Neue Kühlkammer für alte Filme in Münster

Erweiterung im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen

Das Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen in Münster kümmert sich seit über 20 Jahren um die Bewahrung des filmischen Erbes im Landesteil Westfalen-Lippe und unterstützt vor allem die Kommunen, aber auch Heimatvereine und Privatpersonen bei der Sicherung ihrer Filmschätze. Dabei umfasst die Unterstützung eine ganze Bandbreite von Leistungen: Die Filme werden als Depositum übernommen und in Kühlmagazine eingelagert, außerdem digitalisiert und inhaltlich erschlossen. Von diesem Angebot haben zahlreiche Einrichtungen und Personen Gebrauch gemacht, so dass in den vergangenen Jahrzehnten viele hundert Deposita mit mehr als 10.000 Filmeinheiten zusammengekommen sind.

Kühlkammer für das Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen (Foto: Christoph Steinweg / LWL)

Die Einlagerung der originalen Filmaufnahmen steht angesichts der Nutzerorientierung und den damit einhergehenden Digitalisierungsarbeiten zumeist nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Dabei ist gerade die Bewahrung der Originale in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Denn ob eine heute angefertigte digitale Kopie noch den Ansprüchen von morgen genügen wird, ist angesichts der rasanten technischen Entwicklung von HD, 2K, 4K und 8K nicht gewiss. Darum ist es gut, wenn man auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf das Original zurückgreifen kann, um eine dann zeitgemäße Kopie anzufertigen.

Das gilt nicht für alle Filme. Videobänder eignen sich zum Beispiel gar nicht für eine analoge Langzeitarchivierung, und auch im fotochemischen Bereich gibt es Probleme mit den feuergefährlichen Nitrozellulosefilmen und bereits stark beschädigten Azetatzellulosefilmen (Essigsäuresyndrom). Aber die Mehrzahl der Filme in den typischen Formaten 35mm, 16mm und 8mm erreicht die Magazine des LWL-Filmarchivs doch in einem guten Zustand und lässt eine weitere Lebensdauer von vielen Jahrzehnten erwarten – sofern sie denn sachgerecht gelagert werden. Die Mischbestände im Filmarchiv des LWL-Medienzentrums lagern bei ca. 10 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte von 40 Prozent, außerdem verhindert ein permanenter Luftaustausch eine Konzentration von Ausdünstungen.

  

Abb.: In der Kühlkammer (Fotos: Ralf Springer)

Dafür standen im Filmarchiv bislang zwei Kühlkammern mit einer Grundfläche von ca. 55 Quadratmetern zur Verfügung, welche in der Zwischenzeit allerdings fast komplett gefüllt waren. Darum bot sich eine gute Gelegenheit zur Erweiterung der Magazine an, als der LWL durch seine Tochter WLV (Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft) in der Speicherstadt in Münster-Coerde ein neues Zentralmagazin errichten ließ, das Anfang des Jahres 2019 bezogen werden konnte. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern Lagerfläche werden hier vor allem für die LWL-Museen große Magazine bereitgestellt, die im Einzelfall auch schon mal 500 Quadratmeter umfassen können. Dagegen fällt das dort ebenfalls untergebrachte neue Kühlmagazin des Filmarchivs mit 85 Quadratmetern geradezu bescheiden aus. Aber insbesondere durch ein effizient eingebautes Rollregalsystem hat sich die jetzt zur Verfügung stehende Lagerkapazität mehr als verdoppelt. Das macht das Filmarchiv auch für die Zukunft handlungsfähig. Ein erster Umzug ist vergleichsweise klein ausgefallen, als gut 1.000 Filme aus einer der alten in die neue Kammer überführt wurden. Noch wirken die Dosen in dem großen neuen Magazin etwas verloren, aber erfahrungsgemäß wird sich das mit den Jahren rasch ändern.

(Ralf Springer)

Kontakt:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Bild-, Film- und Tonarchiv
Fürstenbergstr. 13-15
48147 Münster
Tel. 0251 591-3902
Fax 0251 591-3982
medienzentrum@lwl.org
www.lwl-medienzentrum.de

Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg vorgestellt

Brandenburg fördert freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen

Die brandenburgische Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch hat am 8.8.2019 gemeinsam mit Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam und Vorsitzender der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz, und Prof. Ellen Euler von der Fachhochschule Potsdam die „Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg“ präsentiert.

