Stadtarchiv Lübbecke übernimmt Aufgaben für Gemeinde Stemwede

Das Stadtarchiv Lübbecke ist eine über die Grenzen des Kreises hinaus bekannte und anerkannte Einrichtung. Es erfüllt nicht nur alle gesetzlichen Vorgaben des Archivrechts zur Aufbewahrung wichtiger Schriftstücke, sondern wird auch zunehmend von Forschern, Privatpersonen, Firmen, Vereinen und anderen Gruppierungen genutzt. Aktuell gehen jedes Jahr über 4.000 Anfragen ein. Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit übernimmt das Lübbecker Stadtarchiv ab sofort auch das Archivgut der Gemeinde Stemwede. „Gute Arbeit spricht sich rum“, betonte Lübbeckes Bürgermeister Eckhard Witte anlässlich der Unterzeichnung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Gemeinde Stemwede über die Zusammenarbeit im Bereich des Archivwesens am 24.2.2011.

„Interkommunale Zusammenarbeit gewinnt heute vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und knapper Finanzmittel an Bedeutung. Die Entscheidung der Gemeinde Stemwede, ihre Archivalien – quasi das Gedächtnis der Gemeinde – in die Hände des Lübbecker Stadtarchivs zu übergeben, werten wir als großen Vertrauensbeweis“, so Witte weiter. Die gewählte Lösung bietet beiden Seiten Vorteile: Die Gemeinde Stemwede kann auf aufwendige Baumaßnahmen für Archivzwecke verzichten. Die Aufnahme der Stemweder Archivalien wird die Nachfrage der unterschiedlichsten Nutzer des Lübbecker Stadtarchivs weiter beflügeln und Lübbeckes Zentralitätscharakter weiter stärken. Die Aufwendungen der Stadt Lübbecke werden von der Gemeinde Stemwede nach vereinbarten Regeln erstattet.

„Die Kooperation mit der Stadt Lübbecke ist ein wohl überlegter Schritt“, erläutert Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak. „Die Räumlichkeiten in Levern waren für Archivzwecke nicht mehr nutzbar. Außerdem ist zum Jahresende unser nebenamtlich tätiger Archivar in den Ruhestand getreten. Wir sind in Lübbecke auf einen bereitwilligen und verlässlichen Partner gestoßen. Das ist der richtige Weg und eine gute Entscheidung für unsere Gemeinde.“ Die Nutzer des Archivs aus Stemwede können zukünftig neben den „eigenen“ Archivalien auch auf die Lübbecker Bestände zurückgreifen, so zum Beispiel ein umfangreiches Zeitungsarchiv und vieles mehr.

Die Übernahme der Archivalien aus Stemwede ist für das Lübbecker Archivteam mit umfangreichen Arbeiten verbunden. „Meine Kollegin Bettina Rohlfing und ich waren in den vergangenen beiden Wochen täglich in Levern um die Bestände zu sichten und zu verpacken. Die Mitarbeiter des Stemweder Bauhofs haben ordentlich mit angepackt, so dass die ersten 500 Kartons bereits in Lübbecke eingetroffen sind, weitere 400 werden in den nächsten Tagen folgen. Der Lübbecker Bestand an Archivalien wird durch das Stemweder Archivgut um etwa 10 Prozent erweitert “, beschreibt die Lübbecker Stadtarchivarin Christel Droste. „Bei diesen Arbeiten haben wir auch erste Beschädigungen markiert, um die Restaurierung dieser Schriftstücke, die entweder in Eigenregie oder durch das LWL-Archivamt für Westfalen in Münster erfolgen wird, vorzubereiten.“

Das Stadtarchiv Lübbecke öffnet seine Pforten nach Abschluss der Arbeiten voraussichtlich wieder am Montag, 7. März. Das Archivteam freut sich darauf, die gewohnten und die neuen Aufgaben dann wieder zu den Servicezeiten – montags bis donnerstags von 8 bis 11.30 Uhr – sowie nach Vereinbarung anbieten zu können. Nach Aufbereitung der Akten werden die Stemweder Archivalien demnächst ebenfalls zugänglich sein.

Kontakt:
Stadtarchiv Lübbecke
Wiehenweg 33
32312 Lübbecke
Telefon: 05741-232034
Telefax: 05741-232035
c.droste@luebbecke.de

Quelle: Stadt Lübbecke, Pressemitteilung, 24.2.2011; Joern Spreen-Ledebur, NW, 25.2.2011

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