Themenabend im Stadtarchiv Münster zur Geschichte Nienberges

Irgendwann wurde es den Bauern in Nienberge mit Johann Conrad Schlaun zu bunt. Man schrieb das Jahr 1753. Der Barockbaumeister hatte wichtige Wege gesperrt und mit einem Schlagbaum blockiert. Als er gar eine Kirchenbank in Sankt Sebastian sein Eigen nannte, war das Fass voll. Ein gewisser Herr von Schenking stürmte samt Verstärkung aus umliegenden Wirtshäusern am Kirchweihfest das Gotteshaus und zertrümmerte die Schlaunsche \“Banck gäntzlich in stücken\“.  Von handfesten Ärgernissen und anderen Begebenheiten berichtet der Themenabend des Stadtarchivs Münster am Donnerstag, 25. Juni 2009. Im Mittelpunkt der historischen Spurensuche steht Nienberge und dessen Entwicklung vom Bauerndorf zum beliebten Stadtteil. Beginn ist um 18 Uhr.  Der Eintritt zum Themenabend ist frei. 

Referent Reinhold Klumpe ist bestens vertraut mit den vielen großen und kleinen Veränderungen des Ortsteils. Er lädt die Zuhörer zu einem Streifzug von den Anfängen bis zur Gegenwart ein und sorgt auch für die Aufklärung des Kirchenbankstreites.  Zum Vortrag präsentiert das Stadtarchiv historische Dokumente aus seinem Bestand, die zur Erforschung der Geschichte Nienberges genutzt werden können. 

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Stadtarchiv Münster
An den Speichern 8
48157 Münster
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Quelle: Pressemeldung Stadt Münster, 19.6.2009

Ausstellung im Staatsarchiv Ludwigsburg über Hitlers Verbrechen aus französischer Sicht

Am 16. Juni 2009 wurde im Staatsarchiv Ludwigsburg die Ausstellung "Hitlers Verbrechen – Eine Ausstellung der französischen Besatzungsmacht 1945/1946" mit einem Vortrag von Prof. Peter Longerich eröffnet. Der renommierte NS-Forscher, der jüngst mit einer Biographie über Heinrich Himmler Aufsehen erregte und der unter dem Titel \’Davon haben wir nichts gewusst!\‘ Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 eine Untersuchung über den Kenntnisstand der deutschen Bevölkerung über den Holocaust während des Dritten Reichs vorgelegt hat, vermittelte einen Überblick über den Stand der Erforschung der NS-Verbrechen.

1945 – Europa in Trümmern, Millionen Opfer weltweit. Neben der Verurteilung der Täter sah es die französische Besatzungsmacht als vordringlich an, die deutsche Bevölkerung über die Ziele, Methoden und Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft zu informieren. Da unmittelbar nach Kriegsende Massenkommunikationsmittel wie Zeitungen, Zeitschriften oder Kinos mit Wochenschauen nicht zur Verfügung standen, erarbeitete die französische Regierung noch 1945 die Wanderausstellung Hitlers Verbrechen / Crimes Hitlériens. In ihr nahmen sowohl die Ursachen des Nationalsozialismus wie auch die Dokumentation von Schicksalen in deutschen Konzentrationslagern und von Massakern in Frankreich einen breiten Raum ein. Die Ausstellung wurde ab Juni 1945 zunächst in Paris, dann in mehreren Städten der französischen Besatzungszone gezeigt.

Die neue Präsentation, die vom Landesarchiv Baden-Württemberg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg erarbeitet wurde, umfasst nicht nur die rekonstruierte Ausstellung, ihre Vorgeschichte, ihre Hintergründe und Intentionen, sondern auch die zeitgenössischen Reaktionen und Nachwirkungen, die schließlich zur Wiederaufnahme und Neugestaltung der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarvölkern geführt haben. Die Ausstellung im Erdgeschoss des Staatsarchivs Ludwigsburg kann bis zum 31. Juli 2009 montags – freitags von  8.30 – 16.30 Uhr und sonntags von 13.30 – 16.30 Uhr besichtigt werden. Zur Ausstellung ist im Verlag W. Kohlhammer ein Begleitband erschienen, der von Hans-Georg Merz und Herbert Uhl bearbeitet wurde.

