DIHK und Verdi erarbeiten öffentlich-rechtlichen Abschluss für Medien- und Informationsdienste

Viele Wege führen in den Gehobenen Dienst, vielleicht demnächst auch ein weiterer für FAMIs. Ausgebildeten Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste und den vielen in diesem Bereich tätigen Quereinsteigern soll ab 2005 ein neuer Weiterbildungsabschluss berufliche Entwicklungsperspektiven eröffnen. An einer entsprechenden, auf dem Berufsbildungsgesetz basierenden Qualifikation arbeiten derzeit der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). Das Weiterbildungsprofil richtet sich an Absolventen des seit 1998 bestehenden Ausbildungsberufs \“Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste\“ und der entsprechenden Vorläuferberufe.

Für diesen Personenkreis gibt es bislang – abgesehen von der Aufnahme eines Studiums – keine Möglichkeit, sich für einen beruflichen Aufstieg zu qualifizieren. Rund 80 Prozent der ausgebildeten Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste sind im öffentlichen Dienst beschäftigt. Doch zunehmend sind auf diesem Sektor auch privatwirtschaftliche Unternehmen aktiv, die Seiteneinsteiger beschäftigten.

Beiden Zielgruppen wollen nun DIHK und Verdi neue berufliche Chancen eröffnen. Dabei werden auch die Bedürfnisse der Arbeitgeber berücksichtigt, etwa Mitarbeiterbindung, berufsbegleitende, arbeitsplatzorientierte Qualifizierung oder zielgerichtete Personalentwicklung. Das Verfahren zur Entwicklung des neuen Weiterbildungsabschlusses hat 2004 begonnen und soll Anfang 2005 abgeschlossen sein. Sachverständige stellen die fachliche Richtigkeit der Inhalte sicher.

Darüber hinaus werden alle Fachverbände angehört. Ihre Positionen und Kommentare werden, wo möglich, berücksichtigt, damit der Weiterbildungsabschluss eine möglichst breite Akzeptanz erfährt.

Ansprechpartner beim DIHK:
Yorck Sievers
Referatsleiter IT- und Medienweiterbildung
Telefon (0 30) 2 03 08-25 23
sievers.yorck@berlin.dihk.de

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), 12.8.2004

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