Archive während der Pandemie – Heidelberg sammelt Erfahrungen aus aller Welt

Das Corona-Virus stellt seit Monaten auch die Archive vor ungeahnte Herausforderungen. Natürlich gilt es, die Mitarbeiter/innen zu schützen. Und ebenso die Archivbesucher/innen. Viele Archive praktizieren seit Wochen unterschiedliche Arbeitsmodelle, sei es im Schichtdienst oder im Home Office.

Von Beginn an war klar, dass viele wichtige, ja nach wie vor dringend benötigte Informationen in den Archiven lagern und dass nach Mitteln und Wegen zu suchen ist, den Informationsfluss wie den Zugang zu den Archivalien ungeachtet notwendiger Einschränkungen nicht gänzlich abreißen zu lassen. Da liegt es für das Stadtarchiv Heidelberg nahe, einmal die Kolleg/innen in anderen Archiven zu fragen, wie diese während der Pandemie arbeiten.

Abb.: Eine exemplarische Beiträgerin aus der Sammlung des Heidelberger Stadtarchivs zum archivischen Umgang mit der COVID-19-Pandemie in den Archiven der Welt

Das Heidelberger Stadtarchiv verfügt über ein enges wie aktives internationales Netzwerk zu den Archivkolleg/innen von Chile bis China. So sollen an dieser Stelle und in loser Folge befreundete Kolleg/innen aus ausländischen Archiven zu Wort kommen, und zwar

aus den Stadtarchiven Wuxi und Budapest, aus den Girona Municipal Archives (Catalonia/Spain), aus Montevideo/Uruguay, aus der Sammlung des Touriseums in Meran, aus den Historical Company Archives of Glencore Asturiana de Zinc, S.A.U. (Arnao/Avilés in Asturias/Spain), aus Santander, aus Santiago de Chile, aus Kolozsvár (Transilvania/Romania), aus Tokio,aus Saltillo (Mexiko), aus Cordoba, aus Cuenca (Kastilien/Spanien), aus Mladà Boleslav (Tschechien), aus Sittard-Geleen (Niederlande), vom Archive’s Institute of Brazilian Studies (University of São Paulo) – gleichermaßen vom Archiv der dortigen Pinacoteca, aus dem Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich, aus dem Archiv der Katholischen Universität Lima/Peru, aus den Historical Archives of Hankuk University of Foreign Studies HUFS, Seoul/South Korea, aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv, aus den Oviedo Municipal Archives, aus den Nationalarchiv Rumäniens (Abteilung Brasow/Kronstadt), aus dem Archiv der Wirtschaftskammer Österreich (Wien), aus dem Archiv der International Atomic Energy Agency (IAEA – ebenfalls Wien).

Link:
Zusammengefasst findet man die Berichte aus diesen Archiven hier zum Download: „Von China bis Chile – Archiv(ar)e während der Pandemie.pdf

Kontakt:
Stadtarchiv Heidelberg
Max-Joseph-Straße 71
69126 Heidelberg
Tel.: 06221 58-19800
stadtarchiv@heidelberg.de

Quelle: Heidelberg.de, Aktuelles

Stadtarchiv Günzburg erhält Sammlung von Manfred Proksch

24 Jahre Stadtentwicklung in 60 Ordnern – dieses Geschenk machte der ehemalige Stadtrat Manfred Proksch seiner Stadt Günzburg. Für das Stadtarchiv Günzburg bedeutet das den neuesten Bestand. Warum das besonders ist? Manfred Proksch bezeichnet sich selbst als „Sammler und Jäger“. Stadtarchivar Dr. Raphael Gerhardt freut das, sind doch Unterlagen aus der neuesten Geschichte der Stadt im Stadtarchiv bislang eher Mangelware.

Abb.: Der ehemalige Stadtrat Manfred Proksch übergibt seine gesammelten Unterlagen an Stadtarchivar Dr. Raphael Gerhardt. (Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg)

Die Inhalte der 60 Ordner umfassen im Wesentlichen den Zeitraum der Stadtratstätigkeit Prokschs von 1996 bis 2020 und zeigen ein breites Spektrum kommunalpolitischer Themen auf, von A wie „Autobahnbau“ oder „Ansiedlung Ikea“ bis Z wie „Zweckverband Areal Pro“ oder „Zukunftsplanung Innenstadt“.