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Staatsarchiv Ludwigsburg
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71638 Ludwigsburg
Tel.: 07141 / 18 – 6310
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Quelle: Aktuelles Staatsarchiv Ludwigsburg; Veranstaltungen Staatsarchiv Ludwigsburg; Ludwigsburger Kreiszeitung, 17.6.2009

Stadtarchiv Stuttgart auf Findbuch.net

Das Stadtarchiv Stuttgart hat mit Hilfe von "Findbuch-Net" einen Großteil seiner Findmittel online zugänglich gemacht.

Über "Findbuch.Net", verlinkt mit der Homepage des Stadtarchivs Stuttgart, können die interessierten Nutzer nun auf über 90 Prozent der Bestände zugreifen, nämlich über 400 Bestände mit etwa 100.000 Datensätzen. Für die übrigen zugänglichen Archivalien sind Bestandsbeschreibungen vorhanden. Damit befindet sich das Stadtarchiv hinsichtlich des Abdeckungsgrads seiner Bestände im Spitzenbereich der deutschen Archive.

Die Dokumente können im Internet bestellt und drei Werktage später eingesehen werden. Zur Sichtung und Auswertung kommen die Benutzerinnen und Benutzer weiterhin in den Lesesaal des Stadtarchivs, Silberburgstraße 191. Die Nutzung und die Fachberatung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin kostenlos. Nur wenn die Mitarbeiter im Archiv für einen Nutzer recherchieren, werden Gebühren fällig.

Link: www.stadtarchiv-stuttgart.findbuch.net

Kontakt:
Stadtarchiv Stuttgart
Silberburgstr. 191
70178 Stuttgart
Telefon: (07 11) 2 16-62 43
Fax: (07 11) 2 16-45 56
Juergen.Lotterer@stuttgart.de

Kunstaktion am Güterbahnhof in Worms

Zum Gedenken an die Deportationen aus Worms während des NS-Regimes ist am kommenden Donnerstag, 25. Juni 2009 ab 18 Uhr am ehemaligen Güterbahnhof (in der Güterhallenstraße, gegenüber der Einmündung Würdtweinstraße) die Kunstaktion \“Namen aufheben\“ zu sehen. Zur Errichtung einer \“Gedenkstätte Güterbahnhof\“ wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Am Güterbahnhof verließen drei große Gruppen Wormser Bürger ihre Heimatstadt, um in die Vernichtungslager deportiert zu werden. Am 16.5.1940 waren es 61 Sinti und am 19. März und am 14. September 1942 waren es 174 Mitbürger jüdischen Glaubens. Der Ort, an dem sie ein letztes Mal den Boden ihrer Heimatstadt berührten, sollte auch ein Ort des Gedenkens an das Schicksal dieser Mitbürger werden. Als Auftakt für die Schaffung einer \“Gedenkstation Güterbahnhof\“ sprechen Karl Saulheimer, der dieses Vorhaben angeregt hat, und Kulturkoordinator Volker Gallé am Donnerstag, 25.6. um 18 Uhr am Ort des Gedenkens. 

Atelier eye-D-ear realisiert die temporäre Kunstaktion \“Namen aufheben\“. Das Verschwinden der Menschen und das \“Aufheben\“ der Namen im Gedächtnis der Teilnehmer wird Inhalt der Aktion sein. Die Namen der Deportierten sind auf gelben Zeichenkarton gedruckt, auf den Gleisen ausgelegt und mit Steinen beschwert. Die Teilnehmer heben die Namensblätter auf, lesen laut die Namen vor, nehmen die Blätter mit und können im Stadtarchiv Worms weitere Informationen über die Opfer finden. Der Ort bleibt leer zurück. Im Stadtarchiv kann man nicht nur Geschichte und Biografien recherchieren, sondern auch für 12 Euro eine CD-Rom erwerben, auf der die Rechercheergebnisse von Dr. Karl und Annelore Schlösser zur Verfolgung der Juden in Worms aufbereitet sind. 

