„Black Thursday“ – Bomben auf Schweinfurt 1943 – 1945

App des Stadtarchivs erinnert an dramatisches Kapitel der Stadtgeschichte.

Schweinfurt, 1943: Auf dem Höhepunkt des 2. Weltkriegs rückt die Stadt als Zentrum der kriegswichtigen Wälzlagerproduktion in den Blickpunkt der Weltgeschichte. Die alliierten Luftstreitkräfte hoffen, mit der Zerstörung der Schweinfurter Rüstungsindustrie die deutsche Kriegsmaschinerie bewegungsunfähig zu machen. Im Gegenzug errichtet das NS-Regime zahlreiche Bunkeranlagen sowie einen eindrucksvollen Flakgürtel rund um die Stadt. Zur Verteidigung Schweinfurts zieht man neben Soldaten und Kriegsgefangenen auch Oberschülerinnen und -schüler aus dem gesamten nordbayerischen Raum zusammen. Der Angriff vom 14. Oktober 1943 geht dann als „Black Thursday“, die bis dahin größte Luftniederlage der US-Amerikaner, in die Geschichte ein.

Doch wie erlebten eigentlich die Bewohner diese wohl bislang dramatischsten Ereignisse ihrer Stadtgeschichte? Anhand von Einzelschicksalen lädt das Stadtarchiv Schweinfurt dazu ein, sich auf Spurensuche zu begeben. Die Sprecher führen mithilfe eines Audiowalks an authentische Originalschauplätze: Straßen und Gebäude, aber auch eher unscheinbare Relikte erzählen noch heute von den tragischen Kriegsereignissen. Fotos, anschauliche Berichte und bislang noch kaum berücksichtigtes Archivmaterial laden dazu ein, die Geschichte der Stadt neu zu entdecken. Die kostenlose Smartphone-Anwendung richtet sich an ein allgemein historisch interessiertes Publikum aller Bildungs- und Altersklassen. Sie kann über die städtischen Webseiten, die an den Originalschauplätzen angebrachten QR-Codes oder direkt in den App-Stores abgerufen werden:

Google:
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.linon.ida.sas.da

iOS:
https://apps.apple.com/de/app/bomben-auf-schweinfurt/id6467383032

Build:
https://build-55-5.build.ida.linon.de/entity/list.html

Kontakt:
Stadtarchiv Schweinfurt
Martin-Luther-Platz 20
97421 Schweinfurt
+ 49 (0) 9721/51-382
stadtarchiv@schweinfurt.de

Quelle: Stadtarchiv Schweinfurt, Mitteilung, Flyer.

Stadtarchiv erhält 1300 Bilder der Limburger Zeitgeschichte

Sammlung von Günter Butzbach präsentiert das Leben in der Stadt in Bildern und Geschichten.

Fotos erzählen Geschichten – von Menschen, Ereignissen und nicht zuletzt von der Zeit, in der sie entstanden sind. 1300 Postkarten und Fotos aus Limburg an der Lahn hat Günter Butzbach, genannt „Ilo“, seit 30 Jahren von „seiner“ Stadt gesammelt. Zahlreiche Bilder hat er selbst geknipst, andere im Internet erstanden. Seine Sammlung übernahm Michael Schuy, Geschäftsführer der Firma Rudolf Schuy in Limburg, der nun die gesammelten Fotos durch seine Tochter Jacqueline Schuy an die Stadt Limburg übergeben ließ.


Abb.: v.l.n.r.: Dr. Marius Hahn, Jacqueline Schuy, Günter Butzbach, Dr. Christoph Waldecker (Foto: Stadt Limburg)

„Die Fotos, Postkarten und Motive sind ein Schatz für die Nachwelt“, sagte Bürgermeister Dr. Marius Hahn beim Sichten der Fotos und bedankte sich herzlich für die Schenkung bei Jacqueline Schuy. Einige der Geschäfte, die sich nicht mehr im Stadtbild finden, jedoch auf den Bildern zu sehen sind, kennt Hahn noch aus eigener Erinnerung.

