Forschungsprojekt zur Geschichte Aschaffenburgs

Das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg plant die Herausgabe einer Aschaffenburger Geschichte. Das Projekt zur Aufarbeitung der neueren und neuesten Geschichte Aschaffenburgs läuft offiziell seit Anfang 2020. Das erste Arbeitstreffen der Autorinnen und Autoren ist für Ende März angesetzt.

Der Historiker Dr. Vaios Kalogrias
leitet das Forschungsprojekt.

Mit dem Übergang der Stadt an Bayern (1814) soll die wissenschaftliche Aufarbeitung starten. Ziel des Projekts ist die Herausgabe eines gut lesbaren Sammelwerks, das auf dem aktuellen Forschungsstand fußt. Während der dreijährigen Projektzeit sollen Recherchen in zahlreichen Archiven aufgenommen und neue Quellen erschlossen werden. Wichtige thematische Schwerpunkte sind die Zwischenkriegszeit nach 1918, die Zeit des Nationalsozialismus sowie die Stadtgeschichte nach 1945. Neben Biographien Aschaffenburger Persönlichkeiten stehen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, aber auch Kunst und Kultur im Mittelpunkt der Betrachtungen. Die Stadt im Königreich Bayern, also das „Jahrhundert“ von 1814 bis 1918, darf bei den Untersuchungen ebenfalls nicht fehlen.

Zwar gibt es bereits wissenschaftlich fundierte Studien zu einzelnen Themen, doch fehlt bislang eine Gesamtdarstellung, die auf einer breiten Quellengrundlage basierend alle wichtigen Entwicklungsstränge miteinander verknüpft und die Bedeutung der Stadt für die Region zwischen Frankfurt am Main und Würzburg hervorhebt.

An dem Projekt sollen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadt- und Stiftsarchivs, sachkundige Ortsexperten sowie insbesondere auch Fachhistorikerinnen und Fachhistoriker bzw. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler beteiligen.

Das Projekt steht unter der Federführung des Stadt- und Stiftsarchivs. Die Koordination übernimmt der Historiker Dr. Vaios Kalogrias, der auch an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz forscht und lehrt. Kalogrias wirkte unter anderem bei Stadtgeschichtsprojekten des Mainzer Arbeitsbereichs Zeitgeschichte (etwa beim Projekt „Freudige Gefolgschaft und bedingungslose Einordnung …“? Der Nationalsozialismus in Ingelheim) mit. Im kommenden Sommersemester wird er zugleich an der Universität Mainz ein projektbegleitendes Seminar zur Aschaffenburger Geschichte anbieten.

Kontakt:
Dr. Joachim Kemper
Leiter Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
Telefon 06021/45610510
Joachim.kemper@aschaffenburg.de

Neue Leiterin des Stadtarchivs Gotha

Seit dem 1.1.2020 ist Julia Beez die neue Archivarin der Stadtverwaltung Gotha und leitet nun das Stadtarchiv Gotha. Die 29-Jährige hat ein Bachelorstudium Geschichte und Romanistik sowie bis 2016 ein Masterstudium der Neueren Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena absolviert. Sie war von 2014 bis 2016 Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“. Seit 2016 arbeitet sie an ihrer Dissertation über die Beziehungen der schwarzburgischen Fürstentümer zur provisorischen Zentralgewalt in der Revolution von 1848/49.

Julia Beez, neue Leiterin des Stadtarchivs Gotha
(Foto: Lutz Ebhardt)

Das Stadtarchiv der Stadt Gotha verwahrt stadtgeschichtliche Quellen mit einem Bestandsumfang von ca. 1.000 laufenden Metern. Dazu gehören u.a. mittelalterliche Urkunden, Akten der Stadtverwaltung und der eingemeindeten Orte Boilstädt, Siebleben, Sundhausen und Uelleben des 17. bis 20. Jahrhunderts, Akten von Innungen und Vereinen, Firmenunterlagen, Nachlässe, Bauakten sowie zahlreiches Sammlungsgut zur Bestandsergänzung wie Wochen- und Tageszeitungen, Karten, Pläne, Plakate, Fotos, verschiedene Druckschriften und Amtsblätter. Außerdem stehen dem Benutzer die historische Gothana-Bibliothek mit ca. 2.500 Bänden und eine moderne regionalgeschichtliche Präsenzbibliothek zur Verfügung.

