Zehntes Ratinger Forum neu erschienen

Ein kleines Jubiläum konnte das Stadtarchiv Ratingen in den vergangenen Tagen feiern: Das mittlerweile zehnte Heft des „Ratinger Forum. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte“ konnte das Archiv der Öffentlichkeit vorstellen. Das Forum wird gemeinsam mit dem Verein für Heimatkunde und Heimatpflege herausgegeben. Die wissenschaftliche Publikation ist ein Angebot an alle historisch interessierten Bürgerinnen und Bürger, sich näher und intensiver mit der Geschichte ihrer Stadt und der Region, in der sie leben, zu beschäftigen. Die Palette der Themen reicht auch dieses Mal wieder vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

Informationen über die städtische Rechnungslegung im späten Mittelalter erhalten wir durch die Abschrift und Übersetzung einer Einnahmen- und Ausgaben-Rechnung der Stadt Ratingen von Helmut Pfeiffer aus dem Jahr 1479/1480, in der unter anderem zahlreiche Ausgaben für die Ratinger Stadtmühlen und den Bau bzw. die Reparatur der Stadtmauer aufgeführt sind. Sehr häufig sind Ausgaben für Gelage, für Essen und Trinken in einem der Gasthäuser abgerechnet worden.

Dr. Friedrich Ahrens entführt den Leser in eine Zeit, in der es weder Telefon noch Internet und E-Mail gab. Er informiert über den Silberboten, der nach einer Silberbüchse benannt war, die ihn als offiziellen städtischen Boten auswies.

Hermann Tapken schließlich befasst sich ausführlich mit einem wichtigen Kapitel Ratinger Wirtschaftsgeschichte: der Kalkproduktion, dem Wegebau und der Dachziegelherstellung im Ratinger Süden vor 1885. Diese Wirtschaftszweige wurden zu der Zeit hauptsächlich von dem Unternehmer Gustav Linden betrieben, der aber aufgrund zweifelhaften Geschäftsgebarens letztlich im Gefängnis verstarb.

Daneben gibt es wieder Buchbesprechungen aktueller historischer Literatur über Ratingen und die Nachträge zur Ratinger Bibliographie.

Info
Das „Ratinger Forum“ erscheint alle zwei Jahre. Heft 10 umfasst 192 Seiten und kostet 6 Euro. Es ist im Stadtarchiv Ratingen (Öffnungszeiten: Di + Mi 10-12 und 14-16 Uhr, Do 8-12 und 14-18 Uhr) sowie im Buchhandel erhältlich.

Kontakt:
Stadtarchiv Ratingen
Mülheimer Str. 47
40878 Ratingen
Telefon: 02102-550-4190/-4191
Telefax: 02102-550-9419
stadtarchiv@ratingen.de

Quelle: Stadt Ratingen, Pressemitteilung, 23.11.2007

Kreisarchiv Gießen erhält Hessischen Archivpreis 2007

Zum dritten Mal wurde in diesem Jahr der hessische Archivpreis vergeben, eine bislang bundesweit einmalige Auszeichnung im Bereich des Archivwesens. Der institutionelle Preis geht an das Kreisarchiv Gießen, mit jeweils € 1.000,- werden Frau Ria Fischer, Babenhausen, Herr Rolf Beck, Wetzlar/Gießen sowie Herr Karl Antoni, Bensheim, für ihr ehrenamtliches Engagement gewürdigt. 

Die mit 3.000 Euro dotierte institutionelle Auszeichnung wurde von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gestiftet. Sie soll die Arbeit kleinerer nichtstaatlicher Archive würdigen, die mit geringen personellen und finanziellen Ressourcen einen großen Beitrag für die Sicherung der historischen Überlieferung ihrer Kommune und ihrer Region leisten. Die Preise für das Ehrenamt im Archivwesen werden aus Mitteln der Ehrenamtskampagne des Landes Hessen bereitgestellt. Damit sollen Personen ausgezeichnet werden, die sich, oftmals über Jahre, uneigennützig für ein Archiv engagieren, ordnende und verzeichnende Hilfestellung leisten, die öffentliche Zugänglichkeit der Archivbestände ermöglichen und sich auch selbst an der Erforschung der Geschichte ihrer Gemeinde beteiligen.

Ihre Entscheidung für das Kreisarchiv Gießen begründete die Jury unter anderem mit dessen Besetzung durch Frau Sabine Raßner, einer versierten Facharchivarin, deren Arbeit weit über Gießen hinaus ausstrahlt. Das Kreisarchiv Gießen ist in dieser Form in Hessen nahezu einzigartig: Von den 21 hessischen Landkreisen verfügen bislang nur vier über ein Kreisarchiv. Die damit bezweckte beratende Tätigkeit gegenüber solchen Gemeinden, die nicht über ein Archiv verfügen – dies ist in der Regel die Mehrzahl – bleibt somit – mit Ausnahme von Gießen – weitgehend auf der Strecke.

