1945 in Westfalen – CD-ROM für die Bildungsarbeit

Unsere Erinnerung an das Jahr 1945 ist in hohem Maße durch Fotografien geprägt. Bilder vom Schrecken des Bombenkriegs, vom letzten Aufgebot des „Volkssturms“, vom Einmarsch alliierter Soldaten, von der Befreiung der Konzentrations- und Zwangsarbeiterlager, von Flüchtlingstrecks, Notwohnungen und Hamsterfahrten, aber auch von Kindern, die im Sommer 1945 scheinbar unbeschwert in den Trümmern spielen, haben sich tief in das kollektive Gedächtnis an dieses Epochenjahr deutscher Geschichte eingebrannt.

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Eine sorgfältig kommentierte Auswahl von Aufnahmen zu diesem Thema hat das Westfälische Landesmedienzentrum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe jetzt unter dem Titel „1945 – Fotografien aus Westfalen“ in einer CD-ROM mit Begleitheft für die Bildungsarbeit aufbereitet. Rund 75 packende, zum Teil bisher unveröffentlichte Bilddokumente machen die Geschichte von Kriegsende und Neuanfang am westfälischen Beispiel lebendig. Einleitende Textbeiträge der beiden Autoren Dr. Ruth Goebel und Dr. Markus Köster erläutern den zeit- sowie fotohistorischen Kontext und geben Hinweise zum generellen Umgang mit Bildern in der historischen Bildungsarbeit.

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Das Ende des Zweiten Weltkrieges nahm in Westfalen mit einer der größten Landeaktionen der Geschichte seinen Anfang: Am 23. und 24. März 1945 setzten bei Wesel britische und US-amerikanische Truppen unter Führung des britischen Generalfeldmarschalls Montgomery über den Rhein. Nur vier Wochen später war mit der Einnahme des Ruhrkessels ganz Westfalen erobert. Mit dem Kriegsende begann hier wie überall in Deutschland eine Zeit, deren Erfahrungen gleichermaßen von Ende und Neuanfang, Befreiung und Besetzung, Kontinuität und Bruch, gekennzeichnet waren. All das lässt sich anhand der auf der CD-Rom zusammengestellten Fotografien plastisch nacherleben.

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„Die westfälischen Fotos des Jahres 1945“ – so Dr. Ruth Goebel – „stammen von deutschen Berufsfotografen ebenso wie von alliierten Militärberichterstattern, vielfach aber auch von Amateuren, die oft unter Lebensgefahr die Auswirkungen des Krieges in ihrem persönlichen Umfeld festhielten. Die Aufnahmen vermitteln einen überaus plastischen Eindruck von der Wirklichkeit des Lebens vor, während und nach der ‚Stunde Null‘. Ein Grundmotiv verbindet alle überlieferten Fotografien: das Bewusstsein, Geschichte im Bild festzuhalten.“

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Alle Fotodokumente sind auf der CD-ROM digital in hoher Qualität verfügbar. Über ein benutzerfreundliches Menü lassen sie sich unmittelbar am Bildschirm erkunden, können aber zugleich problemlos auf dem eigenen PC abgespeichert, in andere Programme exportiert und auf Papier oder Folie ausdruckt werden. „Auf diese Weise bietet die CD-ROM Lehrern die Möglichkeit, das lehrplanzentrale Thema Kriegsende und Neuanfang in unterschiedlichen Lehr- und Lernformen und an regionalen Beispielen anschaulich zu vermitteln“, erläutert Dr. Markus Köster. Außer für Lehrer sei das Medium aber auch allen, die sich für die Geschichte Westfalens interessierten, als illustrative Überblicksdarstellung zu empfehlen.

Insgesamt 12 Kapitel strukturieren die Geschichte des Jahres 1945 in übersichtliche Teilthemen – vom Luftkrieg über die alliierte Besetzung bis zum Alltag der Nachkriegszeit. Von Ahaus bis Witten reicht das Ortsregister; alle westfälischen Teilregionen sind vertreten.

Die CD-ROM „1945 – Fotografien aus Westfalen“ bildet die Pilotproduktion einer neuen Reihe von Bildungsmedien, die das Westfälische Landesmedienzentrum unter dem Titel „Westfalen im Bild“ auflegt. Die in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte entstandene Publikation begleitet und ergänzt die großangelegte Ausstellung „1945 – im Blick der Fotografie. Kriegsende und Neuanfang“, die noch bis zum 11. September im Landesmuseum zu sehen ist.

Die CD-ROM mit Begleitheft kann für 9,90 Euro beim Westfälischen Landesmedienzentrum (48133 Münster, medienzentrum@lwl.org) oder im Museumsshop des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster (Domplatz 10) erworben werden.

