Wilhelm Löhe und die Diakonie in Bayern

„Die Kraft der Nächstenliebe“ ist der Titel einer Ausstellung, die das Stadtmuseum Ludwig Erhard und das Diakonische Werk Fürth konzipiert haben. Anlass ist der 200. Geburtstag von Wilhelm Löhe, eines der größten Söhne der Stadt Fürth und Gründervater der Diakonie in Bayern. Die Ausstellung ist vom 14. Februar bis 20. März 2008 zu sehen. Ihre Realisierung wurde unterstützt durch das Archiv der Diakonie Neuendettelsau und das Haus der Bayerischen Geschichte.

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Wilhelm Löhe wurde am 21. Februar 1808 in Fürth geboren. Seine Vaterstadt entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer aufstrebenden Industriestadt. Dies bedeutete aber auch gravierende soziale Probleme und Notsituationen. Löhe, als durchaus eigenwilliger lutherischer Pfarrer, sah die Not seiner Zeit mit wachen Augen und begriff tätige Nächstenliebe als zentrale Aufgabe der Kirche. So gründete er 1854 in Neuendettelsau die erste Diakonissenanstalt in Bayern. Die dortige Ausbildung junger Frauen in Krankenpflege und Erziehung markiert auch den Anfang qualifizierter Berufe im Pflege- und Sozialbereich. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Diakonie nach und zeigt Exponate aus dem persönlichen Leben Wilhelm Löhes. Sie beschreibt am Beispiel der Stadt Fürth Aspekte der lokalen Sozialgeschichte und informiert über die aktuelle Arbeit der Diakonie vor Ort. In den Tondokumenten eines eigens produzierten Audioguides kommen Zeitzeugen zu Wort.

Info:
Ausstellung „Die Kraft der Nächstenliebe – Wilhelm Löhe und die Diakonie in Bayern“ vom 14. Februar – 20. März 2008 im Stadtmuseum Ludwig Erhard

Die Vernissage am 14. Februar 2008, 11.00 Uhr, wird von einem Stehempfang mit Musik und Buffet begleitet. Der Komponist und Pianist Heinrich Hartl spielt Klavierkompositionen zwischen Avantgarde und Jazz. Einführende Worte sprechen der Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr. Thomas Jung, und Dr. Ludwig Markert, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern.

Am 17.2., 11.00 Uhr, spricht Alexander Jungkunz, Journalist der Nürnberger Nachrichten, in seinem Festvortrag unter der Überschrift „Not-Wendigkeiten“ über die Aktualität Wilhelm Löhes heute. Anschließend findet eine Sonderführung statt. Das bekannte Fürther Trio FÜ-JAZZ sorgt für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.

Die Ausstellung ist interessierten Besuchern in den Öffnungszeiten von Freitag 8.00 – 14.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag 14.00 – 17.00 Uhr zum Preis von Euro 2,- (Erwachsene) / 1,50 (ermäßigt) zugänglich.
Sonderführungen finden auch am 16.2., 23.2., 1.3., 8.3., 15.3., jeweils um 15.00 Uhr, statt. Sonderöffnungszeiten mit Gruppenführungen können gerne unter Tel.: 0911/979 222 90 vereinbart werden.

Mit der Finissage einschließlich einer Sonderführung und Chansons mit Ruth Sandhagen, Gesang, und Gregory Gaynair am Klavier klingt die Ausstellung am 20.3.2008, um 17.00 Uhr aus.

Kontakt:
Stadtmuseum Ludwig Erhard
Ottostraße 2
90762 Fürth
Tel: (0911) 97 92 22 90
info@stadtmuseum-fuerth.de 

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