In den acht Alben finden sich nicht nur Fotos aus unterschiedlichen Epochen Limburgs, sondern auch Anekdoten zu Menschen aus der Stadt und persönlich gefärbte Anmerkungen zur Zeitgeschichte. Das älteste Motiv dürfte vor 1870 entstanden sein. Es zeigt den Limburger Dom als Schwarz-Weiß-Aufnahme mit einem Verbindungsgang zwischen den beiden Türmen der Westfassade. Diese Verbindung wurde vermutlich zeitgleich mit dem Bau der beiden Südtürme im Jahr 1863/64 abgerissen.

Die Geschichten aus dem Leben in der Limburger Altstadt hat Butzbach teils selbst erlebt. Denn der mittlerweile 85-jährige ist selbst ein „Säcker“, wie ein verbreiteter Neckname für die Limburger lautet. Was er nicht mit eigenen Augen gesehen hat, hat er bei seinen Stammtischbesuchen im „Schlößje“ in der Barfüßerstraße mit eigenen Ohren gehört. Zahlreiche prominente „Säcker“ kannte Butzbach noch persönlich, so etwa Peter Schwertel, Limburger Original und mehrfacher Hessenmeister im Boxen.

Wortgewandt und amüsant schafft es Butzbach, den Bildern durch seine Geschichten Leben einzuhauchen und die Zuhörer zu fesseln. So berichtet er zu dem Bild der Autobahnbrücke über die Lahn, in der eine riesige Lücke klafft, dass das imposante Bauwerk von der deutschen Wehrmacht gesprengt wurde. Die gestaute Lahn und der damit am Abfluss gehinderte Emsbach setzten den ehemaligen Ort Mühlen (Eschhofen) unter Wasser. Teile der Bevölkerung mussten evakuiert werden, Tiere ertranken in ihren Ställen. Erst als die Amerikaner eine Furt in die Lahn sprengten, konnte das Wasser wieder ablaufen. Die 240 Meter lange Lücke wurde 1949 durch eine Notbrücke der Reichsbahn geschlossen.

Ein anderes Foto zeigt Elefanten vor der Bäckerei Will in der Salzgasse. Damit wollte der Direktor des Zirkus Williams den Bäckermeister Heinz Will überreden, mit ihm als stärkster Mann Europas in Las Vegas aufzutreten. Denn der Bäckermeister konnte mit seinen Zähnen ganze Menschen in die Luft heben. Auch der aktuelle Bürgermeister hatte das Vergnügen, seine Kräfte kennenzulernen.

Die teuerste Karte, den kolorierten „Kornmarkt“, so erzählt Butzbach, habe er für 160 Euro im Bieterverfahren auf einer bekannten Plattform ersteigert. Wie sich später herausstellte, war der einzige Mitbieter ein Bekannter von ihm, der das Gebot stetig in die Höhe trieb.

„So viele tolle Erinnerungen und schöne Geschichten, die gehören ins Stadtarchiv, um sie möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen“, zeigt sich Jacqueline Schuy überzeugt. Gemeinsam mit dem Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker will Butzbach die Fotos noch mit den entsprechenden Hintergrundinformationen versehen. So könnten in naher Zukunft die Limburger Bilder und Geschichten in einer Ausstellung präsentiert werden.

Kontakt:
Stadtarchiv Limburg
Mühlberg 3
65549 Limburg a. d. Lahn
Tel. 06431/203-368
christoph.waldecker@stadt.limburg.de

Quelle: Stadt Limburg an der Lahn, Pressemitteilung, 24.5.2024.

Wanderausstellung beleuchtet 50 Jahre Universität Osnabrück

Ausstellung des Universitätsarchivs zeigt Kurzweiliges, Staunenswertes und Unbekanntes.