Die einhellige Wahl der Jurymitglieder im Bereich des Ehrenamtes fiel auf drei Personen mit langjährigen Erfahrungen im Archivwesen. Frau Ria Fischer hat sich mehr als 20 Jahre lang im Stadtarchiv Babenhausen engagiert, es geordnet und dessen öffentliche Benutzung ermöglicht. Herr Rolf Beck ist seit Jahren ehrenamtlich im Leica-Archiv in Wetzlar und damit in einem bedeutenden Wirtschaftsarchiv tätig. Für sein Engagement im kirchlichen Archivwesen wurde schließlich Herr Karl Antoni ausgezeichnet.

Die Preise sollen während einer Feierstunde am 28. November in Gießen von Herrn Staatsminister Udo Corts und dem Vertreter der Sparkassen-Kulturstiftung, Herrn Dr. Thomas Wurzel, überreicht werden.

Quelle: Dr. Brigitte Streich (Wiesbaden), Landesverband Hessen im VdA, Pressemitteilung, 6.11.2007

Karlsruher Winter- und Weihnachtsimpressionen

Das Stadtarchiv Karlsruhe archiviert als \“Gedächtnis der Stadt\“ alle stadtgeschichtlich wichtigen Unterlagen wie Urkunden, Rechnungen, Amtsbücher und Akten. 

Darüber hinaus liefern mehr als 120.000 Fotos, Landkarten und Pläne, sachthematisch geordnete Zeitungsausschnitte, der größte Bestand Karlsruher Zeitungen, Film- und Tondokumente sowie eine stadt- und regionalgeschichtliche Bibliothek vielfältige historische Informationen.

Passend zur Jahreszeit präsentiert das Stadtarchiv Karlsruhe seit dem 5. November 2007 im Foyer winterliche und weihnachtliche Fotos verschiedener Epochen aus seinen Beständen. Gezeigt wird die Stadt Karlsruhe in winterlichem Kleid wie zum Beispiel der verschneite Schlossgarten, die weihnachtlich geschmückte Kaiserstraße, das winterliche Rathaus oder der Marktplatz mit Weihnachtsbaum.

Info:
Karlsruher Winter- und Weihnachtsimpressionen
Fotos aus dem Stadtarchiv
Ausstellung vom 5. November 2007 bis 28. Februar 2008

Kontakt:
Institut für Stadtgeschichte
Stadtarchiv Karlsruhe
Markgrafenstraße 29
76124 Karlsruhe
Tel: 0721/133-4223
Tel: 0721/133-4225 
Fax: 0721/133-4299 
archiv@kultur.karlsruhe.de

Ida von Bodelschwingh 1835-1894. Ein Lebensbild

Alltagsleben einer Frau im 19. Jahrhundert – dafür steht die neu erschienene Biografie über Ida von Bodelschwingh. Die Frau an der Seite des bekannten Wegbereiters der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Friedrich von Bodelschwingh, führte ein bewegtes Leben. Sie begleitete ihren Mann von Paris über Dellwig nach Bethel, war Mutter und zuständig für die Haushaltsführung. Aber da war noch mehr: Der Beruf ihres Mannes bot ihr ein nahezu eigenes Arbeitsfeld, das auch sie \“Beruf\“ nannte.

Über 500 Briefe liegen diesem Lebensbild der Ida von Bodelschwingh zugrunde. Hier zeigt sich der arbeitsreiche Alltag einer Frau im 19. Jahrhundert, aber auch ihre Gedanken und Gefühle, ihre Sorgen und Nöte. Die Briefe der Ida von Bodelschwingh geben einen ganz privaten Einblick in die Lebenswelt einer bürgerlichen Frau.

Info:
Claudia Puschmann/ Kerstin Stockhecke: 
Ida von Bodelschwingh 1835-1894. Ein Lebensbild, Bielefeld 2007. 
Verlag für Regionalgeschichte ISBN 978-3-89534-693-4.
Bethel-Verlag ISBN 978-3-935972-18-5.
Gebunden. 19×12 cm. 144 Seiten 11 Abbildungen. 12,40 Euro

Kontakt:
Kerstin Stockhecke
Hauptarchiv und Historische Sammlung der 
v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
Königsweg 1
33617 Bielefeld
Tel.: 0521/144-3255
geschichte@bethel.de 
www.hauptarchiv-und-historische-sammlung.de

Halle würdigt ehemaligen Oberbürgermeister Rive

Die Stadt Halle an der Saale würdigt den 60. Todestag ihres langjährigen Oberbürgermeisters Dr. Richard Robert Rive am 23. November 2007 mit einem Festakt und der Eröffnung einer Kabinettausstellung in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs Halle an der Saale. Richard Robert Rive (1864-1947) hat sich im Laufe seiner 27-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Halle (1906-1933) Verdienste auf verschiedensten Sektoren kommunaler Entwicklung erworben, welchen nach seiner Pensionierung 1933 über Jahrzehnte eine entsprechende Würdigung versagt blieb. 

