Ulmer Archivpaten retten 43 Archivalien vor dem Zerfall

Durch die finanzielle Unterstützung von \“Archivpaten\“ wurden im Ulmer Stadtarchiv 43 Archivalien vor dem Verfall bewahrt. Die Aktion wurde im Mai 2011 auf Basis einer Idee von Archivleiter Michael Wettengel ins Leben gerufen. Der Gemeinderat stellte 2010 in einem Fünf-Jahres-Programm Mittel für die dringendsten Restaurierungsfälle zur Verfügung, diese Mittel reichten aber nicht für alle notwendingen Restaurierungen aus. Aus dieser Notlage entstand die Idee, \“Paten fürs Archiv\“ zu gewinnen und die Aktion nahm ihren Lauf. Als Paten engagieren sich unter anderem Vereine, Institutionen und Gemeinderatsfraktionen.

Trotz des regen Zuspruchs für die Aktion ist der Arbeits- und Finanzierungsbedarf noch reichlich: Für weitere Paten reichen die restaurierungsbedürftigen Archivalien noch mindestens bis Ende des Jahrhunderts ließ Oberbürgermeister Ivo Gönner verlauten. Das älteste bisher gerettete Stück war das Steuerbuch aus dem Jahr 1499, dessen Lederumschlag durch Gerbsäure und Umwelteinflüsse beschädigt war und nun mit einem neuen Ledereinband versehen wurde. Auch die älteste bekannte Handschrift des Dichters Christoph Martin Wieland, ein Gedicht, welches er als Zwölfjähriger für den Namenstag seiner Großmutter verfasste, befand sich unter den restaurierten Archivalien.

Kontakt:
Haus der Stadtgeschichte – Stadtarchiv Ulm, Schwörhaus
Weinhof 12
89073 Ulm
Postanschrift:
Stadtarchiv Ulm
89070 Ulm
Tel.: 0731/161-4200
Fax: 0731/161-1633
www.stadtarchiv.ulm.de

Quelle: Südwest Presse, 28.2.2013

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