Quelle: Pressemitteilung, Westfälisches Landesmedienzentrum, 29.6.2005

Ulmer Haus der Stadtgeschichte

Das Schwörhaus in Ulm steht an der Stelle der Kapelle der 854 erstmals genannten Königspfalz Ulm. Das frühere \“Schwörhäusle\“, welches auf einem Turm der Pfalz aufgebaut war, wurde nach einer Brandzerstörung 1785 ebenso wieder errichtet wie nach Kriegsschäden im Jahr 1944. Jährlich am \“Schwörmontag\“ berichtet der Ulmer Oberbürgermeister vom Balkon des Hauses über das vergangene Jahr und erneuert den historischen Eid auf die Stadtverfassung (Schwörbrief von 1397).

1908 zog das Ulmer Stadtarchiv zusammen mit der Stadtbibliothek in das umgebaute, 1898 von der Stadt zurückgekaufte Schwörhaus ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten Archiv und Bibliothek erst 1954 wieder in das wiedererrichtete Schwörhaus einziehen. Der Verlust der Repertorien im Krieg machte die Neuverzeichnung der Archivalien notwendig. 1964 wurde das Schwörhaus durch einen Magazinbau erweitert, der mit dem Schwörhaus durch einen unterirdischen Verbindungsgang verbunden ist.

Noch strahlt die Säulenhalle im Schwörhaus den Charme antiquierter Büro- und Studienzweck-Nutzung aus. Wenn der 255 Quadratmeter große Saal im Zuge der im Herbst beginnenden, rund zwei Mio. Euro teuren Sanierung des kompletten Hauses Mitte 2007 umgebaut sein wird, soll er aber das neue Herzstück des Stadtarchivs sein, ein repräsentativer Ort der Stadtgeschichte. Dem Ulmer Stadtarchiv, nach dem Auszug der Stadtbibliothek alleiniger Hausnutzer, eröffnet sich die Perspektive, im erneuerten Domizil Geschichte zum Anfassen und Begreifen zu präsentieren. \“Wir möchten die historischen Aktivitäten von Stadt und Region zusammenfassen, ihnen eine dauerhafte Heimat bieten\“, fasst Archivleiter Dr. Michael Wettengel das Generalziel des Umbaus zusammen. Der Archivbetrieb wird während der Sanierung weiterlaufen.

Kontakt:
Stadtarchiv Ulm
Schwörhaus, Weinhof 12
89073 Ulm 
Telefon: 0731/161-4200 
Telefax: 0731/161-1633 
stadtarchiv@ulm.de
 

Quelle: Hans-Uli Thierer, Südwestpresse, 28.6.2005

Brandsimulation im Archiv

Feueralarm im Thüringischen Hauptstaatsarchiv in Weimar! Starke Rauchentwicklung melden zahlreiche Bürger der Weimarer Feuerwehr und über Notruf 112 an die Leitstelle Jena. Das Szenario war jedoch bereits im Februar entworfen worden, es handelte sich um eine großangelegte Übung (siehe Bericht).

Der Alarm über den simulierten Brand im Hauptstaatsarchiv Weimar ging Samstag gegen 9 Uhr bei der Berufswehr Weimar ein. Wertvollen Akten droht Gefahr, ebenso Menschen. Neben verschiedenen Freiwilligen Wehren wurden die Johanniter, das DRK und die DLRG einbezogen, ebenso die Polizeiinspektion Weimar. Zeitgleich ist der Notfallverbund Kulturgut alarmiert worden, dem Klassik-Stiftung, Hauptstaatsarchiv, Stadtarchiv, Gedenkstätte Buchenwald, Musikhochschule und Bauhaus-Uni angehören. Allein dieser Verbund bringt binnen kurzem 71 Helfer auf den Plan.

Novum war die Verletztenregistrierung und der Einsatz von Hunden. Insgesamt legen bei der Großübung 169 Menschen Hand an. 19 Fahrzeuge waren im Einsatz. Fazit nach dreieinhalb Stunden: Das Zusammenspiel lief hervorragend – von der Brandbekämpfung über die Kulturgut-Bergung bis zur Rettung und Versorgung von Verletzten. Dr. Bernhard Post, stellvertretender Hauptstaatsarchiv-Leiter, bei dem die Fäden des Notfallverbundes zusammen liefen, betonte: Deutschlandweit sei erstmals seit Jahren eine Übung zum Kulturgut-Schutz in dieser Größenordnung gelaufen. Bundesweit waren dazu Beobachter angereist.

