Alte Feuerwache in Recklinghausen könnte Musikarchiv werden

Seit neun Jahren steht die alte Feuerwache in Recklinghausen leer, nun möchte eine Gruppe um Konzert-Organisator Tom Klatt einen Teil der Räumlichkeiten als Musikarchiv nutzen. Die Aktivisten aus der freien Szene, die sich selbst ‚Creative Outlaws‘ nennen, möchten in dem seit neun Jahren leerstehenden Gebäude am Herzogswall zwei bisher getrennte Musikarchive zusammenführen. 

Hierbei handelt es sich zum einen um die von Klatt selbst zusammengetragene Musiksammlung mit über 10.000 Einzelstücken, zum anderen um das Archiv von Hans Schreiber aus Dortmund. Dieser hüte nach Aussage von Klatt das wohl größte Musikarchiv in Nordrhein-Westfalen, darunter etwa 100.000 Stunden unveröffentlichte Musik. Darüber hinaus besitze Schreiber einen Bestand mit Klängen aus dem Ruhrgebiet, der ebenfalls der neuen Verbundsammlung integriert werden sollen. 

In den Augen der ‚Creative Outlaws‘ bietet sich die ehemalige Feuerwache in Recklinghausen für eine solche Verwendung geradezu an. Das Gebäude besitzt rund 2.500 Quadratmeter Nutzfläche und ist größtenteils nicht denkmalgeschützt. Für Archiv und Präsenzbibliothek veranschlagen die potenziellen Investoren etwa 200 Quadratmeter. Erst im Februar hatte die Stadt Recklinghausen die Räumlichkeiten erworben, laut Ratsbeschluss muss ein kommender Investor jedoch einen Mix aus Wohnungen und Geschäftsräumen verwirklichen. In diesem Punkt signalisierte Corinna Weiß, Pressesprecherin der Stadt, bestehe jedoch Kompromissbereitschaft.

Kontakt:
Stadt Recklinghausen
Rathausplatz 3/4
45657 Recklinghausen
Telefon: 02361/500
Telefax: 02361/501234
www.recklinghausen.de 

Quelle: Der Westen, 16.8.2011

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