Kontakt:
Stadtarchiv Gotha
Julia Beez
Neues Rathaus
Ekhofplatz 24
99867 Gotha
Telefon: 03621 222-142
Telefax: 03621 222-146
stadtarchiv@gotha.de

Quelle: Stadt Gotha, Pressemitteilung, 9.1.2020

Stadtarchiv Wetzlar sucht Fotos aus den 1940er-Jahren

Am 29. März 2020 jährt sich der Einmarsch amerikanischer Truppen in Wetzlar am Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Anlässlich dieses Datums plant das Historische Archiv der Stadt Wetzlar eine Fotoausstellung. Dabei sollen nicht nur die bekannten Fotos des zerstörten Wetzlars gezeigt werden, es sollen möglichst auch wenig bekannte Fotos aus dem Alltag der Bevölkerung gezeigt werden.

Abb.: Niedergirmes während der Nachkriegszeit 1945 (Foto: Stadtarchiv Wetzlar)

Für folgende Bereiche des Alltags werden vom Wetzlarer Archiv geeignete Fotos gesucht:

  • In welchem Zustand waren die Wohnungen?
  • Was würde gegessen, bzw. von Interesse wären Aufnahmen von Essensausgaben, Schulspeisungen etc.?
  • Wie sahen spezielle Gebrauchsgüter der unmittelbaren Nachkriegszeit aus?
  • Gab es in Wetzlar einen Schwarzmarkt und gibt es hiervon Fotografien?
  • Wie sah der Alltag der Menschen in Schule und am Arbeitsplatz aus?

Der Einmarsch der Amerikaner bedeutete für die Fremd- und Zwangsarbeiter die Befreiung von ihrer Zwangsverschleppung und Gefangenschaft. Hieraus ergeben sich unter anderem folgende Fragen: Gibt es noch Aufnahmen von Lagern, in denen die Zwangsarbeiter/-innen zur Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes inhaftiert waren? Wo und wie wurden die ehemaligen Zwangsarbeiter/-innen bis zu ihrer Rückkehr in ihre Heimat untergebracht? Gibt es Fotografien, die das Lagerleben zeigen?

Im September 1946 hatte die amerikanische Militärregierung in einer ehemaligen Wehrmachtskaserne am Rande von Wetzlar ein Lager für jüdische Displaced Persons (DP), also entwurzelte und verschleppte, heimat- und/oder staatenlose Menschen, eingerichtet. Die westlichen Alliierten – insbesondere die US-Militärregierung – gewährte den hier internierten Menschen weitreichende Selbstbestimmungsrechte. – Gibt es Fotos, welche die verschiedenen Aspekte des Lagerlebens zeigen?

Das Stadtarchiv Wetzlar bittet darum, noch vorhandene Fotos für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Kontakt:
Christoph Franke
Historisches Archiv der Stadt Wetzlar
Hauser Gasse 17
35578 Wetzlar
Tel. 06441-991080
christoph.franke@wetzlar.de

Quelle: Stadt Wetzlar, Pressemitteilung, 6.1.2020

Stadtarchiv Ratzeburg wird wieder ausgepackt

Das Stadtarchiv Ratzeburg erwacht aktuell aus seinem fünf Jahre lang währenden „Dornröschenschlaf“. Seit Dezember 2014 waren die rund 1.100 Kartons mit den historischen Archivalien in der Ernst-Barlach-Schule provisorisch eingelagert und für stadtgeschichtliche Forschungen unzugänglich. Sie warteten dort auf die Sanierung des denkmalgeschützten Schulgebäudes, das im Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ als zukünftige Heimstätte des Stadtarchivs projektiert ist. Aus diesem Interimszustand wurde, sehr zum Frust von Stadtarchivar Christian Lopau, ein zunehmender Dauerzustand und brachte die Archivarbeit in weiten Teilen zum Erliegen. Lediglich Anfragen an das historische Standesamts- und Melderegister für Personen suchen und Erbschaftsangelegenheiten konnte Christian Lopau weiter beantworten.