Wissenschaftsministerin Martina Münch betonte die Bedeutung des freien Zugangs zu publizierten Ergebnissen öffentlich finanzierter Wissenschaft und Forschung für wirtschaftliche Innovationen sowie für öffentliche Diskurse: „Wir nutzen die Chancen des digitalen Wandels für Brandenburg: Mit der neuen ‚Open-Access-Strategie‘ schaffen wir die Voraussetzungen für den freien und breiten Zugang zu öffentlich finanzierten und publizierten Forschungsergebnissen in unserem Land.“

Abb.: Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch mit Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam und Vorsitzender der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz, sowie Prof. Ellen Euler von der Fachhochschule Potsdam bei der Präsentation der „Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg“ (Foto: Martin Sand)

Der freie Zugang stärke nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, so die Ministerin, „er erleichtert auch den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Gesellschaft. Davon profitieren kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie zivilgesellschaftliche Initiativen oder interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie planen wir die Einrichtung einer Vernetzungs- und Kompetenzstelle, die künftig alle Hoch-schul-Akteure zu finanziellen, rechtlichen oder organisatorischen Fragen der Umstellung auf Open Access beraten soll, sowie einen Fonds, mit dessen Hilfe gezielt öffentlich zugängliche Veröffentlichungen von Monographien und Sammelbänden gefördert werden soll“. Münch führte weiter aus: „Neben dem Ausbau von Open Access gehört auch das Mitte Juli gestartete ‚Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation‚ zu den zentralen Vorhaben unserer Digitalisierungsstrategie im Bereich Wissenschaft und Forschung. Das neue Zentrum für Digitale Transformation soll vorhandenes Know-how der Hochschulen in Forschung und Lehre und in der Hochschulverwaltung bündeln und sie dabei unterstützen, gemeinsam innovative Konzepte für IT-Systeme zu erarbeiten und umzusetzen. Dafür stellt das Land jährlich rund eine Million Euro bereit.“

Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam und Vorsitzender der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz: „Mit der neuen ‚Open-Access-Strategie‘ und dem neuen Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation hat sich Brandenburg im bundesweiten Vergleich hervorragend positioniert. Dies passt zu den akademischen Stärken der Brandenburger Hochschulen im Digital Engineering, in der Informatik, der Wirtschaftsinformatik und zahlreichen Anwendungsgebieten.“

Abb.: Vision
 Open-Access-Strategie , Bildlizenz: CC BY-ND by Julian Kücklich

Prof. Ellen Euler von der Fachhochschule Potsdam: „Für Open Access gibt es eine breite Zustimmung in der Wissenschaft – damit aber Open Access publiziert wird, gilt es Barrieren abzubauen und das Publizieren im Open Access zu vereinfachen. An der Realisierung müssen alle beteiligten Akteure gemeinsam arbeiten: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können beispielsweise die Möglichkeiten offener Publikationswege nutzen, möglichst offen lizenzieren und von ihrem Zweitveröffentlichungsrecht Gebrauch machen, wenn eine Open-Access-Publikation nicht unmittelbar möglich ist. Hochschulen sollen Strukturen und Anreize für mehr Open Access schaffen. Und Hochschulbibliotheken sollen ermutigt werden, Publikationsinfrastrukturen zu entwickeln und bereitzuhalten.“

Die „Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg“ wurde seit Herbst 2018 von einer Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Ellen Euler, Inhaberin der Professur für Open Access, Open Data und Open Science an der Fachhochschule Potsdam, entwickelt und vom Wissenschaftsministerium gefördert. Die Strategie beschreibt, wie Open Access in den kommenden Jahren erheblich ausgebaut werden kann. In die Erarbeitung der jetzt fertiggestellten Strategie waren alle betroffenen Akteure, darunter unter anderem brandenburgische Hochschulen mit ihren Hochschulbibliotheken, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und kulturelle Institutionen sowie externe Expertinnen und Experten eingebunden.

Das „Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation“, mit dem die acht staatlichen Hochschulen ihre Zusammenarbeit im Bereich der IT-Infrastruktur vernetzen und ausbauen, wurde am 15.7.2019 gestartet. Das Zentrum ermöglicht den Hochschulen Zugang zu umfangreichen Verwaltungs-IT-Diensten, etwa im Bereich des Studiums mit Prüfungsbescheiden, Studienplatz-Bewerbungen und Immatrikulationen oder im Bereich der allgemeinen Verwaltung für die Raumorganisation oder das Personalmanagement. Die Geschäftsstelle des Zentrums wird an der Technischen Hochschule Wildau eingerichtet.