Im Sommersemester 1974 startete die Universität Osnabrück ihren Lehrbetrieb. Anlässlich ihres 50. Geburtstages präsentiert die Universität im Rahmen ihres Jubiläumsprogramms nun eine Wanderausstellung, die einen kurzweiligen Einblick in die eigene Historie gibt. „Die Geschichte unserer Universität insgesamt ist eine schöne Erfolgsgeschichte“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl. „Doch darüber hinaus birgt sie in ihren 50 Jahren natürlich unzählige Einzelgeschichten, die überraschen, zum Staunen anregen und uns mitunter schmunzeln lassen. Diese Vielfalt von Eindrücken wollen wir mit unserer Dokumentation auch mit den Bürgerinnen, Bürgern und Freundinnen und Freunden unserer Uni teilen.“


Abb.: Universitäts- und Hochschularchivar Dr. Thorsten Unger (r.) und der stellvertretende Unipressesprecher Dr. Oliver Schmidt vor der Ausstellung (Foto: Jens Raddatz)

Konzipiert und erarbeitet wurde die Ausstellung mit dem Titel „Wissen_schafft: Leben“ vom Universitätsarchivar Dr. Thorsten Unger und dem stellvertretenen Universitätspressesprecher Dr. Oliver Schmidt mit den Teams des Universitätsarchivs und der Stabsstelle Kommunikation und Marketing. Vom 29. Mai an ist sie bis zum 29. Juni zunächst in der Bibliothek am Westerberg, Nelson-Mandela-Platz 1, während der Bibliotheksöffnungszeiten, montags bis freitags von 9 bis 22 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr, zu sehen. Anschließend wird sie an verschiedenen Orten in der Stadt und im Landkreis zu sehen sein. Die Ausstellungstermine werden in Kürze auf der Jubiläumsseite der Universität veröffentlicht.

Die modular aufgebaute Schau beleuchtet auf insgesamt 16 Stelen abwechslungsreich die Geschichte der Universität von der langen Gründungsphase über schwierige Anfangsjahre bis hin zur Konsolidierung und dem immer größer werdenden wissenschaftlichen Renommee in den unterschiedlichen Fachgebieten. Neben wichtigen Wegmarken und Ereignissen werden besondere Begebenheiten kurzweilig in Form von Schlaglichtern dargestellt.

Als eine der größten regionalen Arbeitgeberinnen gehört die Universität Osnabrück heute ganz selbstverständlich zur Stadt und zur Region. Dabei hätte es auch ganz anders kommen können: Erst mutige Entscheidungen, aber auch Zufälle legten die Grundlagen für den Erfolg. Universitätsarchivar Dr. Thorsten Unger dazu: „Ohne die hier seit 1953 ansässige Pädagogische Hochschule wäre Osnabrück vermutlich nicht Universitätsstandort geworden, denn die PH war anfangs ein integraler Bestandteil der Universität.“

„Geschichte wird oftmals als verstaubt wahrgenommen – wir wollten fundiert Universitätshistorie erzählen, aber auch überraschende und kuriose Ereignisse aus dem Universitätskosmos in Erinnerung rufen, die in Vergessenheit geraten sind und die teilweise bis heute nachwirken“, so Schmidt. Denn viele Errungenschaften der heutigen Universität haben ihre Wurzeln in der Vergangenheit. Aktuellstes Beispiel: Der 2023 eingerichtete Sonderforschungsbereich 1604 „Produktion von Migration“ wäre ohne die mit dem interdisziplinären Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) in den 1990er Jahren geschaffenen Strukturen und die langjährige Forschungsexpertise kaum denkbar.

Kontakt:
Universitätsarchiv
Nds. Landesarchiv, Abteilung Osnabrück
Dr. phil. Thorsten Unger
Schloßstr. 29
49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 33162-31
Fax: +49 541 33162-62
thorsten.unger@uni-osnabrueck.de

Quelle: Universität Osnabrück, Pressemeldung, 28.5.2024.

Gütersloher SPD übergibt historische Unterlagen ans Stadtarchiv

Mehr als 100 Aktenordner und Mappen wurden als Depositum übergeben.

Zahlreiche historische Unterlagen zur Geschichte der Gütersloher SPD befinden sich ab sofort im Stadtarchiv Gütersloh. Die Vorsitzenden der drei Ortsvereine Gütersloh (Mario Klasfauseweh), Avenwedde-Friedrichsdorf (Erik Humbert) und Isselhorst (Dr. Daniel Droste) sowie die Parteichronisten Manfred Brinker und Thomas Ostermann übergaben Stadtarchivarin Julia Kuklik mehr als 100 Aktenordner und Mappen sowie zahlreiche Plakate, Druckschriften, CDs, Fotos und Karteien als Depositum. Die Unterlagen waren seit dem frühen 20. Jahrhundert bei der Arbeit von Stadtverband und Ortsvereinen entstanden und geben unter anderem Auskunft zu Wahlkämpfen und lokalpolitischer Arbeit der SPD.