Die Veranstaltung am kommenden Donnerstag ist Teil der von der Stadt Worms koordinierten Reihe \“Deportationen Worms 1949/42\“, die mit dem \“Zug der Erinnerung\“ im März begann und mit der Ausstellung \“Sonderzüge in den Tod\“ in der Gedenkstätte Osthofen fortgesetzt wurde. 

Kontakt
Stadtarchiv Worms
Raschi-Haus
Hintere Judengasse 6
67547 Worms
Tel.: 0 6241 / 8 53 – 47 00 (bis – 47 07)
Fax: 0 6241 / 8 53 – 4710
stadtarchiv@worms.de

Quelle: Stadtnachrichten Worms, 22.6.2009

Jüdische Pflegegeschichte jetzt auch im Internet recherchierbar

Ein Team aus WissenschaftlerInnen und MitarbeiterInnen der FH Frankfurt hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Frankfurt am Main aufzuarbeiten. Die Ergebnisse fließen in einen Internetauftritt, der ein ganzes Netzwerk an spannenden Lebensläufen und Wissenswertem bereithält. Auf dem Programm der Auftaktveranstaltung zum Start des Webauftrittes \“Jüdische Pflegegeschichte/Jewish Nursing History – Biographien und Institutionen in Frankfurt am Main\“ am 24. Juni 2009 im Audimax der Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences (FH FFM) stehen Vorträge \“Zur Entstehung des Projekts\“, \“Vorstellung des Webauftritts\“ und \“Ausblick – Wie es weitergehen könnte\“. Veranstalter sind der Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit und die Bibliothek der FH FFM.

\“Der Webauftritt erschließt die Welt der Frankfurter jüdischen Pflegegeschichte auf verschiedenen Wegen: in vertiefenden Beiträgen zu Ereignissen, Persönlichkeiten und Einrichtungen; durch Entdecken der Lebens- und Arbeitsorte auf virtuellen Stadtkarten und vielen Abbildungen in der Medienbibliothek, mittels Recherche nach Personen, Institutionen, Gebäuden, Orten oder Quellen. Er bietet einen Fundus nicht nur für familienbiographisch und wissenschaftlich Forschende, sondern auch für jene, die allgemein an jüdischer Sozial- und Kulturgeschichte und Frankfurter Stadtgeschichte interessiert sind. Der Auftritt bietet keine abschließende Darstellung des Forschungsgegenstandes, vielmehr werden weiterhin neue Informationen erhoben und eingearbeitet. Daher ist das Projekt auch offen für Hinweise von Nutzern\“, so Brigitte Nottebohm, Leiterin der Bibliothek.

Ausgangspunkt des Projekts, das auf Frankfurt am Main bezogen, eine Verknüpfung zwischen klassischer Pflege und jüdischen Pflegeaspekten, architektonischen, städtebaulichen und geschichtlichen Sachverhalten ermöglichen möchte, war die Dissertation der Professorin Hilde Steppe. Ihr hat die FH FFM die Basis der Sammlung \“Dokumentationsstelle Pflege/Hilde-Steppe-Archiv\“ zu verdanken. Mit der Arbeit \“… den Kranken zum Troste und dem Judentum zur Ehre…\“ aus dem Jahr 1997 zur Geschichte der jüdischen Krankenpflege in Deutschland habe sie ein Standardwerk geschaffen, so die Hochschule. Weitere Quellen sind die Dokumentationsstelle und Einrichtungen der Stadt Frankfurt. 

Die deutschlandweit einzigartige Sammlung Dokumentationsstelle Pflege/ Hilde Steppe Archiv entstand auf Initiative von Hilde Steppe (06.10.1947 – 23.4.1999), die bereits früh damit begann, Quellen zur Geschichte der Pflege zu sammeln. Zunächst war die Sammlung im Berufsfortbildungswerk des DGB (BfW) in Frankfurt. Dort arbeitete Hilde Steppe seit 1978 als Lehrerin, seit 1980 als Leiterin. Nachdem sie 1992 ins Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit in Wiesbaden gewechselt war, übergab sie die Sammlung 1995 der Fachhochschule Frankfurt am Main. Diese vereinbarte Schenkung sah die Übergabe, Sicherstellung und den Aufbau der Sammlung vor. Leider verstarb Hilde Steppe kurz nach ihrer Berufung als Professorin an die Fachhochschule Frankfurt am Main am 23. April 1999. Anlässlich eines Hilde Steppe gewidmeten Akademischen Gedenktages am 06.10.1999 wurde die Dokumentationsstelle Pflege umbenannt in Dokumentationsstelle Pflege / Hilde Steppe Archiv.