Erst nach der demokratischen Wende 1989/90 geschah dies in gebührender Weise, so in Form einer Ausstellung zum 50. Todestag 1997 über Rives kommunalpolitisches Wirken, einer unter Federführung des Stadtarchivs im hallischen Fliegenkopf-Verlag im Jahre 2000 erschienenen Publikation, der Rückbenennung des Riveufers unterhalb des Lehmannsfelsens 1992 und der 1998 erfolgten Errichtung einer Gedenkstele an diesem Ort. 

Bei all diesen Bemühungen zur Bewahrung des historischen Gedächtnisses an Halles bedeutendstes Stadtoberhaupt im 20. Jahrhundert lag bisher stets der Schwerpunkt auf dem öffentlichen Wirken Rives, hinter dem der Mensch, sein persönliches und familiäres Umfeld zurücktrat. Den sich 2007 zum 60. Male jährenden Todestag Rives nimmt das Stadtarchiv zum Anlass, diesen Aspekt seiner facettenreichen Persönlichkeit im Rahmen einer Ausstellung dem öffentlichen Bewusstsein näher zu bringen. 

Rives Herkommen, die Menschen, die seinen privaten und öffentlichen Weg begleiteten, Familienmitglieder, aber auch Persönlichkeiten, die er weitblickend als Oberhaupt der Kommune für unsere Stadt in verschiedensten Funktionen gewann, stehen im Mittelpunkt dieser Gedenkausstellung. Mit Hilfe der im Stadtarchiv verwahrten Dokumente aus Rives persönlichem Nachlass, aus Akten und Sammlungen sowie mittels Leihgaben von anderen Institutionen und aus Privatbesitz wird ein Bild seines Lebensweges gezeichnet, der vor dem Hintergrund einer der wechselhaftesten Abschnitte deutscher Geschichte zwischen dem Jahrzehnt der Reichsgründung und den von Entbehrungen und tief greifendem politischem Wandel geprägten Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs verlief.

Zeiten des beruflichen Erfolges und des persönlichen Glücks in einem erfüllten Familienleben stehen tragische Schicksalsschläge wie der Tod des einzigen Sohnes in den Kämpfen an der Westfront 1916 oder die materielle Not der letzten Lebensjahre gegenüber. Im Auftrag der Stadt Halle und des kunstsinnigen OB Rive entstanden aber auch die Gemälde Lyonel Feiningers zur Saalestadt. 1931 kaufte der Magistrat elf Gemälde und 28 Zeichnungen. Die Werke wurden von den Nationalsozialisten als «entartete Kunst» konfisziert und in verschiedene Sammlungen zerstreut. Die Stiftung Moritzburg besitzt heute aus diesem Konvolut lediglich zwei Gemälde sowie Arbeiten auf Papier. 

Einen weiteren Aspekt bildet Rives gesellschaftliches Engagement über seine Stellung als Oberbürgermeister hinaus, so sein enges Verhältnis zur hallischen Universität und seine politische Aktivität als Mitglied des preußischen Herrenhauses und des Staatsrates sowie des Vorstands des Deutschen Städtetages. 
Die in seinen Verdiensten wurzelnden Ehrungen, welche er schon zu Lebzeiten erfuhr, werden in direkter Beziehung hierzu dargestellt. 

Info:
Die Ausstellung „Richard Robert Rive – Lebenswege eines Oberbürgermeisters“ kann vom 26. November bis zum 31. Januar 2008 in den Räumen des Stadtarchivs Halle besichtigt werden. Öffnungszeiten: Mo. 10 – 15 Uhr, Di. bis Do. 10 bis 18 Uhr 

Kontakt:
Stadt Halle (Saale) 
Stadtarchiv 
Rathausstraße 1 
06100 Halle (Saale) 
Tel.: 0345/221-3301
Fax: 0345/221-3330

Quelle: HalleForum, 20.11.2007

Webseite über 200 Jahre Sauerländer Verlag

Seit dieser Woche ist die Internetseite www.sauerlaender200.ch online. Das Staatsarchiv Aargau und die Aargauer Kantonsbibliothek bieten damit einen Einblick in die 200-jährige Geschichte des Sauerländer Verlags und einen Überblick über das umfangreiche Archiv.

