Archiv und Wirtschaft 1/2015

Das gerade erschienene Heft (1/2015) von „Archiv und Wirtschaft“ beinhaltet neben einer Vorschau auf die kommende VdW-Jahrestagung 2015 in Frankfurt am Main sowie aktuellen Rezensionen auch einige umfangreichere Aufsätze, so von Eva Pfanzelter über die historische Quellenkritik und das Digitale.

Inhaltsverzeichnis „Archiv und Wirtschaft“ 1/2015

VdW-Jahrestagung vom 26. bis 28. April 2015 in Frankfurt am Main (Programm) (4)

AUFSÄTZE

Eva Pfanzelter: Die historische Quellenkritik und das Digitale (5-19)

Barbara Waibel: Auf gute Zusammenarbeit! Zeppelin-Archiv und Zeppelin-Museum unter einem Dach (20-26)

Christoph Hubig: Mobilität aus philosophischer Sicht (27-33)

REZENSIONEN

Zdeněk Jindra: Der Bahnbrecher des Stahl- und Eisenbahnzeitalters. Die Firma Fried. Krupp/Essen von der Gründung der Gussstahlfabrik bis zur Entwicklung zum „Nationalwerk“ und weltbekannten Kanonenlieferanten (1811 bis Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts) (Daniel Schumann und Anja Mede-Schelenz) (34-35)

Christian Keitel und Kai Naumann (Hrsg.): Digitale Archivierung in der Praxis. 16. Tagung des Arbeitskreises „Archivierung von Unterlagen aus digitalen Systemen“ (Ulrike Gutzmann) (35-39)

Norbert Reimann (Hrsg.): Praktische Archivkunde. Ein Leitfaden für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv (Frank Becker) (39-40)

Dietmar Schenk: „Aufheben, was nicht vergessen werden darf“. Archive vom alten Europa bis zur digitalen Welt (Jens Brokfeld) (40-42)

Ulrike Schulz: Simson. Vom unwahrscheinlichen Überleben eines Unternehmens 1856–1993 (Anja Mede-Schelenz) (42-44)

Stephanie Tilly und Florian Triebel (Hrsg.): Automobilindustrie 1945–2000. Eine Schlüsselindustrie zwischen Boom und Krise (Doris Heckel) (44-45)

Nachrichten (46)

Rezensionsliste (47-48)

Impressum (52)

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Redaktion „Archiv und Wirtschaft“
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Staffelübergabe der Praktikantinnen im Kreisarchiv Stormarn

Sieben Wochen gehen schnell vorbei. Anfang Februar 2015 begann Stella Bandemer, Volkskunde-Studentin an der Universität Hamburg, ihr Praktikum im Kreisarchiv Stormarn. Unter dem Gesichtspunkt, dass ein Archiv auch immer das kulturelle Gedächtnis wahrt, hatte die 20-Jährige eine direkte Verbindung zu ihrem Studiengang gesehen. Dass es so viel Arbeit macht, dieses Gedächtnis herzustellen, hatte die Praktikantin nicht gedacht. Und auch das Archiv fiel anders aus als erwartet. Ein Keller? Ohne Licht? Mit Staub? Und einem Archivar mit einer großen Hornbrille? Schon bald entdeckte Stella, dass der Alltag im Archiv gänzlich anders ausschaut. Nämlich, hell, geordnet und sauber.

„Ich arbeite im Journalismus und wollte während des Studiums noch ein paar andere Arbeitserfahrungen sammeln“, sagt die 20-Jährige. Im Praktikum konnte sie die beiden Bereiche sogar verbinden, indem Stella beispielsweise Pressemitteilungen über neue Projekte des Kreisarchivs schrieb. Und sie konnte auch eine andere Seite des Journalismus kennenlernen, nämlich die aus der Perspektive des Archivs. Denn Stella kümmerte sich unter anderem um die Negative aus Zeitungsarchiven. Um diese bald erschließen und auch der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können, begann die Praktikantin Archivierungsverträge mit den einzelnen Journalisten zu vereinbaren.

Auch klassische Archivaufgaben lernte Stella kennen, wie Altakten aus der Verwaltung fachgerecht zu verpacken oder Negative nach ihrer Film- und Seriennummer zu listen. „Diesen Einblick in ein anderes Arbeitsfeld fand ich sehr spannend“, sagt Stella. Denn Berufserfahrungen dürfen auch während der Uni nicht zu kurz kommen. Vor allem die direkte und wichtige Verbindung in den Kulturbereich interessierte die Praktikantin. So bereitete sie auch einmal Bilder für einen Vortrag über das Ahrensburger Schloss vor.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Blick auf die Glasplattenpositive vom Oldesloer Kindervogelschießen aus dem Jahr 1913. Denn so etwas bekommt man heute eher selten noch zu Gesicht. Auch lernte die Praktikantin bei auswärtigen Besuchen die Wege der Überlieferungsbildung kennen. In welchem teilweise schlechten Zustand beispielsweise die Negative in das Kreisarchiv gelangen, überraschte sie. Wie viel Arbeit nun darin steckt, dass diese einmal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, bemerkte Stella schnell.

Studentin Hannah Rentschler löst Praktikantin Stella Bandemer ab (Foto: Kreis Stormarn)

Foto: Studentin Hannah Rentschler löst Praktikantin Stella Bandemer ab (Kreis Stormarn)

Hannah Rentschler, Geschichtsstudentin an der Universität Hamburg, löst Stella Bandemer nun nach sieben Wochen ab. Und übernimmt erst mal ganz andere Aufgaben. Hannah erschließt Plakate von Kulturveranstaltungen, die das Kreisarchiv sammelt. Dafür müssen genaue Informationen über die jeweilige Veranstaltung, für die das Plakat entworfen wurde, in die Datenbank eingepflegt werden.

Der 21-Jährigen macht vor allem die Arbeit mit historischen Quellen Spaß. Deshalb verbringt auch sie ihr studienbegleitendes Praktikum im Kreisarchiv. „Ich möchte die Grundlagen für einen Historiker durch das Archiv kennenlernen“, erzählt Hannah. Denn oftmals startet eine Forschung genau hier, direkt an den Originalquellen.

Die Erfahrungen im Archiv werden ihr bei ihrem späteren Berufsweg sehr helfen können, da Hannah in die Forschung einsteigen möchte. Wenn dann bereits Wissen für die Vorgänge im Archiv vorhanden ist, kann das sehr hilfreich sein, um an historische Quellen heranzukommen.

Kontakt:
Kreisarchiv Stormarn
Mommsenstraße 14
23843 Bad Oldesloe
Telefon: 04531-1601691
kreisarchiv@kreis-stormarn.de
www.kreisarchiv-stormarn.de

Quelle: Kreis Stormarn, Pressemitteilung, 30.3.2015

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