Sowohl die „Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg“ als auch das „Zentrum der Brandenburgischen Hochschulen für Digitale Transformation“ sind Teil der „Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg“ des Landes.
Die „Open-Access-Strategie“ ist auf der Homepage des Wissenschaftsministeriums unter www.mwfk.brandenburg.de sowie auf folgender Open Access-Plattform abrufbar: http://doi.org/10.5281/zenodo.2581783.

Quelle: MWFK / Uni Potsdam, Pressemitteilung, 8.8.2019; FH Potsdam, Presseinformation, 8.8.2019

Stadtarchiv Speyer erhält großzügige KEK-Fördergelder

Dank der Vermittlung der Landesstelle Bestandserhaltung in Rheinland-Pfalz erhielt das Stadtarchiv Speyer eine Vollförderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) in Höhe von rund 26.000 Euro.

Abb.: Akten aus reichsstädtischer Zeit (Foto: Stadtarchiv Speyer)

„Wir sind froh und dankbar, dass wir Bundesmittel in dieser beträchtlichen Höhe für die Erhaltung der wertvollen und einzigartigen Akten aus reichsstädtischer Zeit bekommen haben“, betont Dr. Christiane Pfanz-Sponagel, Leiterin des Stadtarchivs Speyer. Die historischen Schriftstücke wiesen Spuren eines älteren Feuchtigkeitsschadens auf und konnten im Rahmen der Bundesmittelförderung nun (trocken) gereinigt und konservatorisch behandelt werden. Sie sind nicht nur von überregionaler Relevanz, sondern auch für die Erforschung der deutschen Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit interessant. Speyer war über die Salier- und Stauferzeit hinaus ein „Zentralort“ des Reiches. Die Beziehungen der Stadtobrigkeit zu Kaiser und Reich können nicht nur anhand der Mitwirkung in der „großen Politik“ nachgezeichnet werden, sondern zeigen sich auch im vergleichsweise umfangreichen Niederschlag in den Aktenbeständen des Stadtarchivs, dem ältesten Kommunalarchiv der Pfalz.

Die 2011 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Kulturstiftung der Länder eingerichtete Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts hat sich, wie ihr Name schon sagt, bundesweit den Erhalt des schriftlichen Kulturgutes zur Aufgabe gemacht. Die Landesstelle Bestandserhaltung in Rheinland-Pfalz nimmt sich des Themas auf Landesebene an. Die Institution weist darauf hin, dass schriftliches Kulturgut ein wichtiger Teil des kulturellen Gedächtnisses und sinn- und identitätsstiftend für die Gesellschaft ist. Ferner betont sie die Bedeutung des authentischen Originals: „Das Original zählt. Digitalisierung trägt zwar auch zum Schutz des schriftlichen Kulturguts bei, kann das Original aber nicht ersetzen.“

Mit mehr als 2,5 km Archivgut lagern im Stadtarchiv Speyer Millionen von Dokumenten, deren Restaurierung im Schadensfall unbezahlbar wäre. Archive und andere schriftliches Kulturgut verwahrende Institutionen müssen daher nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen auf Prävention setzen, um die Entstehung von Schäden zu vermeiden. Kühle und trockene Lagerorte, Schutzverpackungen und Reinigungsarbeiten sowie Notfallvorsorge sind solche vorbeugenden Maßnahmen.

Für die Nachhaltigkeit des Projektes im Stadtarchiv Speyer ist gesorgt. Derzeit wird der Bestand in säurefreie Archivkartons umverpackt. Durch den Ende August erfolgenden Einbau eines Klimageräts werden die Lagerungsbedingungen erheblich verbessert. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur dauerhaften Bestandserhaltung für andere bedeutende Archivalien geplant.

Kontakt:
Kulturelles Erbe
Johannesstraße 22a
67346 Speyer
Tel. (0 62 32) 14 22 65
Fax (0 62 32) 14 27 96
stadtarchiv@stadt-speyer.de

Quelle: Stadt Speyer, Medien-Information, 7.8.2019

Die Montanregion Erzgebirge in der Überlieferung des sächsischen Staatsarchivs

Am 6.7.2019 beschloss das Welterbekomitee der UNESCO auf seiner Sitzung in Baku/Aserbeidschan, der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří den Status eines Weltkulturerbes zuzuerkennen. Die Montanregion setzt sich aus 17 Bestandteilen (aus sieben Bergbaugebieten) auf sächsischer/deutscher Seite und 5 Bestandteilen auf tschechischer Seite zusammen (www.montanregion-erzgebirge.de).

