In den Depots des Bundesarchivs in St. Augustin-Hangelar und Freiburg liegen über 100.000 als Verschlusssache eingestufte historische Akten der alten Bundesrepublik, die von Forschern bisher nicht eingesehen werden dürfen. Einige dieser Dokumente, z.B. die Gesprächsprotokolle Adenauers beim Moskau-Besuch 1955, sind in Deutschland immer noch gesperrt, im Ausland aber bereits nachzulesen.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will nun laut SPIEGEL in großem Umfang Geheimdokumente aus der Altbundesrepublik freigeben. Er komme damit einer von Bundesarchiv wie Historikern seit Jahren erhobenen Forderung nach. Die Geheimakten sollen pauschal freigegeben werden und lediglich im Ausnahmefall weggesperrt bleiben.
Quelle: Der SPIEGEL 14/2006, 1.4.2006; Netzeitung, 1.4.2006
