Auf den Spuren eines Vagantenehepaares

Am Beispiel eines Vagantenehepaares zeichnet die Historikerin Brigitte Pfister den Alltag und den Umgang der Obrigkeit mit \“Fahrenden\“ oder \“Landstreichern\“ in Vorarlberg und Süddeutschland vor gut 200 Jahren nach. Zu diesem spannenden Vortrag im Rahmen der Reihe \“Forschungen aus dem Vorarlberger Landesarchiv" lädt das Vorarlberger Landesarchiv alle Interessierten am Mittwoch, 25. Oktober 2006, um 17.00 Uhr nach Bregenz (Kirchstraße 28) ein. Der Eintritt ist frei.

Als \“Vaganten\“ (lat. Umherschweifende) wurden Menschen bezeichnet, die einen \“fahrenden\“ Lebensstil pflegten, wobei dieser Begriff mit der Zeit die Kriminalität (z.B. Diebstahl, Betrug) einschloss. In diesen Verdacht konnten durchaus auch fahrende Studenten oder Pilger geraten, regelmäßig war das bei Hausierern oder Wanderhandwerkern der Fall.Die Historikerin Brigitte Pfister aus Thüringen widmete ihre Diplomarbeit an der Universität Wien dem Ehepaar Rosalia Magerin und Anton Geiger, die Ende des 18. Jahrhunderts beim Diebstahl eines Taschentuches in Egg im Bregenzerwald in flagranti erwischt, den Behörden übergeben und einem intensiven Verhör unterzogen wurden. Durch die Akten, die das Vorarlberger Landesarchiv verwahrt, erhalten wir einen Einblick in die Lebensgeschichte dieser Vaganten, einer Hausiererin und eines Schneidergesellen, gebürtig aus Schwaben. Wie sieht die Lebensgeschichte von Anton und Rosalia aus? Wie schaut der Alltag von Vaganten aus? Welche Strategien entwickeln sie, um zu überleben? Wie geht die Obrigkeit mit der bettelnden, vagierenden Unterschicht um? 

Brigitte Pfister, \“Auf den Spuren eines Vagantenehepaares in Vorarlberg und Süddeutschland\“, Mittwoch, 25. Oktober 2006, 17.00 Uhr, Bregenz, Landesarchiv (Kirchstraße 28), ein Vortrag im Rahmen der Reihe \“Forschungen aus dem Vorarlberger Landesarchiv\“, Eintritt frei. 

Kontakt
Landesarchiv Vorarlberg
Kirchstraße 28
A-6900 Bregenz 
Tel.: +43 (0) 5574 / 511-45005 
Fax: +43 (0) 5574 / 511-45095 
landesarchiv@vorarlberg.at 
www.landesarchiv.at

Quelle: Land Vorarlberg Pressemeldung, 20.10.2006; Vorarlberg Online, 20.10.2006

Frankfurter Chaplin-Archiv erinnert an den legendären Künstler

Charlie Chaplin gilt als Universalgenie der Filmgeschichte. Den großen Talenten des kleinen Mannes widmet sich das Chaplin-Archiv. In Ausstellungsräumen auf zwei Etagen wird ein umfassendes Bild des Darstellers, Autors, Regisseurs, Komponisten, Choreographen und Menschen Charles S. Chaplin nachgezeichnet, der in der Gestalt des "Charlie" mit Schnauzbart, Stock und Melone Weltruhm erlangte. Vor allem aber wird die universelle Begabung des legendären Künstlers, seine Werk- und Wirkungsgeschichte und sein Einfluß auf die Entwicklung des Films dokumentiert und hervorgehoben. Über 6000 Einzelstücke mit Bezug zu Charlie Chaplins Leben und Werk wie Literatur, Bilder, Plakate, Werbematerial, Kunst & Kitsch, 400 Filmkopien der 80 Chaplin-Filme, Schallplatten, Noten, dazu Berge von Zeitungsausschnitten hat der Sammler Wilhelm Staudinger zusammengetragen. Im kommenden Jahr feiert sein kostenloses Privatmuseum im Frankfurter Stadtteil Eschersheim sein 25-jähriges Bestehen.