Die Sammlung bietet ab sofort einen schnellen ersten Zugriff auf wichtige Themen der Stadtentwicklung und Stadtpolitik während dieses Zeitraums. Außerdem gibt sie einen guten Einblick in die Arbeit eines Stadtrats: Welche Informationsquellen nutzt er, und welche Informationen stehen ihm zur Verfügung, um sich eine Meinung zu einem Thema zu bilden? Die Unterlagen im Stadtarchiv zeigen also, wie Kommunalpolitik in Günzburg funktioniert(e). Selbstverständlich offenbaren die Ordner auch, für welche Themen sich Manfred Proksch stärker interessierte, wo er sich persönlich engagierte, z.B. die Südumgehung Günzburg, die Städtepartnerschaften oder die Stadtwerke.

Das Stadtarchiv bewahrt die Unterlagen dauerhaft auf, erschließt sie für die Forschung und macht sie zugänglich. Das heißt, sie stehen nach Ende der 30-jährigen Archivschutzfrist jedem Bürger zur Verfügung.

Das Stadtarchiv hat die Aufgabe, das gesamte städtische Leben zu dokumentieren. Wenn jemand also Unterlagen, Fotografien, Filmaufnahmen o.ä. zuhause hat, die für die Stadtgeschichte interessant sein könnten, darf er oder sie sich jederzeit gerne beim Stadtarchiv melden.

Kontakt:
Stadtarchiv Günzburg
Rathausgasse 2
89312 Günzburg
Telefon: 08221/38828
stadtarchiv@rathaus.guenzburg.de

Quelle: Stadt Günzburg, Pressemitteilung, 17.7.2020

Bürger/innen-Schenkungen an das Stadtarchiv Wesel

Hin und wieder schenken Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wesel interessante Druckerzeugnisse. Dazu gehören unter anderem Karten, Fotobände, Chroniken und andere Bücher. Dank dieser historischen „Fundstücke“ können häufig neue Erkenntnisse zur Weseler Stadtgeschichte gewonnen werden.

Abb.: Schenkung an das Stadtarchiv Wesel (Foto @ Ulrike Westkamp)

Das Stadtarchiv Wesel prüft sämtliche Schenkungen auf ihren historischen Charakter. Wie kleine Mosaike helfen sie, die vielen Facetten der Weseler Geschichte in einem Gesamtkontext zu sehen. Das Stadtarchiv bildet sozusagen das Stadtgedächtnis. Mit jedem neuen Dokument/Gegenstand, der dem Archiv überlassen wird, wird der Horizont dieses Gedächtnisses erweitert.

Aus dem Nachlass von Dr. Jürgen von der Trappen (1942-2015), einst Lehrer an der Martinischule Wesel, hat Angelika Jaschik der Stadt Wesel drei besondere historische Dinge geschenkt:

  • Eine gut erhaltende Chronik der Stadt Wesel von 1881 von Peter Theodor Anton Gantesweiler,
  • eine auf Leinen aufgezogene Karte des Niederrheins von Duisburg bis Emmerich (um 1930) sowie
  • das Fotoband „High Noon 1978“ zum Aufsetzen des Turmhelms auf den Turm der Willibrordikirche und der Anbringung des Turmkreuzes mittels Hubschrauber (Schwarzweißbilder und ein Farbbild).

Vor allem die Abbildungen aus dem Fotoband lagen in dieser Form dem Stadtarchiv nicht vor. Die Fotos werden nun systematisch eingescannt und in die digitale Foto-Datenbank des Archivs eingepflegt. Die Daten, Dokumente können dann von vielen unterschiedlichen Menschen für Forschungszwecke, zum Beispiel für studentische Arbeiten, genutzt werden.

Weitere Schenkungen erwünscht
Leider werden zu häufig wertvolle Nachlässe entsorgt. Auf den ersten Blick scheinen sie nicht besonders wertvoll und/oder interessant zu sein. Jedoch könnten sie Informationen enthalten, die den Erben so nicht bekannt waren. Wie viele historische Gegenstände jährlich tatsächlich im Müll landen, ist unklar. Fakt ist: Mit ihnen geht auch ein Stück Weseler Geschichte verloren.

Eine weitaus sinnvollere Alternative ist eine Schenkung an das Stadtarchiv. Jährlich erhält das Stadtarchiv im Schnitt bis zu fünf kleinere Schenkungen. Wer sich nicht sicher ist, ob die geerbten Stücke tatsächlich einen historischen Wert haben, kann sich kostenlos im Stadtarchiv beraten lassen bzw. eine Expertise einholen. Archive und Nachlässe können zudem im Stadtarchiv sicher und sachgerecht aufbewahrt und konserviert werden. So kann ein wichtiger Beitrag zur Weseler Stadtgeschichte geleistet werden.

Das Stadtarchiv Wesel ist von Dienstag bis Donnerstag, 10.00 – 16.00 Uhr, geöffnet. Es befindet sich in der Weseler Zitadelle. Termine außerhalb der Öffnungszeiten können telefonisch unter 0281/1645-400 vereinbart werden.