Abb.: Die Übergabe der umfänglichen Unterlagen an das Stadtarchiv begleiteten (v.l.) Manfred Brinker, Mario Klasfauseweh, Dr. Daniel Droste, Erik Humbert, Stadtarchivarin Julia Kuklik und Thomas Ostermann (Foto: Stadt Gütersloh)

„Uns war es wichtig, dass die Unterlagen langfristig sicher aufbewahrt und auch genutzt werden können“, betonte Dr. Droste, der selbst als Archivar beim LWL-Archivamt für Westfalen tätig ist. „Das Stadtarchiv ist hierfür der ideale Ort.“ Stadtarchivarin Kuklik freute sich über die Neuzugänge: „Die Abgabe der SPD-Unterlagen zeigt nicht zuletzt das Vertrauen der kommunalen Politik in die Arbeit des Archivs und ergänzt unser städtisches Verwaltungsschriftgut um wichtige nichtamtliche Bestände“, so Kuklik. „Damit kommen wir unserem Auftrag, die Stadtgesellschaft in ihrer ganzen Breite abzubilden, wieder ein Stück näher.“

Nach Abschluss ihrer Reinigung, Neuverpackung und archivischen Erschließung können die Unterlagen in Zukunft im Lesesaal des Stadtarchivs von interessierten Bürgerinnen und Bürgern unter Beachtung der relevanten Schutzfristen eingesehen werden. Neben der SPD hatten sich in der Vergangenheit bereits die FDP (AUGIAS.Net berichtete), die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) und die Grünen für eine Abgabe Ihrer Unterlagen an das Stadtarchiv Gütersloh entschieden.

Kontakt:
Stadtarchiv Gütersloh
Moltkestraße 47
33330 Gütersloh
Tel.: 05241 / 82-2302
julia.kuklik@guetersloh.de

Quelle: Stadt Gütersloh, Pressemeldung, 24.5.2024.

Ein Archivale wird gefeiert

Urschrift des Grundgesetzes war beim Demokratiefest zu besichtigen.

Die im Parlamentsarchiv des Deutschen Bundestages verwahrte Urschrift stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten in Berlin und Bonn zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes. Den Auftakt bildeten der Staatsakt am 23. Mai 2024 und ein gemeinsames Foto der Verfassungsorgane mit der Urschrift. Vom 24. bis 26. Mai war die Urschrift im Reichstagsgebäude zu besichtigen, als Angebot beim Demokratiefest im Berliner Regierungsviertel. Die Abendschau des rbb berichtet darüber in einem kurzen Beitrag.


Abb.: Die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas präsentiert die ausgestellte Urschrift des Grundgesetzes, Berlin 24. Mai 2024, © Deutscher Bundestag / Thomas Köhler / photothek

Hunderte Besucherinnen und Besucher nutzten die seltene Gelegenheit für einen Blick auf die Urschrift. Zuvor wurde sie nur einmal im Jahre 1969 zum 20jährigen Bestehen der Bundesrepublik Deutschland im Bundeshaus in Bonn ausgestellt.

Zum Jubiläum hat der Deutsche Bundestag zudem eine Sonderausgabe mit einem kompletten Faksimile der Urschrift herausgegeben, die über die Webseite als Broschüre bestellt oder als Datei herunterladen werden kann.

Kontakt:
Deutscher Bundestag
Parlamentsarchiv
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: +49(0)30 227-32319
Fax: +49(0)30 227-36749
E-Mail: parlamentsarchiv@bundestag.de

Quelle: Parlamentsarchiv des Deutschen Bundestages, 28.5.2024.

Neuerscheinung „Geschichte der Stadt Aschaffenburg im 19. und 20. Jahrhundert“

Sonderpublikation des Stadt- und Stiftsarchivs arbeitet Geschichte erstmals systematisch auf.