Die großen, dunklen Augen Chaplins sind allgegenwärtig. Von Plakaten und Fotos, als Pappfigur oder Pfefferstreuer blickt Charlie Chaplin auf den Besucher. Jahrzehntelang sammelte Wilhelm Staudinger alles, was er zum Thema Chaplin finden konnte. Durch seinen Beruf in der Telekommunikation kam er viel herum, stöberte weltweit auf Flohmärkten und Antiquariaten, später auch im Internet. Seit 1982 präsentiert er sein Chaplin-Archiv auf 60 Quadratmetern in der Frankfurter Klarastraße. Das Haus beherbergte zuvor das Archiv für Filmkunde von Paul Sauerlaender. Ein kleiner Raum erinnert an den 1980 verstorbenen Historiker, dessen Sammlung den Grundstock für das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt lieferte. 

Den Lebensweg und die künstlerische Vielfalt Charlie Chaplins belegen Dokumente und Objekte im Erdgeschoss. Dazu gehört The Green Room Book, „das damalige Who is Who der Bühnenkünstler“, in dem Chaplin vor 100 Jahren erstmals erwähnt wurde. Foto und Programmheft zeigen, dass der Londoner schon als Sechsjähriger in Varietés auftrat. Im Theater spielte er u.a. den „Dinner for One“-Butler. Auf seiner zweiten USA-Tournee wurde Chaplin 1913 von einer Filmgesellschaft entdeckt. Damit begann sein beispielloser Aufstieg zum wohl bekanntesten Filmstar der Welt. Ungeachtet des Ruhms gehörte Chaplins Herz dem kleinen Mann, und als solcher präsentierte sich der 1,65 Meter „große“ Darsteller in seinen Filmen. Ein altes Paar Schuhe und ein angeklebter Bart, zu große Hose und zu kleine Jacke, Melone und Stock wurden zu seinen Markenzeichen. Eine Chaplin-Jacke zählt auch zu Staudingers Ausstellungsstücken. Als Tramp mit treu-melancholischem Blick und einem unnachahmlichen Gang eroberte der Komiker die damals noch stummen Leinwände. Bald schrieb Chaplin auch Drehbücher und führte Regie. Zudem gründete er 1916 einen Musikverlag, wie das Archiv zeigt. Es gibt dort auch seine Komposition „Oh! That Cello“. Der Allrounder produzierte seine Streifen selbst und sorgte für den richtigen Schnitt. Chaplinerhob dadurch die einst billige Slapstick-Unterhaltung zu großer Kunst. Chaplins tragikomischer Kampf gegen die Tücke des Objekts und gegen die Bosheiten der Gesellschaft begeisterte auch viele Prominente. Zu seinen Fans zählte auch der Maler Leger, dessen Chaplin-Zeichnungen im Archiv zu sehen sind.

Filmplakate und 550 Literatur-Titel aus aller Welt wie China, Israel, Russland und Japan verdeutlichen die internationale Sympathie für Charlie Chaplin. Eine Auswahl der im Archiv vorhandenen 450 Filmkopien, einschließlich der Dokumentar-, Werbe-, Zeichen- und Puppentrickfilme sowie Filme mit Chaplin-Imitatoren, ist regelmäßig im nostalgisch einrichteten Kino mit 20 Sitzplätzen im Untergeschoss zu sehen. Der Besuch des Kinos ist ebenso kostenlos wie das gesamte Archiv – dafür sorgen die 50 Mitglieder des Vereins „Freunde und Förderer des Chaplin-Archivs“. Nur muss sich jeder Besucher zuvor telefonisch anmelden. Dann bekommt er auch die Exponate zu Kunst und Kitsch zu sehen, „wobei hier der Übergang fließend ist“. Zusätzlich steht eine Videothek mit ca. 170 Kassetten in erster Linie für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung. Die Wiedergabe erfolgt über einen Großbildprojektor. Rund ums Kino tummeln sich Charlies aus Schokolade, Wachs oder Keramik sowie Charlies als Seife, Spielkarte, Spitzer oder Sparbüchse. Von der Armbanduhr bis zum Wasserkrug blieb kaum ein Gegenstand vor der Tramp-Figur verschont. 