Kontakt:
Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar
Marstallstraße 2
99423 Weimar 
Telefon: +49 (0) 36 43 / 870-0
Telefax: +49 (0) 36 43 / 870-100

Quelle: Marie-Luise Schulz, Thüringer Allgemeine, 27.6.2005

Gemeinde verordnet Gräfelfinger Archiv »Schwerpunkte«

Ein Organisationsgutachten für die Bereiche der Gräfelfinger Gemeindeverwaltung hat ergeben: Die Archivmitarbeiter haben sich zu viel vorgenommen, um die Aufgaben in absehbarer Zeit zu bewältigen. Und mehr Geld als bisher wird es nicht geben – ganz im Gegenteil. 48.000 Euro pro Jahr kostet die Archivtätigkeit die Kommune derzeit, was als zu viel angesehen wird. 

Um den Betrag zu reduzieren, brauche das Archiv \“Schwerpunkte\“. Im Wesentlichen wird sich das ohnehin auf drei Personen verkleinerte Team um Archivarin Friederike Tschochner demnächst nur noch mit dem Erfassen und Archivieren der Presseartikel und der Archivierung der Gemeindeakten beschäftigen – ein harter Schnitt. Gesellschaftlich wertvolle Tätigkeiten wie die Arbeit mit Schülern und Befragung von Zeitzeugen gehören bald der Vergangenheit an. 

Als Tschochner den Gemeinderäten im Ausschuss für soziale Angelegenheiten, Schule, Kultur und Sport berichtete, an wie vielen Projekten sie parallel arbeite und was alles geplant sei, gab es ein staunendes Raunen. Etwa 150 Zeitzeugen wurden befragt und ihre Berichte protokolliert. Das Archiv beantwortete 2004/05 Rechercheanfragen zu 147 Themen, organisierte drei Ausstellungen, sicherte alte Schmalfilme und Videos auf neuen Kopien, unterstützte den Schulunterricht, es macht Öffentlichkeitsarbeit, bearbeitet einen Teil der 53 Ordner umfassenden Ortsgeschichtssammlung, erschließt und ergänzt den Dia-, Foto-, Plan- und Kartenbestand, führt die Pressesammlung fort, wertet auf Gräfelfing bezogene Urkunden im Staatsarchiv aus und plant zukünftige Arbeiten, darunter zwei Ausstellungen.

Die Fülle der Tätigkeiten soll nun gezielt ausgedünnt werden. Und um nicht nur die Kosten-, sondern auch die Einnahmenseite etwas zu verbessern, sollen künftig Recherchen und Auskünfte für Bürger kostenpflichtig werden. Einen Kostenrahmen will die Verwaltung noch ausarbeiten. Die Gemeinderäte billigten die Vorschläge ohne Gegenstimme.

Kontakt:
Gemeindearchiv Gräfelfing
Friederike Tschochner
Ruffiniallee 2 
82166 Gräfelfing 
Postfach 1209 
82154 Gräfelfing 
Tel. 089/858274 
F.Tschochner@gmx.de

Quelle: Martin Schullerus, Marktplatz Oberbayern, 23.6.2005

ANKA tagt 2006 in Wolfsburg

Als Anerkennung für die geleistete, insbesondere archivdidaktische Arbeit des örtlichen Stadtarchivs wird Wolfsburg am 28. und 29. März 2006 Tagungsstadt der 1963 als lose Verbindung innerhalb des VdA gegründeten "Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare e.V." (ANKA) sein. Dies hat der ANKA-Vorstand unter Vorsitz von Dr. Ernst Böhme (Göttingen) auf einer Zusammenkunft in der VW-Stadt beschlossen. Themen werden vor allem die Archivierung digitaler Akten und die Zukunft der Stadt- und Landkreisarchive in Niedersachsen sein.

Die Veränderungen in der Kommunikationstechnik und in der Datenverarbeitung hätten Auswirkungen auf die Archive, erklärte Böhme. So sei es künftig erforderlich, dass Stadtarchivare nicht mehr warten, bis ihnen Akten überstellt werden. Viel mehr müssten sie bereits auf gerade entstandene digitale Protokolle Zugriff haben. Dies, weil sich unter anderem die rasche technische Überalterung der EDV-Systeme auf die Archivierung auswirke.

\“Die Nutzung der Stadt- und Kreisarchive ist von entscheidender Bedeutung für ihre Zukunft\“, erklärte ANKA-Vorstandsmitglied Dr. Karljosef Kreter. Deshalb würden Angebote, wie sie im Stadtarchiv Wolfsburg entwickelt und praktiziert werden, aufmerksam beobachtet. Denn die kommunalen Archive müssten ihre Rolle im demokratischen Staat als \“kommunales Gedächtnis\“ aktiv verstehen. Es gehe um die Transparenz von Entscheidungsprozessen, die durch die Archive hergestellt werde. Zwar seien kommunale Archive gesetzlich vorgeschrieben, aber dennoch durch finanzielle und strukturelle Maßnahmen existenziell gefährdet oder beeinträchtigt.

