Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera 1/2019

Unter dem Titel „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ informiert das Stadtarchiv Gera vierteljährlich über aktuelle Herausforderungen und historische Themen rund um eigene Arbeit.

Der erste Informationsbrief des Stadtarchivs Gera im Jahr 2019 gewährt u.a. mit einem Auszug aus einer von Hans Wilhelm von Thümmel erstellten topographischen Karte aus dem Jahr 1813 einen Einblick in die Auswüchse der Kleinstaaterei des 19. Jahrhunderts im heutigen Stadtgebiet Geras. Während die umgebenden Orte und die Stadt Gera Reuß jüngerer Linie angehörten, bildete Roschütz mit den Orten Röpsen, Hain und Wachholderbaum zur damaligen Zeit eine Exklave des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg.

Abb.: Die altenburgische Exklave Roschütz, Ausschnitt aus Section X. der „Topographischen Karte der Ämter Altenburg und Ronneburg“ (Stadtmuseum Gera, 1143/9)

Die Karte besteht aus 21 Teilkarten („Sectionen“) im Maßstab ca. 1:17.000 und einer Generalkarte in kleinerem Maßstab. Ungeachtet einiger Defizite wie der ungenauen (da für die Steuererhebung irrelevanten) Geländedarstellung, gewisser Messabweichungen und vor allem Schreibfehler des französischen, des Deutschen unkundigen Kupferstechers handelt es sich bei dieser Ämterkarte um eine außergewöhnliche kartographische Leistung und das wichtigste Werk aus der Frühzeit thüringischer Landesvermessung.

Ein weiterer Beitrag geht auf den in diesem Jahr zum 50. Mal wiederkehrenden Schließungstag (1969) der im Jahr 1901 eröffneten Strecke der Schmalspurbahn von Gera-Pforten nach Wuitz-Mumsdorf sowie verschiedene Episoden der vor allem wirtschaftlichen Nutzung dieser Bahnlinie ein.

Und die Abschrift einer 1831 in der Leipziger Zeitung erschienenen Hausanzeige zeichnet das Bild eines größeren Geraer Gasthauses der damaligen Zeit, dessen Ansicht noch heute in Form eines Gemäldes im Stadtmuseum Gera überliefert ist, nach.

Beiträge der „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera 1/2019“:

  • Ein wertvolles Kartenwerk auch für Geraer Ortsteile…
  • Das Stadtarchiv als eine wichtige Fundgrube für Eisen- und Straßenbahnfreunde
  • Hausanzeigen als Quelle für die Stadtgeschichtsforschung
  • Fast 25 Jahre im Dienste der Stadtgeschichte Geras
  • Verbesserte Raumnutzung durch neue Regalanlage im Verwaltungsarchiv
  • Neuerscheinung von Band 6 der Geraer Hefte zur Geschichte, Archäologie und Volkskunde

Kontakt:
Stadtarchiv Gera
Gagarinstraße 99/101
07545 Gera
Tel. 0365/838-2140 bis 2143
stadtarchiv@gera.de
www.gera.de/stadtarchiv

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