Münchner Literaturarchiv digitalisiert Nachlass von Monika Mann

Das Literaturarchiv der Münchner Stadtbibliothek stellt ab sofort den literarischen Nachlass der Schriftstellerin und Journalistin Monika Mann im Internet zur Verfügung. Rund 500 Dokumente, darunter über 100 Briefe, 350 Zeitungsartikel, Prosamanuskripte und das erst kürzlich entdeckte New Yorker Tagebuch, sind im Maßstab 1:1 in einem hochauflösenden, einwandfrei lesbarem Format einsehbar. Der Zugang (www.mann-digital.de) steht jedem Interessierten ohne Einschränkung offen und ist kostenfrei.

Monika Mann wurde 1910 als viertes Kind von Katia und Thomas Mann in München geboren. Ihr Leben war geprägt durch Ausbürgerung und Staatenlosigkeit, Flucht und Exil in Europa und Amerika, vor allem auch durch den traumatischen Verlust ihres Mannes, der bei einem deutschen U-Boot -Angriff vor ihren Augen ertrank. Nach ihrer Rückkehr aus den USA lebte sie 30 Jahre auf der Insel Capri und arbeitete als Schriftstellerin und Journalistin und Feuilletonistin.

Die literarische Welt wurde erst in letzter Zeit auf die Schriftstellerin Monika aufmerksam. Für viele Literaturwissenschaftler gilt sie als echte Entdeckung. Die Digitalisierung des Nachlasses gibt ab sofort jedem Interessierten die Möglichkeit, sich selbst auf die Spuren von Monika Mann zu begeben und ihr Leben und Werk zu entdecken. Und dies ist erst der Anfang: Der Nachlass Monika Mann – digital bildet den Auftakt für die schrittweise Digitalisierung aller Briefe, Manuskripte und Dokumente der Familie Mann, die sich im Literaturarchiv der Münchner Stadtbibliothek befinden. Mit den kompletten Nachlässen von Klaus und Erika Mann, über 800 Briefen und Manuskripten von Thomas Mann sowie zahlreichen Archivalien von Golo, Monika, Michael und Elisabeth Mann ist das Literaturarchiv der Münchner Stadtbibliothek eine international vielbeachtete Forschungsstelle zur Familie Mann.

Kontakt:
Literaturarchiv der Münchner Stadtbibliothek
Maria-Theresia-Str. 23
81675 München
Telefon: 089/41947213
frank.schmitter@muenchen.de

Quelle: Münchner Stadtbibliothek, Pressemitteilung, 25.10.2011

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