Doch Chaplin hatte nicht nur Fans, wie das Archiv verdeutlicht. 1952 wurde ihm nach einer Tournee die Wiedereinreise in die USA verwehrt. Der Justizminister sah in ihm eine Gefahr für die öffentliche Moral – von seinen vier Ehefrauen waren drei bei der Hochzeit unter 18 Jahren -, und der Verteidigungsminister bezeichnete den kritisch-liberalen Star als Kommunisten. Chaplin zog in die Schweiz und kam nur 1972 noch einmal in die Staaten, um sich den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk abzuholen. Fünf Jahre später starb er. Zu Chaplins Familie hat Staudinger persönlichen Kontakt, etwa zu Geraldine und Josephine Chaplin, zwei seiner insgesamt elf Kinder, die sich manchmal Exponate von ihm ausleihen. Das Chaplin-Archiv von Wilhelm Staudingerist nach Vereinbarung geöffnet. Die nächsten Filmveranstaltungen sind am 20. Oktober (18.30 Uhr), am 20. November sowie am 1.-3. Dezember, eine Platzreservierung ist erforderlich.

Kontakt
Chaplin-Archiv
Wilhelm Staudinger
Klarastraße 5
60433 Frankfurt
Tel.: 069 95 29 44 77
Fax: (069) 95 29 44 79 
mailto:Chaplin-Archiv@t-online.de
www.chaplin-archiv.de 

Quelle: Bad Vilbel Online Pressemitteilung, 18.10.2006; Frankfurt Online.

Gemeindearchive von Bilfingen und Ersingen geordnet

In Ermangelung eigener Fachkräfte hat auch die Gemeinde Kämpfelbach das Angebot des Kreisarchivs Enzkreis genutzt, (siehe Bericht) um von der Archivarin Heike Sartorius ihr Archiv aufarbeiten zu lassen. Im Juni 2004 begann sie damit, die Akten der Gemeinden Bilfingen und Ersingen bis zu ihrem Zusammenschluss zur Gemeinde Kämpfelbach im Juli 1974, zu sichten, zu ordnen und zu verzeichnen. Da die Akten bis dahin im Sitzungssaal des Bilfinger Rathauses und überwiegend im Dachgeschoss des Ersinger Rathauses untergebracht waren – beides keine allzu günstigen Orte für die Aufbewahrung von Archivalien – mussten sie teilweise auch konservatorisch behandelt werden. Mehr als 3 000 Archivalieneinheiten, die ca. 100 laufende Regalmeter einnehmen, kamen nun aus dem Kreisarchiv in Pforzheim zurück in die Gemeinde Kämpfelbach. Kreisarchivleiter Konstantin Huber übergab nun Bürgermeister Ralph Herwig, der diese Maßnahme stets unterstützt hatte, kurz vor dessen Ausscheiden aus dem Amt, die Findbücher, die sehr detaillierte Angaben zu den in säurefreien Archivboxen gelagerten Archivalien enthalten. Anhand einer Archivordnung ist der Zugang zum Aktenbestand geregelt, der allen gewährt wird, die ein berechtigtes Interesse nachweisen. Zudem wurden Mikroverfilmungen von bedeutenden und interessanten Dokumenten angefertigt, die auch im Kreisarchiv eingesehen werden können. 

Kontakt:
Landratsamt Enzkreis – Kreisarchiv
Zähringerallee 3 
75177 Pforzheim
Telefon: (07231) 308-423 
Fax: (07231) 308-837 
Kreisarchiv@enzkreis.de 

Quelle: Pforzheimer Zeitung, 19.10.2006

Die Geschichte der Sozialhilfe in Bocholt

Zu einem Vortrag unter dem Titel „Geschichte der Sozialhilfe in Bocholt“ lädt am Donnerstag, dem 26. Oktober, der Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte ein. Der Leiter des Fachbereiches Soziales bei der Stadt Bocholt, Franz-Josef Tacke, spricht über die Entwicklung der Sozialhilfe als kommunale Pflichtaufgabe. Das städtische Sozialamt hat sich vom Fürsorgeamt zu einem sozialen \“Multikonzern\“ mit vielfältigen Aufgaben entwickelt. Neben der Gewährung von Sozialhilfe umfasst das Tätigkeitsfeld auch Hilfen für Flüchtlinge, die örtliche Wohnungsbauförderung und Wohnraumvermittlung und seit kurzem auch die Integration von arbeitssuchenden Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. Der Vortrag findet statt im Stadtarchiv Bocholt. Beginn ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Stadtarchiv Bocholt
Münsterstr.76
D-46397 Bocholt
Tel.: 02871-953-349
Fax: 02871-953347
stadtarchiv@mail.bocholt.de