Abb.: Das Ratzeburger Stadtarchiv findet, sehr zur Freude von Stadtarchivar Christian Kopau, endlich eine Interimsunterkunft in der Großen Kreuzstraße … (Foto: Stadt Ratzeburg)

Um diese wenig optimale Arbeitssituation des Stadtarchivs zu lindern und die Ratzeburger Stadtgeschichte der Öffentlichkeit zumindest in Teilen wieder verfügbar zu machen, wurde jetzt ein leerstehendes Büro in der Großen Kreuzstraße angemietet und in einfacher Art und Weise eingerichtet. Das Stadtarchiv erhält dort zwei Büroräume, zur Leitung und Recherche sowie 450 Meter Regalfläche. „Insgesamt brauchen wir 750 Meter Regalfläche, um alle Archivalen fach- und zugangsgerecht unterzubringen. Entsprechend müssen wir uns noch etwas einschränken. Aber diese Zwischenlösung macht das Stadtarchiv zumindest arbeitsfähig. Darüber bin ich sehr froh“, sagt Christian Lopau.

Erleichtert zeigte er sich, dass in der ersten Übersicht nach dem Umzug von nunmehr 800 Kartons keine Lagerschäden festzustellen sind. „Die Sicherungsmaßnahmen während der Einlagerung, insbesondere die Feuchtigkeitskontrolle, hat soweit gut funktioniert. Insbesondere die unersetzlichen Urkunden haben keinen Schaden genommen“, resümiert Lopau. Wann das Stadtarchiv Ratzeburg für die allgemeine Öffentlichkeit wieder zugängig ist, kann der Stadtarchivar noch nicht fest terminieren. Das systematische Einsortieren braucht seine Zeit. „Ich rechne mit einer Wiedereröffnung mit Ende Januar“, freut sich der Stadtarchivar, schon bald wieder geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu dürfen.

Kontakt:
Stadtarchiv Ratzeburg
bisheriges Büro: Seminarweg 1 (ehemalige Ernst-Barlach-Schule)
Unter den Linden 1
23909 Ratzeburg
Telefon: 04541 8000-350
lopau@ratzeburg.de

Quelle: Stadt Ratzeburg, Mitteilungen, 2.1.2020

ARCHIV-info 2/2019

In der aktuellen Ausgabe 2/2019 von ARCHIV-info des Archivs des Deutschen Museums steht im Editorial das Thema “Erschließung” im Mittelpunkt und die damit zusammenhängenden Erfordernisse in der digitalen Welt. Der Themenblock “Archivbestände im Deutschen Museum” stellt Quellen zu den Vereinigten Staaten von Amerika vor.

Berichtet wird außerdem über die Neuerwerbungen der Nachlässe des  Arztes, Arktisforschers, Filmproduzenten und erfolgreichen Skifahrers Bernhard Villinger (1889-1967) und von Leo Rothe (1900-1975). Rothe war in seinem bewegten Leben u.a. als Direktor bei Henschel & Sohn, als Vorstand der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG in Dessau und als Vorstandsvorsitzender bei der Messerschmitt AG in Augsburg tätig. Er war zudem Präsident des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). Im zweiten Halbjahr 2019 sind außerdem verschiedene Übernahmen bereits vorhandener Bestände zu verzeichnen, so zu den Nachlässen der beiden Mathematiker Walther von Dyck (1856-1934) und Gisbert Hasenjaeger (1919-2006) sowie des Physikers Philipp Lenard (1862-1947).

Auch über die Erschließung zweier bedeutender Nachlässe mit umfangreichen Findbüchern (NL Gernot Zippe und NL Paul Kienle) berichtet ARCHIV-info 2/2019. Weitere Themen sind „100 Jahre Junkers F 13 und ihr Nachbau“ sowie die „Kooperation mit der Stiftung Pfennigparade“.

Kontakt:
Deutsches Museum
Archiv
80306 München
Tel.: (089)  2179 220
Fax: (089)  2179 465
archiv@deutsches-museum.de

Quelle: Blog Archive in der Leibniz-Gemeinschaft, 20.12.2019

Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera 4/2019

Unter dem Titel „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ informiert das Stadtarchiv Gera vierteljährlich über aktuelle Entwicklungen und historische Themen rund um eigene Arbeit. Im 4. Informationsbrief 2019 des Stadtarchivs Gera werden ausgewählte Ereignisse der letzten 200 Jahre Stadtgeschichte thematisiert.

