Suche nach Vermissten in russischen Archiven

Seit Jahren bemüht sich der Vorsitzende des Kreisverbands der Heimkehrer Pforzheim-Enzkreis, Erwin Rapp, nicht zuletzt auch über private Kontakte zur Liga für Russisch-Deutsche Freundschaft, darum, immer noch ungeklärte Vermisstenschicksale aufzuklären (Info). Vor sechs Jahren war Rapp in Moskau, so berichtet die selbst in der Versöhnungsarbeit mit russischen Veteranen des Zweiten Weltkriegs engagierte Pforzheimer Zeitung, erstmals mit dem Präsidenten der Liga für Russisch-Deutsche Freundschaft, Andrei Rumjanzew, zusammengetroffen. Dessen Frau Olga Kondraschova ist Leiterin des Referats Suchdienst der Liga, das aus Geschichtswissenschaftlern und Archivaren besteht. Diese haben Zugang zu den zentralen und regionalen Archiven in Russland, die bis Mitte der 90er Jahre versperrt und deutschen Stellen nicht zugänglich waren und in denen sich Soldbücher, Fotos, Feldpost, Lagerbriefe, Krankenberichte, Fragebögen, Vernehmungsprotokolle. Todesbescheinigungen und Angaben über die Grabstellen befinden.

Edwin Rapp schickt über den Heimkehrerverband regelmäßig Suchanträge nach Moskau. Als erste Bearbeitungsgebühr fallen nur 30 Euro an. Im Falle eines erfolgreichen Bescheids hat der Antragsteller die Möglichkeit, beglaubigte Kopien der kompletten Archivakte ausgestellt zu erhalten. Dafür müssen weitere 200 Euro aufgewendet erden. Eine zusätzliche Gebühr wird für eine beglaubigte Übersetzung in Rechnung gestellt. Informationen sind über Edwin Rapp (Telefon 0 72 31/ 7 37 88) zu erhalten.

Kontakt:
Suchreferat der Liga für Russisch-Deutsche Freundschaft,
Marosseika-Str. 7/8-27,
Central-Postamt A/Nr. 190,
101000 Moskau,
Russland/Russie (per Einschreiben!)
Telefax Moskau 007-095-2068467-OB
(nur schriftl. Anfragen werden bearbeitet)

Quelle: Thomas Frei, Pforzheimer Zeitung, 27.5.2004

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