer Aufgaben übernehmen (denn diese Befürchtung wurde immer wieder laut), erscheint nicht nur der regelmäßige Erfahrungsaustausch und die Weiterbildungsmöglichkeit, wie sie die ANKA-Tagung 2006 trotz zeitlich nur beschränkter Diskussionsmöglichkeit bot, notwendig und sinnvoll, sondern auch die enge innerbehördliche Kooperation unter Einbeziehung der Archive sowie die vertrauensvolle fachliche Zusammenarbeit zwischen Archiven unterschiedlicher Provenienz.

Jens Murken (Bielefeld)

<http://www.augias.net/art_5000.html>



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Der Ball ist KREISrund bis zum 2. Juni geöffnet
vom: 11.05.2006

(Warendorf). Den "Tag der offenen Tür" des Warendorfer Kreisarchivs nutzten am vergangenen Sonntag (7.5.) rund 80 interessierte Besucher, um sich die Fußball-Ausstellung anzusehen u ...WEITER



100 Jahre Schweizerisches Sozialarchiv
vom: 11.05.2006

Das international renommierte Schweizerische Sozialarchiv in Zürich feiert von Mai bis September 2006 seinen hundertsten Geburtstag. Das Sozialarchiv ...WEITER



Durchwachsene Resonanz auf Tag der Archive in Magdeburg
vom: 10.05.2006

In Magdeburg hatten die Besucher zum Tag der Archive am 6./7. Mai 2006 die Wahl zwischen vier Archiven: Das Stadtarchiv, das Landeskirchenarchiv ...WEITER



Spiel ohne Grenzen 1965 im Lemgoer Stadtarchiv
vom: 10.05.2006

Zum dritten Mal hatte der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) bundesweit am 6. Mai 2006 zum Tag der Archive ...WEITER



Archivfinder für die Region Siegerland und Wittgenstein
vom: 09.05.2006

Der Arbeitskreis der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein und der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein e. V. haben den ersten Archivfinder für die Region Siegerland und Wittgenstein vorgestellt. 

Die 60-seitige Broschüre „Aus erster Quelle. Ar ...WEITER



2. Klasse besuchte Landeskirchliches Archiv Kassel zum Tag der Archive
vom: 09.05.2006

Anfang Mai fand bundesweit der „Tag der Archive“ statt. Dieser Tag der offenen Tür präsentiert sich in zweijährigem Turnus und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Der Ball ist rund“. Die ...WEITER



Stadtarchiv Gladbeck jetzt online
vom: 07.05.2006

Das Stadtarchiv Gladbeck ist ab sofort im world-wide-web vertreten. Unter www.stadtarchiv-gladbeck.de können sich alle an Gladbecker Geschichte interessierten Menschen über die Arbei ...WEITER



Neue Archivalien im Stadtarchiv Greven warten auf Benutzung
vom: 06.05.2006

"Ein Archiv lässt sich mit einem Eisberg vergleichen: das meiste bleibt verborgen. Aber nur unsere Arbeit läuft hinter den Kulissen ab, die Archivalien sollen natürlich die sichtbare Spitze des Eisbergs bilden", so beschreibt Grevens Stadtarchivar Dr. Stefan Schröder ...WEITER



Sächsische Archive laden ein zum Tag der Archive
vom: 05.05.2006

Am 6. Mai 2006 findet der dritte deutschlandweite Tag der Archive statt. Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion, die der breiten Öffentlichkeit das Archivwesen in all seinen Facetten näher bringen möchte.

Auch das Sächsische Staatsar ...WEITER



Der TAG DER ARCHIVE am Beispiel Münster: Sport, Spiel und Freizeit
vom: 04.05.2006

Am Sonntag, 7. Mai, findet zum dritten Mal ein bundesweiter Tag der Archive statt. Auch Münsters fünf große Archive laden von 11 bis 18 Uhr unter dem Motto "Sport, Spiel ...WEITER



Stadtarchiv Altenburg online
vom: 03.05.2006

Auch das Stadtarchiv Altenburg beteiligt sich am neuen Archivportal Thüringen www.archive-in-thueringen.de. Das Online-Angebot wurde von der Archivberatungsstelle am Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar ...WEITER



