Stadtarchiv Iserlohn bot Einblicke in seine Arbeit

Tag der offenen Tür 2026 widmete sich der Geschichte des Stadtarchivs.

Am Samstag, dem 7. März öffnete das Stadtarchiv Iserlohn im Rahmen des bundesweiten „Tags der Archive“ seine Türen für Besucherinnen und Besucher und bot zahlreichen Interessierten Einblicke in seine Arbeit und historischen Schätze.

Der Tag der offenen Tür gehört seit 2012 zum festen Veranstaltungsprogramm des Stadtarchivs. Ein jährlich wechselndes Thema sorgt dabei stets für neue Perspektiven. Nachdem in den vergangenen Jahren unter anderem die Iserlohner Revolution von 1849 und das Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 im Mittelpunkt standen, widmete sich die diesjährige Veranstaltung der Geschichte des Stadtarchivs selbst.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs führten mehrere Besuchergruppen durch die ansonsten nicht öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten und erklärten dabei anschaulich die Aufgaben und Bestände der Einrichtung. Für viele Gäste überraschend war die Information von Mitarbeiter Patric Rode, dass sich aus den im Stadtarchiv aufbewahrten Unterlagen ein rund 2.500 Meter hoher Papierstapel errichten ließe.


Abb.: Patric Rode, Mitarbeiter im Stadtarchiv, zeigt einer Besuchergruppe Archivgut zur Geschichte des Stadtarchivs (Foto: Johanna Strunk / Stadtarchiv Iserlohn).

Besonderer Hingucker war ein lebendes Papierfischchen, das zu Anschauungszwecken in einem geschlossenen Glas gehalten wird und bei den Führungen gezeigt wird. Diese Schädlinge gelangen zunehmend unbemerkt über Pakete oder Bücher in Archive, Kultureinrichtungen und Privathaushalte, wo sie sich von Papier und Karton ernähren und dabei große Schäden anrichten können. Im Stadtarchiv Iserlohn stellen sie bislang glücklicherweise kein Problem dar – das gezeigte Exemplar stammt aus einer auswärtigen Hotelbadewanne.

Wer sich intensiver mit der Entwicklung des Stadtarchivs beschäftigen wollte, konnte einen Vortrag von Stadtarchivar Rico Quaschny zur Geschichte der Einrichtung besuchen. Darin wurde der Weg des Archivs von einer eisernen Kiste im Mittelalter bis zu den heutigen Räumlichkeiten in der „Alten Post“ nachgezeichnet. Ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Stadtarchivar Götz Bettge gab es bei Vorführungen des Lehrfilms über Archive „Aufbewahren für alle Zeiten“ aus dem Jahr 1994.

Die neu eröffnete Ausstellung „Iserlohner Ansichten aus den 1920er bis 1940er Jahren“ mit Vergrößerungen historischer und teilweise sehr seltener Postkarten führte die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise durch das Iserlohn vergangener Jahrzehnte. Ergänzt wurde das Programm durch Vorführungen des Werbefilms „Durch das schöne Westfalen“ aus dem Jahr 1929, der unter anderem historische Filmaufnahmen aus Iserlohn und dem Sauerland zeigt.

Viele Gäste nutzten auch die Gelegenheit, für Restaurierungsmaßnahmen zu spenden. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützten die Archivmitarbeiter bei der Durchführung der Veranstaltung tatkräftig.

Wer den Tag der offenen Tür verpasst hat, kann die Ausstellung „Iserlohner Ansichten aus den 1920er bis 1940er Jahren“ weiterhin im Stadtarchiv besuchen. Sie ist zu den regulären Öffnungszeiten zugänglich: dienstags und mittwochs von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr.

Kontakt:
Stadtarchiv Iserlohn in der „Alten Post“
Theodor-Heuss-Ring 5
58636 Iserlohn
Tel.: 02371 / 217-1921
archiv@iserlohn.de

Quelle: Stadt Iserlohn, Pressemeldung, 11. März 2026.