Quelle: Pressemeldung Stadt Bocholt, 18.10.2006

Ausstellung im Schwandorfer Rathaus über den Ersten Weltkrieg

Eine weitere Ausstellung anlässlich des 1000-jährigen Stadtjubiläums der Stadt Schwandorf trägt den Titel  „Zuerst Begeisterung, dann Not und Drangsal“. Organisiert wurde die Ausstellung von Stadtarchivar Josef Fischer und dem Geschichtslehrer am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Erich Zweck. Beide sind sich sicher, damit eine wichtige geschichtliche Lücke zu schließen. Denn gegenüber dem Zweiten Weltkrieg traten die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die heimische Bevölkerung zumeist in den Hintergrund. Umfangreiches Archivmaterial dazu befindet sich im Stadtarchiv. Einiges davon erscheint auch in der Begleitbroschüre, die auf  knapp 100 Seiten sehr viele Informationen, Fotos und Zeitzeugnisse, die die vier Jahre des Ersten Weltkriegs in Schwandorf dokumentieren, enthält. In der Ausstellung selbst sind die Lebensverhältnisse und die Stimmung der Schwandorfer Bevölkerung im Verlaufe des Krieges dargestellt, so dass sich ein allmählicher Wandel von der anfänglichen Begeisterung bis hin zur zunehmenden Not und Drangsal gut erkennen lässt. Anhand von Diktaten und Schulaufsätzen, Zeitungsartikeln, Feldpostbriefen,  Zeitungsanzeigen, Spendenaufrufen, Plakaten und Fotos wird dieses anschaulich erläutert. In diesen Zusammenhang passen aber auch die Lebensmittelrationierungen und Notrezepte, durch die die heimische Bevölkerung die direkten Auswirkungen des Krieges zu spüren bekam. Aber auch Informationen zur Herstellung von Granaten in der heimischen Tonwarenfabrik sowie über die Lagerung und Explosion von Pulver in der Wackersdorfer Straße beim Schützenheim, wodurch sämtliche Häuser in Schwandorf beschädigt wurden, sind vorhanden und dürften auch für so manchen geschichtsinteressierten Einheimischen neu sein.

Kontakt:
Stadtarchiv Schwandorf
Stadtverwaltung
Kirchengasse 1
92421 Schwandorf (Bayern)

Quelle: Mittelbayerische Zeitung, 17.10.2006

Filmische Dokumentation über Bambergs Brücken

Das Stadtarchiv Bamberg verfügt über rund 800.000 historische Fotografien und Bilder. Einige dieser beeindruckenden Aufnahmen hat der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Robert Zink nun für eine neue filmische Dokumentation der Bamberger Brückenbauten ausgewählt. Die DVD \“Drunter und Drüber. Bambergs Brücken und ihre Schicksale\“ zeigt in spannenden Bildern die vielschichtige Entwicklung der Bamberger Brücken von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. 

Die Welterbestadt Bamberg liegt am Wasser. Auf 8,5 km durchfließt die Regnitz das Stadtgebiet von Südosten nach Nordwesten. Brücken sind daher ein wichtiges Element der Stadt. Sie verknüpfen die einzelnen Stadtteile über den Fluss hinweg. Brücken verbinden und sind im Wirtschafts- und Verkehrsleben der Stadt unersetzlich. Heute verfügt Bamberg über rund 80 Brücken, Stege und Durchlässe. Sie sind aus Holz, Eisen, Stahl oder Beton gebaut. Die längste Brücke ist rund 270 Meter lang, die kürzeste gerade mal knapp über sechs Meter. Bereits im Mittelalter waren Brücken in Bamberg eine wichtige Vorraussetzung zur Weiterentwicklung des Stadtbildes. So ist die erste Brücke Bambergs bereits 1020 urkundlich erwähnt. Spätestens im 14. Jahrhundert gab es bereits eine Obere und eine Untere Brücke, wobei letztere 1739 erstmals in Stein errichtet wurde. In den letzten Kriegstagen im Jahr 1945 wurden die meisten Brücken in Bamberg zerstört und damit das gesellschaftliche Leben für einige Zeit völlig zum Erliegen gebracht.