Der Doppelcharakter der Sammlung dokumentiert sich in ihrem Namen: Es handelt sich nicht nur um ein Archiv, das klassische Archivalien wie z.B. Nachlässe beinhaltet, es bewahrt viel mehr Materialien, die geeignet sind, die Entwicklung der in Deutschland jungen Wissenschaft der Pflege zu dokumentieren. So begleitet die Dokumentationsstelle Pflege durch das Sammeln unterschiedlicher Medien zur Pflegehistorie (Quellen- und Sekundärliteratur, Biographien von Personen aus der Krankenpflege, historische Postkarten und Nachlässe) die Entwicklung der im akademischen Bereich noch jungen Wissenschaft. Eine Sammlung von Interviews (auf Kassetten und in transkribierter Form), in den 1980er Jahren beginnend bis Mitte der 1990er Jahre, lassen lebendige Einblicke in die Entwicklung der Pflege zu. Schwerpunkte der Sammlung sind: Krankenpflege im Nationalsozialismus, jüdische Krankenpflege, Kriegskrankenpflege, Entwicklung der Aus- und Weiterbildung der Pflege, Akademisierung der Pflege, Krankenpflege als Frauenberuf und Feminismus, Aspekte der Gesundheitspolitik aus Sicht der Pflege.

Kontakt
Dokumentationsstelle Pflege / Hilde-Steppe-Archiv
Kleiststr. 31
Gebäude 3, 4. OG, Raum 415
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 1533 – 28 47
Fax: 069 / 1533 – 24 65
kontakt@hilde-steppe-archiv.de

Bibliothek der FH FFM
Gebäude 3 + 4
Brigitte Nottebohm
Kleiststr. 31 (Eingang EG)
60318 Frankfurt am Main 
Tel.: 069 / 1533 – 2460 oder – 3087 
Fax: 069 / 1533 – 2465 
nottebom@bibl.fh-frankfurt.de 

Quelle: Pressemitteilung der FH FFM, 22.6.2009; Institution Dokumentationsstelle Pflege / Hilde-Steppe-Archiv

Ehemalige Augenklinik wird zum Haus der Stadtgeschichte in Mülheim an der Ruhr

Nach Abschluss der zur Zeit stattfindenden umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wird das Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr voraussichtlich im Herbst 2010 in eine ehemalige Augenklinik umziehen. Es wird sich die Räumlichkeiten allerdings mit der Musikschule teilen, denn es ist ein erklärtes Ziel der Stadt, den Bürgern Mülheims künftig Geschichte und Musik unter einem Dach anzubieten. Rund zehn Millionen Euro investiert die Leonhard-Stinnes-Stiftung, der das Gebäude gehört, in das Projekt.

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Abb.: In der ehemaligen Augenklinik an der von-Graefe-Straße wird das "Haus der Stadtgeschichte" entstehen. Am Modell: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Frank Peter Buchwald (links) und Matthias Knospe vom städtischen Immobilien-Service (Fotos: Walter Schernstein).

Als Begegnungsstätte war das Haus an der Von-Graefe-Straße ursprünglich im Jahr 1901 errichtet worden. Ausflugslokal "Johannisburg" hieß es damals, aber nur wenige Jahre. Im Juli 1907 bereits wurde der Klinikbetrieb aufgenommen. Bis Mitte der 1980er Jahre haben Ärzte dort operiert, dann wurde die neue Augenklinik am Evangelischen Krankenhaus gebaut. An die einstige architektonische Schönheit mit Türmchen erinnert heute nichts mehr. Ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte die Klinik zum Teil bis auf die Grundmauern.