Kontakt:
Stadtarchiv Wesel
An der Zitadelle 2
46483 Wesel
Telefon: 02 81 / 1 64 54 03
archiv@wesel.de

Quelle: Stadt Wesel, Pressemitteilung, 10.7.2020; RP Online, 10.7.2020

Stadtarchiv Eisenach präsentiert neues Schaumagazin im Stadtschloss

Historische Bücher, Karten und Grafiken präsentiert seit Anfang Juli 2020 das Stadtarchiv Eisenach in einem neu eingerichteten Schaumagazin im Stadtschloss. „An diesem Ort vereint das Archivmagazin seine Bestimmung mit der Ästhetik musealer Räume“, freute sich Dr. Reinhold Brunner, Leiter des zuständigen Bildungsamtes, bei der ersten öffentlichen Vorstellung.

Abb.: Im Schaumagazin des Stadtarchivs Eisenach im Nordflügel des Eisenacher Stadtschlosses (Foto: Stadt Eisenach)

Der Nordflügel des Eisenacher Stadtschlosses, in dem das Stadtarchiv sein Domizil hat, wurde bis 2019 schrittweise saniert. Dazu gehörte auch der Raum an der Schnittstelle zwischen Nordflügel und Marstall. Aufgrund seiner Lage musste hier eine besondere Nutzung gefunden werden – und so entstand die Idee für das Schaumagazin.

Nach Abschluss der Bauarbeiten fertigten eine Bauschreinerei aus Gräfenhain und eine Möbelbaufirma aus Günthersleben komplett individuelle Möbel für den Magazinraum an und bauten diese auch selbst ein. Dabei orientierten sie sich an dem speziellen Aufbau des Raumes mit seiner sanierten Stuckdecke und seinen gewölbten Wand- und Fensterelementen.

Insgesamt fanden hier rund 1.250 Grafiken, Karten und verschiedene, teilweise über 400 Jahre alte Bücher aus dem Archivfundus eine Heimat. „Sie sind jetzt für die Besucher des Thüringer Museums wie auch die Nutzer des Stadtarchives sichtbar und spiegeln ein wunderbares Stück Stadtgeschichte wider“, ist Dr. Reinhold Brunner, Leiter des städtischen Bildungsamtes überzeugt. In den hölzernen Regalen stehen unter anderem Bände einer alten Ratsbibliothek aus dem 17./18. Jahrhundert, zahlreiche ältere Amtsbücher und viele Abschriften. Christopher Launert, Ableitungsleiter Stadtarchiv, zeigte beispielsweise das sogenannte „Rote Buch“, in dem eine Abschrift aus dem Jahr 1283 berichtet, dass Eisenach das Stadtrecht hat. Ebenso wird die älteste, erhaltene Eisenacher Zeitung aus dem Jahr 1754 hier aufbewahrt.

Das Schauarchiv kann während des Museumsrundgangs im Nordflügel des Stadtschlosses durch eine Glasfront betrachtet werden. Darüber hinaus kann künftig das Schaumagazin im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Hierzu sind Voranmeldungen beim Stadtarchiv erforderlich (siehe Kontakt).

Die Kosten für die Einrichtung des neuen Schaumagazins des Eisenacher Stadtarchives sind mit rund 30.000 Euro veranschlagt.

Kontakt:
Stadtarchiv Eisenach
Markt 24
99817 Eisenach
Telefon:03691 / 670-138
Fax:03691 / 670-914
archiv@eisenach.de

Quelle: Wartburgstadt Eisenach, Pressemitteilung, 2.7.2020

Kölner Archiveinsturz: Rat genehmigt Vergleichsvorschlag

Über 600 Millionen Euro Schadenersatz und Weiterbau des Gleiswechselbauwerks

Unmittelbar, nachdem der Kölner Rat dem Vorschlag von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Verwaltungsspitze Ende Juni 2020 zugestimmt hat, zur Beendigung der Rechtsverfahren im Zusammenhang mit dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln im März 2009 einen Vergleich mit der „ARGE Los-Süd“ abzuschließen, hat Oberbürgermeisterin Reker für die Stadt Köln die Vergleichsvereinbarung unterschrieben.

Mit diesem außergerichtlichen Vergleich sind die wechselseitigen Ansprüche zwischen der ARGE Los-Süd, der Stadt Köln und der KVB AG erledigt. Der Vergleich übernimmt die Refinanzierung des Neubaus des Historischen Archivs und sichert die Finanzierung für die Restaurierung der geborgenen Archivalien. 95 Prozent der damals mit dem Gebäude verschütteten Archivalien konnten inzwischen geborgen werden. Der Neubau des Archives wird im nächsten Jahr als modernstes kommunales Archiv Europas mit dem Umzug von Büros und Archivalien zunächst betriebsintern die Arbeit aufnehmen.

