Buch zum Limburger Zeitenwandel

Auf 128 reich illustrierten Seiten nimmt der Limburger Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker den Leser in seinem neuen Buch „Zeitsprünge Limburg“ (ISBN 978-3-95400-471-3, Preis: 19,99 Euro) mit auf eine faszinierende Reise durch Vergangenheit und Gegenwart Limburgs. Über 50 Bildpaare dokumentieren den Wandel der Stadt in den vergangenen 150 Jahren. Am 4.11.2014 stellte er es im Großen Sitzungssaal des Limburger Rathauses vor.

Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker präsentierte sein Buch

Historische Bilder aus dem Stadtarchiv Limburg zeigen das einstige Gesicht der Bischofsstadt. Diesen Aufnahmen stehen aktuelle Farbfotografien aus gleicher Perspektive oder mit gleicher Thematik gegenüber. Der direkte Vergleich von Alt und Neu lässt den Leser an dem spannenden Wandel der Domstadt teilhaben und spiegelt die Veränderung von Gebäuden, Plätzen und Straßenzüge wider. Dabei beschränkt sich der Autor nicht nur auf die Kernstadt, sondern widmet sich mit einigen Fotos auch den Stadtteilen, wie Dietkirchen und Offheim. Dieser liebevoll gestaltete Bildband lädt zum Erinnern und Wiederentdecken, zum Nachdenken und Vergleichen ein.

Die Zeitreise durch die hessische Bischofsstadt beginnt mit dem Panoramablick vom Greifenberg und führt weiter in Richtung Altstadt. Auf den Bildpaaren vom Dom, dem Bischofsplatz und den meist noch erhaltenen Fachwerkhäusern entlang des Kornmarkts und der Plötze scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Fast unverändert zeigen sich diese Limburger Sehenswürdigkeiten ihrem Betrachter.

An der oberen Grabenstraße, der Frankfurter Straße und der Bahnhofsstraße erkennt der Leser eindrucksvoll den Wandel der Stadt. Die Bilder zeigen, wie aus der Frankfurter Straße mit ihrem Bahnübergang und den langen Staus eine ruhige Fußgängerzone wurde oder wie Geschäfte wie die „Verlagsbuchhandlung Kaelin und Hötte“ und das Gasthaus „Roter Ochse“, in dem schon Goethe zu Gast war, moderneren Bauten weichen mussten.

Wie stark sich Architektur, Mode und Lebensgefühl verändert haben, erkennt der Leser besonders auf den Aufnahmen vom Dietkirchener Markt, den die Limburgerinnen früher noch im Sonntagskleid und mit Hut besuchten, oder auf Bildern aus den Klassenzimmern, in denen die Mädchen früher im Kleidchen und die Jungen mit Scheitelfrisur getrennt von einander saßen. Aufnahmen von der Bischofsweihe 1947 und der Priesterweihe 2014 zeigen eindrucksvoll, dass die christlichen Traditionen in Limburg nach wie vor tief verwurzelt sind.

Christoph Waldecker, Jahrgang 1967, ist ein profunder Kenner der Stadtgeschichte. Der promovierte Historiker leitet seit 2007 das Limburger Stadtarchiv. In der Vergangenheit ist er mit zahlreichen Veröffentlichungen und Beiträgen zur Regional- und Kirchengeschichte hervorgetreten. 2010 veröffentlichte er im Sutton Verlag den erfolgreichen Bildband „Limburg an der Lahn in historischen Ansichten“.

Kontakt:
Dr. Christoph Waldecker M.A., Dipl.-Archivar (FH)
-Leiter des Stadtarchivs-
Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn
Stadtarchiv
Werner-Senger-Str. 10
65549 Limburg a. d. Lahn
Telefon 06431 203-368
Fax 06431 584 3947
christoph.waldecker@stadt.limburg.de

Quelle: Stadt Limburg, Pressemitteilung, 6.11.2014

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