Wirtschaftsarchiv dokumentiert ostdeutsche Firmengeschichte

Die Region Berlin-Brandenburg erleidet nach Ansicht von Historikern einen dramatischen Gedächtnisverlust. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden 38.000 Firmen aus dem Berliner Handelsregister gelöscht. Um die andauernde Vernichtung von Firmenunterlagen als Folge der tiefgreifenden Veränderungen der Wirtschaftsstruktur entgegenzuwirken, haben sich Geschichtswissenschaftler jetzt zum Förderverein Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V. zusammengeschlossen. 

Als Grundstock für das neu gegründete Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv dienen 750 laufende Aktenmeter, die die IHK Berlin zur Verfügung gestellt hat. Es handele sich dabei u.a. um Daten von Wirtschaftsunternehmen, die zwischen 1945 und 2003 bei der IHK angemeldet waren, erklärt Förderverein-Mitglied Klaus Dettmer vom Landesarchiv Berlin. Nun gelte es, an die Nachlässe oder Hinterlassenschaften von Unternehmen, die Insolvenz anmeldeten, heranzukommen.

Kontakt:
Förderverein Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv e.V.
Tel.: 030/90 26 42 14

Quelle: Berliner Morgenpost, 28.4.2005

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