Die ARGE Los-Süd, an der der Industriedienstleister Bilfinger,die STRABAG-Tochtergesellschaft Ed. Züblin AG und Ingenieurbau Wayss & Freytag zu einem Drittel beteiligt sind, verpflichtet sich in dem Vergleich zum Ausgleich der finanziellen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Einsturz des Stadtarchives zur Zahlung eines Betrages von 600 Millionen Euro an die Stadt Köln. Außerdem wird sie auf eigene Kosten und eigene Verantwortung die havarierte Baustelle des Gleiswechselbauwerkes im erweiterten Rohbau sanieren und das damals vereinbarte „Bausoll“ des Bauvertrages fertigstellen. In diesem Zusammenhang übernimmt die ARGE Los-Süd auch die Errichtung eines Sonderraumes „K³“ im Gleiswechselbauwerk auf eigene Kosten.

Vor der Perspektive eines zeitlich nicht absehbaren, zumindest aber mehrjährigen Klagefahrens sowohl hinsichtlich des Schadensgrundes als auch der Schadenshöhe hatten sich die Stadt Köln und die Vertreter der ARGE Los-Süd im November 2019 darauf verständigt, in einem moderierten Verfahren eine außergerichtliche Einigung zur Regulierung der finanziellen Einbußen anzustreben.

Der Einsturz des Historischen Archives am 3. März 2009 steht im Zusammenhang mit der Errichtung des unterirdischen Gleiswechselbauwerks, durch dessen Einsturz nicht nur das Historische Archiv, sondern auch benachbarte Wohngebäude in die Tiefe gerissen wurden. Der Einsturz und die Folgen für Anwohner, das Archiv, Schulen und das gesamte Quartier stellen bis heute einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der Stadt Köln dar und hinterlassen eine bis heute nicht geschlossene Wunde in der Kölner Stadtgesellschaft. Der Einsturz forderte das Leben von zwei Kölner Bürgern, die nicht mehr rechtzeitig gewarnt und evakuiert werden konnten und in dem Trümmerfeld zu Tode kamen. Es entstand außerdem ein zunächst unabsehbarer tatsächlicher und finanzieller Schaden an Gebäuden, Archivgut und der im Bau befindlichen Trasse der Nord-Süd Stadtbahn. Unmittelbar nach dem Einsturz und den akuten Rettungsmaßnahmen an der Einsturzstelle standen insbesondere die Versorgung der betroffenen Menschen sowie die Bergung der verschütteten Archivalien im Mittelpunkt der Bemühungen der Stadt Köln. Es folgte der Beginn einer hochkomplexen juristischen Aufarbeitung des Schadensereignisses.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betont, „dass mit diesem Vergleich ein zügiger Neustart am Waidmarkt möglich gemacht werden kann und gleichzeitig die Restaurierung der Archivalien für die nächsten Jahrzehnte gesichert ist“. Köln sei nach der Katastrophe nicht „in Schockstarre verharrt“, sondern habe auch damals mit Hilfe von vielen engagierten Bürgern sofort gehandelt und so die Folgen des Einsturzes abmildern können. Reker weiter: „Ich befürworte den Vergleich, weil wir sonst auf unabsehbare Zeit den Wiederaufbau unterirdisch und auch oberirdisch verschoben hätten und juristische Verfahren die Weiterentwicklung behindern. Damit können wir neben dem Weiterbau der Nord-Süd-Stadtbahn sowohl die Generationenaufgabe der Restaurierung der Archivalien finanziell absichern als auch die bisher allein von der Stadt Köln getragenen Kosten des Neubaus für das Historische Archiv in diesen schwierigen Finanzzeiten refinanzieren. Der Einsturz hat die Stadt verändert. Das wird bleiben. Aber wir konzentrieren uns jetzt auf die konkrete Gestaltung der Zukunft und schließen am Waidmarkt eine klaffende Wunde im Stadtbild.“

Der nun vom Rat der Stadt Köln gebilligte Vergleich ist Ergebnis eines sechsmonatigen Moderationsverfahrens zwischen den Parteien, moderiert von renommierten Experten im Bereich von Großschäden bei Bauvorhaben und Mediationsverfahren. Der am Ende dieses Verfahrens erarbeitete Vergleichsvorschlag verfolgt das Ziel, unter Berücksichtigung der tatsächlichen und rechtlichen Risiken eines gerichtlichen Verfahrens die durch die Havarie entstandenen finanziellen Schäden auszugleichen, einen zügigen Weiterbau der Nord-Süd Stadtbahn zu ermöglichen. Stadtdirektor Stephan Keller: „Mit diesem Vergleich ist nach Auffassung der Stadt die Einsturzursache nunmehr geklärt, und er bestätigt das Gutachten des im Auftrag des Landgerichts Köln tätigen Sachverständigen. Die der Stadt Köln entstandenen Schäden werden zu einem wesentlichen Teil ersetzt, außerdem kann so ein langjähriges und aufwändiges Klageverfahren durch vermutlich alle Instanzen vermieden werden.