1807, mitten in Zeiten des politischen Umbruchs, gründete Heinrich Remigius Sauerländer das gleichnamige Verlagshaus in Aarau. Das aufklärerische Ziel: Einem breiten Publikum Information, Bildung und qualitätsvolle Unterhaltung zukommen zu lassen.

2004 wurden das Firmen- und das Bucharchiv des Sauerländer Verlags dem Staatsarchiv Aargau bzw. der Aargauer Kantonsbibliothek übergeben. Damit sind für die Forschung und die Öffentlichkeit Dokumente zugänglich, die zwei Jahrhunderte Bildungs-, Medien-, Industrie- und Kulturgeschichte abdecken.

Für das Internetprojekt www.sauerlaender200.ch haben das Staatsarchiv Aargau und die Aargauer Kantonsbibliothek Dokumente zusammengestellt und kommentiert, die Einblicke in die Entstehung unvergessener oder kaum noch bekannter Bücher des Verlags ermöglichen. www.sauerlaender200.ch bietet aber auch einen ersten Eindruck des frühen Marketings, der Strategien auf dem Zeitschriftenmarkt oder der Positionierung als einer der führenden Lehrmittelverlage.

Das Internet-Projekt von Staatsarchiv und Kantonsbibliothek ist Teil des Gemeinschaftsprojekts „Die Welt im Buch“ der beiden Kantonsinstitutionen mit dem Forum Schlossplatz und dem Stadtmuseum Aarau. Mit dem gemeinsamen Internetprojekt www.sauerlaender200.ch ermöglichen das Staatsarchiv und die Kantonsbibliothek einen kommentierten Einblick in das außergewöhnliche Buch- und Firmenarchiv des Sauerländer Verlags.

In der Ausstellung „Die Welt im Buch“ spiegelt das Forum Schlossplatz die Verlagsgeschichte im Kontext der Wirtschafts- und Zeitgeschichte (23.11.07−27.01.08).

Das Stadtmuseum Aarau thematisiert mit „Die Industrialisierung der Buchbinderei“ verschiedene Aspekte dieser Arbeitswelt, zeigt Originalmaschinen, und die Besucher produzieren selbst eine Broschüre (23.11.07−24.02.08).

Das Gemeinschaftsprojekt „Die Welt im Buch“ wird von einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Lesungen, Diskussionen etc. begleitet. Das Gesamtprogramm findet sich zum Downloaden unter www.sauerlaender200.ch oder www.forumschlossplatz.ch.

Kontakt:
Staatsarchiv Aargau
Entfelderstrasse 22 / Buchenhof
CH-5001 Aarau
Tel. 062 835 12 90

28 Alben mit historisch aufschlussreichen Postkarten für Innsbruck

Auf einen Wert von rund 90.000 € schätzt der Leiter des Innsbrucker Stadtarchivs, DDr. Lukas Morscher, die aus 28 Alben bestehende Sammlung von alten Postkarten, Fotos, Fleißbildern etc., die der Innsbrucker Günter Sommer in den letzten 40 Jahren zusammen getragen, in Alben geordnet und nun der Stadt Innsbruck (Stadtarchiv/Stadtmuseum) zum Geschenk gemacht hat. \“Zum finanziellen Wert kommt der wissenschaftliche Gewinn dieses Lebenswerks. Manche Dinge, die man bisher nur vermuten konnte, finden durch die alten Fotos ihre Bestätigung\“, so Morscher.

Am 16. November 2007 lud Bürgermeisterin Hilde Zach Günter Sommer gemeinsam mit Kulturamtsleiterin Mag.a Birgit Neu, GR Christoph Kaufmann, DDr. Lukas Morscher und Horst Burmann zu einem Mittagessen, um dem großzügigen Spender zu danken und gleichzeitig auch in den Alben zu sckmökern. „Das ist ja eine richtige Fundgrube, die sogar für die Bürgermeisterin Überraschungen parat hat, meinte Zach, als sie die zum Großteil aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammenden Innsbruck-Fotos bestaunte. Darunter z.B. ein Bild mit einer am Areal des heutigen Sillparks befindlichen Badeanstalt.

