MICHAEL-Portal: Aufnahme digitaler Bestände

Das EU-Projekt „MICHAEL“ (=„Multilingual Inventory of Cultural Heritage in Europe“) wurde 2004 von Frankreich, Großbritannien und Italien ins Leben gerufen. Seit 2006 haben sich weitere 15 europäische Länder dem Folgeprojekt „MICHAEL Plus“ angeschlossen, so auch Deutschland. Sieben deutsche Institutionen aus unterschiedlichen Kulturgutsparten beteiligen sich an „MICHAEL Plus“ (www.michael-culture.org): das Bundesarchiv, die Deutsche Nationalbibliothek, die Bayerische Staatsbibliothek, das Deutsche Museum, das Landesarchiv Baden-Württemberg, die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Im Rahmen von „MICHAEL Plus“ wird ein mehrsprachiges Kulturportal für den Nachweis digitaler und digitalisierter Bestände und Sammlungen in Europa aufgebaut. Das internationale MICHAEL-Portal wird das digitale Kulturerbe von Archiven, Bibliotheken und Museen auf europäischer Ebene präsentieren und den Zugang dazu vereinfachen.

Zu jedem digitalisierten Bestand und jeder digitalisierten Sammlung wird eine Beschreibung im MICHAEL-Informationssystem hinterlegt. Neben im Internet bereitgestellten Digitalisaten sollen auch im Intranet oder offline (auf Massenspeichern, CD-ROMs, DVDs etc.) verfügbare digitalisierte Bestände nachgewiesen werden, z.B. für die Lesesaal-Nutzung aufbereitete digitalisierte Zeitungssammlungen.

MICHAEL bietet keinen direkten Zugriff auf einzelne Objekte, sondern stellt auf der Bestands- oder Sammlungsebene jeweils eine eigens angelegte Beschreibung bereit. Diese soll einen Überblick über den Inhalt der Sammlung oder des Bestandes liefern und dem Nutzer einen Hinweis auf die Zugangsmöglichkeiten geben, z.B. über den Link zum entsprechenden Webangebot oder durch die Nennung von Adressen oder Bezugsquellen.

Die Aufnahme archivischer digitaler Bestände erfolgt durch das Landesarchiv Baden-Württemberg und das Bundesarchiv: Das Landesarchiv Baden-Württemberg koordiniert die Erfassung der Bestandsbeschreibungen von Archiven in den westdeutschen Bundesländern; das Bundesarchiv nimmt die Angaben zu digitalisierten Beständen in Berlin und den ostdeutschen Bundesländern entgegen. 

Damit das deutsche Portal (www.michael-portal.de) im Mai 2008 erfolgreich online gehen kann, wird um Mithilfe gebeten, insbesondere um die Benennung der eigenen digitalen und digitalisierten Bestände, so dass diese sowohl im deutschen als auch im europäischen MICHAEL-Portal präsentiert werden können.

Die Aufnahme der jeweiligen Bestandsbeschreibungen erfolgt kostenlos. Alle benötigten Angaben werden in einem Meldeformular abgefragt, das per E-Mail angefordert oder direkt von der Website des Landesarchivs Baden-Württemberg (www.landesarchiv-bw.de/michaelplus) heruntergeladen werden kann. Das nach Möglichkeit vollständig ausgefüllte Formular sollte bis spätestens 29. Februar 2008 per E-Mail zurückgesandt werden. 

Rückfragen und Kontakt:
– im Landesarchiv Baden-Württemberg: 
Christina Wolf
Landesarchiv Baden-Württemberg 
Referat 13 „Informations- und Kommunikationstechnologie, Elektronische Dienste“
Eugenstraße 7, 70182 Stuttgart
Tel. 0711 – 212-4270
christina.wolf@la-bw.de

– im Bundesarchiv:
Petra Rauschenbach
Bundesarchiv
Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR
Referat StA 1 
Finckensteinallee 63, 12205 Berlin
Tel. 030 – 187770-740
p.rauschenbach@barch.bund.de

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