Link: www.anka-online.net

Kontakt:
Geschäftsstelle der ANKA e.V. 
c/o Stadtarchiv Göttingen 
Hiroshimaplatz 4 
37083 Göttingen 
Telefon: 0551/400-3122 
Telefax: 0551/400-2764 
stadtarchiv@goettingen.de
 

Quelle: Hans-Adelbert Karweik, newsclick.de/WN, 24.6.2005

Stadtarchivar in Neumarkt bleibt

Der Stadtarchivar von Neumarkt, Dr. Frank Präger, wird zum 1. Oktober 2005 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen und bleibt Neumarkt damit erhalten. Präger war im Oktober 2000 bei der Stadt angestellt worden. Als Bedingung für die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis war der Abschluss der Prüfung als Diplomarchivar vereinbart worden. Dies hat Stadtarchivleiter Präger nun über ein Fernstudium an der Fachhochschule Potsdam nachgeholt. 

Der Verwaltungs- und Kultursenat Neumarkts hatte die Übernahme in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen. Oberbürgermeister Karl überbrachte die gute Nachricht und seine Glückwünsche: „Das Stadtarchiv ist in den vergangenen knapp fünf Jahren durch die Arbeit von Dr. Präger aufgewertet worden und leistet gute Dienste. Für viele Stellen unseres Hauses, aber auch für Vereine und Privatpersonen ist es ein wichtiger Anlaufpunkt für Recherchen und Auskünfte geworden.“

Kontakt:
Stadtarchiv Neumarkt i.d.OPf. 
Bräugasse 1
92318 Neumarkt 
09181 / 26 16 63
stadtarchiv@neumarkt.de

Quelle: Neumarkt Online, 24.6.2005, Homepage Stadt Neumarkt

Geschichte der Displaced Persons im Münsterland

Das Schicksal der Displaced Persons (DPs) im Landkreis und in der Stadt Münster untersucht Dr. Stefan Schröder in seiner jetzt veröffentlichten Studie. Mit dem Kürzel „DPs“ bezeichneten die Alliierten die von ihnen befreiten ausländischen NS-Opfer. 9,5 Millionen waren es reichsweit, 30.000 DPs befanden sich mit Kriegsende 1945 im Raum Münster. Das regionalgeschichtliche Werk, das von der Historischen Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) herausgegeben wurde, konkretisiert die allgemeinen Abläufe der DP-Geschichte bis 1951 im Umkreis der Westfalenmetropole und fördert dabei auch Neues zutage.

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„Die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden nach ihrer Befreiung sofort als DPs bezeichnet und in Lagern gesammelt. Neben vielfältigen Schwierigkeiten überrascht das sehr schnell improvisierte kulturelle Leben in den Lagern. Dazu gehörte auch eine Tournee Menuhins durch die britische Besatzungszone, die der amerikanische Geiger mit dem britischen Komponisten Benjamin Britten absolvierte“, so Schröder bei der Präsentation seines Buches im Grevener Rathaus. Der von ihm rekonstruierte Lagerkosmos umfasste große Lager, die in Siedlungen wie in Greven und Reckenfeld und in Kasernen in Münster eingerichtet wurden, ebenso wie kleine bis kleinste Unterkünfte in Gaststätten, Klöstern oder Schulen. Nicht selten wurden auch die Barackenlager der Kriegszeit weiter verwendet.

Nach einer anfangs provisorischen fürsorgerischen Betreuung durch alliierte Truppen und internationale Hilfsorganisationen wurde die Mehrzahl der ehemaligen Zwangsarbeiter 1945/46 in ihre Heimatländer zurückgebracht („repatriiert“), teilweise unter Zwang. Zurück blieb eine unerwartet große Gruppe von ausländischen NS-Opfern, die überraschender Weise zunächst in Deutschland bleiben wollten: besonders Polen und Balten, die aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht in das nun kommunistisch dominierte Osteuropa zurückkehren wollten. Mangels Alternativen mussten sich diese DPs längerfristig in ihren Lagern einrichten.