Der Beitrag über den im Jahr 1819 erfolgten Fall des Pohlitzer Meteoriten zwischen den Orten Pohlitz (Bad Köstritz) und Langenberg, der unter Zeitgenossen großes Aufsehen erregte, erinnert daran, dass Johann Wolfgang von Goethe gegenüber dem Köstritzer Hofrat und Leibarzt Carl Ludwig Schottin den Wunsch äußerte, ihm den Meteoriten doch möglichst preisgünstig zu überlassen.

Der zweite Artikel stellt einen Auszug aus dem Buch „Thüringer Mord-Pitaval“ (Band 1) dar, in welchem der vor 145 Jahren in Gera verübte Mord an der Lederhändlerin Christiane Anders und die in diesem Zusammenhang angestrengten Ermittlungen nachgezeichnet werden.

Des Weiteren wird die Geschichte der am 11. November 1899 eingeweihten „Milbitzer Heilanstalten“ in den Blick genommen. Und der vierte Beitrag widmet sich der im Geraer Stadtmuseum präsentierten Ausstellung „Eisenbahn und Feuerwehr, Puppenherd und Teddybär – Spielzeug Made in GDR“. Einzelne Exponate werden näher vorgestellt, darunter das von dem Geraer Günter Sommermeyer erfundene „Auto in der Aktentasche“ (siehe Abb.).

Kontakt:
Stadtarchiv Gera
Gagarinstraße 99/101
07545 Gera
Tel. 0365/838-2140 bis 2143
stadtarchiv@gera.de
www.gera.de/stadtarchiv

Die Hanse und Kamen (Zeitschrift Springinsfelt 2019)

Kamener Hefte für Geschichte und Gegenwart

Archivar Jürgen Dupke und Robert Badermann, Leiter des Hauses der Stadtgeschichte Kamen, haben im Jahr 2019 die Heftreihe „Springinsfelt“ wiederbelebt und die insgesamt vierte Ausgabe dieser „Kamener Hefte für Geschichte und Gegenwart“ veröffentlicht. Oberthema ist die Hanse.

Kamen hat als Wirtschaftsstadt eine lange Tradition. Mindestens seit 1471 zählt sie zum Hansebund, deren Mitgliedschaft 2013 erneuert wurde. In jenem Jahr wurde die Stadt Kamen in den Hansebund der Neuzeit aufgenommen und darf sich seither mit dem klingenden und traditionsreichen Namenszusatz schmücken.

Die nach einem 1626 geborenen Sohn der Stadt benannte Zeitschrift „Springinsfelt“, die bereits im Frühjahr mit einem Umfang von 64 Seiten und in einer Auflagenhöhe von 300 Exemplaren erschienen ist, beinhaltet zwei mit Bildern und Grafiken ausgestattete Aufsätze. In seinem historischen Beitrag ordnet Robert Badermann die Kamener Hansegeschichte in den Kontext der mittelalterlichen Wirtschaftsgeografie Westfalens und Europas ein. Im Vergleich zum Fernhandel lag Kamens wirtschaftliche Aufrichtung weit stärker auf regionale Verbindungen fokussiert. – In seinem aktuellen Beitrag über die Hanse heutzutage legt Jürgen Dupke dar, dass es sich bei der 1980 begründeten „Neuen Hanse“ um die Verbindung früherer Kaufmannsstädte und Handelspartner handelte, die ihr einstiges Markenzeichen für den grenzüberschreitenden Kultur- und Traditionsaustausch nutzen wollen, die nicht zuletzt unter Einbeziehung der jungen Generation („Youth Hansa“).

Inhalt:

Robert Badermann: Die Hanse und Kamen (3-52)

Jürgen Dupke: Die Hanse heute (53-62)

Info:
Springinsfelt. Kamener Hefte für Geschichte und Gegenwart
Hg.: Förderverein der Kamener Stadt- und Kulturgeschichte
verantwortlich: Robert Badermann
Kamen 2019

Kontakt:
Haus der Stadtgeschichte,
Museum und Stadtarchiv
Bahnhofstr. 21
59174 Kamen
Tel.: 02307/553412
Fax: 02307/553414
museum@stadt-kamen.de
www.stadt-kamen.de

Quelle: Hellweger Anzeiger, 8.3.2019

Archiv und Wirtschaft 4/2019

In Kürze erscheint die Ausgabe 4/2019 von „Archiv und Wirtschaft“, der Zeitschrift der Vereinigung deutscher Wirtschaftsarchivare e.V.. Sie besitzt einen deutlichen Schweden-Schwerpunkt; unter anderen wird die Situation der Wirtschaftsarchive in Schweden erläutert (und ein Beitrag über IKEA fehlt auch nicht).

