Lehrgang Bildmanagement / Bildwissenschaft in Krems

Das Zentrum für Bildwissenschaften an der Donau-Universität Krems informiert aktuell zum einen über den neuen berufsbegleitenden Lehrgang „Bildmanagement – Bildwissenschaft (MA)“ (siehe unten), sowie über das im September 2004 stattfindende Symposium (Text unten).

Das Zentrum für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems startet im November 2004 eine europaweit neue berufsbegleitende Studienmöglichkeit.

  • Ziele
    Die Universitätslehrgänge Bildmanagement – Bildwissenschaft (MA) werden sowohl eine fundierte Ausbildung im Bereich Bildwissen und -analyse bieten, als auch Managementkompetenzen und praxisnahes Know-How für den Aufbau, die Konzeption und den Betrieb von digitalen Bild- und Informations-Management-Systemen vermitteln. Ziel ist es, die professionelle Sammlung, Bewahrung, Erschließung und Präsentation von Bildern zu vermitteln.
  • Aufbau
    Das erste Jahr des Grundstudiums besteht aus
    – einem Semester bildwissenschaftlichen Grundlagen und
    – einem Semester Bilddigitalisierung und Digitalem Sammlungsmanagement.
    Nach positivem Abschluss wird der Titel Akademische/n Expert/in verliehen.
    => Im Master-Programm „Bildwissenschaft, MA“ können daran anschliessend
    wahlweise die Fachvertiefungen
    – Ikonographie oder
    – Fotografie belegt
    und der internationale Grad Master of Arts (MA) erworben werden.
  • Methodik
    Verstärktes Augenmerk wird im Lehrgang auf Persönlichkeitsbildung und Projektkompetenz gelegt. Die einzelnen Module werden geblockt á 7 Tage geführt und bieten so für Berufstätige die Möglichkeit, das Studium mit der Arbeit zu verbinden und den beruflichen Weg intensiv zu reflektieren.
  • Wer ist angesprochen?
    Der Studiengang richtet sich an Personen, die in ihrem beruflichen Alltag mit visuellem Material arbeiten oder sich mit Bildinhalten auseinandersetzen. Weiters an Personen, die ihr im Grundstudium erworbenes Wissen mit bildwissenschaftlichen Kompetenzen verbinden und ergänzen wollen.
  • Ob an
    – Universitäten, Kultur- oder Forschungseinrichtungen
    – in Firmenarchiven
    – im Pre-Press-Bereich
    – in Bild- oder Werbeagenturen – fundiertes Bildwissen und Erfahrung mit elektronischer Erschließung von Bildern bildet eine Grundlage für beruflichen Erfolg in verschiedensten Berufssparten.
  • Eckdaten
    Start des Lehrgangs ist der 20. November 2004.
    Bewerbungen werden noch bis 20. Oktober 2004 angenommen.
    Laufend aktualisierte Informationen unter http://www.donau-uni.ac.at/zbw
  • Kontakt:
    Mag. Andrea Domanig
    Telefon : +43(0)2732 893-2569
    Fax: +43(0)2732 893-4550
    E-Mail: andrea.domanig@donau-uni.ac.at
  •  Lehrgangsleiterin:
    Mag. Jeanna Nikolov-Ramírez Gaviria
    Telefon: +43 (0)2732-893-2570
    E-Mail: jeanna.nikolov@donau-uni.ac.at

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Dazu passend weist das Zentrum für Bildwissenschaften auf das anstehende Internationale bildwissenschaftliche Symposium „Bildgedächtnis – Bildvergessen. Survival of the Images“  (BILDTAGE GÖTTWEIG 2004) hin.

  • Termin: 24. – 26. September 2004
    Ort: Zentrum für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems in Kooperation mit dem Stift Göttweig, Austria
  • Anmeldung unter http://www.donau-uni.ac.at/zbw/bildtage/register
  • Tagungsgebühr:
    Bei Anmeldung bis 15. Juli 10% Frühbucherbonus! 
    Tagungsbeitrag (inkl. div. Extras):
    > Standard: 195 EUR
    > Ermässigt: 120 EUR 
    Tagespreise und Details auf der Webseite.

Inhalt:
Das kulturelle Erbe einer Gesellschaft besteht zum Grossteil aus Bildmaterial und Visualisierungen. Wo hört aber Wahrnehmung eines Bildes auf und setzt Erinnern ein? Was oder wer definiert unser visuelles Erbe? Wie steht es um die „Visuelle Kultur“ im „neuen Europa“? Wer sind die Gatekeeper des Bildvermögens und auf welche Weise wird entschieden, welches visuelle Material wert ist, aufgehoben und überliefert zu werden? Gibt es hierfür eine Form der Bild-Ethik?

Über die Jahrhunderte wurden Bilder zensuriert, zerstört, tabuisiert und sind so heute nicht Teil unseres Gedächtnisses. Wie steht es um diese verlorenen Bilder, und was sagt dieser *blinde Fleck“ unserer Bildgeschichte über uns aus? Welche Bilder bleiben haften und sind somit ausschlaggebend für den aktuellen Gedächtnis- und Erinnerungsdiskurs?

In 29 Vorträgen und 3 Workshops wird diesen  Themen nachgespürt werden.
Die 3 Tagesschwerpunkte gruppieren sich um die Begriffe:
BILDVERGESSEN – BILDKONSTRUKTION – BILDGEDÄCHTNIS

Keyreferate:

  • 24. Sept.
    PD Dr. Klaus Sachs-Hombach, Philosoph
    „Bildkritik und Bildgeschichte“
  • 25. Sept.
    FH-Prof. Dr. Johannes Domsich, Medienmorphologe
    „Existenz und Identität in visuellen Konzepten“
  • 26. Sept.
    PD Dr. Christiane Kruse, M.A., Kunsthistorikerin
    „Bilder erinnern – Bilder machen: Vom Ursprung der Bilder aus dem Vergessen“

Tagungssprache: deutsch, Einzelvorträge auf englisch
Detail-Programm: http://www.donau-uni.ac.at/zbw/bildtage

Kontakt:
Mag. Jeanna Nikolov-Ramírez Gaviria: +43 02732 893 2570
Jeanna.nikolov@donau-uni.ac.at
Mag. Andrea Domanig:
Tel: +43 02732 893 2569
Fax: +43-2732-893-4550
Zentrum für Bildwissenschaften
Donau-Universität Krems
Dr. Karl Dorrek-Straße 30
A-3500 Krems
andrea.domanig@donau-uni.ac.at
http://www.donau-uni.ac.at/zbw

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