Explosionsunglück im Stickstoffwerk Oppau der BASF 1921

Am Morgen des 21. Septembers 1921 ereignete sich im Werk Oppau eine der schlimmsten Katastrophen der Industriegeschichte. Bei einer Lockerungssprengung kam es um 7.32 Uhr zu einer verheerenden Explosion in einem Düngemittelsilo. Das Unglück forderte über 500 Menschenleben. Rund 2.000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Druckwelle war so stark, dass selbst in Heidelberg, Worms, Darmstadt und vereinzelt sogar im über 80 Kilometer entfernten Frankfurt Glasscheiben zersprangen. Die Erschütterungen der Explosion wurden noch in der über 300 Kilometer entfernten Erdbebenwarte München registriert.

Abb.: Bild nach dem Unglück mit dem Explosionstrichter im Vordergrund. Blick von Südwest nach Nordost. Hinter dem Explosionstrichter und dem BASF-Werk Oppau der Rhein, die Mündung des Neckars und der Mannheimer Stadtteil Neckarstadt-West (Foto: Autor unbekannt – Popular Mechanics Magazine 1921).

Am 21.9.2021 jährt sich das Explosionsunglück im Oppauer Werk der BASF zum 100. Mal. Vertreter von BASF und der Stadt Ludwigshafen werden an diesem Tag gemeinsam der Opfer der Explosionskatastrophe gedenken. Insgesamt finden drei Veranstaltungen an den Mahnmalen auf dem Ludwigshafener Hauptfriedhof, dem Oppauer und dem Edigheimer Friedhof statt.

Unter dem Titel „Das Unglück von Oppau 1921 – ein Film zum Erinnern und Gedenken“ hat das BASF Unternehmensarchiv einen Filmbeitrag zur Erinnerung an die Opfer der Explosion von 1921 produziert. Der Film beleuchtet die historischen Ereignisse anhand von Dokumenten und Bildmaterial aus den eigenen Beständen und denen des Stadtarchivs Ludwigshafen sowie weiterer Quellen. Zeitgenössische Wahrnehmungen des Unglücks werden ebenso thematisiert wie die heutigen Erkenntnisse zur Unglücksursache. Gewidmet ist der Film all jenen, die Leben, Gesundheit oder ihr Zuhause durch das Unglück verloren haben. Der Film wird ab dem 21. September im Internet unter verfügbar sein.

Filmbeitrag zum BASF-Unglück
Der Beitrag wird darüber hinaus am Abend des 21.9.2021 bei einer gemeinsamen Vorführung des Stadtmuseums Ludwigshafen und des Stadtarchivs Ludwigshafen sowie des BASF Unternehmensarchivs zu sehen sein. Aufgrund der Corona-Lage ist die Teilnahme nur für geladene Gäste möglich. Außerdem wird der Film in den nächsten Wochen unter anderem am 13. Oktober 2021 im MARCHIVUM in Mannheim und voraussichtlich am 12. November 2021 im Bürgerhaus in Oppau gezeigt. Außerdem wird der Film auch am Nachmittag des 18. November 2021 im Rahmen der Vortragsreihe „Frau und Kultur“ bei der VHS Ludwigshafen zu sehen sein.

Gedenkfeiern auf mehreren Friedhöfen
Gedenkfeiern am Dienstag, 21. September 2021:
10.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen
11.15 Uhr auf dem Friedhof in Oppau
11.45 Uhr auf dem Friedhof in Edigheim
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei den Veranstaltungen sind die zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen Corona-Schutzregeln wie das Abstandsgebot, die Maskenpflicht sowie die Hygieneregeln zu beachten.

Kontakt:
Stadtarchiv Ludwigshafen am Rhein
Rottstraße 17
67061 Ludwigshafen
Telefon: 0621 504-3047 und 504-2047
Telefax: 0621 504-2433
stadtarchiv@ludwigshafen.de

BASF Corporate History
BASF SE
Carl-Bosch-Str. 38
67056 Ludwigshafen
history@basf.com

Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein
Rathausplatz 20
67059 Ludwigshafen
Telefon: 0621 504-2574
stadtmuseum@ludwigshafen.de

Quelle: Stadt Ludwigshafen, Pressemitteilung; SWR, 15.9.2021; BASF, 100 Jahre Oppauer Explosionsunglück.

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