Die „Geschichte der Stadt Aschaffenburg im 19. und 20. Jahrhundert“ ist der Titel eines umfangreichen Doppelbands, den die Stadt Aschaffenburg herausgegeben hat.


Abb.: Ansicht des Aschaffenburger Schlosses vom Pompejanum aus, 1950er Jahre (Foto: Main-Echo-Archiv / Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg)

Das historische Standardwerk arbeitet die Geschichte der Stadt erstmals systematisch auf und war im Jahr 2020 im Auftrag der Stadt Aschaffenburg als großes wissenschaftliches Forschungsprojekt gestartet worden. Unter der Koordination des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg erforschten zahlreichen Autorinnen und Autoren erstmals umfassend die Stadtgeschichte – von der Dalberg-Zeit und dem Übergang der Stadt an das Königreich Bayern (1814) über die Zäsuren des 1. und 2. Weltkriegs bis hin zum „Wiederaufbau“ nach 1945. Vor allem die Beiträge zu den Jahren 1933 bis 1945 sind wichtige Kapitel der Stadtgeschichte, die bislang vielfach noch unbearbeitet gewesen sind. Ihre Aufarbeitung war daher dringend notwendig.

Mit einem Umfang von fast 1800 Seiten dürfte die Aschaffenburger „Stadtgeschichte“ gegenüber vergleichbaren Veröffentlichungen in mitteleuropäischen Städten eine Sonderstellung einnehmen.

Die Bände können unter anderem über den Webshop des Stadt- und Stiftsarchivs bestellt werden: https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/produkt/geschichte-der-stadt-aschaffenburg-im-19-und-20-jahrhundert

Geschichte der Stadt Aschaffenburg im 19. und 20. Jahrhundert
Band 1: Von der Dalbergzeit (1803–1813) bis zum 1. Weltkrieg (1914–1918)
Band 2: Vom 1. Weltkrieg (1914–1918) bis zur Nachkriegszeit (1945–1970)
Herausgegeben im Auftrag der Stadt Aschaffenburg von Vaios Kalogrias und Joachim Kemper, Aschaffenburg 2024 (Sonderpublikation des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg)
ISBN: 978-3-922355-44-1, 1785 Seiten, 50,00 Euro

Kontakt:
Stadt- und Stiftsarchiv
der Stadt Aschaffenburg
Wermbachstraße 15
63739 Aschaffenburg
Tel.: 06021 / 330-2420
E-Mail:

Quelle: Stadt Aschaffenburg, Pressemitteilung, 21.5.2024.

Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera 2/2024

In der zweiten diesjährigen Ausgabe der Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera steht neben der Obstbaumzählung im Geraer Stadtgebiet vor 75 Jahren auch die Eröffnung der noch heute existierenden und beliebten Selbstbedienungsgaststätte „Gastronom“ im Zentrum der Betrachtungen.

In einem dritten Beitrag wird auf zwei Buchlesungen im Stadtarchiv Gera mit dem Rudolstädter Archivar und Schriftsteller Frank Esche verwiesen. Am Samstag, dem 29. Juni 2024 von 10.00-12.00 Uhr sowie von 13.00-15.00 Uhr stellt der Autor unter dem Titel „Wahre Kriminalfälle aus Gera und Umgebung“ seine drei Bände „Thüringer Mord-Pitaval“ vor. Nach den Buchlesungen mit anschließender Diskussionszeit, besteht für Interessierte die Möglichkeit an einer kurzen Archivführung teilzunehmen.

Unter dem Titel „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ informiert das Stadtarchiv Gera vierteljährlich die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Herausforderungen und historische Themen rund um die Arbeit des Stadtarchivs.

Der Informationsbrief wird per E-Mail versandt und kann auf der Internetseite der Stadt Gera heruntergeladen werden. Durch eine formlose E-Mail mit dem Betreff „Informationsbrief“ an stadtarchiv@gera.de können die „Nachrichten aus dem Stadtarchiv Gera“ kostenlos abonniert werden.

Kontakt:
Stadtarchiv Gera
Gagarinstraße 99/101
07545 Gera
Tel. 0365/838-214
stadtarchiv@gera.de

Podcast „Neu und entstaubt“

Das Niedersächsische Landesarchiv wirft einen Blick hinter die Kulissen der Geschichtsschreibung und Archivarbeit.