Günter Sommer wusste zu berichten, dass in den 60er Jahren das Sammeln alter Postkarten in Innsbruck auf kein großes Interesse stieß, es gab auch keine Flohmärkte, wo man diese hätte erwerben können. Lediglich die Trafik Steiner in der Nähe der CA, wo Sommer als Bankfachmann arbeitete, bot alte Karten um 2 S an, die aber kaum gekauft wurden. Erst als Günter Sommer die Schaufenster der CA mit verschiedenen alten Postkarten gestaltete, gingen sie weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Günther Sommer wurde selbst zum fanatischen Sammler und verbrachte seither einen Großteil seiner Freizeit auf Flohmärkten. Nun hat er sein Lebenswerk dem Stadtarchiv/Stadtmuseum vermacht, wo er sicher sein kann, dass es geschätzt wird und auch für die Zukunft interessante und aufschlussreiche Informationen bietet.

Kontakt:
Stadtarchiv – Stadtmuseum Innsbruck 
Badgasse 2 
A-6010 Innsbruck 
Telefon: +43 (0) 512 / 58 73 80 
Telefax: +43 (0) 512 / 58 73 80 – 8 
post.stadtarchiv@innsbruck.gv.at

Quelle: Stadt Innsbruck, Pressemitteilung, Nr. 651, 16.11.2007

Fotos von den NS-Reichsparteitagen 1937/38

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Lala Aufsberg in diesem Jahr zeigt das Stadtarchiv Nürnberg nach seiner Sommerausstellung im Handwerkerhof mit Ansichten aus der Vorkriegsaltstadt von Nürnberg in einer zweiten Präsentation im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Aufnahmen der Fotografin von Reichsparteitagen der Nationalsozialisten 1937 und 1938.

Lala Aufsberg (1907-1976) zählt zu den bekanntesten kunsthistorischen Dokumentarfotografinnen der Nachkriegszeit und ist mit Nürnberg in besonderer Weise verbunden. In Sonthofen im Allgäu geboren, arbeitete die gelernte Fotoverkäuferin von 1926 bis 1937 bei zwei Nürnberger Fotohäusern. 1930 wurde sie Mitglied im Fotoklub Nürnberg und errang in der Folge eine Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen. Das außerordentliche fotografische Talent der begeisterten Amateurfotografin fand in der noch weitgehend erhaltenen historischen Stadt ein unerschöpfliches Motivfeld: Von den zwischen 1927 und Ende 1935 von Lala Aufsberg gefertigten rund 6.000 Fotografien entfällt mindestens die Hälfte auf Ansichten der Straßen, Plätze, Gebäude und Kunstwerke der Nürnberger Altstadt, die sie mit ihrem Gespür für besondere Lichtstimmungen in immer neuen Variationen als Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum sichtbar machte und deren malerische und romantische Seiten sie hervorhob. Ihre Fotos aus dieser Zeit vermitteln noch heute einen Eindruck von der damals oft beschworenen besonderen Ausstrahlung Alt-Nürnbergs.

Durch einen Fotoaufenthalt im Sommer 1936 in Ungarn, bei dem sie in Kontakt mit der modernen ungarischen Fotografenszene kam, veränderte sich ihre Bildgestaltung deutlich von der bisher malerischen, stimmungsvollen Fotografie zur verstärkt sachlichen und dokumentarischen Gestaltung ihrer Bilder. Vom Frühjahr bis zum Juli 1938 absolvierte sie endlich eine Ausbildung zur Berufsfotografin unter Walter Hege an der Staatsschule für Handwerk und angewandte Kunst in Weimar, die sie mit der Meisterprüfung abschloss. Danach kehrte sie nach Sonthofen zurück, wo sie sich als freie Fotografin niederließ. 
Auch nach dem Wegzug 1937 besuchte Lala Aufsberg Nürnberg bis zum Ende der 1960er Jahre immer wieder: So entstanden vor dem Krieg 1937 und 1938 die vorgestellten Aufnahmen von den NS-Reichsparteitagen und schon kurz nach Kriegsende ab Oktober 1945 fotografierte Lala Aufsberg die Ruinen und Schuttberge, die von der von ihr so geliebten historischen Stadt geblieben waren. In den folgenden Jahren wurde sie zur fotografischen Dokumentarin des Wiederaufbaus der kunsthistorisch wichtigen Gebäude der Stadt. Mit ihren Aufnahmen wurden die bedeutendsten Veröffentlichungen über das wiedererstehende Nürnberg in den ersten Nachkriegsjahrzehnten bebildert. 1973 mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr fotografisches Werk geehrt, starb Lala Aufsberg am 18. Mai 1976 in Sonthofen nach einem Schlaganfall. Das Stadtarchiv Nürnberg konnte 1993 ihre Nürnberger Papierabzüge aus dem Nachlass erwerben.