Inhaltsverzeichnis „Archiv und Wirtschaft“ 4/2019

AUFSÄTZE

Alexander Husebye: Die Situation der Wirtschaftsarchive in Schweden (164-171)
Tony Nilsson: The early IKEA expansion, by way of the German speaking markets (172-178)
Thomas Steinfeld: Streichhölzer – Zur Geschichte der deutsch-schwedischen Beziehungen (179-185)

BERICHTE

Tanja Beinstingl und Carolin Stegner: 91. VdW-Lehrgang „Einführung in das Wirtschaftsarchivwesen (Einsteigen – Aufsteigen – Auffrischen)“ vom 23. bis 28. Juni 2019 in Heidelberg (186-190)

REZENSIONEN

Horst Galle: Historischer Braunkohlenbergbau entlang der Mulde um Colditz, Grimma und Wurzen. Eine Chronik und Inventarisierung (Ulrich Heß) (191)

Wolfgang von Hippel: Hermann Röchling 1872–1955. Ein deutscher Großindustrieller zwischen Wirtschaft und Politik. Facetten eines Lebens in bewegter Zeit (Martin Krauß) (191-193)

Martin Krauß und Sebastian Parzer: Die Chronik der Volksbank Hohenlohe eG. Im Vertrauen auf die eigene Kraft schafften 50 Bürger vor 175 Jahren das scheinbar Unmögliche… (Nicolas Krocker) (193-195)

Robert Muschalla (Hrsg. für das Deutsche Historische Museum): Sparen. Geschichte einer deutschen Tugend (Matthias Weber) (195-196)

Werner Plumpe: Unternehmensgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert (Claus W. Schäfer) (197-198)

Nachrichten (198)
Rezensionsliste (199-200)
Impressum (204)

Kontakt:
Dr. Martin Münzel
c/o F. Hoffmann-La Roche AG
„Archiv und Wirtschaft“
Bau 52/111
CH – 4070 Basel
Telefon: (0049) (0)30-2093-70571
Martin_Muenzel@Yahoo.com
http://www.wirtschaftsarchive.de/veroeffentlichungen/zeitschrift

Der Enzkreis Band 16 erschienen

Neue Publikation bietet gleichermaßen Historisches wie Aktuelles

Auch der neueste Band der Enzkreis-Jahrbuchreihe „Historisches und Aktuelles“ zieht nicht nur geschichtliche Linien, sondern beleuchtet auch ein sehr aktuelles Thema – durchaus ein Wagnis, denn zwischen Konzipierung und Drucklegung liegen fast zwei Jahre. Für Landrat Bastian Rosenau ist es daher beeindruckend, wie beinahe tagesaktuell der Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“ ist: „Noch vor wenigen Jahren eher ein Nischen-Thema, ist inzwischen klar, dass die Zukunft nicht nur unseres Landes, sondern letztlich des gesamten Planeten davon geprägt sein wird, wie gut es gelingt, den Gedanken nachhaltigen Lebens umfassend umzusetzen.“

Der Enzkreis. Historisches und Aktuelles, Band 16

Innerhalb der aktuellen Rubrik werden folgende zehn Themen vorgestellt: Agenda 2030 – Nachhaltige Forstwirtschaft – Klimapartnerschaft mit Tansania – Bewältigung der „Flüchtlingskrise“ – LIFE rund ums Heckengäu – Bienenschutz – 100 Jahre Frauenwahlrecht – Beratungshaus Consilio – Maulbronn 2030 – Kinderfreundliche Kommune Remchingen.

Auch die zehn historischen Themen sind vielseitig gestaltet:
650 Jahre Dennach und Schwann – Wallfahrt und Marienverehrung in Lienzingen – Reformation in Neuenbürg, Lienzingen und Illingen – Physiokratische Wirtschaftsreform in Dietlingen – Eduard Mörike auf Schloss Obermönsheim – Historische Fotografien aus Kieselbronn – Erinnerungskultur nach dem Ersten Weltkrieg – Hebammentätigkeit in Birkenfeld und Dennach – Der Tornado von 1968 in den Medien.