Die Stadt Mülheim tritt zwar als Bauherrin auf, wird aber die Räume nach Abschluss der Bauarbeiten nur mieten. Künftig stehen außerdem für kulturelle Veranstaltungen nicht nur eine Ausstellungshalle, sondern auch ein Konzert- oder Vortragssaal für ca. 100 Besucher zur Verfügung. Das Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr wird somit demnächst mehr Platz als bisher zur Verfügung haben und kann bei Bedarf auch noch zusätzliche Räumlichkeiten für die Unterbringung seiner Archivalien nutzen. Mit diesem erweiterten Raumangebot für das Stadtarchiv kommt die Stadt ihren Bürgern entgegen, deren Interesse an der Stadtgeschichte und auch an der eigenen Familiengeschichte in den letzten Jahren stark gewachsenen ist.

Kontakt
Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr
Aktienstr. 85
45473 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 0208 / 455 – 4260
Fax: 0208 / 455 – 4279
stadtarchiv@stadt-mh.de 

Quelle: Andreas Heinrich, derwesten.de, 16.6.2009; Stadt Mülheim an der Ruhr, Pressemitteilung, 18.6.2009

Ausstellung im Stadtarchiv Neuss über Neusser Helden

Am Dienstag, 23. Juni 2009, 19 Uhr, werden im Gartensaal des Clemens-Sels-Museums die Neusser Beiträge zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2008/2009 präsentiert, die im Rahmen einer Ausstellung im Forum Stadtgeschichte im Stadtarchiv Neuss anschließend vom 23. Juni bis zum 18. September 2009 ausgestellt werden. Das Stadtarchiv Neuss hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Lehrerinnen und Lehrer, die deren Arbeiten als Tutoren betreuen, mit fachlichem Rat begleitet. 

Helden: Verehrt – verkannt – vergessen“ hieß das Motto des jüngsten Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten – Jugendliche forschen vor Ort. Zum 21. Mal schickte der vom Bundespräsidenten und der Körber-Stiftung ausgeschriebene renommierte Wettbewerb Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Jahrgangsstufen zu einem gesellschaftlich aktuellen Thema auf historische Spurensuche vor Ort. Mit Unterstützung des Stadtarchivs haben sich zahlreiche Neusser Schülerinnen und Schüler der Klassen drei bis zwölf erfolgreich am Wettbewerb beteiligt. Mit Forscherdrang und Engagement sind sie Themen wie Kardinal Frings, dem Neusser Ehrenmal, der Arbeit der Augustinerinnen, den Kanalarbeitern oder der politischen Debatte um die Ehrung von Widerstandskämpfern unter dem Aspekt von Heldenstatus und -mythos nachgegangen. Daraus sind eindrucksvolle und mit Preisen ausgezeichnete Arbeiten entstanden, die unsere historischen Kenntnisse über Neuss um interessante Forschungsergebnisse bereichern.

Kontakt
Stadtarchiv Neuss
Oberstraße 15
41460 Neuss
Tel.: 02131 / 90 – 4250
Fax: 02131 / 90 – 2433
stadtarchiv@stadt.neuss.de 

Quelle: Pressemeldung Stadt Neuss, 19.6.2009

Schüler des Berufskollegs Technik gestalten Anzeigenkampagne für Siegener Kreisarchiv

Schüler des Berufskollegs Technik in Siegen haben verschiedene Anzeigenkampagnen konzipiert. Mit den Anzeigen soll in Schülerzeitungen für das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein geworben werden. Landrat Paul Breuer hat jetzt die besten Entwürfe ausgezeichnet. Die Projektidee hatte Kreisarchivar Thomas Wolf beim Landeswettbewerb „Archiv und Jugend" eingereicht. Die Jury war vom Konzept „Faszination Archiv! – Schüler werben für Schüler" so überzeugt, dass sie das Projekt mit 2.000 Euro fördert. Das Kreisarchiv investiert weitere 1.000 Euro in die Entwicklung und Durchführung der Anzeigenkampagne.