Tag der Archive 2006 in Ratingen
vom: 02.05.2006

Am 6. und 7. Mai 2006 findet in Deutschland der „Tag der Archive“ statt. Da bietet sich auch ein Blick auf die Ratinger Stadterhebungsurkunde – immerhin stolze 730 Jahre alt – an. Aus diesem Anlass lädt das Stadtarchiv Ratingen ...WEITER



Buch zum 50-jährigen Bestehen des Landeskirchenamtes in Bielefeld
vom: 03.05.2006

Als sich die Evangelische Kirche von Westfalen nach dem Zweiten Weltkrieg in heutiger Form bildete, war es keineswegs ausgemacht, dass Bielefeld Sitz der Kirchenleitung werden würde. Als es schließlich dazu kam, spielte auch das große Interesse der Stadt ...WEITER



Die Geschichte des Fußballs im Rhein-Sieg-Kreis
vom: 01.05.2006

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Im Juni ist es endlich so weit, dann wird in München das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft zwischen der Gastgebermannschaft Deutschland und der Elf aus Costa Rica angepfiffen. Das bevorstehende Gr ...WEITER



Tag der offenen Tür im Stadtarchiv Braunschweig
vom: 30.04.2006

Das Stadtarchiv Braunschweig beteiligt sich am Samstag, 6. Mai, 10 bis 16 Uhr, ebenfalls am bundesweiten Aktionstag des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare „Tag der Archive“ ...WEITER



Neuauflage des Gedenkbuches umfasst 150.000 jüdische NS-Opfer
vom: 08.05.2006

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Herr Staatsminister Bernd Neumann, hat heute in der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum - die zweite ...WEITER



Familienbande, Lebensläufe und Alltagsgeschichte: Biographie und Genealogie
vom: 29.04.2006

Das 3. Detmolder Sommergespräch steht ganz im Zeichen der Fragen: Wie werden aus Verwandtschaftsbeziehungen Biographien? Und was verraten Lebensläufe über die Geschichte? Genealogen und Biographen befassen sich beide mit der Geschichte von Menschen, und ...WEITER



Tag der Offenen Tür im Stadtarchiv Bonn
vom: 28.04.2006

Unter dem Motto „Der Ball ist rund“ lädt das Stadtarchiv Bonn am Samstag, 6. Mai, zu Filmvorführungen, Vorträgen und Magazinführungen ein. Von 9 bis 18 Uhr bietet der „Tag der Archive“ viel ...WEITER



Flurnamen-Materialien fürs Stadtarchiv Höxter
vom: 27.04.2006

In den 1980er und 1990er Jahren hatte Marleen Willemsen, heute mit ihrer Familie in Antwerpen ansässig, die Recherchen zu ihrer sprachwissenschaftlichen Dissertation durchgeführt. In deren Verlauf bearbeitete sie intensiv die Bestände des kommunalen Arch ...WEITER



Bildungsbausteine zum Thema Homosexualität im Nationalsozialismus
vom: 26.04.2006

Individuelles und kollektives Geschichtsbewusstsein werden immer stärker durch audiovisuelle und literarische Geschichtsdarstellungen, aber auch durch Ausstellungen geprägt. Das Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ...WEITER



15 Jahre Thüringer Archiv für Zeitgeschichte Matthias Domaschk
vom: 26.04.2006

Vor dem Hintergrund seines 15jährigen Bestehens veranstaltet das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk" (ThürAZ) am 25. November 2006 in Jena eine Tagung. Mit dieser soll eine Initiative der DFG zum wechselseitigen Dialog zwis ...WEITER



Konstanz und der Bodensee in frühen Photographien
vom: 25.04.2006

Das Stadtarchiv Konstanz arbeitet an einer Publikation über den bedeutendsten Konstanzer Fotografen German Wolf. Der in Nendingen bei Tuttlingen geborene German Wolf (1830-1890) war nach dem bisherigen Kenntnisstand von 1858-1864 als Fotograf im Raum St ...WEITER



Archivkatalog über das Nähmaschinenwerk Wittenberge
vom: 23.04.2006

Archivkataloge über den Bestand eines Archivs gibt es zahlreiche, archivübergreifende Kataloge aber schon weniger und Archivkataloge - übergreifend und dazu für ein einzelnes Werk oder Produkt - Fehlanzeige bis gestern. In mühevoller jahrelanger Kleinar ...WEITER