Bergbau in Niklasberg bei Graupen/Krupka im Jahr 1717 (SächsStA-F, 40044 Generalrisse, Nr. 1-K 17341)

Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, freute sich über die Aufnahme der Montanregion Erzgebirge in die UNESCO-Welterbeliste: „Dieser positiven Entscheidung wurde lange entgegengefiebert, mehr als zehn Jahre intensiver Arbeit liegen hinter uns. Für den Tourismus ist es ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung unserer erzgebirgischen Heimat. Der Welterbetitel wird sicherlich zusätzliche Kräfte freisetzen und unseren Zusammenhalt noch enger werden lassen – vor allem auch grenzübergreifend mit den tschechischen Partnern. Das Erzgebirge als Landschaft und die Menschen, die hier leben, wurden in den zurückliegenden mehr als acht Jahrhunderten vom Bergbau geprägt. Hunderte von Sachzeugen, die von unseren Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereinen mit viel ehrenamtlichem Engagement gepflegt und erhalten werden, zeugen noch heute von unserer bergbaulichen Entwicklung und deren Einfluss auf das Entstehen und die Herausbildung anderer Industriezweige. In keiner Region Europas wird das bergmännische Brauchtum, werden die bergmännischen Traditionen intensiver gepflegt und gelebt, als bei uns.“

Montanlandschaft Schneeberg „Siebenschlehener Pochwerk“ (Foto: Marko Borrmann)

Archivalien der einzelnen Bestandteile des Erzgebirgsbergbaus finden sich an vielen Stellen in der reichen Überlieferung des Sächsischen Staatsarchivs, insbesondere im Bergarchiv Freiberg (Abt. 5 des Staatsarchivs). Dort werden die Archivalien zur über 600-jährigen Geschichte des Montanwesens in verwahrt, es ist die einschlägige Überlieferung zum Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří:

Zu Beständen zum Thema »Montanindustrie«:

Nicht direkt zum Welterbe gehört der ehemalige Steinkohlenbergbau, er ist aber assoziiert:

Kontakt:
Sächsisches Staatsarchiv
Behördenleitung und Abteilung Zentrale Aufgaben, Grundsatz
Archivstr. 14
01097 Dresden
Telefon: (+49) (0)351-89 219 710
poststelle@sta.smi.sachsen.de

Sächsisches Staatsarchiv
Bergarchiv Freiberg
Schlossplatz 4
09599 Freiberg
Telefon: (+49) (0)3731-44 754 90 (Lesesaal); (0)3731-44 754 0 (zentrale Einwahl)
Telefax: (+49) (0)3731-44 754 99
poststelle-f@sta.smi.sachsen.de

www.archiv.sachsen.de

Quelle: Sächsisches Staatsarchiv, Mitteilungen, 10.7.2019; Montanregion Erzgebirge, Pressemappe, Juli 2019

Geballtes Wissen aus 1000 Jahren

Nachlass des Dennacher Heimatforschers Hans Geiler ist nun im Kreisarchiv des Enzkreises nutzbar

Es beginnt alles Anno 1075 mit einem Eintrag im Codex Hirsaugiensis, dem Urkundenbuch des Schwarzwaldklosters Hirsau. Mit Freude blickt der Leiter des Kreisarchivs des Enzkreises, Konstantin Huber, auf das Regal, das den sauber geordneten heimatkundlichen Nachlass des im Jahr 2012 verstorbenen Heimatforschers Hans Geiler beinhaltet. Die Witwe Almut Geiler übergab die Unterlagen dem Enzkreis zur sicheren und dauerhaften Verwahrung. Sauber geordnet nach Jahreszahlen hatte der 1937 in Brandenburg geborene Fluglotse Geiler seit 1976 alles zusammengetragen, was er in zahlreichen Archiven über seine Wahlheimat Dennach finden konnte. Die chronologisch strukturierte Sammlung endet im 20. Jahrhundert und umspannt damit ein ganzes Jahrtausend geballter Geschichte des heutigen Neuenbürger Stadtteils, der zugleich höchstgelegener Ort im Enzkreis ist.

Abb.: Hans Geiler auf einer seiner Waldtouren bei der Entdeckung eines historischen Grenzsteins (Foto: Enzkreis)

Mit einigen Mitinteressenten gründete Hans Geiler 1993 den Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Schwabentor, den er bis 2003 als Vorsitzender leitete. Nach rund zehnjähriger intensiver Forschung Geilers gab der HGV 1998 seine Ortschronik „Thennach … ein Dorf ist keine Insel“ heraus. Geiler erstellte darüber mehrere kleinere Werke im Eigenverlag, die in der Landesbibliographie von Baden-Württemberg nachgewiesen sind. Diese Arbeiten sind im Kreisarchiv ebenfalls vorhanden.