Die Baustelle am Waidmarkt und damit die Nord-Süd Stadtbahn als Ganzes haben nun eine realistische Perspektive der Fertigstellung und Inbetriebnahme. Dies ist eine gute Nachricht für das seit elf  Jahren betroffene Stadtquartier und die ganze Stadt.“

Durch die Zusage der ARGE , das Gleiswechselbauwerk entsprechend des vertraglichen Bau-Solls im erweiterten Rohbau auf eigene Kosten und in eigener Verantwortung zu sanieren und fertig zu stellen, hat die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn nun eine zeitlich realistische Perspektive. Auch die bauliche Wunde am Waidmarkt kann geschlossen werden. Über die Gestaltung eines oberirdischen Gedenkortes wird die Stadt Köln im Zusammenhang mit den Planungen für das Gelände unter maßgeblicher Beteiligung der Bürger später entscheiden.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Risiken und unter Würdigung aller zeitlichen Szenarien betrachtet die Stadt Köln die Vergleichssumme von 600 Millionen Euro als ein gutes Ergebnis.

Vorgeschaltet vor dem eigentlichen gerichtlichen Verfahren wurden seit 2010 die Rechtsansprüche der Stadt Köln dem Grunde und der Höhe nach in zwei gerichtlichen Beweisverfahren verfolgt. Für die hochkomplexe Beweissicherung zur Ursachenforschung haben die Stadt Köln und die Kölner Verkehrs-Betriebe in aufwändigen technischen Verfahren nach einem unterirdischen Bergungsbauwerk auch ein unterirdisches Besichtigungsbauwerk entlang der äußeren Schlitzwand errichtet. In dem Verfahren zur Ermittlung der Schadensursache hat der vom Landgericht Köln beauftragte Sachverständige Prof. Dr. Kempfert nach achtjährigen Untersuchungen ab 2018 diverse Teilgutachten vorgelegt. Er kommt zu dem Schluss, dass die Fehlstelle in einer von der ARGE Los-Süd hergestellten Schlitzwand unzweifelhaft die alleinige Einsturzursache vom 3. März 2009 war. Die ARGE geht von einem alternativen Schadenshergang aus.

Der vom Landgericht Köln beauftragte Gutachter Prof. Dr. Weber hat auf der Grundlage von repräsentativen Stichproben im Wege einer mathematischen Hochrechnung eine Schätzung der voraussichtlichen Restaurierungskosten der Archivalien vorgenommen. Bei einer angenommenen Restaurierungszeit von mehreren Dutzend Jahren kommt er zu einem möglichen Schadenskorridor von 517 bis 660 Millionen Euro.

Der Rat hatte bereits am 4. April 2019 die Fortsetzung der Sanierungsplanung  beschlossen. Aufbauend auf diesen Beschluss haben KVB AG und Verwaltung entsprechend der Sanierungsvereinbarung zwei Sanierungsvarianten ausgewählt, welche in einer zweiten Planungsstufe fortgeführt und von Seiten der ARGE bis zur Vorbereitung der Vergabe geplant werden sollten. Für beide Varianten hat die ARGE zum Jahresende 2019 genehmigungsfähige Entwurfsplanungen mit Beendigung der Leistungsphase 3 nach HOAI vorgelegt. Der Genehmigungsprozess der letztendlich bei der Bezirksregierung Köln eingereichten Sanierungsvariante (Unterwasserbetonsohle) läuft derzeit, die Genehmigung wird für das dritte Quartal 2020 erwartet. Nach der Sanierung und Fertigstellung des Gleiswechselbauwerks werden die dann noch notwendigen Arbeiten, um die Nord-Süd Stadtbahn für den durchgängigen Betrieb herzustellen (Installation der Betriebstechnik wie Gleise, Unterwerk u.ä.), nach bereits vorhandenen Planungen erfolgen.

Der Vergleich eröffnet die Möglichkeit, das nach wie vor beschädigte Quartier am Waidmarkt nach elfjährigem Leben an und mit einer Unglücksstelle nunmehr eine in die Zukunft gerichtete Perspektive zu entwickeln.

