Die "local-hero-Woche" für die Stadt Gelsenkirchen im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 begann am 6. Juni 2010 in den Arkaden des Wissenschaftsparks mit der Eröffnung einer kleinen Ausstellung mit dem Titel "Bergfremd(e) – Ausländer im Ruhrbergbau" durch Oberbürgermeister Frank Baranowski.
Die Ausstellung des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum (DBM) und des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) ist Teil des Projektes FREMD(E) IM REVIER!?, an dem sich im ganzen Ruhrgebiet historische Einrichtungen mit Teil-Ausstellungen beteiligen. Als eine städteübergreifende Initiative, die das Thema Zuwanderung ins Ruhrgebiet aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt, ist das Projekt zur Migration eines "offiziell" anerkannten Geschichtsprojekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010. Neben dem Oberbürgermeister wird Dr. Michael Farrenkopf für das Deutsche Bergbau-Museum auf die bereits bewährte Zusammenarbeit der Bochumer mit dem Gelsenkirchener Institut für Stadtgeschichte eingehen, anschließend wird kurz in die Thematik der Ausstellung eingeführt.
Die Ausstellung zeigt, dass die Geschichte des Ruhrgebiets und seines wirtschaftlichen Leitsektors, des Steinkohlenbergbaus, im 19. und 20. Jahrhundert ohne die zahlreichen Zuwanderer kaum möglich gewesen wäre. Sie kamen als Unternehmer, Investoren und Techniker, vor allem aber als Arbeitskräfte und haben die Region entscheidend mitgeprägt. Die Zuwanderer waren oft in doppelter Hinsicht „Bergfremd(e)“, war ihnen doch nicht nur die neue Umgebung, sondern oft auch die Bergarbeit fremd. Die Ausstellung folgt den Spuren der Zuwanderer im Ruhrbergbau des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie greift die Bemühungen um die Anwerbung und Integration der Arbeitskräfte ebenso wie das oft schwierige und spannungsgeladene Verhältnis zwischen Neuankömmlingen und Eingesessenen auf und hinterfragt kritisch das Bild vom "Schmelztiegel Ruhrgebiet". Die Ausstellung "Bergfremd(e). Ausländer im Ruhrbergbau" ist bis zum 31. August 2010 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zu sehen.
Veranstalter:
Institut für Stadtgeschichte (ISG)/Stadtarchiv Gelsenkirchen und Deutsches Bergbau-Museum/Montanhistorisches Dokumentationszentrum, Bochum
Veranstaltungsort:
Arkaden im Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 7-18 Uhr, Sa 8-16 Uhr
http://www.institut-fuer-stadtgeschichte.de/
