Mitteilungen der Fritz Hüser-Gesellschaft II / 2017

Die Fritz Hüser-Gesellschaft e.V. ist die Fördergesellschaft des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt. Das Fritz-Hüser-Institut ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Stadt Dortmund. Sie geht zurück auf die archivischen und bibliothekarischen Sammlungen des früheren Büchereidirektors Fritz Hüser (1908-1979). Archiv und Bibliothek sind öffentlich und stehen allen Interessierten für Recherche und Forschung zur Verfügung.

Die 2. Ausgabe 2017 der Mitteilungen der Fritz Hüser-Gesellschaft informierte über die Aktivitäten in Gesellschaft und Institut. Mitgeteilt wird u,a, die Übernahme des Vorlasses von Horst Hensel. Hensel übergab seinen umfangreichen Vorlass im Oktober 2017 dem Fritz-Hüser-Institut. Seine Bibliographie umfasst einige hundert Veröffentlichungen sowohl literarischer Art als auch Beiträge zur Pädagogik und darüber hinaus zu Literatur, Kunst und Kultur und schließlich zu Politik, Gesellschaft und Geschichte. Korrespondenzen und Materialien zu allen Bereichen seines schriftstellerischen und gesellschaftlichen Lebens befinden sich in den jetzt in Dortmund aufbewahrten Dokumenten. Von 1977-1979 war er Bundesvorsitzender des „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“, die Überlieferung aus dieser Zeit befindet sich bereits seit Langem im Fritz-Hüser-Institut.

Kontakt:
Fritz-Hüser-Gesellschaft e.V. / Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Grubenweg 5
44388 Dortmund
www.fritz-hueser-gesellschaft.de
www.fhi.dortmund.de

Boom – Crisis – Heritage: Internationale Fachtagung am Deutschen Bergbau-Museum Bochum

Vom 14. bis 16. März 2018 veranstalten der DBM-Forschungsbereich Bergbaugeschichte und das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok) die englischsprachige Tagung „Boom – Crisis – Heritage. King Coal and the energy revolutions after 1945”. Anmeldungen sind bis zum 16. Februar 2018 möglich. Das Programm ist nun online.

„Vom Boom zur Krise: Der deutsche Steinkohlenbergbau nach 1945“ lautet der Titel des auf drei Jahre angelegten interdisziplinären Forschungsprojekts, in dem der Forschungsbereich Bergbaugeschichte des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok) in zwei Themenlinien die Geschichte und Gegenwart des Steinkohlenbergbaus beforschen. Das Ruhrgebiet steht dabei vergleichend im Fokus.

Die internationale Tagung im März 2018 greift diese Thematik auf und ergänzt sie um multinationale Perspektiven. Gefragt wird nach den vielschichtigen gesellschaftlichen Transformationsprozessen, die in Folge der Veränderungen auf dem Energiemarkt auftraten.

In einem ersten thematischen Schwerpunkt wird die wirtschaftliche, soziale und technologische Entwicklung des Steinkohlenbergbaus sowie der anderen relevanten Branchen analysiert. Dabei werden die Reaktionen auf den Wandel des Energiesektors und die Folgen der hiermit zusammenhängenden Transformationsprozesse untersucht.

Die Beschäftigung mit den materiellen und immateriellen Hinterlassenschaften von Bergbaurevieren steht im Fokus des zweiten thematischen Schwerpunktes. In das Blickfeld geraten hier vor allem Kulturalisierungs- und Touristifizierungsprozesse funktionslos gewordener Energielandschaften, aber auch Aspekte ihrer Nachnutzung. Die Frage der Flächennachnutzung soll aus beiden Perspektiven untersucht werden und bildet so ein Bindeglied zwischen den beiden Schwerpunkten der Tagung.

Neben zahlreichen Fachvorträgen, Diskussionen und einer Filmvorführung besteht für die Tagungsteilnehmenden auch die Möglichkeit, an einer Führung durch das Deutsche Bergbau-Museum Bochum und an einer Exkursion zum UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein teilzunehmen. Forschungsprojekt und Fachtagung werden durch die RAG-Stiftung gefördert.

Anmeldung & Programm
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist notwendig.
Weitere Informationen unter: www.bergbaumuseum.de/bch2018
Anmeldefrist ist der 16. Februar 2018.

