Von Weisheit, Können und Glück beim Skat

Mit einem Skatbüchlein hat bei Heinz Ronneberg einst alles begonnen. Achtzig Pfennig kostete „Skatspielen – leicht gemacht“, ein winziges Spielregelwerk, das er sich als Zehnjähriger Anfang der 1940er Jahre erspart hatte. Noch heute trägt der mittlerweile 72-Jährige das gute Stück oft als Erinnerung bei sich. Der einstige Sportskatspieler Heinz Ronneberg (Sachsen-Anhaltischer Landesmeister im Mannschaftswettbewerb, Spieler in der 2. Bundesliga, Schiedsrichterobmann) hat sich nun aber mit der Veröffentlichung seines eigenen Buches „Skat ist Trumpf“ einen Traum erfüllt. Wenngleich innerhalb eines halben Jahres verfasst, hat er rund 30 Jahre Material dafür gesammelt.

Ronneberg ist in hallesche Archive gestiegen und stieß dort auf eine kleine Sensation: In der Saale-Zeitung vom 13. März 1899 stand es: Der Deutsche Skatverband wurde nicht, wie in Skatkreisen oft behauptet, in Altenburg, sondern in Halle gegründet. Von den Entdeckungen in verschiedensten Archiven profitiert auch Ronnebergs Skatbuch. Der Autor suchte im Weimarer Hauptstaatsarchiv und in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Er las sich durch die Deutsche Bücherei Leipzig und konnte im Spielkartenmuseum Leinfelden-Echterdingen – wenn auch erst nach Intervention des Magistrats – die gewünschten Dokumente einsehen.

Info:
„Skat ist Trumpf“ gibt es für 24,60 Euro im Juco-Verlag.

Quelle: Sylvia Pommert, Naumburger Tageblatt, 22.6.2004

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