Doch der im Kreisarchiv mittlerweile erschlossene Sammlungsbestand umfasst auch wichtige Informationen, die über das Dorf Dennach hinaus in den Raum Neuenbürg und den Nordschwarzwald insgesamt reichen. Besondere Forschungsschwerpunkte Geilers waren die Geschichte der Familien von Schmalenstein, Strubenhardt und Schöner von Straubenhardt. Auch die zahlreichen historischen Sägemühlen im Nordschwarzwald faszinierten ihn.

Gleich zwei umfangreiche Ordner enthalten die Dokumentation von Kleindenkmalen. So befinden sich in der Sammlung unzählige Fotos von Grenzsteinen, die Hans Geiler auf Erkundungstouren in den Wäldern der Region akribisch genau vermaß. Dass auch schon vor Jahrhunderten Naturkatastrophen die Region und die Menschen heimsuchten, zeigt ein von dem Heimatforscher ausführlich dokumentierter und in heutiges Deutsch übersetzter Bericht über ein Unwetter und die dadurch verursachten Hochwasserschäden im damals sehr großen Wildbader Forstbezirk von 1587/88.

Konstantin Huber erstellte das Verzeichnis zum Nachlass, während Archivmitarbeiter Simon Kretz die konservatorische Behandlung und Verpackung leistete. Die Sammlung steht im Kreisarchiv unter der Bestandssignatur P 38 allen Interessenten zur Einsichtnahme und Auswertung nach Terminvereinbarung zur Verfügung.

Kontakt:
Enzkreis – Kreisarchiv und Kultur
Zähringerallee 3
75177 Pforzheim
Tel. 07231 308-9423
kreisarchiv@enzkreis.de
www.enzkreis.de/kreisarchiv

Quelle: Enzkreis, Pressemitteilung, 2.8.2019

20 Jahre ARCHIV-info

Schon im 20. Jahrgang erscheint die Informationsbroschüre des Archivs des Deutschen Museums „ARCHIV-info“. Das Heft berichtet regelmäßig über Neuerwerbungen, Projekte, Drittelmittelanträge, Findbücher und Publikationen aus oder mit Beständen des Archivs. Seit Jahren werden in einem größeren Artikel einzelne Bestandsgruppen oder Spezialthemen vorgestellt, zu denen das Archiv ein großes Forschungspotenzial bietet.

So werden im eben erschienenen Heft passend zum 50-jährigen Jubiläum der Mondlandung ausgewählte Quellen zum Thema „Erforschung des Monds“ präsentiert. Unter den Neuerwerbungen ist besonders der Nachlass des Nobelpreisträgers für Physik Rudolf Mößbauer (1929-2011) hervorzuheben, der durch seine Forschungen zur rückstoßfreien Resonanzabsorption von Gammastrahlung und später zu Neutrinos bekannt wurde. Von großer Bedeutung ist auch der Nachlass von Robert Lusser (1899-1969), der als „Vater“ der fliegenden Bombe V1 gilt. Weitere Neuerwerbungen sind Aufnahmen des Werksfotografen bei der Firma Junkers, Fritz Dunker (1891-1971), die Sammlung des Freiberger Professors Helmuth Albrecht zur Laserphysik und ein bemerkenswertes Porträt von Michael von Sager, dem Initiator der Baufirma Sager & Woerner. Schließlich hat sich das Archiv des Deutschen Museums als eines von wenigen Archiven auch an dem von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Kultur-Hackathon Coding da Vinci 2019 beteiligt.

Dass Archiv und Forschung im Selbstverständnis des Münchner Archivs originär zusammengehören, zeigt die Anfang April 2019 im Deutschen Museum organisierte Tagung „Logik und Lücke„, die im Rahmen des Forschungsverbunds „Authentizität“ der Leibniz-Gemeinschaft veranstaltet wurde. Zahlreiche Wissenschaftler/-innen und Archivar/-innen beteiligten sich an der spannenden Konferenz, die mit neuen Schwerpunkten weitergeführt werden soll.

Das aktuelle Heft ARCHIV-info ist – ebenso wie die früheren Ausgaben – auf der Webseite des Archivs des Deutschen Museums abrufbar: http://www.deutsches-museum.de/archiv/veroeffentlichungen/archiv-info/. Interessenten können die Druckausgabe von ARCHIV-info im Sekretariat des Archivs abonnieren (archiv@deutsches-museum.de).

