Der nachkommenlose Graf Johann von Limburg zu Broich adoptierte im Jahr 1505 seine Nichte, die Tochter seiner Schwester Maria, Irmgard von Sayn. Er verheiratete sie noch im selben Jahr mit Graf Wirich V. von Daun-Falkenstein.
Den über fünfhundert Jahre alten Ehevertrag zwischen Irmgard und Wirich übergab in dieser Woche der Mülheimer Geschichtsverein dem Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr zur Aufbewahrung und Erforschung. Die Heiratsurkunde wechselte über die Jahrhunderte bereits häufig ihre Besitzer, landete schließlich bei den Heimatfreunden Idar-Oberstein, wo sie bis jetzt in Vergessenheit geriet. Da ihre Bedeutung für Mülheim als größer als für Idar-Oberstein befunden wurde, verkauften die Heimatfreunde sie für 1.500 Euro an den Geschichtsverein, der sie zunächst restaurieren ließ.
1508 beschenkte Graf Johann das Ehepaar Wirich und Irmgard mit der Herrschaft Broich sowie mit seiner Hälfte der Grafschaft Limburg. Graf Johann von Limburg verstarb im Jahr 1511. Er war der letzte männliche Vertreter der alten Linie Limburg und Limburg-Broich.
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Quelle: Nathalie Loerke, WAZ, 8.10.2008