Dabei ist Band 16 der bislang „globalste“ der Reihe: Denn mit Richard Bowler von der Salisbury University in Maryland steht wieder einmal ein US-Amerikaner im Autorenverzeichnis. Der Beitrag des schottischen Schriftstellers David Crane musste sogar zunächst übersetzt werden, und der Redakteur Jiří Hönes lebt in Moskau.

Wichtige Ereignisse aus den Jahren 2016 bis 2018 versammelt die Chronik am Schluss des Buches als 21. Beitrag. Der 16. Band der Enzkreis-Jahrbuchreihe „Historisches und Aktuelles“ kostet 18 Euro, ist im Buchhandel (ISBN 978-3-7995-1315-9), bei vielen Bürgermeisterämtern, im Landratsamt Enzkreis in Pforzheim sowie beim Verlag unter kundenservice@verlagsgrupppe-patmos.de erhältlich.

Kontakt:
Enzkreis – Kreisarchiv und Kultur
Zähringerallee 3
75177 Pforzheim
Tel. 07231 308-9423
kreisarchiv@enzkreis.de

Quelle: Enzkreis, Pressemitteilung, 6.12.2019

 

Moderner und nutzerfreundlicher Lesesaal im Stadtarchiv Troisdorf

Stadtgeschichte in freundlicher Atmosphäre entdecken

Noch sind nicht alle 111 Kisten mit Büchern wieder ausgepackt und in die neuen Regale gestellt. Aber der frisch renovierte und technisch optimierte Lesesaal des Stadtarchivs der Stadt Troisdorf lädt auch so schon zum Besuch ein. Das etwas in die Jahre gekommene Ambiente des bisher recht dunklen Saals ist einem hellen, freundlichen und großzügigen Raum gewichen. Und die technische Ausstattung samt schalldämmender Decke, LED-Deckenlicht, freiem W-LAN, PC-Arbeitsplatz und Klimaanlage macht das Forschen, Recherchieren oder einfach auch nur das Schmökern zu einer angenehmen Beschäftigung.

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, Elmar Bregenhorn, der Leiter des städtischen Amtes Zentrale Steuerung, und Archiv-Leiterin Antje Winter hatten zum Pressetermin eingeladen, um den neu gestalteten Leseraum vorzustellen. Für den Publikumsverkehr war er allerdings immer offen. Auch während der Umbauphase gab es für Nutzer des Archivs Ausweichmöglichkeiten – und sei es im Büro der Archivleiterin.

Abb.: Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski durchschneidet das symbolische Band am Eingang des frisch renovierten Lesesaals des Stadtarchivs. Zu seiner Rechten Archiv-Leiterin Antje Winter, zu seiner Linken (v. l.) Dr. Gregor Patt (LVR), Elmar Bregenhorn (Stadt Troisdorf) und Rainer Land (Kulturamt des Rhein-Sieg-Kreises).

Mit 25.000 Euro förderte der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Modernisierung des Archivsaals. Die Stadt steuerte fast denselben Betrag bei. Die Möblierung erfolgte durch den renommierten Bibliothekseinrichter Schulz Speyer.

Dr. Gregor Patt von der Archivberatungsstelle des LVR in Brauweiler lobte die professionelle Führung des Troisdorfer Archivs und betonte, ein „analoger Lesesaal“ sei auch im Zeitalter des Digitalen „weiter von zentraler Bedeutung“. Der Antrag an den LVR lief über das Kulturamt des Rhein-Sieg-Kreises – und das recht unbürokratisch, wie der Leiter des Kreis-Kulturamtes, Rainer Land, sagte.

Das Troisdorfer Stadtarchiv hat sich aber nicht nur an der Oberfläche sehr positiv verändert. Die Digitalisierung der Bestände schreitet fort, wird bei rund 10.000 Akten aber eine Mammutaufgabe. Und mit einer weiteren Neuerung wartet das Stadtarchiv auf: Im kommenden Jahr wird es möglich werden, den Bücherbestand auch online zu recherchieren und auszuleihen.

Wer sich über den vielseitigen Bestand des Stadtarchivs der Stadt Troisdorf informieren möchte, findet eine Übersicht im Internet.

Kontakt:
Stadtarchiv Troisdorf
Kölner Straße 176
53840 Troisdorf
Telefon 02241/900-135
Fax 02241/900-895
Stadtarchiv@troisdorf.de

Quelle: Stadt Troisdorf, Pressemitteilung, 19.11.2019

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