(Wilhelm Füßl)

Kontakt:
Deutsches Museum
Archiv
80306 München
Tel.: (089)  2179 220
Fax: (089)  2179 465
archiv@deutsches-museum.de
www.deutsches-museum.de/archiv

Deutsches Archiv für Theaterpädagogik verabschiedet seine Gründerin und Leiterin

Prof. Dr. Marianne Streisand tritt am 1. September in den Ruhestand

Seit dem 1.10.2003 ist Marianne Streisand Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft am Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück, Fakultät Management, Kultur und Technik in Lingen. Die in Berlin ausgebildete Germanistin und Theaterwissenschaftlerin gründete 2007 das Deutsche Archiv für Theaterpädagogik (DATP), als dessen Wissenschaftliche Leiterin sie seither zugleich fungiert. Der Studiengang Theaterpädagogik ist am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück erst 1998 eingeführt worden.

Das Deutsche Archiv für Theaterpädagogik dient der Information, der Dokumentation und der Forschung zur Geschichte und Gegenwart der Theaterpädagogik. Es sichert als archivwürdig bewertete Dokumente aus der jüngeren und älteren Geschichte des Fachs als Schriftgut, Ton-, Bild- und Filmdokument sowie elektronisch gespeicherte Information und stellt sie für Forschung, Lehre, künstlerische Praxis und Öffentlichkeitsarbeit bereit.

Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung erläutert Marianne Streisand die kulturelle Bedeutung der Archivbestände. Deren Umfang beträgt mehr als 250 Regalmeter an Materialien aus der relativ jungen Geschichte der Theaterpädagogik. Der Archivbestand des DATP umfasse derzeit 26 Sammlungen. Das Archiv sammelt inter- und transdisziplinäre Fundstücke von verschiedenen geographischen und historischen Fundorten. Methodologisch geht es davon aus, dass die Geschichte der Theaterpädagogik keine lineare Entwicklung aufweist, sondern sich aus den Tätigkeiten unzähliger Personen an unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Zeiten zusammensetzt. Schwerpunkt der Sammlungen des DATP, in dem seit 2007 Bernd Oevermann als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist, bildet dabei die Geschichte der Theaterpädagogik in den deutschsprachigen Ländern von 1945 bis in die Gegenwart.

In erster Linie wird das in der Öffentlichkeit und auch in der Archivszene recht unbekannte Archiv für zahlreiche Bachelor-Arbeiten und Dissertationen genutzt. Zuwächse erhält das Deutsche Archiv für Theaterpädagogik insbesondere durch Vorlassgeber. Dadurch hätten die Nutzer des Archivs, bei denen es sich vorrangig um Studierende und Wissenschaftler handele, zudem den Vorteil, mit diesen ins Gespräch zu kommen. Dafür würden unter anderem „Erzählcafés“ angeboten, so Streisand gegenüber der NOZ, die sich derzeit intensiv mit der Suche nach einer engagierten Nachfolgerin, einem engagierten Nachfolger für ihre Aufgabe beschäftigt.

Kontakt:
Deutsches Archiv für Theaterpädagogik
Baccumer Str. 3
49808 Lingen/ Ems
Tel.: 0591/80098-428
datp@hs-osnabrueck.de
www.archiv-datp.de

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 24.7.2019

Wirkung des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 auf die Bevölkerung – Ein Einzelfall aus Niedersachsen

Aus den Magazinen des Niedersächsischen Landesarchivs

In seiner monatlichen Serie zur Präsentation eigener Archivalien im Internet widmet sich das Niedersächsische Landesarchiv im Juli 2019 dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944: Zu Recht stehen Protagonisten des Attentats auf Hitler in diesen Tagen im Mittelpunkt des Interesses. Unter ihnen auch der ehemalige Wolfenbütteler Lehrer Werner Schrader (1895-1944), der mit anderen den Sprengstoff für Claus Schenk Graf von Stauffenberg lieferte und dafür mit dem Leben bezahlte.

Die Wirkung des Attentats und seine Wirkung auf die Bevölkerung vor 75 Jahren scheint dagegen bisher wenig untersucht worden zu sein. Was dachte der „Normalbürger“, Frauen und Männer, über die Verschwörer des 20. Juli und die Folgen ihrer Tat im Sommer/Herbst 1944? Tatsächlich scheint die Spurensuche hier schwierig zu sein. In den inzwischen gut erschlossenen Wiedergutmachungs- und Entnazifizierungsakten des Niedersächsischen Landesarchivs stößt man jenseits der am Attentat Beteiligten kaum auf Hinweise. Doch nicht alle schwiegen, wie der Fall von Rudolf Modrow aus Watenstedt bei Helmstedt zeigt.