Quelle: Stadt Köln, Pressemitteilung, 30.6.2020

ARCHIV-info 1/2020

In der aktuellen Ausgabe 1/2020 von ARCHIV-info des Archivs des Deutschen Museums berichten Wilhelm Füßl und Matthias Röschner einleitend über die zweimonatige Schließungszeit des Archivs im Zuge der COVID-19-Pandemie: Während des Homeoffice wurde ein regelmäßiger Notdienst für Kontrollgänge im Archiv eingerichtet. Die Bildstelle erledigte weiterhin Fotoaufträge, sofern die Vorlagen bereits digital vorhanden waren. Das digitale Benutzerbuch wurde auf den neuesten Stand gebracht, die Umsetzung analoger Zugangsbücher in eine Datenbank weitergeführt. Vor allem aber wurden elektronische Datenbankeinträge vereinheitlicht, Normdaten eruiert und nachgetragen, ältere Bestandserschließungen auf den neuesten Stand gebracht, vereinheitlicht und Rechteklärungen vorgenommen. Vieles konnte also erledigt werden, was im Normalalltag hintangestellt werden musste.

Das Editorial von ARCHIV-info 1/2020 schließt mit einem Plädoyer: „Covid-19 hat gelehrt, dass die Digitalisierung in den Archiven noch verstärkt werden muss. Zu fragen bleibt aber auch, ob nicht gesetzliche Vorgaben verändert werden müssen, um Forschungen in Extremsituationen wie in diesem Jahr weiterhin möglich zu machen. Gerade das Urheberrecht setzt den Archiven bei modernen Beständen des 20. Jahrhunderts hinsichtlich der digitalen Bereitstellung von Dokumenten enge Grenzen. Nicht jeder Brief eines Wissenschaftlers muss – provokant gesagt – unter Gesichtspunkten des Urheberrechts betrachtet werden. Oft diente er schlichtweg dem Zweck der Kommunikation und nicht der Schaffung eines »Werks«.“

Weitere Themen der aktuellen Ausgabe:

  • Archivbestände im Deutschen Museum: Thema Kolonialismus
  • Neuerwerbungen:
    – Nachlass von Wilfried de Beauclair
    – Schönbeck – Lenard – Rausch von Traubenberg
    – Vorlesungsmitschrift Liebigs
  • Kurz berichtet: Tag der Archive 2020
  • Publikation »Koloniale Spuren«: Heinz Peter Brogiato; Matthias Röschner (Hrsg.): Koloniale Spuren in den Archiven der Leibniz-Gemeinschaft. Halle 2020, 180 Seiten, 18,00 Euro.
  • Publikationen aus dem Archiv des Deutschen Museums 2016–2019

Kontakt:
Deutsches Museum
Archiv
80306 München
Tel.: (089)  2179 220
Fax: (089)  2179 465
archiv@deutsches-museum.de

Kaiserurkunde Ottos II. von 982 wiederentdeckt

Ältestes Originaldokument des Aschaffenburger Stiftsarchivs

Eine kleiner Sensationsfund ist dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg gelungen. Nachdem es über 100 Jahre verschollen war, ist ein ottonisches Originaldokument aus dem Jahr 982 im Stiftsarchiv wiederentdeckt worden.

Die Urkunde von 892 (Foto: Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg)

Im Jahr 1912 hatte ein österreichischer Forscher im Stiftungsamt zum vorerst letzten Mal das Original sehen können. Irgendwann danach war die Urkunde nicht mehr auffindbar. Die „Wiederentdeckung“ gelang jetzt im Rahmen zweier aktueller Projekte für das Stiftsarchiv, in deren Folge der Gesamtbestand für die Digitalisierung und Reinigung komplett durchforstet wird.

Die Zeit der deutschen Kaiser aus dem Haus der „Ottonen“ ist seit fast 1.000 Jahren Geschichte. Ihnen folgten die Salierkaiser und die Staufer, die gerade im Süden Deutschlands im historischen Bewusstsein heute noch präsent sind.

Für die Entstehung des Stiftes St. Peter und Alexander in Aschaffenburg im späten 10. Jahrhundert ist Kaiser Otto II. (973-983) eine zentrale Gestalt gewesen. Seine Herrschaftsdokumente, Pergamenturkunden, sind eine große Seltenheit! Viele der wertvollen Dokumente sind im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen. Die nun wieder aufgefundene Urkunde im Aschaffenburger Stiftsarchiv war im Jahr 982 für das entstehende Aschaffenburger Kollegiatstift geschrieben worden. Der Kaiser ließ die Urkunde im süditalienischen Capua ausfertigen, wo er damals in einen Krieg mit den muslimischen Sarazenen verwickelt war.