NS-Reichsparteitage 1937 und 1938 
Bei Stadtbesuchen im September 1937 und 1938 entstanden zwei Aufnahmeserien von den Reichsparteitagen der NSDAP mit den Aufmärschen auf dem Zeppelinfeld und vom so genannten „Lichtdom“ anlässlich des „Amtswalterappells“, die schon Lala Aufsbergs veränderter, nun mehr sachfotografischen und dokumentarischen Bildauffassung verpflichtet sind. Auch wenn einige der Fotografien vom NS-Parteitag 1937 in der nationalsozialistischen Zeitschrift „Volk und Welt“ veröffentlicht wurden, entsprechen die Bilder doch in ihrer überwiegenden Mehrzahl nicht der offiziellen propagandistischen Fotografie der Parteitagsspektakel. 

Es fällt auf, dass die Mehrzahl der belebten Bilder mit wartenden oder sich sammelnden Menschen auf den kaum gefüllten bzw. schon wieder geleerten Tribünen fast ausschließlich in Pausen, vor oder nach den offiziellen Aufmärschen entstand. Die Aufnahmen von halbleeren Tribünen entsprachen nicht gerade der offiziellen nazistischen Bildsprache mit in die Architektur integrierten Massen und geschlossenen Marschkolonnen. Nicht die Massendarbietungen als perfekte Inszenierung, nicht die Augenblicke der vollständigen Auflösung der Individuen im „Ornament der Masse“ (Krakauer) dokumentieren die Aufsberg-Bilder, sondern das allmähliche Auflaufen zu den Manifestationen bzw. deren Auflösung.

Auch bei den Fotos vom “Lichtdom“ zeigen nur wenige Aufnahmen die volle Wirkung dieser ästhetischen, auf die Faszination der Massen angelegten Inszenierung. Weit stärker als die Präsentation des Höhepunkts und der Massenwirkung der ins Religiöse gewendeten Schau reizten die Fotografin bei diesen Veranstaltungen offenbar die unterschiedlichen Licht- und Beleuchtungssituationen als Aufgaben für Film und Kamera. So rücken die technischen Grundlagen für die Inszenierung in den Vordergrund der Bilder. Der „Lichtdom“ wird dokumentiert als elektrotechnische Hochleistung aus einer Vielzahl von Flakscheinwerfern. Fast analytisch visualisiert Lala Aufsberg in den Aufnahmen mit den beleuchteten Kolonnaden der Ehrentribüne auf dem Zeppelinfeld, den gezielt angestrahlten Fahnen und den gigantischen Scheinwerfern die durch Architektur und Licht angestrebte Wirkung und deren Ursache. Die Herkunft der inszenierten Faszination wie das dahinterstehende Kalkül werden sichtbar. Auch hier entstanden die Fotografien vor oder meist nach dem eigentlichen Höhepunkt des Aufmarschs der Nazifunktionäre. Man spürt bei nicht wenigen Aufnahmen mit den spärlich verbliebenen Menschen, die Arme teilweise grotesk immer noch zum Hitlergruß erhoben, dass die Luft bereits raus, der Höhepunkt schon vorüber ist. 

Obwohl die Fotografien von Lala Aufsberg von den NS-Parteitagen die ästhetische Seite der auf Wirkung und Faszination angelegten Schauseite des Regimes aufgreifen und präsentieren, zeigen sie vor allem die der Lichtschau zugrundeliegende Technik, ihre Organisation und geben so – wohl eher ungewollt – Hilfen zum Lesen und zur visuellen Analyse des Spektakels.

Brandwand
Der „Lichtdom“ der Nationalsozialisten entstand durch den Einsatz von 130 gigantischen Flakscheinwerfern, deren Licht in mehrere Kilometer Höhe reichte. Die Scheinwerfer waren durch die Nürnberger Firma Siemens-Schuckert, damals ein nationalsozialistischer Musterbetrieb, im Zuge der waffentechnischen Kriegsvorbereitungen entwickelt worden. Neben der ästhetischen Wirkung des Lichtdoms bei den NS-Parteitagen spielte der militärische Drohcharakter, gleichzeitig den Besitz so vieler so leistungsfähiger Flakscheinwerfer zu zeigen, von Anfang an eine wesentliche Rolle. Die Produktion dieser Scheinwerfer ließ später die Schuckertwerke wie die MAN wegen der Panzerproduktion auf die erste Prioritätenliste der Ziele für die alliierten Bomberangriffe auf die Stadt rücken. So gehören zur Präsentation der Lichtwirkungen des Lichtdoms aus Flakscheinwerfern auch die Lichtwirkungen der brennenden Städte beim späteren realen Einsatz dieser Scheinwerfer – das brennende Nürnberg als Pendant zum Speerschen Lichtdom der Reichsparteitage.