Abb.: NSDAP-Parteiausschluss von Rudolf Modrow 1944 (Signatur: NLA WO 4 NDS. ZG. 2003/022 Nr. 3620)

Im Oktober 1944 führte er mit dem Landwirt Almstedt – in Hörweite anderer – ein Gespräch über die Folgen des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944. Dabei kritisierte Modrow laut Zeugenaussagen vor allem die Hinrichtung erfahrener hoher Offiziere mit dem Argument, dass die Wehrmacht diese Strategen für die Kriegsführung dringend nötig gehabt hätte – insbesondere Generalfeldmarschall von Witzleben. Almstedt ergänzte, dass er einen Rücktritt Hitlers danach für wünschenswert gehalten hätte. Auf den ersten Blick wirken diese Äußerungen recht harmlos. Keiner von beiden bejahte das Attentat ausdrücklich. Auf den zweiten stand aber hier durchaus mehr im Raum: Generäle waren für die beiden Männer in der Endphase des Krieges offenbar wichtiger als Hitler. Gegen Widerstand, aber eben auch nur bei offen geäußerten Zweifeln an Hitlers Kriegsführung reagierte das NS-Regime unter dem Begriff „Wehrkraftzersetzung“ gnadenlos.

Überraschend wurde in diesem Fall jedoch mit zweierlei Maß gemessen. Almstedt kam nach wenigen Tagen wieder auf freien Fuß. Modrow dagegen saß ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, erst bei der Gestapo, dann im Braunschweiger Gefängnis Rennelberg. Offensichtlich wog schwerer, dass er Mitglied der NSDAP war, aus der er bereits am 1. November 1944 ausgeschlossen wurde. Sein Prozess sollte am 11. April 1945 in Braunschweig stattfinden. Dazu kam es nicht, weil die Alliierten genau an diesem Tag vor der Stadt standen. Modrow kam frei.

LinkAus den Magazinen des Landesarchivs

Kontakt:
Niedersächsisches Landesarchiv
Am Archiv 1
30169 Hannover
Tel.: (+49) 511 120 66 01
Fax: (+49) 511 120 66 39
poststelle@nla.niedersachsen.de

50 Jahre Kreisarchiv Kleve

Papier ist geduldig, heißt es. Und manche meinen auch, Akten und altes Schriftgut seien staubtrocken und langweilig. Wer das denkt, dem empfiehlt der zuständige Landrat einen Besuch im Kreisarchiv Kleve, das in Geldern seinen Sitz hat. So vieles gibt es dort zu entdecken: Siegel bis zurück ins 14. Jahrhundert, die digital angesehen werden können, Fotosammlungen, Porträts und Gemäldeabbildungen aus vielen Jahrhunderten, Tagebücher mit Kriegsschicksalen, Propaganda-Material aus den Weltkriegen, alte Landkarten, in denen statt Uedem noch Üdem steht, Unterlagen zum Bau des Kernkraftwerks in Kalkar, außerdem Familienchroniken, Geschichten alter Höfe und bekannter Häuser und nicht zuletzt auch von Grafen, Königen und Kaisern.

Abb.: Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm und Landrat Wolfgang Spreen im Lesesaal des Kreisarchivs vor einer Landkarte aus dem Jahr 1958 (Foto: Kreis Kleve)

Aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens hat das Kreisarchiv Kleve nun eine 185 Seiten starke Broschüre herausgegeben, in der diese und noch viele andere Archivbestände kurz beschrieben sind. Wer hier fragt oder sucht, der findet, denn alle Archivalien sind genau verzeichnet und selbst wenn man nach Stichworten sucht, kann man unermesslich tief in die Geschichte eintauchen. „Für manche unserer Besucherinnen und Besucher ist unser Lesesaal wie ein zweites Zuhause“, beschreibt Kreisarchivarin, Dr. Beate Sturm, ihren Eindruck.

„Es gibt so viel zu entdecken in den vergangenen Jahrhunderten Kreisgeschichte“, ergänzt sie. Tatsächlich finden auch junge Menschen den Weg in das Archiv in Geldern. „Einige Schulen haben Bildungspartnerschaften mit dem Kreisarchiv. Sie recherchieren hier nach geschichtlichen Themen, suchen nach Hintergründen und entdecken oft weit mehr interessante Zusammenhänge, als gedacht. Sie sind wirklich fasziniert und kommen auch außerhalb der Schulzeiten zu uns in den Lesesaal“, freut sich Dr. Beate Sturm.