Umgesetzt wurde das Projekt von angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten, die in einer dreijährigen Ausbildung am Berufskolleg Technik einen Berufsabschluss und zugleich die allgemeine Fachhochschulreife erwerben. Die Schüler erarbeiteten in kleinen Teams eigene Gestaltungskonzepte. Zunächst wurden konkrete Ideen für die Anzeigenkampagne gesammelt, Skizzen erstellt und zielgruppengerechte Slogans getextet. In weiteren Schritten erfolgte die Umsetzung: Aufnahme der Bildmotive, Bildbearbeitung, Satz- und Textlayout. Unterstützt wurden sie von den beiden Lehrern Martin Diehl und Michael Böcking. „Inhaltlich war das Projekt für die Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung", sagt Martin Diehl: „Der Blick junger Menschen ist normalerweise nach vorne gerichtet. Hier mussten sich die Schüler darauf einlassen, zurück zu schauen."

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Abb.: Angehende Gestaltungstechnische Assistenten des Berufskollegs Technik präsentieren Landrat Paul Breuer ihre Entwürfe (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

Von den Ergebnissen der Schüler sind Landrat Paul Breuer und Schulleiter Roland Geldsetzer sehr beeindruckt: „Hier sieht man, dass junge Menschen mit frischen und unverbrauchten Ideen am Werke waren", lobt Breuer die Arbeiten der Schüler.

Ein Konzept stellt auf zwei hintereinander geschalteten Anzeigenseiten die Begriffe „Gegenwart erleben" und „Vergangenheit entdecken" anschaulich dar. So ist z.B. auf der ersten Seite ein Apfel zu sehen, auf der zweiten Seite ein Kern. Oder die erste Seite zeigt eine Flasche Zitronensaft, die zweite eine Zitrone. Die Bildpaare unter den beiden Überschriften sind beliebig austauschbar, je nach den Interessen der Zielgruppen, erläuterten die Schüler.

Ein anderes Konzept setzt darauf, Jugendliche zu motivieren, die eigene Familiengeschichte zu erforschen. Die Anzeigen zeigen jeweils kleine Kinder, verbunden mit Texten wie „Mein Ururur-Opa war Kolumbus! Wer waren deine Verwandten? Finde es heraus im Archiv in Deiner Nähe".

Das dritte von der Jury ausgewählte Konzept greift das Stilmittel der Collage auf. Wiederkehrendes Merkmal ist ein Taucher, der in Schätze wie Bücher oder alte Landkarten eintaucht, wie sie in Archiven zu finden sind. Unterstrichen wird dies mit der textlichen Aussage „Tauche ein in die Vergangenheit – Vergangenheit entdecken in einem Archiv in Deiner Nähe".

Landrat Paul Breuer dankte den Schülern für ihre kreativen Ideen. Die Arbeit der Archive gerade jungen Menschen nahe zu bringen, sei eine lohnende Aufgabe, so der Landrat. „Unsere Archive sind die Gedächtnisse der Region. In einer globalisierten Welt ist es zunehmend wichtig zu wissen, woher man kommt und wo die eigenen Wurzeln liegen, um selbstbewusst im Wettbewerb mit Menschen aus anderen Regionen bestehen zu können", so Breuer.

Nach den Sommerferien werden die ausgewählten Anzeigenkampagnen in verschiedenen Schülerzeitungen im Kreisgebiet erscheinen.

Kontakt:
Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein
Kreisarchivar Thomas Wolf
Koblenzer Str. 73
57072 Siegen
Telefon: 0271 333-1510
t_wolf@siegen-wittgenstein.de

Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Pressemitteilung, 17.6.2009

Gründungsveranstaltung des internationalen Zentrums für Klassikforschung in Weimar

Am 19. und 20. Juni 2009 findet in Weimar die Gründungsveranstaltung des internationalen Zentrums für Klassikforschung statt, dem rund fünfzig international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen angehören. Das Zentrum für Klassikforschung widmet sich mit einem transdisziplinären Anspruch dem Phänomen "Klassik". Ausgehend von der Weimarer Klassik und den sie dokumentierenden Sammlungen im Goethe- und Schiller-Archiv, in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek sowie in den Museen der Klassik Stiftung Weimar, nimmt es die verschiedenen Klassiken der europäischen Kulturgeschichte in den Blick und analysiert deren Genesen, Binnendynamiken und Wirkungsgeschichten. Das Forschungszentrum verfolgt die Frage, mit welchem Anspruch die europäischen Klassiken auf ihre zumeist antiken Referenzepochen Bezug nehmen, und verortet sie in ihren jeweiligen sozial-, wissens- und kulturhistorischen Kontexten. Die komplexe Geschichte des Begriffs ›Klassik‹ sowie seine spezifische Verwendung in unterschiedlichen Fachdisziplinen und kulturpolitischen Kontexten werden Gegenstand intensiver Reflexion sein. 