Der sensationelle Neufund hat auch eine große Bedeutung für die mittelalterliche Urkundenforschung. Das Archiv hat einen der Kenner des frühmittelalterlichen Urkundenwesens, Prof. Dr. Mark Mersiowsky (Universität Stuttgart), um eine Video-Stellungnahme gebeten. Die sehens- und hörenswerte Videobotschaft ist ab sofort aufrufbar unter diesem Link: https://youtu.be/tYVCrrsOxz4

Beim „Stiftsarchiv“ handelt es sich um die schriftliche Überlieferung des früheren Aschaffenburger Kollegiatstiftes, das über einen weitreichenden Besitz und großen Einfluss im Staat der Mainzer Erzbischöfe – zu dem Aschaffenburg als wichtige Residenzstadt bis 1814 gehörte – verfügte. Der Besitz und das Archiv des Kollegiatstiftes gingen später an das Königreich Bayern über. Seit dem Jahr 1939 ist das Stiftsarchiv als Dauerleihgabe im Besitz der Stadt und wird daher im Stadt- und Stiftsarchiv verwahrt.

Kontakt:
Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
Dr. Joachim Kemper (Archivleiter)
Wermbachstraße 15
63739 Aschaffenburg
06021 456105-0
stadtarchiv@aschaffenburg.de
joachim.kemper@aschaffenburg.de

Archiv und Wirtschaft 2/2020

In Kürze erscheint die Ausgabe 2/2020 von „Archiv und Wirtschaft“, der Zeitschrift der Vereinigung deutscher Wirtschaftsarchivare e.V. (VdW).

Inhaltsverzeichnis „Archiv und Wirtschaft“ 2/2020

AUFSÄTZE

Peter Gleber: „Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht“. 15 Jahre Genossenschaftshistorisches Informationszentrum (60-67)
Michael Hartmann: Einschneidende Geschichte: STIHL Contra – Eine Säge wird 60. Bericht zu einem Produkt-Jubiläum aus Sicht des STIHL Unternehmensarchivs (68-75)
Vivian Strotmann und Stefan Przigoda: Gängige Leistungsindikatoren – Versuch eines Vergleichs und Überlegungen zur indikatorischen Handhabung elektronischer Nutzeranfragen (76-86)
BERICHTE

Benjamin Obermüller: Jahresbericht 2019/2020 des regionalen Arbeitskreises Düsseldorf der VdW (87-90)
REZENSIONEN

Louis P. Cain, Price V. Fishback and Paul W. Rhode (Ed.): The Oxford Handbook of American Economic History (Niklas Hellmich) (91-92)
Wiebke Glässer: Marktmacht und Politik. Das internationale Kartell der Ölgesellschaften 1960–1975 (Siegfried Buchhaupt) (92-94)
Alfred Reckendrees: Beiersdorf. Die Geschichte des Unternehmens hinter den Marken NIVEA, tesa, Hansaplast & Co. (Volker Beckmann) (94-96)

Nachrichten (96-97)
Leserforum (98)
Rezensionsliste (99-100)
Impressum (104)

Kontakt:
Dr. Martin Münzel
c/o F. Hoffmann-La Roche AG
„Archiv und Wirtschaft“
Bau 52/111
CH – 4070 Basel
Telefon: (0049) (0)159-06825241
martin.muenzel@wirtschaftsarchive.de
http://www.wirtschaftsarchive.de/veroeffentlichungen/zeitschrift

Bestandserhaltung im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg

„Papier ist nicht geduldig! Bestandserhaltung im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg“ heißt eine Ausstellung, die vom 29. Juni bis 6. September im Stadt- und Stiftsarchiv, Wermbachstraße 15, zu sehen ist. Die Eröffnung wird am Freitag, 26. Juni, um 15 Uhr als Livestream auf der Facebook-Seite des Archivs übertragen (www.facebook.com/stadtarchivaschaffenburg/).

Die historischen Dokumente des Aschaffenburger Stiftsarchivs werden seit dem vergangenen Jahr im Rahmen eines großen, mit Bundesmitteln geförderten Projekts umfassend konservatorisch behandelt und gesichert – und damit „fit für die Zukunft“ gemacht. Diese „Bestandserhaltung“ ist eine zentrale Aufgabe in Archiven.

Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Archivalien aus dem Stiftsarchiv und aus den anderen Arbeitsfeldern des Stadt- und Stiftsarchivs: Mit welchen „Schadensbildern“ werden die Archivar*innen konfrontiert? Was ist „Tintenfraß“? Welche Gefahren bestehen bei einem Schimmelbefall in Archiven und Bibliotheken?