Ursprünglich begann es mit einer wenig ernstgemeinten Randbemerkung. Doch dann wurde daraus ein mehrjähriges Projekt, das nun endlich das Licht der Welt erblickt hat. Um auf eine abwechslungsreiche Art den Berufsalltag in einem Archiv vorzustellen, hat ein kleines Team im Niedersächsischen Landesarchiv (NLA) den Podcast „Neu und entstaubt“ konzipiert und produziert. Zwar sind Podcasts schon längst nichts Ungewöhnliches mehr und insbesondere Geschichtspodcasts gibt es jede Menge. Aber um inhaltlich nicht in dieselbe Kerbe zu schlagen und sich von anderen Angeboten deutlich abzuheben, entstand die Idee, einen Blick hinter die Kulissen der Geschichtsschreibung zu ermöglichen und das Archiv als Institution vorzustellen. Denn gerade um junge Menschen auf die Berufszweige im archivischen Kontext aufmerksam zu machen, reichen die klassischen Informationsangebote heute nicht mehr aus. Podcasts wiederum haben sich über die letzten Jahre zu einem sehr beliebten Medium entwickelt, weil sich Interessierte beim Zuhören quasi „nebenbei“ informieren können. Deshalb soll das Format in lockerer Gesprächsatmosphäre zum einen Menschen für die Tätigkeiten im Archiv begeistern und zum anderen der interessierten Öffentlichkeit, die bisher wenig oder keine Berührungspunkte mit einem Archiv hatte, einen niedrigschwelligen Einblick eröffnen.

Von Anfang an war es das Ziel, die Mitarbeitenden im Archiv und ihre konkreten Tätigkeiten in den Fokus zu nehmen. „Wer sorgt eigentlich dafür, dass wir etwas über die Vergangenheit wissen?“ und „Welche Aufgaben müssen dafür erfüllt werden?“, das waren die Leitfragen. Und so kommen im Podcast die verschiedenen Berufsgruppen zu Wort, die gemeinsam das Archiv als Dienstleister für die interessierte Öffentlichkeit ausmachen. Sie berichten von ihrem Berufsalltag, von besonderen Erlebnissen und ihrer persönlichen Motivation und schildern, was sie persönlich mit dem Archiv verbindet. Daneben gibt es viele weitere spannende Informationen rund um Archive und ihre Entstehung. Auch wenn das Format sich nicht als Geschichtspodcast versteht, darf natürlich die ein oder andere historische Anekdote nicht fehlen.

Abb.: Aufnahmeset (Foto: Niedersächsisches Landesarchiv)

Da eine Podcast-Produktion kein Bestandteil der archivischen Ausbildung ist, hieß es für das Produktionsteam zunächst: recherchieren und herausfinden, welche Mikrofontypen, Mischpulte, Schnittprogramme usw. zum Einsatz kommen sollten. Zu klären war auch die konkrete Umsetzung der Aufnahme: Müssen sich alle Beteiligten im selben Raum aufhalten? Kann man „remote“ aufnehmen? Wie viele Personen sollten idealerweise ein Gespräch führen? Nach der Beschaffung der Technik folgte dann eine Testreihe, um Erfahrungen zu sammeln und die passenden Audioeinstellungen herauszufinden. Weiter ging es mit der inhaltlichen Vorbereitung: Welche Inhalte sollten vermittelt werden? Wie muss ein Skript aufgebaut werden, das möglichst unterhaltsam und informativ, aber nicht mit Informationen überladen sein soll? Soll man sich auf ein bestimmtes Gesprächsformat beschränken oder dieses abhängig vom Thema variieren? Die technische und konzeptionelle Entwicklung hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber die Vorarbeiten waren nötig, um den Podcast zu einer „runde Sache“ zu machen.

In den ersten Folgen dreht sich alles um Archive im Allgemeinen: An welche Klischees denkt man beim Stichwort „Archiv“? Außerdem wird erklärt, welche Sparten von Archiven es gibt, wofür sie zuständig sind und weshalb ihre Arbeit für die Gesellschaft so wichtig ist. In den weiteren Folgen berichten Mitarbeitende des NLA über die verschiedenen Ausbildungsgänge und Studieninhalte und die damit jeweils verbundenen Aufgaben.