„Dabei wurden sie für ihre Befreier nach und nach von Opfern des Nationalsozialismus zum \’DP-Problem\‘, das immer weniger Betreuung als vielmehr strenge Maßnahmen nach sich zog – Arbeitsverpflichtung und Rationenkürzung, in Westfalen auch Überfüllung der Lager und damit einher gehende verschlechterte Lebensumstände“, verdeutlicht Schröder die Schwierigkeiten dieser Ausländer. Daher leerten sich die DP-Lager, als ab 1947 politische Lösungen in Form von Auswanderungsofferten angeboten wurden. Ihre Bewohner ließen sich zur Arbeit in Großbritannien anwerben oder wanderten aus: in die USA, nach Australien oder Kanada. Als 1950 die deutsche Verwaltung für die ehemaligen Zwangsarbeiter zuständig wurde, betreute sie unter der neuen Bezeichnung „Heimatlose Ausländer“ nur noch eine kleine Gruppe von DPs.

Bei dieser Entwicklung kommt nach den Erkenntnissen der Studie Münster besonderes Gewicht zu, denn ab 1947 übernahmen dortige DP-Lager Sonderaufgaben für die gesamte britische Besatzungszone. Am Behördenstandort Münster konzentrierte sich ab 1949 auch die landesweite Verwaltung für Displaced Persons. Und 1950 lebte dort ein Viertel aller DPs in Nordrhein-Westfalen. Daneben bestanden bis 1949/50 die DP-Lager in Greven und Reckenfeld in Siedlungen, die von ihren deutschen Bewohnern geräumt werden mussten. Für die DPs konnten diese Lager, die einer funktionierenden Kleinstadt ähnelten, schnell zu einer Art Ersatzheimat werden. Längerfristig erwuchsen daraus besondere Belastungen im Verhältnis zu den Deutschen, aber auch, weil eine dauerhafte Existenz der DP-Lager auch von den britischen Besatzungsbehörden nicht beabsichtigt war.

„Gerade in diesem Jahr, in dem das Kriegsende 1945 im Blickpunkt steht, ist das Buch eine wichtige Ergänzung und bietet eine gute Möglichkeit, an Vergessenes und Verdrängtes zu erinnern“, betont Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Vorsitzender der LWL-Kommission und Präsident des Landesarchivs NRW, der die Studie „mit Gewinn gelesen“ hat. Das ist nicht verwunderlich, hatten doch sowohl Schröder, Stadtarchivar in Greven, als auch Reininghaus beruflich in den letzten Jahren im Rahmen der vor allem von den Archiven getragenen Nachweisbeschaffung für NS-Zwangsarbeit den Brückenschlag zwischen historischer Forschung und aktuellen politischen Fragen zu bewältigen. Auch in der Stadt Greven, in deren Geschichte die beiden großen DP-Lager in Greven und im Ortsteil Reckenfeld markante Einschnitte bilden, weiß man die Forschungen zu schätzen: „Für die Stadt Greven handelt es sich nicht nur um eine Ergänzung der Ortsgeschichte, das Werk zeigt auch die Kompetenz des Stadtarchivs“, beglückwünschte Manfred Ellermann, Erster Beigeordneter der Emsstadt, seinen Mitarbeiter und Buchautor Schröder, der bereits als Student die historischen Dokumente über die DPs in Greven und Reckenfeld gesichtet hatte.

Info:
Stefan Schröder: Displaced Persons im Landkreis und in der Stadt Münster 1945-1951 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XXII/22), Aschendorff-Verlag Münster, 2005, 464 Seiten, ISBN: 3-402-06784-6, 29,- Euro.

Archivpflege in Westfalen-Lippe 62/2005

Das 62. Heft der Zeitschrift "Archivpflege in Westfalen-Lippe" (April 2005) widmet sich schwerpunktmäßig dem 13. Deutsch-Niederländischen Archivsymposion, das im November 2004 in Bocholt stattfand. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Dokumentationsprofile – Informationssicherung der Archive als gesamtgesellschaftliche Aufgabe" und wollte deutlich machen, dass sich die Aufgabe der öffentlichen Archive nicht darauf beschränken kann und darf, das Wirken von Behörden und amtlichen Stellen zu dokumentieren. Vielmehr müsse es um die Sicherung der Zeugnisse aller gesellschaftlichen Gruppen gehen.

Inhalt:

13. Deutsch-Niederländisches Archivsymposion

  • Frank Keverling Buisman: Grußwort zur Eröffnung (2)
  • Hans-Ulrich Thamer: Die Bedeutung von nichtamtlichem Archivgut als Ergänzungs- und Parallelüberlieferung für die Forschung (3)
  • Alice van Diepen: Zur Entwicklung von Kriterien für den Erwerb privater Archive und Sammlungen (7)
  • Jelle Krol: Das ungewöhnliche Erwerbsprofil von Tresoar (12)
  • Hans-Holger Paul: Deutsche und Internationale Gewerkschaftsakten im Archiv der sozialen Demokratie: zentrale Quelle für die Sozial- und Zeitgeschichte (16)
  • Ingrid Elferink: Von Firmenarchiven zur ING (20)
  • Thorsten Wehber: Historische Archive von Banken und Sparkassen in Deutschland. Bestandsaufnahme und Perspektiven (24)
  • Charles Jeurgens: Archive und das ethische Gedächtnis. Die Sammlung des Kulturerbes der türkischen Immigranten in Dordrecht (31)
  • Johannes Beleites: Überflüssige Parallelüberlieferung oder sinnvolle Ergänzung? Der Zugang zu Unterlagen über Opposition und Widerstand in der DDR in der Stasi-Unterlagen-Behörde sowie in Archiven der DDR-Bürgerrechtsbewegung (34)
  • Maarten van Driel: Zusammenfassung der Tagungsergebnisse (40)

Weitere Beiträge

  • Eberhard Illner: Sammlungen und private Archive – eine Aufgabe für kommunale Archive? (41)
  • Positionspapier der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag: Das historische Erbe sichern! Was ist aus kommunaler Sicht Überlieferungsbildung? (45)
  • Antje Scheiding: Das Unternehmensarchiv der Bertelsmann AG (46)

  • Tagung des nordrhein-westfälischen Arbeitskreises Archiv, Bibliothek, Dokumentation (ABD) (50)
  • "Schutz archivalischer Informationen" – Fortbildungsseminar der BKK in Bad Blankenburg (50)
  • "Die Überlieferung von Unterlagen der Bundes- und Landesfinanzverwaltung" – Workshop des Landesarchivs NRW (51)
  • Kulturnacht zum 50jährigen Jubiläum des Staats- und Personenstandsarchivs Detmold am 23. Juni 2005 (52)
  • Das Archiv der von Schenckinck zu Bevern verzeichnet (52)
  • Das Gutsarchiv Steinhausen (54)
  • Bestände des Stadtarchivs Werne im Internet (55)
  • Nachlassbestand des freiherrlichen Archivs Herringhausen-Overhagen erschlossen (56)
  • Internet-Datenbank für Schriftstellernachlässe freigeschaltet (57)
  • 20 Jahre Dokumentationsstelle der Gesellschaft für Leprakunde e.V., Münster-Kinderhaus (57)
  • Stadtarchiv Bad Oeynhausen in neuen Räumen (58)

Info:
Archivpflege in Westfalen-Lippe, Heft 62, April 2005
ISSN 0171-4058
im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe – Westfälisches Archivamt – hg. von Norbert Reimann und Wolfgang Bockhorst

Redaktion:
Westfälisches Archivamt
Redaktion Archivpflege in Westfalen-Lippe
Susanne Heil
48133 Münster
Tel. 0251/5915779 und 5913887
Fax. 0251/591269
westf.archivamt@lwl.org

Link: www.archivpflege.de

Ein Haus für die Geschichte

1971 erhielt Bielefeld mit Reinhard Vogelsang den ersten wissenschaftlich ausgebildeten Archivar zum Leiter des Stadtarchivs. Als der Ltd. Stadtarchivdirektor dann 2002 noch vor Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand verabschiedet wurde, glaubte die Stadt Bielefeld auf eine Wiederbesetzung der wissenschaftlicher Leiterstelle ihres Archivs verzichten zu können. Gegen diese Personaleinsparung erhoben verschiedene Stimmen, nicht zuletzt aus dem Kreis der Fachkollegenschaft anderer Archive der Stadt, öffentlich Protest. Das Stadtarchiv Bielefeld stelle mitsamt seiner Landesgeschichtlichen Bibliothek die zentrale Anlaufstelle für lokal- und regionalgeschichtliche Forschung sowie für private Recherchen dar und besitze eine besondere Bedeutung für den Geschichtsunterricht in den allgemeinbildenden Schulen, so die Argumente der Kritiker. Ihre Einwände verhallten ungehört.

Als Reinhard Vogelsang, seit 1988 auch Honorarprofessor an der Universität Bielefeld, im Mai 2004 zu seinem 65. Geburtstag offiziell pensioniert wurde, überreichten ihm Freunde und Wegbegleiter, Mitarbeiter und Nutzer des Stadtarchivs eine vom Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg verantwortete Festschrift. Ohne im Buch näher auf die denkbaren negativen Folgen der städtischen Personalpolitik für das Archiv und die Stadt einzugehen, macht Johannes Altenberend, Herausgeber der Festschrift und Vorsitzender des Historischen Vereins, in seiner Einleitung aber doch deutlich, dass nun der Verein in der Verpflichtung stehe, „Vogelsangs Ideen weiter auszugestalten, und das heißt vor allem die Selbständigkeit des Bielefelder Stadtarchivs und der Landesgeschichtlichen Bibliothek zu erhalten und das Ansehen dieser städtischen Institution zu erhöhen“ (S. 13f.).