Im Kreisarchiv Kleve gehört auch die Digitalisierung von Archivgut zu den Schwerpunktthemen. Riesige Landkarten werden mit einem speziellen Verfahren digitalisiert und bleiben so für viele weitere Generationen lesbar. Mikrofilme von Kreistagsentscheidungen werden sogar im Barbarastollen bei Freiburg im Breisgau aufbewahrt und zwar so sicher, dass sie nach heutigem Maßstab sogar Kriegswirren überstehen sollen.

„Das Kreisarchiv wurde zum 1. August 1969 gegründet und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Neben der amtlichen Überlieferung wichtiger Dokumente aus der Kreisverwaltung beherbergt das Kreisarchiv umfangreiche Sammlungen, die die Geschichte unserer Region facettenreich überliefern. Für Biografie- und Familienforscher, für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und andere historisch Interessierte bietet das Kreisarchiv zur Erforschung der abwechslungsreichen und interessanten Geschichte unserer Region viele Informationen und Hintergründe. Die Bestände des Kreisarchivs bieten Raum für vielfältige und tiefgründige Fragestellungen“, fasst Landrat Wolfgang Spreen zusammen.

Die Beständeübersicht ist im Kreisarchiv des Kreises Kleve zu den Öffnungszeiten erhältlich. – Der Kreis Kleve dankt der Archivberatungsstelle des Landschaftsverbands Rheinland für die fachliche und finanzielle Unterstützung der Beständeübersicht. „Ich bin dankbar für den engen Austausch zu archivfachlichen Themen und die gute Zusammenarbeit mit der Archivberatungsstelle“, so Dr. Sturm. Wer das Kreisarchiv oder die Magazinräume besuchen möchte, kann sich gerne mit dem Kreisarchiv in Verbindung setzen.

Kontakt:
Kreisarchiv Kleve
Boeckelter Weg 2
47608 Geldern
Tel.: 02821 85-814
kreisarchiv@kreis-kleve.de

Quelle: Kreis Kleve, Pressemitteilung, 9.7.2019

Eröffnung des Digitalen Archivs des Erzbistums München und Freising

Seit dem 16.7.2019 können die Archivbestände des Erzbistums München und Freising von jedem PC oder Mobilgerät mit Internetanschluss und Browser kostenfrei recherchiert werden. Die Online-Präsentation enthält eine systematische Übersicht aller Bestände. Zu rund der Hälfte der Bestände werden auch Findbücher angeboten, bei einer Reihe wichtiger Bestände, darunter die vielfach nachgefragten Matrikeln, schließlich auch die digitalisierten Archivalien. Gestartet wird mit einem Grundbestand im Umfang von rund 4 Millionen Seiten. In den nächsten Jahren steigt die Zahl dieser Digitalisate sukzessive und planmäßig auf gut 7 Millionen Seiten.

Die Online-Präsentation ist Teil eines integrierten Archivmanagementsystems: Das digitale Archiv übernimmt aus der Diözesan-Verwaltung dauerhaft digitale Unterlagen, die dort nicht mehr benötigt werden. Es hält diese Unterlagen auf Dauer und in authentischer Gestalt verfügbar und sichert damit auch im digitalen Zeitalter langfristig die Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns.

Das digitale Archiv verwaltet darüber hinaus alle analogen und digitalen Bestände und ist damit die Basis für die Steuerung und Planung aller archivischen Tätigkeiten – von der Übernahme aus der Verwaltung bis zur Lagerhaltung und zu Maßnahmen der Bestandserhaltung.

Der Aufbau dieses Archivmanagementsystems erfolgte in einem Projekt ab 2012. Er lag in Händen von Archiv- und Projektleiter Michael Volpert, maßgeblich unterstützt von der Projektmitarbeiterin Frau Kristina Plabst.

Das Erzbistum ist die erste deutsche Diözese, die über ein funktionierendes Digitales Archiv für genuin digitale Unterlagen verfügt („digitale Langzeitarchivierung“). Mit seinem integrierten System von Digitaler Archivierung, Archivmanagement und Online-Stellung nimmt das Archiv des Erzbistums München und Freising eine führende Position in der deutschen Archivwelt ein.

Kontakt:
Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising
Karmeliterstr. 1 (Eingang Pacellistr.)
80333 München
Tel.: 089/2137-1346
aub@eomuc.de

Quelle: Erzbistum München und Freising, Pressemitteilung, 15.7.2019; Prof. Dr. Johannes Merz: Eckdaten zur Eröffnung des Digitalen Archivs, 15.7.2019

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