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht außerdem eine Präsentation des Arbeitskreises Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren, in der typische Schäden und Restaurierungsmethoden, aber auch geeignete Verpackungen und Lagerungsbedingungen vorgestellt werden. Einen spannenden Einblick in die Entstehung von Handschriften in Klöstern vor der Erfindung des Buchdrucks vermittelt die Schau „Im mittelalterlichen Skriptorium“.

„Papier ist nicht geduldig!“ ist eine Ausstellung im Rahmen des Projekts „Stiftsarchiv Aschaffenburg: Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen an einem gefährdeten historischen Altbestand“ (Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Sondermittel zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts in Deutschland) und findet mit Unterstützung des Allgemeinen Schul- und Studienfonds Aschaffenburg, der Firma Schempp Bestandserhaltung GmbH sowie des Arbeitskreises Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V. statt. Der Ausstellungsteil „Im mittelalterlichen Skriptorium“ ist von Dr. Alice Selinger (Dreieich) erarbeitet worden.

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 11 bis 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Juli, 1. und 2. August und 5. und 6. September jeweils von 11 bis 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Es gelten die aktuellen Verhaltensregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Kontakt:
Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
Wermbachstraße 15
63739 Aschaffenburg
Telefon: +49 6021 4561050
Telefax: +49 6021 29540
stadtarchiv@aschaffenburg.de

Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz ist 90 und voll

Eigentlich ist es ein Grund, glücklich zu sein: Das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz in Speyer hat von Jahr zu Jahr mehr zu tun. Historiker und Ahnenforscher wälzen im Lesesaal Papier. Es gibt Lesekurse für alte Handschriften und Drucke, Pfarrer und kirchliche Verwaltungsmitarbeiter lassen sich in Aktenführung fortbilden. Bei der Online-Recherche gewährt das evangelische Kirchenbuchportal Archion Einblick in die digitalen Schätze des Archivs.

„Doch wir platzen aus allen Nähten“, sagt Archivdirektorin Gabriele Stüber zwischen Geburtstagsfreude und Kummer. Viele Pfarrämter trennten sich von ihren Aktensammlungen und schickten sie nach Speyer. Das Zentralarchiv am Domplatz 6 mit seinen bemerkenswerten Sammlungen, etwa zur Ostasienmission, zur Volksfrömmigkeit sowie zu Gesangbüchern und Bibeln, hat im 90. Jahr seines Bestehens vor allem ein Platzproblem und auch zu wenig Personal. Schon seit Jahren suche das Archiv ein Außenmagazin in oder um Speyer, erzählt Stüber.

Abb.: Sucht seit Jahren ein Außenmagazin: Archivdirektorin Dr. Gabriele Stüber (Foto: Landry)

Am 27. Mai 1930 ordnete der Landeskirchenrat die Gründung eines Archivs an, Pfarreien wurden aufgefordert, genaue Verzeichnisse ihrer Akten zu erstellen. Nach der Trennung von Staat und Kirche 1919 im Zuge der Weimarer Verfassung erkannte die Landeskirche, dass sie ihre in Pfarrämtern und Dekanaten verstreuten Unterlagen in einem zentralen Archiv sichern müsse, sagt Stüber.

Nur dadurch, so das Kalkül der Kirchenleitung, könne man seine Rechte gegenüber staatlichen Stellen und Privatpersonen geltend machen – und eine Erforschung der landeskirchlichen Geschichte ermöglichen. Auch die Feier des 400. Protestationsjubiläums 1929 in Speyer habe die Identität der Pfälzer Protestanten gestärkt und die Bedeutung historischer Dokumente bewusst gemacht. Über Ausstellungen, die Presse, Fachliteratur und das Internet vermittelt das Archiv die Bedeutung kirchlicher Themen. Schulen liefert es Arbeitsmaterialien zur Kirchenge­schich­te. Das internationale Interesse richtet sich vor allem auf Kirchenbücher und das Archiv der Ostasienmission. Dieses dokumentiert seit 1977 die Arbeit des 1884 in Weimar gegründeten „Allgemeinen Evangelischen Missionsvereins„.

Jetzt hat das Archiv eine überarbeitete Internetseite. „Gerade in Corona-Zeiten hilft die digitale Verfügbarkeit von Unterlagen, Anfragen zu bedienen“, sagt Stüber.

Kontakt:
Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz
Domplatz 6
67346 Speyer
Telefon: 06232/667-180
Telefax: 06232/667-234
zentralarchiv@evkirchepfalz.de
www.zentralarchiv-speyer.de

Quelle: Alexander Lang, Evangelischer Kirchenbote. Sonntagsblatt für die Pfalz, 5.6.2020

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