Zu den zwei Themenlinien des Projekts
In Themenlinie 1 „Innovationskulturen im Wandel nach 1945“ (Leitung: Dr. Lars Bluma) werden die bergbauspezifischen Innovationsleistungen in den Feldern Technik, Wissenschaft und Unternehmensorganisation/-strategie untersucht. Zentrale These ist, dass der Steinkohlenbergbau eine eigene Innovationskultur hervorbrachte, die eng mit den ökonomischen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen verknüpft war.

In Themenlinie 2 „Transformation von Industrielandschaften“ (Leitung Dr. Michael Farrenkopf) werden die Konversionsprozesse montanindustriell geprägter Industriereviere unter vorrangig politischen und ökonomischen Gesichtspunkten sowie den daraus abgeleiteten Strategien der (industrie-)kulturellen In-Wert-Setzung untersucht. Zentrale These ist, dass die ökonomische Dimension des sukzessiven Rückzugs des aktiven Steinkohlenbergbaus dem Strukturwandel an der Ruhr eine Pionierrolle bei der Etablierung industriekultureller Transformationsleistungen im nationalen Kontext zugewiesen hat.

Kontakte:
Dr. Juliane Czierpka, juliane.czierpka@bergbaumuseum.de, Tel.: +49 (234) 968-4134
Dr. Torsten Meyer, torsten.meyer@bergbaumuseum.de, Tel.: +49 (234) 968-4134

Quelle: DBM, Pressemitteilung, 28.11.2017

Jenny Aloni. Deutschland – Palästina – Israel

Ausstellung über die Schriftstellerin Jenny Aloni jetzt im Einwohnermeldeamt der Stadt Paderborn

Mit der Ausstellung „Jenny Aloni. Deutschland – Palästina – Israel“ hat die Universität Paderborn in den vergangenen Monaten anlässlich des 100. Geburtstages an die jüdische Schriftstellerin erinnert. Die vom Archiv der Universität Paderborn konzipierte Ausstellung war im September und Oktober 2017 in der Universitätsbibliothek zu sehen und stieß auf reges und anhaltendes Interesse. Deshalb ist sie nun verlängert worden und vom 4.12.2017 für weitere acht Wochen bis zum 25.1.2018 in den zentralen Räumen der Stadt Paderborn zu sehen.

Abb.: Ausstellung „Deutschland-Palästina-Israel“ in der Universitätsbibliothek der Universität Paderborn, (v. l.) Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hartmut Steinecke und Dr. Anikó Szabó (Foto: Universität Paderborn, Johannes Pauly).

Jenny Aloni wurde am 7. September 1917 als Jenny Rosenbaum in Paderborn geboren, wo sie schon in jungen Jahren mit dem Schreiben begann. In der NS-Zeit emigrierte sie im Alter von 22 Jahren nach Palästina. In den 1960er Jahren wurde Jenny Aloni mit Werken wie dem Roman „Zypressen zerbrechen nicht“ und dem Erzählband „Jenseits der Wüste“ in Deutschland bekannt. Ihre Geburtsstadt Paderborn ehrte die damals 49-jährige Schriftstellerin 1967 mit dem Kulturpreis.

In den 1980er Jahren verhalfen die Professoren Friedrich Kienecker und Hartmut Steinecke der Schriftstellerin zu erneuter Bekanntheit, als sie das Werk Alonis edierten und später die Editions-Werkstatt, das Jenny-Aloni-Archiv, an der Universität gründeten.

Inzwischen werden der Nachlass der Schriftstellerin sowie der Editionsapparat, das Jenny-Aloni-Archiv, im Universitätsarchiv Paderborn verwahrt. Damit sind die Unterlagen für die Zukunft gesichert und öffentlich zugänglich.

Die Ausstellung über das Leben von Jenny Aloni kann vom 4. Dezember 2017 bis 25. Januar 2018 im Einwohnermeldeamt, Marienplatz 2, Paderborn während der Öffnungszeiten besucht werden.

Kontakt:
Universitätsbibliothek Paderborn
Universitätsarchiv & Fachreferat Geschichte
Dr. Anikó Szabó
Warburger Strasse 100
33098 Paderborn
Tel. (05251) 60-2026
a.szabo@ub.uni-paderborn.de
www.ub.uni-paderborn.de/universitaetsarchiv

Quelle: Universität Paderborn, Pressemitteilung, 30.11.2017

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