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SUMMARY:Erich Müller-Grünitz - Ganz groß in Mode
DESCRIPTION:Eröffnung der Ausstellung des Stadt- und Stiftsarchivs und des Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. \nAusstellung vom 23. Februar bis 27. April 2018 im Schönborner Hof \n„Um als Modefotograf Karriere zu machen\, geht man am besten ins Ausland.“ – Diese provokante Äußerung von Markus Ebner\, Chefredakteur des Modemagazins „Achtung“\, könnte auch von Erich Müller-Grünitz stammen. Obwohl der Aschaffenburger Fotograf über dreißig Jahre angesagte Mode und aktuelle Trends in Szene setzte\, kennt kaum jemand diese bedeutende Facette seines Schaffens. \n \nErich Müller-Grünitz\, der am 20. Februar 1928 in Eibenberg/Landkreis Graslitz geboren wurde\, musste 1945/1946 seine Heimat verlassen und kam im Dezember 1950 nach Aschaffenburg. Während seiner Ausbildung an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk Saarbrücken von 1952 bis 1955 beschäftigte er sich als Schüler von Professor Dr. Otto Steinert (1915-1978) intensiv mit der subjektiven Fotografie und experimentellen Porträtfotografie. Zugleich schulte er den professionellen Blick auf die Mode und machte erste Modeaufnahmen. Nach Aschaffenburg zurückgekehrt\, baute er sich ein „Atelier für Werbe- und Modefotografie“ auf und betätigte sich in den Bereichen „Werbung – Industrie – Mode – Portrait – Bildjournalistik“. Nach einer schwierigen Anfangszeit fasste er Fuß in der Bekleidungsindustrie\, einem der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Aschaffenburg und Umgebung. Seine Auftraggeber\, beispielsweise die ortsansässige Hemdenfabrik Gebr. Kalb\, die Kleiderfabriken J. Desch\, Bernhard Imhof\, August Vordemfelde\, Hellmuth Weidenmann sowie Otto Albert „Albergo“ in Goldbach und Nikolaus Boll in Großostheim\, schätzten sein solides handwerkliches Können\, seine ungewöhnliche Kreativität und sein großes Einfühlungsvermögen. \n \nDie Modefotografien entstanden im Fotoatelier\, an außergewöhnlichen Orten und in der freien Natur. Gemäß den Vorgaben der Auftraggeber bediente sich Erich Müller-Grünitz der traditionellen Bildsprache und inszenierte schöne Welten oder bildete die Kleidermode auf einfallsreiche\, humorvolle oder freizügige Art ab. Die zumeist in Serien aufgenommenen Fotografien illustrierten Werbeplakate\, Prospekte\, Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften. \n \nMit der Krise und dem Niedergang der Bekleidungsindustrie am Untermain widmete sich Erich Müller-Grünitz wieder vermehrt der Portrait- und Industriefotografie. Seit 1987 arbeitete er eng mit seiner späteren Ehefrau\, der Fotografin Sabine Löscher\, zusammen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Johannesberg/Sternberg. Nach seinem Tod am 24. Dezember 2012 übereignete Sabine Löscher fünf Kartons mit tausenden Negativen\, zahlreiche Plakate und Werbeschriften zum Thema „Mode“ sowie über 300 Originalabzüge dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg. \nAus Anlass seines 90. Geburtstages präsentieren das Stadt- und Stiftsarchiv und der Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. ausgewählte Schwarz-Weiß-Fotografien aus dem Zeitraum von 1953 bis Anfang der 1980er Jahre. Die Modeaufnahmen dokumentieren durch ihre Konzentration auf das Wesentliche anschaulich den Zeitgeist und die damals vorherrschenden Schönheitsideale. \nÖffnungszeiten\nMontag bis Freitag: 11-16 Uhr\nSamstag/Sonntag\, 3./4. März und 7./8. April: 11-16 Uhr\nFeiertags geschlossen \nEintritt frei \nFührung durch die Ausstellung mit Ulrike Klotz\nSamstag\, 3. März: 14 Uhr\nFreitag\, 13. April: 14 Uhr \nKontakt:\nStadt- und Stiftsarchiv – Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V.\nSchönborner Hof – Wermbachstr. 15\n63739 Aschaffenburg\nTel.: 06021/4561050\nstadtarchiv@aschaffenburg.de \nNähere Auskünfte:\nUlrike Klotz M.A.\,\nTel.: 06021/45610522\nulrike.klotz@aschaffenburg.de\nwww.archiv-aschaffenburg.de
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