Die Aktivitäten des Forschungszentrums werden von der Klassik Stiftung gefördert. Dem Forschungszentrum gehören rund fünfzig international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachbereiche an (Germanistik, Romanistik, Anglistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaften, Altertumswissenschaften, Geschichte, Philosophie). Der Vorstand des Forschungszentrums umfasst zwölf Mitglieder, von denen sieben Mitglieder gewählt werden. Als ständige Mitglieder gehören dem Vorstand fünf Vertreter der Klassik Stiftung an. Sprecher des Vorstandes ist der Leiter des Referats Forschung und Bildung, Thorsten Valk. 

Am 9. und 10. April 2010 wird das Zentrum für Klassikforschung seine erste Jahrestagung in Weimar ausrichten. Das Thema der Tagung wird lauten ›Heikle Balancen. Die Weimarer Klassik im Prozess der Moderne‹. In interdisziplinär ausgerichteten Vorträgen und Work­shops soll die Frage aufgeworfen werden, inwieweit sich die Weimarer Klassik als Inkubations- und Formierungsphase der ästhetischen Moderne begreifen lässt und inwiefern man die um 1800 in Weimar entstandenen Werke als künstlerische Auseinandersetzungen mit einer als krisenhaft erfahrenen Moderne verstehen kann. 

Kontakt
Klassik Stiftung Weimar
Referat Forschung und Bildung
Referatsleiter PD Dr. Thorsten Valk
Burgplatz 4
99423 Weimar
Tel.: 03643 / 545 – 560
Fax: 03643 / 545 – 569
thorsten.valk@klassik-stiftung.de

Quelle: Pressemitteilung Klassik Stiftung Weimar, 18.6.2009

Vorarlberger Archivtag in Dornbirn

Die vielfältigen Beziehungen zwischen Archiven und der wissenschaftlichen Disziplin Zeitgeschichte stehen im Mittelpunkt des 19. Vorarlberger Archivtages, zu dem das Vorarlberger Landesarchiv am Freitag, den 19. Juni 2009 von 14.00 bis 17.15 Uhr ins Dornbirner Rathaus einlädt. Eröffnet wird die Veranstaltung von Landesstatthalter Markus Wallner und Bürgermeister Wolfgang Rümmele. Der Archivtag ist ein Informations- und Diskussionsforum für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten öffentlichen und privaten Archiven Vorarlbergs. Über diesen Kreis hinaus sind alle jene eingeladen, die sich für das Thema interessieren. 

Namhafte Referenten aus Vorarlberg, Tirol, Wien, Deutschland und der Schweiz stellen die Möglichkeiten vor, die Archive im Bereich des Bewahrens, Erforschens und Vermittelns von Zeitgeschichte haben. Dr. Gregor Spuhler wird das Archiv für Zeitgeschichte an der ETH Zürich vorstellen, Dr. Wilfried Beimrohr über Zeitgeschichte am Tiroler Landesarchiv  referieren. Aspekte der Gemeinde- und Städtearchive werden Thomas Gamon aus Nenzing, Dr.  Jürgen Klöckler aus Konstanz sowie Dornbirns Stadtarchivar Werner Matt einbringen. Dr. Peter Melichar widmet sich der Problematik der Edition zeitgeschichtlicher Quellen. Für die Organisation und Moderation zeichnet Dr. Wolfgang Weber vom Vorarlberger Landesarchiv verantwortlich. 

Kontakt
Vorarlberger Landesarchiv 
Kirchstraße 28 
6900 Bregenz 
Tel.: +43(0)5574 / 511 – 45005
Fax: +43(0)5574 / 511 – 45095
landesarchiv@vorarlberg.at
wolfgang.weber@vorarlberg.at 

Quelle: Pressemeldung Land Vorarlberg, 18.6.2009; Termine Vorarlberger Landesarchiv

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