Merckelsche Karte restauriert und digitalisiert

Die Ermittlung von Flächen und Grundstücken ist für den Staat und die Kommunen immer schon von Wichtigkeit gewesen, denn danach berechneten sich auch früher schon die Höhe der Abgaben. Im Jahre 1878 lagen derartige Daten flächendeckend für das Land Lippe vor. Die Stadt Lemgo war aber der Zeit um Jahrzehnte voraus, denn im Jahr 1794 beauftragte sie den Forstauditor und Feldmesser Phillip August Merckel mit der Kartierung der gesamten Lemgoer Gemarkung außerhalb der Innenstadt und der Erstellung eines dazugehörigen Messbuches.

Die aus dieser Vermessung resultierenden zwei Karten, eine als Generalkarte und eine als gebundene Mappe, befinden sich heute noch im Stadtarchiv der Alten Hansestadt Lemgo. Beide Kartenwerke wurden in den Jahren 2003/04 mit Landes- und städtischen Mittel aber auch dank der Unterstützung der „Frauen für Lemgo“ restauriert. 

Foto von der Vorstellung der Merkelschen Karte und des Messbuches ( von links): Dr. Wolfgang Ulrich, Günter Porst, Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Hannes Donat, Birgit Eisermann, Hildegard Tenberg, Georg Kramer, Barbara Hentschel, Dr. Hans-Otto Pollmann, Hermann Hentschel und Archivamtsleiterin Dr. Anikó Szabó

Foto von der Vorstellung der Merkelschen Karte und des Messbuches ( von links): Dr. Wolfgang Ulrich, Günter Porst, Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Hannes Donat, Birgit Eisermann, Hildegard Tenberg, Georg Kramer, Barbara Hentschel, Dr. Hans-Otto Pollmann, Hermann Hentschel und Archivamtsleiterin Dr. Anikó Szabó.

Aufbauend auf dieser Restaurierung haben, hatte der Vorstand des Vereins Alt Lemgo es übernommen, die Karten digital zu kopieren um sie für historische Arbeiten zur Verfügung stellen zu können. Ab 2006 stellte sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Verein der Aufgabe, das mehr als 200 Jahre alte Messbuch, verfasst in handgeschriebener deutscher Schrift, in lateinische Schrift mit Hilfe eines Rechners zu übertragen. Hierdurch kann das Messbuch nun von Nutzern des Stadtarchivs leichter gelesen und ausgewertet werden. 

Vor einigen Tagen erfolgte nun die Vorstellung und Übergabe dieser umfangreichen Arbeit statt. Hermann Hentschel vom Verein Alt Lemgo übergab eine Ausfertigung der Arbeit sowohl in Papierform als auch als CD an Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und Archivamtsleiterin Dr. Anikó Szabó. 

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann würdigte mit den Worten: „Heute ist ein guter Tag für Lemgo, wir sind Zeuge geworden wie ein Schatz gehoben wurde“, in seiner anschließenden Dankesrede die ihm überreichten Arbeiten. Sein Dank ging an alle Beteiligten, die in intensiver Arbeit, sich mit außergewöhnlichem Engagement um die Stadt verdient gemacht haben. 

An der großen Gemeinschaftsaufgabe waren beteiligt: Hannes Donat, Dr. Hans-Otto Pollmann, Georg Kramer, Christa Brand, Birgit Eisermann, Barbara Hentschel, Hermann Hentschel, Günter Porst, Hildegard Tenberg, Dr. Wolfgang Ulrich und Dr. Gisela Wilbertz.

Kontakt:
Stadtarchiv Lemgo
Süsterhaus
Rampendal 20a
32657 Lemgo 
Tel. 0 52 61 / 21 34 13
Fax 0 52 61 / 2 13 1 61
stadtarchiv@ lemgo.de

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