Schaffhausen sucht Zeitzeugen zu norwegischen Dachau-Häftlingen

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Sommer vor 60 Jahren kam eine Gruppe von norwegischen Häftlingen aus dem befreiten Konzentrationslager Dachau ins schweizerische Schaffhausen. Die Gruppe wurde auf Vermittlung der "Schweizerisch-Norwegischen Gesellschaft", deren Präsident der damalige Museumsdirektor Dr. W. U. Guyan war, zunächst im "Norwegerlager" auf der Breite und später im Haus "Blankenstein" an der Fäsenstaubstrasse untergebracht.

Am Samstag, den 17. September 2005, findet eine Gedenkveranstaltung in Erinnerung an den Aufenthalt der Norweger in Schaffhausen statt, zu der die noch Lebenden der ehemaligen KZ-Häftlinge sowie eine offizielle Delegation der Stadt Bergen die Stadt Schaffhausen besuchen. Um zu diesem Anlass eine Dokumentation zusammenzustellen, sucht das Stadtarchiv Schaffhausen Zeitzeugen, die vor 60 Jahren mit den Deportierten Kontakt hatten. 

Gesucht sind Erinnerungen an die Zeit und die Menschen, dabei ist es gleich, ob man als Soldat oder in offizieller Funktion, als Helfer oder Krankenschwester, als Gastwirt oder nur eher zufällig, aus Mitgefühl oder Neugier den Norwegern begegnete. Das Stadtarchiv Schaffhausen würde sich über kurze schriftliche Erinnerungen, über eventuell noch vorhandene Privatfotos oder sonstige Erinnerungsstücke freuen, die den Gästen dokumentieren, dass sie hier auch nach 60 Jahren nicht vergessen sind. 

Sendungen an: Stadtarchiv Schaffhausen, Fronwagplatz 24, CH-8200 Schaffhausen, Fax ++41 52 632 52 31.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten, 26.7.2005

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