Beleuchtet werden in der Dokumentation die Standorte der Brücken im Mittelalter und ihre Entwicklung, ferner die Neubauten des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Gründe und Auswirkungen der Brückenbauten auf Verkehr und Infrastruktur. Die Dokumentation schließt mit dem Ausblick auf die derzeit oder demnächst umgebauten Brücken über den rechten Regnitzarm. Die Dokumentation wurde von Karl Hoffmann, dem Vorsitzenden des Film- und Videoclubs Bamberg hergestellt. Die historischen Aufnahmen stammen aus den Beständen des Stadtarchivs Bamberg und des Historischen Vereins Bamberg, die aktuellen Aufnahmen von Karl Hoffmann, der Text von Dr. Robert Zink, dem Leiter des Stadtarchivs Bamberg. Die Dauer des Films beträgt ca. 21 Minuten. Die Dokumentation \“Drunter und Drüber. Bambergs Brücken und ihre Schicksale\“ ist auf DVD zum Preis von 12 Euro beim Tourismus und Kongress-Service, bei der Bauberatung im Baureferat, im Stadtarchiv sowie in der Infothek der Stadt Bamberg erhältlich. 

Kontakt:
Stadtarchiv Bamberg
Hainstr. 39
96047 Bamberg
Tel.:+49-(0)951-98 622 0 
Fax:+49-(0)951-98 622 50
stadtarchiv@bamberg.de 

Quelle: Stadt Bamberg Aktuell, 13.10.2006; Wiesentbote, 18.10.2006

Newsletter Nr. 2/2006 des Stadtarchivs – ISG Mannheim

Wie in der ersten Ausgabe angekündigt, wollen wir Sie mit unserem neuen Newsletter in regelmäßigen Abständen über Neuigkeiten aus dem Stadtarchiv – Institut für Stadtgeschichte informieren. Als besonderen Veranstaltungshöhepunkt darf ich die vom Mannheimer Architektur- und Bauarchiv angeregte, exklusive Vortragsveranstaltung von Dr. Martin Wenz über den Kirchenbaumeister Albert Boßlet empfehlen, an die sich wenige Tage später eine vom Referenten geleitete Exkursion an herausragende Kirchenbauten des Architekten anschließt. Einzelheiten finden Sie unter www.stadtarchiv.mannheim.de/programm07/programm07.htm.

In der KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen wurde ein neuer Ausstellungsbereich eröffnet. Mit moderner audiovisueller Technik soll Jugendlichen durch die Erfahrung nationalsozialistischen Terrors nahe gebracht werden. Authentische Texte der Opfer werden von Mannheimern gesprochen, die sich der Persönlichkeit eines Häftlings ihre Stimme leihen. Bilder von der Ausstellungseröffnung am 29. September zeigen unter www.stadtarchiv.mannheim.de/kz-gedenk/raum_der_b.htm ein interessiertes Publikum, das gemeinsam mit Förderern und Mitwirkenden den Redebeiträgen der Veranstaltung lauscht und die Hörstationen in Betrieb nimmt.

Nach dem erfolgreichen Start der STADTPUNKTE und einem zunehmenden öffentlichen Zuspruch hat sich auch hier wieder Einiges getan. Mehr als die Hälfte der vorgesehenen Tafeln wurden mittlerweile gehängt. Informationen und Überblick bieten die Seiten des Stadtarchivs unter www.stadtarchiv.mannheim.de/Stadtpunkte/Stadtpunktepr.htm.

Wir wünschen Ihnen also viel Spaß auf den Seiten unserer Homepage. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas dabei! Haben Sie auch schon das attraktive Eintrittsgeschenk für Neumitglieder auf den Seiten der Fördervereine bemerkt? Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Dann schauen Sie doch mal unter www.stadtarchiv.mannheim.de/mabkontakt.htm für das Mannheimer Architektur- und Bauarchiv (MAB) oder www.stadtarchiv.mannheim.de/VFS/freundmitglied.htm für den Verein der Freunde des Stadtarchivs (VFS).

Und bitte nicht vergessen: wegen Umbau- und Renovierungsarbeiten sind wir leider gezwungen, die Historische Benutzung im Collini-Center, 2. OG, vom 2. November bis 1. Dezember zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Stadtarchiv – ISG Mannheim
Dr. Ulrich Nieß

Kontakt:
Stadtarchiv Mannheim
Institut für Stadtgeschichte
Collini-Center
Collinistr. 1
D-68161 Mannheim 
Fon +49 621 293-7027
Fax +49 621 293-7476
stadtarchiv@mannheim.de

Quelle: Newsletter Nr. 2, 17. Oktober 2006

Freischaltung der Online-Beständeübersicht für die Archive im Südwesten

Auf dem erweiterten Archivportal für den Südwesten des Landesarchiv des Saarlands und der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz können nun die Bestände des Landeshauptarchivs Koblenz, des Landesarchivs Speyer und des Landesarchivs des Saarlandes gleichzeitig durchsucht werden. Insgesamt erstreckt sich der Fundus der seit 1999 kontinuierlich auf- und ausgebauten Online-Plattform durch die Integration der saarländischen Bestände auf 4.457 Bestände und 489.701 Findbucheinträge. Zudem können bereits 25.000 Bilder online recherchiert werden.

