Wie umgehen mit Akten und Daten von Studierenden?

AG der Hochschularchive NRW diskutierte an der Universität Paderborn

Wie sollten Hochschularchive mit Akten und Daten von Studierenden umgehen? Das diskutierten Archivarinnen und Archivare der nordrhein-westfälischen Hochschulen am 6.3.2019 bei einem Treffen ihrer Arbeitsgemeinschaft an der Universität Paderborn. Das AG-Treffen findet jährlich an einer anderen Hochschule in NRW statt und wurde in diesem Jahr von Dr. Anikó Szabó, Leiterin des Universitätsarchivs Paderborn und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, organisiert.

Abb.: Diskutieren in Paderborn über die Archivierung von Akten und Daten von Studierenden: die Archivarinnen und Archivare der Hochschulen NRWs (Foto: Universität Paderborn, Simon Ratmann).

Die Arbeitsgemeinschaft der Hochschularchive des Landes Nordrhein-Westfalen wurde 1999 gegründet. Sie berät Fragen gemeinsamen Interesses und fördert den Aufbau von und die Zusammenarbeit zwischen den Archiven. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind die von den Universitäten und Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen entsandten Vertreter sowie ein Vertreter der IuK-Koordinierungsstelle.

Zu Beginn des AG-Treffens präsentierte Szabó die Ergebnisse einer landesweiten Umfrage zum Umgang mit Studierendenakten und -daten an den nordrhein-westfälischen Hochschulen. Im Anschluss stellte Martin Löning, Leiter des Archivs der Universität Bielefeld, vor, wie seine Einrichtung Studierendenakten künftig archivieren möchte. Dr. Ansgar Molzberger vom Institut für Sportgeschichte der Deutschen Sporthochschule Köln berichtete über die geplante Einrichtung eines Archivs an seiner Universität.

Dr. Thomas Becker, Leiter des Archivs der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, berichtete über das konstituierende Treffen des Arbeitskreises „archivische Rechtsfragen“ im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA). Der neue Arbeitskreis hat das Ziel, einerseits Empfehlungen für ArchivarInnen und Archive zum Umgang mit rechtlichen Problemen in der Praxis zu erarbeiten und andererseits Stellungnahmen des VdA in Gesetzgebungsverfahren auf Bundes- und Länderebene für den Vorstand vorzubereiten. Im VdA mit seinen rund 2.400 Mitgliedern kommen zudem als Fachgruppe 8 die Archive der Hochschulen sowie wissenschaftlicher Institutionen zusammen.

Zum Abschluss der Veranstaltung in Paderborn führte Anikó Szabó ihre Kolleginnen und Kollegen durch die neuen, Ende 2018 vollständig eingerichteten Räumlichkeiten des Universitätsarchivs Paderborn. Das 1989 gegründete Archiv hat seinen Sitz am Campus-Haupteingang im Gebäude I. Hier lagern rund 300 Regalmeter Archivalien. Zum Bestand gehören unter anderem Akten, Fotos, Filme, Plakate, Flugblätter und Broschüren der Universität und ihrer Vorgängereinrichtungen.

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www.ub.uni-paderborn.de/universitaetsarchiv

Quelle: Uni Paderborn, Pressemitteilung, 7.3.2019

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