156.000 Euro aus Brüssel für grenzüberschreitendes EU-Projekt von Archiven am Oberrhein

Mit 156.000 Euro fördert die Europäische Union im Rahmen des internationalen territorialen Programms INTERREG IV A Oberrhein das vom Stadtarchiv Speyer initiierte Projekt „Grenzüberschreitendes Netzwerk digitaler Geschichtsquellen: Archive als Gedächtnisse der historisch gewachsenen Landschaft Oberrhein“. Projektpartner aus der Pfalz, Baden und dem Elsass haben sich zum gemeinsamen Ziel gesetzt, das historische Gedächtnis des Oberrheingebiets virtuell wiederherzustellen. Das gemeinsame online-Portal startet seine „Gedächtnisarbeit“ mit Quellen aus dem Mittelalter und dem 16. Jahrhundert; auch die Zeit der Reformation soll abgebildet werden.

„Es gilt durch moderne Erläuterungen, Zweisprachigkeit und durch die neuen Medien, wie Digitalisierung, Onlineangebote, bilinguale Kommunikationsplattform, der Öffentlichkeit einen bislang nicht verfügbaren Zugang zu einem virtuellen Gedächtnis der Region Oberrhein zu bieten“, formuliert Dr. Joachim Kemper, Leiter des Stadtarchivs Speyer das Projektziel. Nicht nur Historiker, alle interessierten Bürger könnten das gemeinsame Kulturgutportal der Archive „befragen“. Netzwerk und Portal sollen dauerhaft offen sein für weitere Einrichtungen die oberrheinisches Kulturgut verwahren und vermitteln, seien es Museen, Archive, Bibliotheken oder auch Vereine.

Projektpartner
Zu den Speyerer Projektpartnern zählen das Stadtarchiv Freiburg, das die Rolle des Projektträgers übernommen hat, das Landesarchiv Baden-Württemberg (Generallandesarchiv Karlsruhe) und die beiden elsässischen Regionalarchive (Archiv des Départements du Haut-Rhin und des Départements du Bas-Rhin; Colmar bzw. Straßburg). Über zwei Dutzend weitere Vereine, Institute und Archive in Deutschland und Frankreich, aber auch in Österreich und der Schweiz, unterstützen das Projekt als zusätzliche Partner. Zu den Unterstützern vor Ort gehören das Bistumsarchiv Speyer, das Landesarchiv Speyer und der Historische Verein der Pfalz. Projektpartner ist auch das Heidelberger Institut für fränkisch-pfälzische Geschichte und Landeskunde.

Weitere Informationen:
http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1340577/index.html

Quelle: Regierungspräsidium Freiburg, Pressemitteilung, 31.7.2012; Stadt Speyer, Pressedienst.

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