Kulturelle Bildung für die Kinder Münsters
vom: 24.04.2006

Mit dem Mikrofon als Radioreporterin unterwegs sein. Eine Orchesterprobe erleben und hinter Museumskulissen schauen. Mit Schauspielern über ihren Beruf sprechen. Dies und mehr machen die "Kulturstrolche" möglich, ein Projekt des Dezernates für Schule, Ku ...WEITER



Bundesregierung will Daten von NS-Opfern freigeben
vom: 20.04.2006

Die Daten von mehr als 17 Millionen zivilen Opfern des NS-Regimes verzeichnet der Bestand des Internationalen Suchdienstes (ITS) des Roten Kreuzes in Bad Arolsen. Die Bundesregierung ...WEITER



Der Ball ist rund - TAG DER ARCHIVE im Bundesarchiv
vom: 19.04.2006

Am 6. Mai 2006 beteiligt sich das Bundesarchiv zum dritten Mal am bundesweiten Tag der Archive und gibt in Koblenz ...WEITER



Kaiser Wilhelm II. als Oberster Kriegsherr
vom: 18.04.2006

Zwei lange verloren geglaubte Quellen, das Tagebuch und die Kriegsbriefe des kaiserlichen Generaladjutanten Hans Georg von Plessen (1841-1929) sowie die Kriegsbriefe und Tagebuchfragmente des Chefs des Kaiserlichen Militärkabinetts, Moritz Freiherr vo ...WEITER



Kreisarchiv Soest beteiligt sich am Tag der Archive
vom: 17.04.2006

Bereits zum dritten Mal findet der bundesweite „Tag der Archive“ statt. Und – wie kann es im Jahr der Fußball-WM in Deutschland anders sein – steht er diesmal unter dem Motto „Der Ball ist r ...WEITER



Ausstellung würdigt Braunschweigs Turnvater August Hermann
vom: 14.04.2006

Das Stadtarchiv Braunschweig zeigt zum 100. Todestag von August Hermann in diesem Jahr vom 18. April bis 31. Mai 2006 eine Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Braunschweiger Sportgeschichte Kurt Hoffmeiste ...WEITER



In Westfalen brachte früher nicht nur Meister Lampe die Eier
vom: 15.04.2006

Der Ostersonntag ist heute der Tag, an dem der Osterhase bunte Eier bringt und für die Kinder im Garten oder in der Wohnung versteckt. Das war aber noch nicht immer so, weiß Dr. Lutz Volmer, Volkskundler beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster ...WEITER



Musikarchiv der ULB Münster erhielt zwei neue Sammlungen
vom: 13.04.2006

Gleich zweifach wurde in der vergangenen Zeit das Musikarchiv der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster aufgestockt: Zum einen konnte ...WEITER



Studierende schreiben Geschichte: Leipzig als Industriestadt
vom: 13.04.2006

Im neuen Sonderband des Leipziger Kalenders 2006 werden Aufsätze von Studenten unter dem Titel ''Industriekultur, Stadtentwicklung, soziale Milieus. Leipzig im 19. und 20. Jahrhundert'' veröffentlicht. Die Buchpremiere steigt am 20. April 2006, 18:30 Uh ...WEITER



Kreisarchiv Plön feierte sein 25-jähriges Bestehen
vom: 09.04.2006

"Ein Archiv ist das Gedächtnis der Gesellschaft", betonte Plöns ehemaliger Landrat Dr. Wolf-Rüdiger von Bismarck, der Begründer des Plöner Kreisarchivs, ...WEITER



Fußball gesucht in Warendorf!
vom: 08.04.2006

Für die geplante Ausstellung "Der Ball ist KREISrund. Fußballgeschichte(n) des Kreises Warendorf", die vom Tag der Archive am 7. Mai an bis zum 2. Juni 2006 im Warendo ...WEITER



Historische Kartentafeln im Wissenschaftszentrum Bonn
vom: 12.04.2006

Karten, die aus konservatorischen Gründen im Original für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, können in der Ausstellung „Tabulae mundi“ als Originalfaksimiles z.T. erstmals ...WEITER



Woche der Archive in Nordhessen vom 2. bis 7. Mai 2006
vom: 11.04.2006

In der ersten Maiwoche öffnen die Archive ihre Türen für Besucherinnen und Besucher, um über ihre Bestände und Nutzungsmöglichkeiten zu informieren, aber auch etwas von der Faszination der Archivwelt zu vermitteln. Unter dem Motto „Der Ball ist rund“ ...WEITER



