Geschichte des Schlossplatzes in Münster

Wer beim Send mit dem Riesenrad Höhenflüge unternommen und mutig in die Tiefe geschaut hat, wird sicher über die Maße des Platzes gestaunt haben. Mit seinen 12,5 Hektar Fläche und einer ursprünglichen Ausdehnung von 600 Metern gilt er als zweitgrößter Stadtplatz in Europa aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg: Der Schlossplatz in Münster. Ihm widmet sich der Themenabend im Stadtarchiv Münster am Donnerstag, 25. Oktober 2012, um 18 Uhr.

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Abb.: Das Schloss nebst Platz als Guckkastenbild. Zu sehen ist eine Darstellung aus der Zeit um 1778 (Foto: Stadt Münster)

Seine Geschichte beginnt mit dem Bau einer Zitadelle durch Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen ab 1661. Mit zahlreichen Ansichten, Fotos und Plänen wird Dr. Bernd Thier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Stadtmuseum Münster, die Gestaltung und vor allem die vielfältige Nutzung des Areals zwischen Schloss und Altstadt vorstellen. Mit der Zitadelle wurde der Stadtrand zunächst zu einer Esplanade, einem freien Schussfeld auf die Stadt. Mit dem Bau des Schlosses im 18. Jahrhundert entstanden zwei unabhängige Plätze, der Schlossplatz und der Neuplatz. Die Paraden der fürstbischöflichen Truppen dort wurden im 19. Jahrhundert von den preußischen Soldaten übernommen.

Der Neuplatz entwickelte sich zu einem Veranstaltungsort auch für Bürger. Seit 1867 gastierten regelmäßig Zirkusse vor dem Schloss, seit 1916 ist er Schauplatz für den Send. Nationalsozialistische Großveranstaltungen dominierten die Nutzung nach 1933. Der Zweite Weltkrieg veränderte den Platz nachhaltig. Trümmerschutt, Luftschutzeinrichtungen und Baracken prägten das Bild bis in die 1950er/1960er Jahre. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
Tel. 02 51/4 92-47 01
Fax 02 51/4 92-77 27
archiv(at)stadt-muenster.de
www.muenster.de/stadt/archiv/

Quelle: Stadt Münster, Pressemitteilung, 22.10.2012

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