Documenta Archiv als Informationsquelle für Ausstellungsmacher

Das documenta Archiv in Kassel wurde im Jahre 1961 von dem Gründer der documenta, dem Künstler und Kunsterzieher Arnold Bode, ins Leben gerufen, um die Geschichte der documenta zu erhalten. Heute gehört es zu den wichtigsten Dokumentationszentren für die zeitgenössische Kunst. Den Sammlungskern des documenta Archivs bilden die Akten und Materialien der documenta-Organisation wie der gesamte Schriftverkehr, Kataloge, Faltblätter, Fotografien, Einladungskarten, Monographien, Ektachrome, Videos, digitale Medien sowie die umfangreichen Presseberichte über die alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen.

Um diese Fülle an Materialien unterzubringen, wurde das Archiv in mehrere Abteilungen gegliedert. Zu den Hauptabteilungen gehören die Fotothek und die Diathek mit ca. 30 000 Einheiten, die Videothek mit ca. 2 000 Einheiten, das Archiv selbst mit ca. 250 000 Einheiten, untergliedert in Aktenarchiv, Presse und Plakate sowie die Bibliothek mit ca. 95 000 Bänden und 175 verschiedenen Zeitschriften, womit sie zu den bedeutendsten und umfangreichsten Spezialbibliotheken für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gehört. Vor kurzem wurden dem Archiv auch die Nachlässe von Arnold Bode und dem Kasseler documenta Künstler Harry Kramer gegliedert.

Mit dem documenta Archiv steht nicht nur Wissenschaftlern und Studenten eine moderne und materialreiche Forschungseinrichtung zur Verfügung, sondern auch die jeweiligen Ausstellungsmacher nutzen gerne diese für sie unerlässliche Informationsquelle. Geleitet wird das Archiv, das der Stadtverwaltung unterstellt ist und nicht der documenta GmbH, von Karin Stengel. Sie arbeitet auch eng – genauso wie Sarah Willems, Assistentin der Pressesprecherin Catrin Seefranz für die im Jahr 2007 stattfindende documenta-12 – mit dem diesmaligen künstlerischen Leiter, Roger M. Buergel zusammen. Da alle seit 1955 stattfindenden Ausstellungen genauestens im Archiv dokumentiert sind, kann er sich dort ausführlich über alle von seinen Vorgängern initiierten Ausstellungen informieren, um eine Wiederholung künstlerischer Darstellungen zu vermeiden. Und auch bei dem Entwurf des aktuellen documenta-Logos – zwölf blauen Strichen – konnten die Archivmitarbeiter der Grafikerin Martha Stutteregger behilflich sein, indem sie die Logos der bisherigen Ausstellungen zum Vergleich heranziehen konnte.

Kontakt:
documenta Archiv für die Kunst des 20. + 21. Jahrhunderts 
Untere Karlsstraße 4
34117 Kassel 
Telefon: 0561 / 787-4022 
Telefax: 0561 / 787-4028 
verwaltung@documentaArchiv.de 
www.documentaarchiv.de

Quelle: Matthias Lohr, HNA online, 22.8.2006; Dokumenta Archiv ; Dokumenta Archiv; documenta-12

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