Stichwort: Wilhelmshaven
vom: 10.04.2006

"Wilhelmshaven, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Aurich, Kreis Wittmund, am Jadebusen (s. Jade), ganz von oldenburgischem Gebiet umschlossen, an der Linie Oldenburg-W. der Preußischen Staatsbahn, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein Gymnasiu ...WEITER



Tag des Archivs im Stadtarchiv Rottenburg am Neckar
vom: 07.04.2006

Der Ball ist rund – aber nicht nur er. Zum „Tag der Archive 2006“ werden im Stadtarchiv Rottenburg am Neckar der Sport und die Sportverein ...WEITER



Über den Umgang mit dem zeichnerischen Nachlass der Industrie
vom: 07.04.2006

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Hinterlassenschaften der Industrie ist unbestritten etablierter Bestandteil des geschichtlichen Forschungsbetriebes. Dennoch hat sich ein Fach wie "industrial archaeology" nicht wirklich etablieren können. Die ...WEITER



Studiengang zum Erhalt Neuer Medien und Digitaler Information
vom: 07.04.2006

(Stuttgart) Wie kann man Fotografie-, Video- und Datenarchive langfristig verfügbar halten? Was passiert mit Daten, wenn Computersysteme veralten? Das kurze "Verfallsdatum" moderner Informationsträger sorgt für Unruhe: Große Mengen an wertvollem Kulturg ...WEITER



Tag der Archive 2006 in Düsseldorf
vom: 06.04.2006

Zum dritten Mal nach 2001 und 2003 findet in Düsseldorf der „Tag der Archive“ statt. Am Freitag, den 5. Mai und Samstag, den 6. Mai 2006 werden wieder zahlreiche Archive ihre Tore und Türe öffnen, um interessierte Besucher mehr als nur einen Blick auf ih ...WEITER



Italienischer Chronistenlehrgang voller Erfolg
vom: 05.04.2006

Am vergangenen Wochenende haben 16 Südtiroler den ersten Chronistenlehrgang in italienischer Sprache abgeschlossen. „Mit diesem Kurs haben historisch interessierte italienische Mitbürger das Rüstzeug erhalten, um die Dorf- oder Stadtviertelgeschichte zu ...WEITER



Neue Website des Deutschen Rundfunkarchivs
vom: 05.04.2006

Das Deutsche Rundfunkarchiv möchte mit seiner neuen Website einen verbesserten Einblick in sein Serviceangebot geben (http://www.dra.de). Insbesondere sollen damit die Redaktionen der ARD in ihrer Arb ...WEITER



Zwei Ravensburger Bestände neu erschlossen
vom: 04.04.2006

Das Archiv des ehemaligen Oberamts Ravensburg und der Nachlass des Aulendorfer Komponisten Hugo Halt sind im Kultur- und Archivamt des Landratsamts Ravensburg ...WEITER



Geheimdokumente aus der Altbundesrepublik werden freigegeben
vom: 04.04.2006

In den Depots des Bundesarchivs in St. Augustin-Hangelar und Freiburg liegen über 100.000 als Verschlusssache eingestufte historische Akten der alten Bundesrepublik, die von Forschern bisher nicht eingesehen werden dürfen. Einige dieser Dokumente, z.B. ...WEITER



Menne-Haritz neue Vizepräsidentin des Bundesarchivs
vom: 04.04.2006

Ministerialdirektor Prof. Dr. Hermann Schäfer, Leiter der Abteilung Kultur und Medien im Bundeskanzleramt, verabschiedete am 27. März 2006 den langjährigen Vizepräsidenten des Bundesarchivs, Herrn Dr. Klaus Oldenhage und führte Frau Prof. Dr. Angelika Me ...WEITER



Braunschweiger Schlossfassade nimmt Gestalt an
vom: 03.04.2006

Die Rekonstruktionsarbeiten an der Fassade des ehemaligen Braunschweiger Residenzschlosses, in dem die Städtischen Bibliotheken, das Stadtarchiv Braunschweig ...WEITER



Vortrag im Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte
vom: 31.03.2006

Mit Schwerpunkt auf dem Bocholter Raum werden in einem Vortrag die unterschiedlichen Etappen der Gleichschaltung der traditionell eher unpolitischen Schützenvereine nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten dargestellt.  Dabei stellt d ...WEITER

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