Diesen Zusammenhang kann unsere „Brandwand“ aus Fotografien des brennenden Nürnberg während der Luftangriffe 1944 und 1945 sichtbar machen. Es handelt sich bei der überwiegenden Mehrzahl dieser Aufnahmen um Fotografien des Nürnberger Architekten Hermann Weber, der viele Bilder fertigte, trotz des Verbotes während oder unmittelbar nach den Angriffen zu fotografieren. Der 1953 verstorbene Architekt wohnte in den Kriegsjahren in der Königstraße, so dass die meisten dieser Bilder in der Altstadt oder der angrenzenden Südstadt entstanden.

Info:
Lala Aufsberg. Fotos von den NS-Reichsparteitagen 1937/38
24.11.2007 – 31.01.2008
Eine Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg 
im Doku-Zentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstrasse 110, 90478 Nürnberg
Tel. 0911-231-5666

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag von 9 – 18 Uhr
Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr
24.12.2007, 25.12.2007 und 1.1.2008 geschlossen

Dieburg 800

Die südhessische Stadt Dieburg erinnert sich in diesem Jahr des 800. Jahrestags ihrer ersten urkundlichen Erwähnung. Zum Jubiläum erscheint in einer Auflage von zunächst 1.000 Exemplaren noch vor Weihnachten die neue Dieburger Stadtchronik. Sie enthält auf 180 Seiten neben Anekdoten auch neue Forschungsergebnisse und viele Bilder. 

Es sei nicht einfach, alte Aufnahmen von Dieburg zu finden, die noch nicht in irgendeiner der zahlreichen Publikationen veröffentlicht sind, so die Dieburger Stadtarchivarin Monika Rohde-Reith. Vor allem der Nachlass des früheren Heimatforschers Georg Schmidt und der Nachlass des längst verstorbenen Fotografen Hallek wurden zur Bild- und Stoffauswahl herangezogen. In der letzten Phase musste das Stadtarchiv geschlossen bleiben, denn da liefen die Arbeiten unter Hochdruck. 

Studentin Sarah Boss arbeitete sich zusammen mit Monika Rohde-Reith durch die Literatur. Irmhild Relewitz, die selbst viele Jahre als Sekretärin des Bürgermeisters an den Magistratssitzungen teilgenommen hatte, durch die Magistrats-Protokolle. Und Hans Dörr und Werner Straszewski vom Dieburger Heimatverein sowie Helmut Strobl und Peter Murmann von der Archäologischen und Volkskundlichen Arbeitsgemeinschaft Dieburg – Verein für Stadt- und Heimatgeschichtsforschung (AVA) ergänzten die Daten durch ihre Forschungen.

Bereits am 9.11.2007 feierte im Museum Schloss Fechenbach als erste große Sonderausstellung im neuen Anbau des Hauses die Ausstellung „Dieburg 800 – Etappen einer Stadtchronik“ Premiere. Die Ausstellung führt durch die acht Jahrhunderte Stadtgeschichte, wobei sich die Besucher über einige Highlights freuen dürfen. So ist es Museumsleiterin Maria Porzenheim gelungen, sämtliche Steindenkmäler aus Dieburg, die sich im Hessischen Landesmuseums in Darmstadt befinden, nach Dieburg auszuleihen. 

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung „Dieburg 800“ dürfte das Architektur-Modell der heute nicht mehr existierenden Synagoge am Markt sein. Sie wurde 1929 anstelle einer älteren Synagoge errichtet (und während der Pogromnacht 1938 im Innern zerstört). Durch ihre außergewöhnliche expressionistische Architektur war sie ein bedeutendes Gebetshaus, dessen Ausstrahlung und Einfluss auf die Architektur von überregionaler Bedeutung war. Das Modell ist eine Leihgabe der Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa der TU Braunschweig.

In der Sonderausstellung sind auch die Originalpläne des Dieburger Schlossgartens zu sehen, die aus konservatorischen Gründen sonst nur als Reproduktionen gezeigt werden. Die Pläne sind Zeugnisse der für Dieburg bedeutenden Familie von Groschlag, die seit dem Mittelalter in Dieburg ansässig war und im 18 Jahrhundert die repräsentative Parkanlage „Schlossgarten“ anlegen ließ.

Die Sonderausstellung „Dieburg 800“ ist bis Ende Januar 2008 in Museum Schloss Fechenbach zu besichtigen. Weitere Informationen sind unter der neuen Rufnummer des Museums 06071/2002-450 oder -460 und info@museum-schloss-fechenbach.de erhältlich. Öffnungszeiten: Di, Do, Fr, Sa 14 – 17 Uhr; Mi 14 – 20 Uhr, So 11-17 Uhr, Montag geschlossen.