Mit der Freischaltung der Online-Version der Beständeübersicht beginnt ein neues Kapitel in der saarländischen Archivgeschichte. Das Landesarchiv Saarbrücken stellt zentrale Informationen über seine Quellenbestände, die bisher nur in einer internen Arbeitsdatenbank verfügbar waren, zur allgemeinen Nutzung ins Internet. Alle Interessenten der saarländischen Geschichte erhalten so die Möglichkeit, sich jederzeit über Art, Umfang, Laufzeit, Inhalt oder Findmittel der im Landesarchiv verwahrten Geschichtsquellen zu informieren. Um die Benutzung der über das „Archivportal für den Südwesten“ zugänglichen Datenbank zu erleichtern, wurde das System mit Volltext-Recherche und einer internen Verlinkung ausgestattet.

Links:

Quelle: Rhein-Zeitung, 17.10.2006

Münster und die Hanse

Münster und die Hanse stehen beim Themenabend im Stadtarchiv am Montag, 23. Oktober, im Mittelpunkt. Schon um das Jahr 1000 werden in London neben den Handelsleuten aus Köln auch Kaufleute aus Dortmund, Soest und Münster erwähnt. Münster ist damit nachweislich schon in der Frühzeit der „Hanse“ Mitglied dieser Vereinigung der Fernkaufleute, die sich später zum mächtigen Bund der Hansestädte ausweiten wird. Während die drei westfälischen Städte zunächst auf gleicher Augenhöhe an der Hanse teilhaben, nimmt Münster im 16. Jahrhundert eine Sonderrolle ein: Die Stadt wird zum Haupt der münsterländischen Prinzipal- und Beistädte. Über \“Geschichten\“ rund um diese Hansestädte berichtet Dr. Hannes Lambacher beim Themenabend. Der Leiter des Stadtarchivs Münster und ausgewiesene Kenner der Hansegeschichte wählt dazu aufschlussreiche Quellen aus dem reichen Archivfundus. Beginn ist um 18 Uhr bei freiem Eintritt. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bittet das Stadtarchiv jedoch um Anmeldung.

Kontakt
Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel. 02 51/4 92-47 03
Fax 02 51/4 92-77 27
archiv@stadt-muenster.de 

Quelle: Presseinformation Stadt Münster, 17.10.2006

Nutzung des Wiener Stadt- und Landesarchivs

Im Rahmen von drei Vorträgen unter dem Motto \“Kein Buch mit sieben Siegeln\“ lädt das Wiener Stadt- und Landesarchiv dazu ein, die wertvollen Bestände näher kennen zu lernen, und führt in die \“Geheimnisse\“ von deren Benützung ein. Die Vorträge, die jeweils am Freitag Nachmittag in der Zeit zwischen 15.30 Uhr und 17.00 Uhr im Vortragssaal des Wiener Stadt- und Landesarchivs stattfinden, sind gratis. \“Wie benütze ich die das Archiv?\“ steht am Freitag, den 20.Oktober auf dem Programm. Karl Fischer, stellvertretender Leiter des Archivs, gibt hierzu jede Menge wertvolle Informationen. Am Freitag, den 3. November, geht es um \“Personengeschichtliche Unterlagen im Wiener Stadt- und Landesarchiv\“. Den Abschluss macht der Vortrag am 17. November, der sich dem Thema \“Unterlagen zu Häusern, Plätzen, Örtlichkeiten\“ widmen wird.

Kontakt
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Gasometer D, Wien 11, Guglgasse
Zugang über Gasometer A
Tel.: (+43 1) 4000-84831 
Fax:  Inland: (01) 4000-99-84819, Ausland: (+43 1) 4000-84809
kre@m08.magwien.gv.at

Quelle: Pressemeldung Stadt Wien, 16.10.2006

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