Der Podcast erscheint monatlich und kann auf allen bekannten Plattformen abonniert oder gehört werden. Der Podcast ist auch über die Website des NLA abrufbar: https://nla.niedersachsen.de/podcast.

Kontakt:
Niedersächsisches Landesarchiv
Am Archiv 1
30169 Hannover
Tel.: (+49) 511 120 66 01
Fax: (+49) 511 120 66 39
E-Mail: poststelle@nla.niedersachsen.de

Quelle: Niedersächsisches Landesarchiv, Neuigkeiten, 2024.

In eigener Sache: Die Stromversorgung von AUGIAS-Data ist nun autark

Erweiterung der Photovoltaikanlage in der Zentrale.

Annähernd 100 Prozent des Strombedarfs von AUGIAS-Data werden nun durch die neue Erweiterung der vorhandenen Photovoltaikanlage gedeckt. Damit wird unser ökologischer Fußabdruck noch weiter reduziert. Außerdem senken wir auf diese Weise die Betriebskosten für die vielen Server und Arbeitsplatz-PCs. Nachdem unsere Zentrale als Niedrig-Energiehaus auch im Hochsommer weitgehend ohne künstliche Klimatisierung auskommt, ist das ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg in Richtung energetischer Unabhängigkeit.


Abb. (c) Karl-Theo Heil

Quelle: AUGIAS-Newsblog, Meldung vom 23.4.2024.

Konferenz „Offene Archive – “K(ann) I(ch)? Künstliche Intelligenz“ vom 17. bis 19. Juni in Münster

Das LWL-Archivamt für Westfalen lädt ein.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, Sie zur Konferenz „Offene Archive“, die vom 17. bis 19. Juni 2024 in Münster stattfindet, einzuladen. Unter dem Motto „K(ann) I(ch)? Künstliche Intelligenz, Innovationen und Offenheit im Archiv“ organisieren der Arbeitskreis Offene Archive des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) zusammen mit dem LWL-Archivamt für Westfalen die diesjährige Veranstaltung. Die Konferenz richtet sich an alle Menschen aus Kultur-, Gedächtnis- sowie Wissenschaftsbereichen, insbesondere an diejenigen, die sich für offene Kulturdaten und Archivangebote interessieren.


Titel: Dominic Eickhoff x Midjourney 2024, CC BY-SA 4.0

Im Rahmen der Konferenz erwarten Sie zahlreiche Fachvorträge und Workshops zu den Themen elektronische Langzeitarchivierung, Digitalisierung von Archivgut und Integration von Künstlicher Intelligenz in der Archivarbeit. Highlights des weiteren Programms sind Barrierefreiheit, Citizen Science in Archiven und die digitale Präsentation von Archivgut. Unser traditionelles ArchivCamp bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, in interaktiven Sessions eigene Ideen einzubringen und direkt zu interagieren. Ergänzt wird das Angebot durch thematische Führungen, einen Abendempfang und eine exklusive Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Offene Archive.

Melden Sie sich bis spätestens 31. Mai 2024 kostenlos über unsere Konferenzwebsite https://archive20.hypotheses.org/offene-archive-2-0-bis-2-2/konferenz-archivcamp-2024 an. Dort findet sich das detaillierte Programm und auch eine Aufstellung unserer Sponsor:innen, denen wir an dieser Stelle herzlich für ihre Unterstützung danken.

Die Konferenz findet im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster statt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen regen Austausch.

Für Anfragen und weitere Informationen kontaktieren Sie bitte das LWL-Archivamt für Westfalen (dominic.eickhoff@lwl.org oder antje.diener-staeckling@lwl.org).

Viel Grüße aus dem Archivamt,
Luisa Goldammer

Kontakt:
LWL-Archivamt für Westfalen
Jahnstraße 26
48147 Münster
Tel.: 0251/591-3890
Fax: 0251/591-269
E-Mail: lwl-archivamt@lwl.org

Quelle: LWL-Archivamt für Westfalen, Einladung, 26.4.2024.