Kontakt:
Stadtarchiv Dieburg 
Monika Rohde-Reith 
Rathaus
Markt 4, Zimmer 206
D-64807 Dieburg
Tel: 06071-2002206 
Fax: 06071-2002100
stadtarchiv@dieburg.de

Dritter Blick in die »Veritas« Vergangenheit

Nach den erfolgreichen ersten Bänden erscheint nun der dritte Band vom Veritasklub über das ehrwürdige Nähmaschinenwerk in Wittenberge. Ein exklusiver großformatiger Chronik-Bildband über die Zeit, als auf dem Werksgebäude der Namenszug \“VERITAS\“ etabliert wurde. In jahrelangen Recherchearbeiten erstellte der Veritasklub diesen dritten Band mit dem Titel \“Nähmaschinenwerk Wittenberge – Veritas\“. 

Erstmals wird eine Buchedition die Geschichte des \“VERITAS\“ Werkes in würdiger Form, so wie es das Werk verdient hat, widerspiegeln. Die Buchpublikation zeigt das ehemalige \“VERITAS\“ Nähmaschinenwerk in den letzten Jahren seines Bestehens, als es zur erfolgreichsten Nähmaschinenfabrik in Mittel- und Westeuropa und zur modernsten Fabrik für Nähmaschinen in der Welt avancierte. Fast einhundert hochkarätige, brillante Colorfotos, gepaart mit kompakten Geschichtsdaten, prägen diesen Chronik-Bildband. Geschichtsdaten, wie sie bisher in keiner Buchedition veröffentlicht wurden. Darüber hinaus ist besonders in dieser Ausgabe ein großes Augenmerk auf den Wiedererkennungswert gelegt worden.

Für diese Buchpublikation konnte der Veritasklub exklusive Förderer gewinnen, unter anderem den Wissen Media Verlag. Der Verlag ist ein Unternehmen der Bertelsmann-Gruppe und Herausgeber der bekannten \“CHRONIK\“ Reihe. Für das Grußwort konnte der Klub den Stardesigner Prof. Luigi Colani engagieren. Ihr umfangreiches Fotoarchiv stellten die Herren Burkhard Lange, Pressefotograf bei der Zeitung \“Neues Deutschland\“, und der ehemalige Chefredakteur der DDR-Designerzeitschrift \“form + zweck\“, Günter Höhne, zur Verfügung.

Großzügige Unterstützung erhielt der Klub aber auch von zahlreichen ehemaligen Nähmaschinenwerkern u.a. durch die Herren Wolfgang Röber, Hans-Joachim Eichel, Peter Schmidt und Frau Gudrun Will, um nur einige zu nennen. 

Mit diesem Fotoalbum, mit dem Untertitel \“Band 3\“, führt der Veritasklub seine Buchpublikationsreihe über das ehemalige Nähmaschinenwerk in Wittenberge erfolgreich fort. Der Chronik-Bildband \“Band 4\“ mit dem Untertitel \“Liquidation\“ ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich im Herbst 2008 erscheinen. 

Das Exemplar Nummer 1 dieser Buchedition überreicht der Klub am 28.11.2007 dem Stadtvater von Wittenberge, Bürgermeister Klaus Petry. Der Bildband kann anschließend nach der Buchpremiere käuflich in jeder guten Buchhandlung, insbesondere in der Wittenberger Stern-Buchhandlung oder Wittenberger Bücherstube, zum Ladenpreis von Euro 49,90 – oder über den VERITASKLUB erworben werden.

Info:
\“Nähmaschinenwerk Wittenberge – Veritas\“ 
Autor: Lothar A. K. Wuttke (Veritasklub) 
Herausgeber: VERITASKLUB e. K. (Klub des Nähmaschinenwerkes) 
Produkt: Buchedition – Hardcover im A4 Format. 
Seiten: 56 Hochglanzseiten mit ca. 100 Color-Fotos. Darunter zahlreiche großformatige Fotos.
Preis: 49,90 Euro (Ladenpreis)
plus 4,90 für Verpackung und Versand bei Bezug über den VERITASKLUB 
Information: Ab sofort über den Veritasklub, Kummerower Ring 1, D-12619 Berlin-Kaulsdorf, Telefon: 030-5630076 lieferbar.

Online-Shop Das Buch kann, ab sofort, auch im Online-Shop:
http://www.veritas-shop.de.vu/ geordert werden. 
Bestellnummer: CMB 072006030 
Fotos + Infos: http://www.buchedition-band3.de.vu/ oder buchedition@arcor.de 

Quelle: Medieninformation und Klubmitteilung des VERITASKLUB\’s, 19.11.2007

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