Die Festschrift selbst erfüllt dieses lobenswerte Ansinnen trotz ihres programmatischen Titels („Ein Haus für die Geschichte“) nicht. Das liegt nicht an der Qualität der 27 versammelten Beiträge oder am Umfang des mit über 500 Seiten eindrucksvollen Geschenkes. Als 89. Jahresbericht des Historischen Vereins ordnet sich die Festschrift hingegen dem typischen Profil der Reihe unter, die ohne Oberthema auskommt und Aufsätze zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Ravensberg mit ganz unterschiedlicher inhaltlicher und zeitlicher Ausrichtung vereint. Das ist auch durchaus sinnvoll, um die breite Palette der Vereinsaktivitäten zu dokumentieren. Für die Festschrift Reinhard Vogelsang wäre man angesichts des oben zitierten Postulats jedoch besser vom üblichen Verfahren abgewichen – oder hätte sie außerhalb der Jahresberichte publiziert. In ihrer thematischen Vielfalt erweist sie zwar dem breiten, in einem Schriftenverzeichnis aufgeführten Œuvre des Jubilars (S. 515-518) ihre Referenz. Doch sieht man einmal von der Person Vogelsangs ab und sucht nach Impulsen, die er in seiner Funktion als wissenschaftlicher Leiter des Stadtarchivs nachweislich gegeben hat, wie Jürgen Kocka in seinem Geleitwort betont (S. 9f.), so können die Beiträge des Bandes in der Summe nicht zur Stützung der Selbständigkeit und des Ansehens des Stadtarchivs Bielefeld gleichsam instrumentalisiert werden. Nur die Hälfte der Aufsätze besitzt eine dezidiert auf Bielefeld bezogene stadtgeschichtliche Komponente, und erst nach mehr als 200 Seiten wird erstmals im Band aus Primärquellen des Stadtarchivs gearbeitet und zitiert.

Taugt die Festschrift trotz ihrer Dicke aus konzeptionellen Gründen insofern nicht als schlagender Beweis für die hohe wissenschaftliche Kompetenz und historische Auskunftsfähigkeit, die das Stadtarchiv Bielefeld unter Reinhard Vogelsang erworben hat – und ist der Ruheständler daher gehalten, den längst von ihm erhofften dritten Band seiner Stadtgeschichte bald vorzulegen –, so beinhaltet sie gleichwohl zahlreiche erhellende Abhandlungen. 

Inhalt:

  • Jürgen Kocka: Geleitwort 
  • Johannes Altenberend: Ein Haus für die Geschichte – Das Haus ist für jeden offen. 
  • Daniel Bérenger: Zur Vorgeschichte des heutigen Siedlungsbildes von Steinhagen 
  • Brigitte Brand: Vom blauen Saal zum Backsteinkeller. Zur Entwicklung städtischer Bauformen in Bielefeld 
  • Dieter Lammers: Mittelalterliche und neuzeitliche Spielzeugfunde von der Welle in Bielefeld 
  • Harald Grundmann, Brigitte Brand: Das Bielefelder Sonnenuhrfragment – ein rätselhafter Fund bei den archäologischen Grabungen an der Welle (2000–2002) 
  • Harald Wixforth: Die Gogerichtsbarkeit und die Darstellung von Problemen des bäuerlichen Lebens in Gogerichtsurteilen 
  • Heinrich Rüthing: Der Levitenstuhl von St. Jodokus in Bielefeld 
  • Uwe Standera: Die ravensbergischen Pfarrerfamilien Varenholz 
  • Helmut Hüffmann: Der dänische Überfall auf die Stadt Lübbecke im Jahre 1627 und die Grappendorfschen Forderungen 
  • Roland Köhne: Ein Gebet- und Liederbüchlein der Herforder Äbtissin Hedwig Sophie Auguste (1705–1764) in der Bibliothek des Ratsgymnasiums Bielefeld 
  • Bernd Hey: Schnapsbrennen in Steinhagen – Mäßigkeitspropaganda in Brockhagen 
  • Gertrud Angermann: An ihrem Äußeren sollt Ihr sie erkennen! Silhouetten einer Lippstadt-Bielefelder Kaufmannsfamilie von 1791 und einer
    Müllerfamilie des Kirchspiels Dornberg von 1805 
  • Bärbel Sunderbrink: Zwischen Tradition und bürgerlicher Rationalität. Friedhofsverlegungen im 19. Jahrhundert in Minden-Ravensberg
  • Johannes Altenberend: Die Säkularisation des Bielefelder Franziskanerklosters St. Jodokus. Von der Kloster- zur städtischen Pfarrgemeinde 
  • Frank Konersmann: Kooperation und Konfrontation zwischen protestantischem Unternehmer und katholischer Kirche in Ostwestfalen während des 19. Jahrhunderts 
  • Alfred Menzel: Johann Heinrich Scherr – Bielefelder Pfarrer und ravensbergischer Superintendent 
  • Martin Tabaczek: Ein unchristlicher Streit um das Christliche Gesangbuch 
  • Monika Minninger: Ostwestfälische Vormärz-Flüchtlinge und Forty-Eighters in Nordamerika 
  • Bernd J. Wagner: Armut und Krankheit. Ein Beitrag zur Finanzierung der Krankenhauspflege in Preußen 
  • Jürgen Büschenfeld: Stadt und Umwelt im Industrialisierungsprozeß – Ein Beitrag zur Bielefelder Umweltgeschichte 
  • Karl Ditt: Der „Minden-Ravensberger“ – Zum Wandel eines Sozialstereotyps im 19. und 20. Jahrhundert 
  • Gerhard Renda: Bauen für Bielefeld – der Stadtbaurat Friedrich Schultz
  • Norbert Sahrhage: Zur politischen Kultur in der Stadt Herford in den Anfangsjahren der Weimarer Republik 
  • Harald Propach: Theodor von Sicard (1885–1968). Pfarrer an der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld 
  • Hans-Jörg Kühne: Augenzeugenberichte: Der Großangriff auf Bielefeld am 30. September 1944 
  • Rolf Westheider: Zwei Kriege, ein Denkmal. Die Bielefelder Sondererinnerung des Kriegsgefangenenschicksals 
  • Karl Beckmann: Die Demontage der Firma Arntzen-Leichtbau KG in Brackwede nach dem Zweiten Weltkrieg 
  • Wolfgang Emer, Uwe Horst: Die Region im Geschichtsunterricht. Zur Theorie und Praxis eines didaktischen Konzepts 
  • Schriftenverzeichnis von Reinhard Vogelsang 
  • Autorinnen und Autoren 

Info:
Johannes Altenberend (Hg.): Ein Haus für die Geschichte. Festschrift für Reinhard Vogelsang, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2004 (89. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, Jahrgang 2004), ISBN 3-89534-529-6, 520 S., geb., 29,00 €.

Jens Murken (Bielefeld)

Drei Räume Heimatvereins-Archiv in Rüsselsheim

Der Heimatverein Rüsselsheim, der heute rund 180 Mitglieder hat, wurde im Jahr 1905 gegründet. 1909 eröffnete er in der mittelalterlichen Rüsselsheimer Festung erstmals ein Museum der Stadt. Das europaweit als Modell bekannt gewordene heutige Museum in der Festung wurde 1976 eröffnet. Aufgrund seiner neuartigen Ausstellungskonzeption, die erstmals Technik-, Industrie- und Sozialgeschichte im Zusammenhang darstellt, erhielt das Museum 1980 als \“gegenwärtig eines der bedeutendsten und einflußreichsten Museen Europas\“ den Museumspreis des Europarates.

Heute haben in der in Hessen einmaligen historischen Festungsanlage das städtische Museum, das Stadtarchiv Rüsselheim und der jetzt hundert Jahre alte Heimatverein ihr Domizil. Das Archiv des Rüsselsheimer Heimatvereins in der Festung ist jeden Nachmittag geöffnet. Das Interesse der Bevölkerung an der Geschichte Rüsselsheims förderte der Verein mit der Publikationsreihe \“Rucilin\“, die seit 1978 18 Mal erschienen ist.

Heute, da das Museum ganz in den Händen der Stadt und in der Festung zu finden ist, ist der Verein stolz auf seinen Beitrag zur Dokumentation der lokalen Zeitgeschichte. \“Viele Bürger, aber auch andere Vereine werden in unserem Archiv fündig und durch Ausstellung mit alten Bildern ist es möglich, bei den Rüsselsheimern viele Erinnerungen zu wecken\“, beschreibt Vorsitzender Manfred Powalka seine Arbeit. Gut drei Räume sind mittlerweile mit Zeitungsartikeln, Tonträgern und Fotos angefüllt, was den Wunsch des Vorsitzenden nach weiteren Räumlichkeiten erklärt. 

Kontakt:
Heimatverein Rüsselsheim 1905 e.V.
Manfred Powalka
Postfach 1734
65407 Rüsselsheim
Telefon 06142/81709
Fax 06142/738688
manfred.powalka@t-online.de

Quelle: Main-Spitze, 22.6.2005