Herwig Zens: Feuerbach-Paraphrasen im Stadtarchiv Speyer

Wenig glücklich und künstlerisch nicht gerade erfolgreich war der 1829 in Speyer geborene Maler Anselm Feuerbach während seiner Jahre als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Durch das österreichische Kaiserhauses mit einem fürstlichen Gehalt aber gegen den Willen der Akademie nach Wien gelockt, hatte er bald die gesamte Professorenschaft gegen sich. Dennoch schuf er in seiner Zeit als Lehrer dort zwischen 1875 und 1877 die beeindruckende Deckenausmalung der Aula des Akademiegebäudes. Sein Gemäldezyklus, in dessen Mittelpunkt das große Ovalbild „Titanensturz“ steht, für das ihm Hesiods „Theogonie“ als Quelle diente, zieht bis heute Kunstkenner und begeisterte Besucher aus aller Welt an.

Herwig Zens: Feuerbach-Paraphrasen im Stadtarchiv Speyer

Der Wiener Künstler Herwig Zens, Jahrgang 1943, der selbst von 1961 bis 1967 an der Wiener Akademie studierte, seit 1975 am Haus Lehrbeauftragter war und von 1987 bis 2006 dort eine Professur inne hatte, begegnete diesen Gemälden Feuerbachs, die Titel wie „Gaia“, „Uranus“, „Gefesselter Prometheus“ oder „Aphrodite“ tragen, in „seinem“ Haus über fünf Jahrzehnte nahezu täglich.

Als Ergebnis seiner langen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Werk des frühen Malerkollegen Feuerbach tritt Herwig Zens jetzt mit seinen „Feuerbach-Paraphrasen“ hervor, in denen er die Deckengemälde aus seiner heutigen, individuellen Sicht interpretiert und fortschreibt. Das Stadtarchiv Speyer ist die erste Station, an der Herwig Zens seine nicht nur künstlerisch sondern auch als Beitrag lebendiger Kunstgeschichte höchst interessanten Arbeiten präsentiert.

Info:
Herwig Zens: Feuerbach-Paraphrasen
Ausstellung im Stadtarchiv Speyer
3. April bis 31. Juli 2013
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-12/13-16 Uhr, Fr 9-12 Uhr. Eintritt frei.

Link: Flyer

Kontakt:
Stadtarchiv Speyer
Johannesstraße 22a
67346 Speyer
Tel. 06232/14-2242
www.stadtarchiv.speyer.de
http://www.facebook.com/Speyer.Stadtarchiv

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